125 Millionen für Kaka

In Worten: Hundertfünfundzwanzig

Der „Witz“ mit dem Kaka (= Fäkalien; Kindersprache) hat natürlich nen Bart für Fußball-Kenner, aber witzig ist das Ganze für mich dann doch eigentlich gar nicht. Der englische Premier League Club Manchester City, im Eigentum einer Investorengruppe aus dem Scheichtum Abu Dhabi, bietet 125 Millionen für Scheiß

Ich schätze Herrn Ricardo Izecson dos Santos Leite, Künstlername Kaká, als Fußballer und Mensch sehr, aber niemand auf dieser Welt ist 125 Millionen Euro in dem Sinne ‚wert‘, dass er dafür bisschen Fußball kickt. Es ist einfach nur Fußball!

Ginge es nach mir und hätte ich was zu sagen (was man so nur sagen kann und darf, wenn man nichts zu bestimmen hat), würde ich nach offizieller Bestätigung des Angebots einen schönen weißen Wagen mit zwei Männern vorfahren lassen, den zuständigen Manager mitnehmen und das gesamte Vermögen zum Volkseigentum machen – denn offensichtlich haben die aktuellen Besitzer des Geldes jeglichen Realitätssinn verloren.

Es wird dringend Zeit, dass sowohl in puncto Transfersummen wie auch Gehalt (Stichwort salary cap) die Vernunft in Form einer gemeinsamen Regelung kommt, um diesem Irrsinn ein Ende zu bereiten. Ganze Kontinente leiden unter Hunger, Europa und Amerika stöhnen unter der Rezession und andere hauen die Millionen um sich, dass es kracht.

Sorry, aber für mich muss jede Freiheit (auch wirtschaftliche Freiheit!) ihre Grenze spätestens an Moral und Vernunft finden.