[Video nicht im Archiv - Link zu YouTube]
It’s just like coming home …
Scottish pipes
Auch schon mal grüne Links gesehen? Hat nichts mit grünen Männchen zu tun, also man könnte es getrost zugeben. Auch nicht mit Ökologie oder Bio.
Links sind traditionell blau, so lehrte es die Internet-Standard-Doktrin, ein besuchter Link lila – eine Standard-Vorgabe aus den ersten Internet-Tagen, die aber längst den gestalterischen Ansprüchen an Webdesign zum Opfer fiel. Sinnvoll war eine solche Normierung allemal, zumindest aus Gründen der Usability. Denn der Hintergrund war der, einen Link als solchen auch sofort zu erkennen. Dieses Bedürfnis der farblich so normierten Kennzeichnung wurde aber bald aufgegeben, auch weil ein interner Link in diesen Vorgaben nicht von einem externen Link unterscheidbar war und somit allein aus diesen Gründen die ersten Ansätze für Standardisierung als zu eng definiert waren.
Dieses Bedürfnis nach Kennzeichnung mag nun für viele keine Rolle spielen, doch spätestens bei Thema Werbung wird man hellhörig. “Intext-Links” sind für Werbetreibende höchst interessant. Der Internet-Leser hat längst gelernt Werbung in seinem Kopf weiträumig auszublenden und nicht mehr wahrzunehmen. Grund also für die Werbung “noch lauter zu schreien”, doch dies wird dann den Seitenbetreibern selbst irgendwann schon zu viel, oder eben dahin zu gehen, wo der Leser unweigerlich seine Aufmerksamkeit hinlenkt, dem Content.
Die Aufmerksamkeit des Users ist gezielt auf den Inhalt einer Seite gerichtet; genau hier ist die Intext-Werbung positioniert. Das Werbe-Format ist unaufdringlich: Es ruft keine Reaktanz beim User hervor.
Ivo Leunig im Interview auf interview-blog.de
Und da sind wir wieder bei den “grünen Links”. Aus Gründen der Kennzeichnung von Werbung in Form werblicher Links wäre dem User wenigstens geholfen, die Links (wie in diesem Artikel oben einmal demonstriert) mit einem eindeutigen Standard zu kennzeichnen. Erst dann ist für ihn erkennbar, ob der Link nun “werbemotiviert” oder eine autonome Empfehlung des Verfassers ist. Bemüht ist man allemal dieses Format einzuführen, daher dürften Internet-Nutzer durchaus bereits über solche grüne Links einmal gestolpert sein. Der Werbetreibende wiederum erhofft sich durch diese Transparenz eine höhere Akzeptanz.
Der Nutzer entscheidet selbst, ob er mehr an Werbung sehen möchte. Bewegt der User bei Interesse den Mauszeiger über ein besonders markiertes (unterstrichenes) Wort, öffnet sich ein Layer über dem Seiteninhalt. Ohne Mauszeiger-Bewegung liest der User unbehelligt auf der Website weiter. AdInside erzeugt eine nachweislich höhere Click-Through-Rate und das bei gleichzeitig höherer Nutzerzufriedenheit!
Ivo Leunig a.a.O.
Grundsätzlich habe ich selbst keine Probleme mit Links im Content, wenn sie zwei Kriterien erfüllen: Die Kennzeichnung als solche und einen sinnvollen Bezug zum Inhalt. Wenn also ein Link konkret gesetzt wird, weil er einen Bezug hat, sehe ich keinen Grund für eine pauschale Ablehnung von “werblichen” Links im Content. Die Motive, warum Links gesetzt werden, sind ja so oder so sehr heterogen und nicht immer nur von Tugend geprägt.
Probleme macht mir dagegen eine automatisierte Verlinkung, wie es bspw. (aber dies nur nach äußerem Anschein) hier exemplarisch bei Chip zu sehen ist. Wenn Schlagworte automatisiert durch ein Plugin/ein Programm gefunden und verlinkt werden. Dadurch entsteht bisweilen ein Wust aus Links im Text, die auch mit der Maus nur noch schwer zu umfahren sind.
Mein Fazit: Links im Content können sinnvoll sein, werblich oder nicht-werblich motiviert, am Ende sollte der Link einen gewissen Informationswert haben, der zum Content passt. Die Kennzeichnung von werblichen Links ist dabei sicher sinnvoll für mehr Transparenz, ein Allheilmittel ist es aber nicht. Am Ende ist es das Maß an Vernunft, das zwischen sinnvollem Einsatz (wozu auch das Interesse eines Seitenbetreibers an Vermarktung gehört) und Missbrauch entscheidet.

Second Life ist …
in japanischer Tracht mit Katana auf einer alten Kiste vor einer Wand mit AC/DC Plakaten sitzen und gerade unter Metal-Klängen aus den Boxen dem DJ zurufen, dass ich ihm meinen SLIP ZUWERFE KREISCH SCHREI
… verrät aber nicht, welche/welchen Blogger er gerade sprach, der/die nach DSDS googlte…
Da lacht der Nerd. Offenbar ist doch noch intelligentes Leben im Planeten Justizia gefunden worden. Das OLG Hamburg ist laut heise.de wohl bereit und in der Lage den berühmt und gefürchteten “Brötchen-Abmahnungen” zumindest teilweise das Wasser abzugraben.
Doch abwarten, noch ist nur die Ansicht des Kammervorsitzenden bekannt, ob es zu einem entsprechenden Urteil kommt und was das überhaupt bedeuten würde:
In Sachen Marions Kochbuch: OLG Hamburg stärkt Forenbetreibern den Rücken
[via]
Mit dem neuen Präsidenten bekam gestern whitehouse.gov auch eine neue robots.txt, wie Jason Kottke in seinem Blog berichtet.
Statt 2.400 Zeilen unter Bush setzt Obams Team auf ganze 2 Zeilen:
User-agent: *
Disallow: /includes/
Vielleicht eine nerdige Botschaft zwischen den Zeilen.
Erinner mich noch irgendwie an den Amtsantritt von Bush, da stand doch damals ein leeres Navigationsfeld und dahinter sowas wie: Fill this field with something useful
[via]
Sich perfekt auf die Zunge beißen zu können
ist eine weitgehend unterschätzte Begabung.
Bloguzius – Lebensweisheiten eines Bloggers
Manche lachten, andere haderten – am Ende waren (angebliche) PageRank-Abstrafungen Googles immer eine Frage der Spekulation, da eine Kommunikation nie stattfand. Einzig bei Basic Thinking schien das Missverhältnis zwischen tatsächlichem Standing im Netz und dem angezeigten PR eindeutig.
Aber jetzt soll der Beweis gefunden worden sein und jeder kann seine Seite checken, ob Google “Hand angelegt” hat – Codewort: Heyves:
Googles PageRank-Abstrafung – Ist Ihre Seite betroffen?