Robert spricht mir aus der Seele:
Man liest drei Mal nach, damit man ganz sicher ist, dass es nicht um eine der Schulen meiner Kinder handelt. Check.. soweit kein höchster Alarmzustand. Man liest zunächst beruhigt unruhig weiter und erfährt, dass es Tote gab, es um 2, dann 5, dann schon 10 Tote geht, 16 (letzte Meldung: 9 Schüler, 3 Lehrer, 3 Passanten, der Täter)… Kinder anscheinend vor allen Dingen. Und die Sonne wird immer kälter und kälter. Man denkt an die betroffenen Eltern, Verwandte und Freunde, die mit den Schülern an der Schule in Winnenden verbunden sind. Als Vater. Hilflos ausgesetzt denen, die nicht mehr zu unterscheiden wissen, was die Grenzen zwischen Leben und Tod sind und was sie bedeuten. Ich denke an die Eltern des mutmaßlichen Täters, der lt. letzten Meldungen angeblich erschossen wurde. Man denkt auch an ihn, was in ihm zugestoßen sein muss, um sich zu verlieren, der anscheinend noch jung war. Hilflos, kalt.. die Welt zeigt sich manchmal von ihrer allzu grau-schwarzen Seite unmitelbar.
via wenn die Sonne scheint und man dennoch friert – written in basic.
Und auch wenn man es nicht will, wenn man am liebsten einfach weitersurft und nicht noch mehr lesen will, so fragt man sich immer und immer wieder: Warum?!
Werden wieder “Killer-Spiele” gefunden? Und wenn ja, hat das nun doch einen Zusammenhang oder eben nicht – weil ja so viele Kids spielen und deswegen auch nicht durchknallen.
Man fragt, weil man Antworten sucht, weil man sich nicht damit abfinden will, dass das heute zu unserer Gesellschaft gehört.
Heute, am Tag als in Winnenden und Alabama Menschen durch Amokläufer getötet wurden und die Welt in Ihrer Fassungslosigkeit ganz klein wurde.
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