Ende der Fastenzeit

Heute, am Sonnabend um 20:00 Uhr, endete meine diesjährige Fastenzeit. Und ich muss sagen, obwohl ich auch dieses Jahr mit den fastenfreien Sonntagen eine – für viele – „entschärfte“ (aber bitte gern ‚besser‘ machen…) Variante machte, dass der Verzicht unter der Woche auf Koffein, Alkohol und Süßwaren mir zum Ende schon Entbehrung bedeutete und ich mich quasi ins Ende robbte (… gestern noch eine Familienfeier ‚ohne alles‘ durchgezogen).

Wie sehr Genußmittel dann doch genau das bedeuten, nämlich den schwer kompensierbaren „Genuß“, und wie sehr einem das fehlt, gerade wenn man etwas mehr als sonst beansprucht und abgespannt ist, habe ich dieses Jahr intensiver als sonst erlebt.

Die Suche nach Alternativen gestaltet sich insoweit übrigens schwer. Caro-Kaffee ist ganz ok, wenn man mal nen Kieker auf Kaffeegeschmack hat, entkoffeinierter auch, für Bier sind Jever Fun und Becks alkoholfrei gute und schmackhafte Ersatzmittel. Aber ein schönes Glas Wein nach einem langen Tag ist für mich schwer zu toppen – und genau ein solches halte ich jetzt gerade in Händen, danke meinem Schöpfer und genieße den ersten Schluck.

Zwei Dinge sind mir noch aufgefallen:

1. Mehr was Witziges/Skurriles: Versucht mal in Deutschland „Alkoholfreies Bier“ in einer Tankstelle zu kaufen. Weder im Norden noch im Süden, weder am Land noch an der Autobahn-Tanke – man kriegt ca. 10 verschiedene Biersorten, aber alkoholfrei nicht. Das finde ich absurd. Gerade an Tankstellen sollte es doch alkoholfreies Bier geben! (Oder wenigstens dieses „echte 0,0 %“ von Warsteiner).

2. Einen Sinn des Fastens habe ich auch wiederentdeckt, auch wenn ich nicht die richtigen Lehren daraus gezogen habe: Der Verzicht – gerade auf Genußmittel und den Dingen, die einen wirklich schwer fallen – lässt sich nicht so einfach kompensieren. Wenn man seinen „Ersatz“ nicht aus dem Glauben schöpfen kann, wird die Sache zu einer Qual. Das Fasten „muss“ zu einer Rückbesinnung und Umkehr führen, wenn es nur ein Aussitzen und Verdrängen ist, ist es eine fleißige Übung und aller Ehren wert, aber verkennt das, was es eigentlich bedeutet.

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