taz kreuzigt an Ostern Jürgen Klinsmann und findet das witzig
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Ich glaub, das war's.
15 Comments
Ich denke Menschen werden in ihrer Religion schon mehr als genug toleriert in Deutschland. Immerhin darf die Kirche hier jeden Morgen ihre Glocken läuten und auch sonst so ziemlich tun was sie möchte im Rahmen des Gesetzes dank der Religions- & Meinungsfreiheit.
Wofür ich aber kein Verständnis habe ist wieso gerade religiöse Gefühle so überhöht geschützt werden sollten. In dem Fall war es Satire, aber auch sonst ziehen Angehörige von Religionsgemeinschaften gerne schnell die “Aus-Dem-Gefängnis-Frei”-Karte der religiösen Gefühle die verletzt werden wenn ihnen Kritik entgegen weht.
Ich halte es da mit HL Mencken:
“We must respect the other fellow’s religion, but only in the sense and to the extent that we respect his theory that his wife is beautiful and his children smart.”
Ah und sag mal: wieso kann man bei dir keine Kommentare mehr abonnieren?
Es geht hier nicht um den generellen Glaubensabgrenzungsdingens, hier gehts einfach um das wichtigste Fest der Christen und eine geschmack- und respektlose Satire – da geben mir sogar mal die Nicht-Gläubigen im Kollegenkreis ausnahmslos recht. Man kann auch nicht alles schön reden und unter Satire und “die Kirche hat ja auch …” verdecken.
Wenn was Schwachsinn war, sollte man das auch so bezeichnen – auch wenn das mal pro Religion wäre.
Ganz abgesehen davon ist das auch noch ne Frechheit gegen Klinsmann. Man muss keinen Fußball-Trainer wegen sportlicher Dinge auf der Titelseite mit einer der brutalsten Hinrichtungsmethoden zeigen.
(Benachrichtigung braucht rechtlich leider jetzt immer ein Opt-In und die Lösungen, die ich fand, gehen bei mir nicht – warum auch immer)
Darf ich dann fragen was du vom Leben des Brian hälst?
(Ah, wollt sonst sagen, für WordPress gibt es da doch einige Lösungen so wie ich das gesehen habe um Opt-In für Mailbenachrichtigungen zu ermöglichen.)
Fragen darfst du.
Hab die Special Limited Edition Box von Life of Brian, Holy Grail und Meaning of Life zu Hause. Jeden geschätzte 10-20 mal gesehen und bin in der Lage ganze Abende nur mit Zitaten zu bestreiten. Ok, letzteres vielleicht etwas übertrieben.
Aber ich kann mir den Film eben ansehen oder eben nicht – eine freie Entscheidung. Das da ist das Titelblatt einer Zeitung. Das ist Bild- oder eben Informationsvergewaltigung.
(Ja, nervt mich auch, aber ich hoff noch auf eine Integration in das nächste WP)
… und ist ja nicht so, dass ich generell was gegen religiöse Witze hab. Der da ist klasse!
http://themixed.blog.de/2009/04/14/jesus-5941343/
Die Zeitung kannst du auch kaufen oder nicht und damit deine Entscheidung kundtun. Und ich wage mal zu behaupten wer die taz abonniert und damit nicht wählen kann dem dürfte die Titelseite auch zusagen
fand dieses Cover auch ziemlich daneben
Andi, bei dir im Twitter wurde ich auch erstmals darauf aufmerksam.
Bastian, bei Tageszeitungen kann man sich leider den Titelseiten oft nur schwer entziehen in der Öffentlichkeit. Ok, taz mag da ein kleines Licht sein.
Ok – und die Satire der taz-Satire ist auch wieder viel lustiger als das “Original”
http://www.11freunde.de/blog/?p=450
Hach, wat is das Christentum aktuell empfindlich, während parallel Herr Mixa sämtliche Atheisten und Nichtgläubige aufs Übelste beleidigt…
Nichtsdestotrotz muss mein Blog nun herhalten Klinsis Ruf wieder reinzuwaschen, mit meiner Gegenaktion zur Taz-Kampagne
Grüße aus HH
Cornelius H.
Gibt so einen Juristenspruch: “Es gibt keine Gleichheit im Unrecht”
Was soll es denn legitimieren, wenn ein anderer auch Mist baut? Wir sind ja hier nicht bei der Sippenhaft. Ich finde Respektlosigkeit hier wie da sollte etwas sein, was wir als Gesellschaft nicht tolerieren. Statt dessen rechtfertigen wir das eine mit dem anderen und landen am Ende in der Niveau- zumindest aber Wertelosigkeit.
Die Kirche, insbesondere die katholische und das Christentum in Gänze, ist in Deutschland nach wie vor mehr als omnipräsent und von öffentlichen Interesse. Es ist die Verpflichtung einer aufgeklärten Gesellschaft, dies nicht einfach nur hinzunehmen und im übertriebenen Gutmenschentum zu übertolerieren. Gerade solche Machtinstitutionen verdienen es auch mal ironisch augenzwinkernd und satirisch überhöht angegangen zu werden. Nicht zuletzt, weil das christliche Selbstverständnis ansonsten einen zu großen Platz in unserem sakulären Staat gewinnt. Es bedarf einer schonungslosen Gegenbewegung zu den unhaltbaren Äußerungen der Würdenträger Benedict, Mixa und wie sie alle heißen.
Ich als in Bayern aufgewachsener Atheist weiß sehr wohl mit wie viel dispektierlichem Verhalten man behandelt wird, wenn man nicht nur keine Kommunion vollzieht sondern nicht mal zumindest protestantisch konfirmiert wird. Ich war gezwungen zu Beginn und Ende des Unterrichts aufzustehen gen Kreuz (im Klassenraum) zu blicken und das von mir abgelehnte Vater Unser mit zu sprechen. DAS ist Intoleranz, Respektlosigkeit und Beschneidung der Freiheit. So eine Religion muss einen gekreuzigten Jesus Klinsmann aushalten können. Vielmehr sollten endlich (immerhin haben wir 2009) sämtliche öffentlichen Einrichtungen in ganz Deutschland frei von Kirche und Religion sein und Kirchen endgültig in ihre Schranken gewiesen werden, was ihr Auftreten in der Öffentlichkeit angeht.
Im übrigen darf Satire fast alles, sie muss sogar Grenzen übertreten, allein daraus bezieht sie ihre Existenzberechtigung.
Und es sollte tunlichst vermieden werden, den Eindruck zu erwecken, dass in unserem modernen Land ein ähnlicher Wirbel entsteht, wie damals bei den Mohamed-Karikaturen.
Aufrichtig grüßt Cornelius H.
Ha,
ist der Klinsmann denn Christ? Wenn ja ist das nur gerecht. Alle Christen sollen doch Jesus nachfolgen. So gesehen ist das doch eher eine Auszeichnung für ihn, als Kritik an der katholischen Kirche.