Auch ein Matrix-Versteher?

Gestern kam Matrix Revolutions im Free TV und ich gab ihn mir zum zweiten (oder dritten??) Mal. Ich glaub ich hab’s jetzt auch kapiert.

Ich versuchs mal in der Mega-Kurzfassung: Da ist also Neo und Orakel und Architekt und Smith und die Supermaschine. Orakel, Smith und Architekt sind Programme der virtuellen Matrix, real existent sind Neo (und das Menschentrüppchen) und die Maschine. Der Architekt und das Orakel sind gewissermaßen Gegenspieler – das Orakel steht für Gerechtigkeit und Moral, gewissermaßen für das „Leben“, der Architekt für Organisation und Struktur, gewissermaßen die „Mathematik“. Das Orakel will Leben, der Architekt die Ordnung. Smith und Neo sind die anderen Gegenspieler, Neo ist der Mensch, der die Grenzen der Matrix überschreitet. Der Architekt sorgt für den Ausgleich der Gleichung, also muss Neo einen Gegenpol haben und daher wird Smith immer mächtiger je mächtiger Neo wird – und daher muss Smith die Grenzen der Matrix auch überschreiten, von innen nach außen in dem Fall. Das dritte Gegenspielerpaar ist Mensch-Maschine. Die, die den Krieg um Zion führen. – Also: Menschen haben Neo, der vom Orakel geführt wird, Maschinen haben Smith, der vom Architekten definiert wird. Jetzt kommt es zum Showdown: Die Maschinen können zwar die Menschen besiegen, haben jetzt aber einen viel zu mächtigen Smith an der Backe. Neo brachte also gewissermaßen nicht die Erlösung sondern die totale Vernichtung, sobald er selbst besiegt ist, doch das geht nur physisch, nicht in der Matrix, denn Neo hat ja gelernt die Matrix zu überschreiten. Die (Super-)Maschine erkennt am Ende, dass sie in der Sackgasse ist. Sie kann zwar die Menschen besiegen, hat aber mit dem Tod Neos erst so richtig die Seuche, denn dann ist mit Smith ein ganz mächtiger zerstörerischer Bösewicht ohne Gegenspieler unterwegs, der dann die Maschine auch kaputt macht, denn Zerstörung ist so sein einziges Hobby. Daher kommt Neo gerade Recht, der anbietet: Krieg gegen Menschen beenden, dafür Smith weg. Neo tritt in der Matrix gegen Smith zum finalen Kampf an, keiner kann den anderen aber besiegen. Dennoch gibt Neo in einem lichten Moment den Kampf auf und lässt sich viral anstecken, programmtechnisch also von Smith okkupieren. Jetzt hat Smith also gewonnen, da freut er sich, vor allem weil er meint damit am Ziel zu sein (und das redet ihn das Orakel ein, die er vorher auch schon okkupiert hat). – Und jetzt wirds noch mal kompliziert: Die Maschine hatte ja lange gar keine Kontrolle mehr, weder auf Neo (der war ja flüchtig, rote Pille und so) noch das sich selbstständig gemachte Programm „Smith“. Jetzt hatte es aber (freiwillig) wieder Neo unter Kontrolle und als Smith sich mit ihm vereinte, hatte die Maschine die Chance Smith zu löschen. – Alles also wieder im grünen Bereich.

Soweit klar? Oder hab ich was falsch verstanden?

Komisch fand ich, dass man am Ende die Matrix dann „neu startete“ (das kapierte ich aber auch erst nach Lektüre hier), statt sie gleich als „blöde Idee“ sein zu lassen. Jedenfalls sollte nun Frieden herrschen, so war es ja vereinbart, was das aber für die Menschen und Maschinen bedeutet, das blieb offen. Vielleicht wurde das aber dann auch zu kompliziert oder wir dürfen uns aber auf Teil 4 „Matrix Happy together“ freuen.

Der erste Teil war brilliant, die anderen beiden Matrix-Teile hätte man sich sparen können.

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