Lieben Dank, liebe demokratische Mehrheitswähler

Ist das nicht ein toller Ausblick? Statt Steuern runter gehen die Lohnnebenkosten rauf.

Und warum? Damit der Arbeitnehmerbeitrag nicht steigt. Klingt so ähnlich? Ist aber bisschen was anderes und über den Unterschied darf das gemeine Volk die nächsten Jahre nachdenken – so lange wird es nämlich sicher dauern, bis aus der „nur aufgeschobenen“ Steuersenkung das Bekenntnis kommt, dass man das gar nicht finanzieren kann.

Das mag jetzt so manchen stören, aber das muss man verstehen! Schließlich ist es wichtig, dass die Arbeitgeber mehr Kohle haben, weil es ist ja ein Unding, dass deutsche Krisenmanager und Insolvenzverwalter im internationalen Vergleich weniger für das Abwracken von Traditionsunternehmen bekommen als anderswo. Und damit man dann so einem Manager branchenübliche 20 Millionen zahlen kann, statt nur 15 Millionen, müssen die Unternehmen reicher werden und der Arbeitnehmer die Lasten zahlen. So eben wie in der guten allten Zeit der Manufakturen und Fabrikanten, als auch diese hässliche Fratze Mitbestimmung noch nicht über den Schlöten schwebte.

Und für die anderen munteren Änderungen, braucht man auch noch Geld, denn allein deren brüokratisch-praktische Umsetzung wird, trotz jedweder ernsthafter Aussicht auf Änderung der Verhältnisse, ja wieder Unsummen verschlingen, da braucht man schon so was wie eine Pkw-Maut, damit das klappt. Wahrscheinlich nimmt man aber im Gegenzug die Last der Unternehmen zurück und fährt die Lkw-Maut runter, damit es sich endlich auch wieder lohnt für das Zusammenschrauben eines 1-Euro-Plastikweckers die Fuhre quer durch den Kontinent zu schippern.

Und pünktlich zur nächsten Wahl wird man wieder die negativen Rahmenbedingungen beklagen, druckfrische neue Konzepte aus dem Hut zaubern, mit denen alles doch noch viel besser werden wird.

Same procedure as last election Miss Democracy?
Same procedure as every election, liebe Wählerinnen und Wähler.