Monthly Archives: November 2009

Was einem am Tag noch so einfiel

  • "Hab jetzt mal zwei Tasten aus dem Luxus-Keyboard gebrochen und bin jetzt nicht mehr so 100% zufrieden" http://bit.ly/8Gry1U #endverbraucher #
  • "Amazon Frustfreie Verpackung" Wahnsinnsding! Jetzt bitte noch was für eingeschweißte CDs! http://bit.ly/5cbCot (Versandopt. auch lustig) #
  • .de: Amazon Frustfreie Verpackung – ironisch oder verbraucherfreundlich gedacht? http://bit.ly/6JxM2t #
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Süßestes Katzenvideo aller Zeiten (mindestens)

Sorry, aber das hier ist einfach Cat-Content as its best!

(via via @JerikoOne)

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An der Arche um Acht – Theaterhaus Frankfurt

An der Arche um Acht - Bild: Alexander Endl - Mit freundlicher Genehmigung

Heute “An der Arche um Acht” – Das Theaterhaus Ensemble spielte im Rahmen von “Frühstück & Theater” das Stück von Regisseur Taki Papaconstantinou. Drei Pinguine stellen viele Fragen und die Taube an Bord der Arche vor so manches Problem.

Eine wirklich nette Sache, dieses “Frühstück & Theater”. Erst brunchen, dann sich ein Stück ansehen – das macht vor allem mit den Kids richtig Laune. Das Stück “An der Arche um Acht” hat alle wirklich begeistert – sehr gut schauspielerisch umgesetzt, mit Witz für Jung und Alt werden Fragen zu Gott gestellt und ohne Zeigefinger oder Pauschalantworten in den Raum gestellt. Im Vordergrund aber das Schauspiel und ich übertreib nicht, wenn ich sage, dass das, was Günther Henne, Michael Meyer, Jule Richter und Susanne Schyns da ablieferten Grund genug ist mal wieder öfter ins Theater zu gehen.

Das Theater findet man 5 Minuten von der Frankfurter Konstabler Wache in der Schützenstraße. Für “Frühstück & Theater” zahlt man 16 Euro pro Erwachsener und 11 Euro pro Kind. “An der Arche um Acht” ist ab 6 Jahren empfohlen, unsere Tochter (4) hat sich aber auch prächtig unterhalten. Die Länge des Stücks ist absolut kindgerecht.

Kein Wunder, dass das andauernd ausverkauft ist. Am 6.12. gibt es noch Karten, dann erst wieder am 18.12. Kann ich nur empfehlen, wer mal wieder richtig gut unterhalten werden will – von Menschen live gemacht, die ihr schauspielerisches Handwerk auch wirklich verstehen.

www.theaterhaus-frankfurt.de

Bildveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung

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Was einem am Tag noch so einfiel

  • Frei nach Beastie Boys: »No Beer Till Sunday!« #adventsfasten #
  • Gerade darauf hingewiesen worden am Telefon, dass man das alles hier ja mitlesen kann. … verdammt… #
  • Manchmal fühl ich mich so, als ob mir hier jemand über die Schulter sieht. #
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Was einem am Tag noch so einfiel

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Und ich bleib (B-)logger – Das Leben nach Weblog (via Netzzeitung)

Ein lesenswerter Artikel bei der Netzzeitung zur Deutschen Blog-Krise, deren Existenz man beschönigen kann, aber nicht verleugnen. Den Link haben sie sich verdient:

Dem ehrenamtlichen Blogger fällt einfach nichts mehr ein, aber das ist ihm auch egal, weil ja eh alles egal ist. Seit es Blogs gibt, hören die meisten nach einem halben Jahr wieder auf. Irgendwann sind alle Anekdötchen verballert, alle Meinungen gemeint und alle Lieblingsbands vorgestellt worden, dann kommen die Mühen der Ebene und dann ist es plötzlich fad. Auch nichts Neues.

via NETZEITUNG INTERNET NACHRICHTEN: Das deutsche Problem.

Ohne jetzt wieder zu sehr auszuschweifen glaube ich: Weblogs sind ein tolles Medium, aber im falschen Jahrhundert.

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Konsumier dein Leben und hol dir dann ein neues

Im Leben ist es komischerweise fast bei allem gleich, ob Produkt oder Zwischenmenschliches. Du hast was neues und bist begeistert, ob es Substanz oder nachhaltigen Nutzen hat, ist da erstmal egal. Doch dann irgendwann verliert sich die Begeisterung ob des Neuen und es bleibt das, was eben übrig ist. Bei vielem bleibt dann eben nur eine Hülle dessen, was man meinte zu sehen, oder ein Zweck oder Verwendung, die man gar nicht nutzen kann oder will.

Eigentlich ist nur etwas mit Substanz wirklich wertvoll. Vor allem mit einer Substanz, die man selbst brauchen kann, die einen ergänzt oder im Leben eine Hilfe ist – doch das reicht uns nicht immer aus. Wir gewöhnen uns an das, was nützlich ist, es wird selbstverständlich, und wir sehnen uns wieder nach der Begeisterung ob des Neuen.

Dann stehen wir vor der Wahl: Das eine aufgeben für das andere? Manche meinen, sie könnten beides haben: Mal bisschen mit etwas Neuem spielen und dann das aber das Alte wieder auspacken. Oder einfach mal von Neuem anfangen und im zweiten Anlauf dann dabei bleiben? Aber das geht oft nicht. Entweder man ist dann schon süchtig nach dem Stoff “Neu! Begeisterung!” und jagt dem immer nach, oder man findet einfach nie mehr das, was Substanz hat, Substanz die zu einem passt.

Das Dumme ist nur: Unsere Gesellschaft hat offenbar ihr aktuelles Lebensmodell auf “Neu! Begeisterung!” aufgesetzt und penetriert es in den Medien. Manche nennen es dann auch einfach Konsum.

Einen Aufschrei oder kritische Worte gibt es nicht. Vielleicht weil viele derer, die das Gesellschaftsbild prägen, also die, die man gemeinhin erfolgreich nennt, ob in Politik oder Unterhaltung, dieser Droge längst verfallen sind. Und damit sie sich nicht Scheiße fühlen, verpacken sie die Legitimation für die Droge in tolle Produkte, Werbung, Serien, Filme, Musik. Man erklärt es als modern, zum Lifestyle, zum State-of-the-Art.

Wer heute 30 Jahre verheiratet ist, ist suspekt, ein Exot. Wer seinen alten Fernseher immer noch hat ist gesellschaftfeindlicher Konsumverweigerer oder muss ein Versager sein, weil er sich nichts leisten kann. Und wer alte Autos kauft und sie pflegt ist kauzig.

Lebe den Konsum oder konsumiere dein Leben. Und böse Zukunftsvisionen sind das alles auch keine: Aktuell ist das drängendste Problem unserer Gesellschaft bereits die Frage nach der Entsorgung der ausgedienten Human-Abfälle – also all derer, die nicht mehr konsumieren können.

Heute bist du angesagt und mitten im Leben, morgen bist du selbst der, dem das Neue und Begeisternde fehlt. Quid pro quo – für das was du der Gesellschaft gibt, wirst du eine angemessene Gegenleistung erhalten. Der alte Rechtsgrundsatz gilt eh denn je. Es sei denn, du hast vorher Substanz im Leben gefunden.

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