Im Leben ist es komischerweise fast bei allem gleich, ob Produkt oder Zwischenmenschliches. Du hast was neues und bist begeistert, ob es Substanz oder nachhaltigen Nutzen hat, ist da erstmal egal. Doch dann irgendwann verliert sich die Begeisterung ob des Neuen und es bleibt das, was eben übrig ist. Bei vielem bleibt dann eben nur eine Hülle dessen, was man meinte zu sehen, oder ein Zweck oder Verwendung, die man gar nicht nutzen kann oder will.
Eigentlich ist nur etwas mit Substanz wirklich wertvoll. Vor allem mit einer Substanz, die man selbst brauchen kann, die einen ergänzt oder im Leben eine Hilfe ist – doch das reicht uns nicht immer aus. Wir gewöhnen uns an das, was nützlich ist, es wird selbstverständlich, und wir sehnen uns wieder nach der Begeisterung ob des Neuen.
Dann stehen wir vor der Wahl: Das eine aufgeben für das andere? Manche meinen, sie könnten beides haben: Mal bisschen mit etwas Neuem spielen und dann das aber das Alte wieder auspacken. Oder einfach mal von Neuem anfangen und im zweiten Anlauf dann dabei bleiben? Aber das geht oft nicht. Entweder man ist dann schon süchtig nach dem Stoff “Neu! Begeisterung!” und jagt dem immer nach, oder man findet einfach nie mehr das, was Substanz hat, Substanz die zu einem passt.
Das Dumme ist nur: Unsere Gesellschaft hat offenbar ihr aktuelles Lebensmodell auf “Neu! Begeisterung!” aufgesetzt und penetriert es in den Medien. Manche nennen es dann auch einfach Konsum.
Einen Aufschrei oder kritische Worte gibt es nicht. Vielleicht weil viele derer, die das Gesellschaftsbild prägen, also die, die man gemeinhin erfolgreich nennt, ob in Politik oder Unterhaltung, dieser Droge längst verfallen sind. Und damit sie sich nicht Scheiße fühlen, verpacken sie die Legitimation für die Droge in tolle Produkte, Werbung, Serien, Filme, Musik. Man erklärt es als modern, zum Lifestyle, zum State-of-the-Art.
Wer heute 30 Jahre verheiratet ist, ist suspekt, ein Exot. Wer seinen alten Fernseher immer noch hat ist gesellschaftfeindlicher Konsumverweigerer oder muss ein Versager sein, weil er sich nichts leisten kann. Und wer alte Autos kauft und sie pflegt ist kauzig.
Lebe den Konsum oder konsumiere dein Leben. Und böse Zukunftsvisionen sind das alles auch keine: Aktuell ist das drängendste Problem unserer Gesellschaft bereits die Frage nach der Entsorgung der ausgedienten Human-Abfälle – also all derer, die nicht mehr konsumieren können.
Heute bist du angesagt und mitten im Leben, morgen bist du selbst der, dem das Neue und Begeisternde fehlt. Quid pro quo – für das was du der Gesellschaft gibt, wirst du eine angemessene Gegenleistung erhalten. Der alte Rechtsgrundsatz gilt eh denn je. Es sei denn, du hast vorher Substanz im Leben gefunden.
Im Leben ist es komischerweise fast bei allem gleich, ob Produkt oder Zwischenmenschliches. Du hast was neues und bist begeistert, ob es Substanz oder nachhaltigen Nutzen hat, ist da erstmal egal. Doch dann irgendwann verliert sich die Begeisterung ob des Neuen und es bleibt das, was eben übrig ist. Bei vielem bleibt dann eben nur eine Hülle dessen, was man meinte zu sehen, oder ein Zweck oder Verwendung, die man gar nicht nutzen kann oder will.
Eigentlich ist nur etwas mit Substanz wirklich wertvoll. Vor allem mit einer Substanz, die man selbst brauchen kann, die einen ergänzt oder im Leben eine Hilfe ist - doch das reicht uns nicht immer aus. Wir gewöhnen uns an das, was nützlich ist, es wird selbstverständlich, und wir sehnen uns wieder nach der Begeisterung ob des Neuen.
Dann stehen wir vor der Wahl: Das eine aufgeben für das andere? Manche meinen, sie könnten beides haben: Mal bisschen mit etwas Neuem spielen und dann das aber das Alte wieder auspacken. Oder einfach mal von Neuem anfangen
Artikelansicht: Artikel anzeigen
Blog-Tags: leben, philosophie
Filed under: Essentials,Gesellschaft