Zu Gast in der eigenen Stadt – all seasons Hotel Frankfurt

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Als mich kürzlich jemand fragte, was denn dieses Bloggen so bringt, zuckte ich nur mit den Achseln. Warum meint eigentlich jeder, dass alles was man tut immer irgendeinen Zweck verfolgen muss oder Einkünfte erzielen? Aber auf die Diskussion ließ ich mich gar nicht ein und sagte ihm: Geld vielleicht nicht so viel wie man sich wünscht, dafür aber kurisose Begegnungen, witzige Erlebnisse oder kleine Abenteuer, die man so wohl kaum erleben würde. So z.B. in der eigenen Stadt in einem Hotel eine Nacht zu nächtigen, ohne dass es dafür eigentlich einen zwingenden Grund gäbe, wie die abgebrandte Wohnung oder der Ehestreit. Im Gegenteil, die Gattin war sogar dabei.

Eingeladen für eine Übernachtung in ein all seasons Hotel der Accor Gruppe wählte ich eine Nacht in Frankfurt, meiner eigenen Stadt. Die Gelegenheit passte, die Kids waren sowieso bei Bekannten und ein gemeinsames Essen in der Stadt mit Freunden lange geplant.

Das all seasons Frankfurt findest sich in der Moselstraße und ist damit sehr gut erreichbar und keine 5 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt. Sicher ist die Ecke Frankfurts mit Hauptbahnhof und die nahe Kaiserstraße nicht jedermanns Sache, aber hier muss auch einmal eine Lanze für die Bemühungen der Stadt Frankfurt gebrochen werden, die in den letzten 10 Jahren eine ganze Menge hier verändert hat um das ehemals „verruchte“ Viertel wieder zu rekultivieren – mit Erfolg. Sicher ist man noch nicht am Ende der Reise, aber wir als Frankfurter hatten zu keinem Zeitpunkt Bedenken hier zu übernachten oder auch nur ein ungutes Gefühl nachts noch vom O’Reilleys Irish Pub rüberzuschlendern. Das einzige was uns hier eher beschäftigte waren die eiskalten Temperaturen dieser Nacht vom 18. auf den 19.12.

Das Hotel, das sich selbst als Designhotel sieht, fällt nicht sonderlich auf in der Fassadenwand der Moselstraße. Innen aber spürt man vom ersten Moment an das Bestreben in der Innenausstattung sich vom klassischen Hotel-Flair abzuheben und Akzente zu setzen. Der freundliche Empfang war angenehm, der Weg zum reservierten Zimmer des 56-Zimmer-Hotels verwinkelt. Hier merkte man, dass man die Innenarchitektur eben nicht so „einfach“ anpassen kann wie die -einrichtung.

Dass man auf Pagen-Dienste verzichten muss, ist bei einem „Low budget Designhotel“ nicht weiter verwunderlich und so fand man eben selbst zu seinem Zimmer im 3. Stock. Dort erwies sich der Design-Anspruch dann als sehr wohltuend. Die Inneneinrichtung war erfrischend anders und zeigte, dass man aus so einem Hotelzimmer auch in dieser Preisklasse weit mehr machen kann als ein Bett und das Nötigste irgendwie zu gruppieren. Das Doppelzimmer bot neben kostenlosem W-LAN-Zugang (der auch funktionierte, was meine Weiterfahrt mit dem ÖPNV spürbar erleichterte dank Fahrplanauskunft am Handy) noch den obligaten TV und natürlich ein Badezimmer, das allerdings – wenn auch stilvoll eingerichtet – nichts für Grobmotoriker mit Platzanspruch ist. Und das Waschbecken war aufgrund der doch eher engen Platzverhältnisse „überschaubar“.

Die Nacht selbst war in den bequemen Betten tadellos zu verbringen. Einzig störend wirkte die doch etwas hellhörigen Wände, die einem bei diversen schwungvollen Rolläden-Hochziehern kurz aufschrecken ließen, was uns aber nicht daran hinderte den kinderlosen Moment mit einem Langschlaf auszunutzen. Das Frühstück im wirklich stilvoll anmutenden Frühstücksraum war ein kulinarischer Genuß, was an den extrem leckeren Bagels festzumachen war, die wir den Bagel Brothers zurechnen, die auch räumlich nur um die Ecke eine Verkaufsstelle haben. An diesem kalten Morgen wäre uns allerdings eine etwas höhere Raumtemperatur sehr entgegengekommen, was uns aber dann nicht abhielt das Frühstück auszukosten. Auch hier wird das „low budget Designhotel“-Prinzip deutlich: Viel Geschmack in Einrichtung und Ambiente, dafür muss man sich auch den Kaffee selber holen. Aber damit kann ich gut leben.

Wir haben das kleine Übernachtungs-Abenteuer als wohltuende Abwechslung und Gelegenheit genossen und auch im Vergleich zu anderen Hotels dieser Kategorie (und höher) muss sich das allseasons Hotel Frankfurt nicht verstecken. Positioniert als Economy plus Hotel bietet es Touristen und Business-Gästen eine hervorragende Anbindung (zentrale Lage nahe Bahnhof, Messe und Innenstadt) und stilvolles Ambiente zu einen guten Preis. Abstriche, die dabei zu machen sind, sind natürlich unumgänglich, entweder um die Kosten niedrig zu halten oder einfach bauartbedingt. Im direkten Vergleich zu einem Hotelbesuch im gleichen Jahr in Berlin einer renommierten internationalen Hotelkette punktete das allseasons durch deutlich schöneres „Wohnen“. Insgesamt eine empfehlenswerte Alternative für einen Übernachtungs-Besuch in der Stadt.

Disclaimer: Für diesen Artikel habe ich als Onlinebotschafter (www.onlinebotschafter.com) die Übernachtung mit Frühstück für meinen Erfahrungsbericht kostenfrei gestellt bekommen. Form und Inhalt des Beitrags ist mir dabei freigestellt.

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