Monthly Archives: Januar 2010

Was einem am Tag noch so einfiel

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Was einem am Tag noch so einfiel

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Preisfrage: Was machen zwei Jungs auf einer Brücke?

Runterpinkeln. Iss klar, oder?

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Typen, die auf Flaschen Mission Impossible düdeln

Das ist der Beweis: Jungs denken nicht nur ans Saufen, wenn sie eine Flasche in die Hand kriegen!

[Link zu Youtube]

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Was einem am Tag noch so einfiel

  • Fertig! #
  • Politischer Witz: Wie viele FDPler braucht man, damit ich mich seit Wochen peinlich berührt fühle? http://bit.ly/6U0Q5v #politik #witz #
  • Vernünftig. Donnerstag, 14 Uhr, Student? – RT @docsnuggle: Zollt den Umständen respekt, lässt Sublimes im Humidor u greift zur Serie D No 4 #
  • Wir sind:"Möchtegern 11Freunde- und pseudeointellektuell" – Juhu! Endlich am Ziel! :-) #
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Gesellschafts-Sudoku – Mein Leben als Realist

Realismus? Realismus ist keine besonders gefragte Tugend, maximal als Pragmatismus noch positiv konnotiert, meist aber an der Schwelle des Pessimismus oder gar Fatalismus wahr genommen – kurzum: Realismus ist dein gesellschaftlicher Tod.

Allein die Planung einer zeitlich etwas entfernter liegenden gemeinsamen Aktivität, die jetzt keine Verbindlichkeit im Sinne einer Buchung etc. erfordert, spiegelt das ganze Dilemma für einen Realisten. In schier unendlichen Runden wird abgewogen und bewertet, wird bedacht, was die ideale Lösung unter Berücksichtigung aller Einzelinteressen zu sein scheint. Und da sich ja aber keiner als notorischer Quertreiber darstellen will, reduziert man es auf absolute “No Go”s des persönlichen Befindens, also die Dinge, die absolut und nun wirklich gar nicht gehen. Es entsteht ein Verwirrspiel von Kombinationsmöglichkeiten, die abgeklappert werden als gäbe es da irgendwo die eine Lösung, die leider nur schwer zu finden ist. Die Manu, die nur kommt wenn Kai da ist, aber nicht wenn es in Clubs danach gehen soll, was aber Tina vorzieht, die aber kein Fleisch isst, was allerdings Max mag, der dabei auch mal gern über Fußball quatscht, was für Sonja aber gar nicht geht, die es eh mehr in trendy locations zieht, was die Sache leider etwas teurer macht, was für Linus, der noch Student ist und zudem eh auf eine gute ÖPNV-Anbindung angewiesen ist, problematisch wird, was Robert wiederum egal ist, Hauptsache er findet einen Parkplatz und keiner redet über Kinder, denn das Thema kann er abends überhaupt nicht ab. Ein real existierendes Gesellschafts-Sudoku.

Der Realist sieht darin keinen Sinn.

Für ihn ist maximal die Signalisierung einer grundsätzlichen Bereitschaft zur Teilnahme am - nennen wir es - Kernstück der Sache sinnvoll, der Rest taugt maximal als eine Art Absichtserklärung oder Stimmungseinschätzung. Denn alles andere Abwägen und Mutmaßen ist ein Stochern im Nebel, eine Gleichung mit viel zu vielen Unbekannten als dass sie je gelöst werden kann. Das Problem: Beteiligt sich der Realist nicht an derartigen vorbereitetenden Diskussionen unter Anführung vorgenannter Begründung, wird ihm das als plumpe Ausrede um die Ohren gehauen – ja schlimmer: es ist die Manifestation seines Desinteresses für Freunde und Bekannten, ja vielleicht sogar für jede Form gesellschaftlichen Lebens. Man kann doch mal “ein bisschen” Interesse zeigen, schließlich ginge das ja auch einen selbst an und zeuge Respekt vor den anderen, wird eingeworfen.

So geläutert wirft der Realist dann doch selbst Vorschläge ein, wie ‘der neue Mexikaner an der Ecke’, doch diese Vorschläge werden als nahezu untaugliche und unbeholfene Versuche schmählich niedergetrampelt. Im schlimmsten Fall sogar als zynisch unterstellt, dass so ein Vorschlag ja wohl nicht ernst zu nehmen sei, schließlich müsse man doch wissen, dass Tina nie zum Mexikaner gehen werde und wenn Tina nicht mitgeht man auch auf Robert nicht zählen braucht und dann hat Max keinen mehr, mit dem er über Fußball redet und dann alle mit dem Thema nervt.

Am Ende kommt es doch anders – oder auch nicht. Wie Schrödingers Katze ist der Zustand in jeder Sekunde wohl eindeutig, aber unbekannt. – Meist aber kommt es anders. Manu kommt dann doch nicht, weil sie vergessen hatte, dass sie eingeladen ist, wodurch Kai auch nicht kommt und man die Entscheidung, warum man mit Max jetzt im vietnamesichen Restaurant sitzt, statt ein leckeres Steak zu essen, nicht mehr wirklich herleiten kann, während man mit Sonja über Mode spricht, was nun wirklich nicht das richtige Thema für einen ist.

Am Ende könnte der Realist triumpfierend einfach auf seine anfangs geäußerten Bedenken verweisen – wird dies aber tunlichst vermeiden. Erstens um nicht Gefahr zu laufen als Klugscheißer angeprangert zu werden und schließlich für die “negative Art” als das von Anfang ursächliche Übel der gesamten Planung zu gelten, zweitens weil bei nicht durchgeführtem Sudoku-Planungsritus es 100% jemanden gelingt – rückwärts betrachtet – die Gleichung zu lösen. Was ja auch kein Wunder ist, schließlich sind dann ‘die Unbekannten’ ja bekannt.

Der wahre Realist ist der, der nach Abwägung aller Gegebenheite zur Erkenntnis gelangt, dass dagegen ankämpfen nicht lohnt. (unbekannter Verfasser)

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Was einem am Tag noch so einfiel

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