Sensation: Deutschland II ist Weltmeister 2010!

Johannesburg 11.07.2010 – Autokorsos in allen deutschen Städten. Bundespräsidentin Ursula von der Leyen‎ hob zur Feier des Tages die IP-Sperren für deutsche Fußball-Blogs für 24 Stunden auf und feierte ausgelassen mit Angela Merkel und Wolfgang Schäuble im Kanzleramt. Die überraschend für das aus politischen Gründen (siehe Artikel: „Vuvuzela und der diplomatische Misston“) einen Tag vor dem ersten Spiel abgereiste Team der Nordkoreaner nachnommierte Mannschaft „Deutschland II“ bezwingt in einem an Dramaturgie kaum zu überbietenen Endspiel die Mannschaft aus Griechenland. Außenminister Westerwelle ließ es sich nicht nehmen, der Mannschaft persönlich mit den Worten „Take that golden thing from me! That was the hammer and I outside me before joy!“ den Pokal zu überreichen, nachdem er den Pokal dem überraschten FIFA-Präsidenten Blatter aus den Händen gerissen hatte. Beckenbauer tröstete Blatter später mit den Worten: „Ja, so isser halt, der Guido“

Die Mannschaft der Aussortierten, wie die Boulevardpresse höhnisch am Anfang die Nachnomminierung kommentierte, um Kapitän Frings, zeigte eine außergewöhnliche Energieleistung, die WM-Torschützenkönig Kuranyi augenzwinkernd auf den übermäßigen Genuß einer alternativen Nuss-Nougat-Creme zurückführte. Sein kongenialer Sturmpartner Thurk sowie die Offensivkräfte Neuville und Asamoah knackten spät aber verdient die griechische Euro-Festung mit zwei Toren in der Nachspielzeit, nachdem Charisteas früh zur 1:0 Führung nach feinem Solo cool am bisher nahezu unüberwindbaren Torwart-Titan Lehmann einnetzte und schon wie der sichere Sieger aussah.

Doch der eigentliche Garant des Erfolgs war der Defensivverbund von Deutschland II um ein überragendes Innenverteidiger-Duo Metzelder/Hummels, den Defensivstrategen Hitzlsperger und Frings, sowie den Außenverteidigern Beck und der etwas überraschend nomminierte Juri Judt vom 1. FC Nürnberg, da dieser sich zufällig in der Gegend aufhielt. Der Schachzug von Teamchef Christoph Daum, der nach seiner Entlassung in der Türkei das Publikumsvoting unter der Organisation von Raab „Deutschland sucht den zweiten Anzug“ (DSDZA) gewann, Judt, der den bis dahin überragenden Goalgetter Charisteas aus Nürnberger Trainingseinheiten kennt, als direkten Gegenspieler auf die Außenbahn zu stellen, erwies sich bis auf den Geniestreich in der 8. Minute als absoluten Volltreffer.

Kuranyis Dank auch aus diesem Grund an Judt, konnte er so mit seinen beiden Treffern im letzten Moment noch an Charisteas vorbeiziehen, dem nach dieser Leistung ein Millionenangebot von Manchester City vorliegt. Nürnbergs Manager winkte aber bereits ab: „Wir wollen ein Team um Charisteas aufbauen, jetzt wo endlich der Knoten bei ihm geplatzt ist!“ (Gerüchte, dass es nach Baders Interview Ausschreitungen an der FCN-Zentrale am Valznerweiher gegeben habe, konnten bisher nicht bestätigt werden).

Die bereits im Achtelfinale gegen Algerien ausgeschiedene Mannschaft Deutschland I zeigte sich als fairer Verlierer und gratulierte den Weltmeistern. Nur der ehemalige Capitano blieb untröstlich: „Dieses eine Mal wäre ich gern bei den Zweiten gewesen…“. Doch der überraschend genesene Ballack hatte sich bei Raabs DSDZA dem Konkurrenz-Team unter der Führung von Lothar Matthäus zur Verfügung gestellt, die aber bereits in der Vorentscheidung in Bochum gegen das Jürgen Klinsmann-Team (Matthäus: „Ein Skandal! Das ist Betrug sowas aber echt!“ ausschieden. Daum kündigte noch nach der Siegerehrung an, die wiedervereinigte gesamtdeutsche Nationalmannschaft zu übernehmen. Bayern-Präsident Hoeneß erklärte daraufhin, dass der FC Bayern München nicht mehr am Spielbetrieb in Deutschland teilnehmen und gemäß der europäischen Richtlinien für unternehmerische Freizügigkeit einen Antrag für die Teilnahme an der Serie A gestellt habe.