Wohin mit den Altmedikamenten? Zur Apotheke, klar. Oder? Bloß nicht in Hausmüll. Dachte ich.
Komisch dann, dass mich die Apothekerfrau 1 darüber belehrte, dass das doch alles Geschichte sei. Sie würden keine Medikamente mehr zurücknehmen – naja, manchmal ausnahmsweise vielleicht noch, aber meine kleine Tüte ganz sicher nicht. Ich solle doch einfach es in Zeitung einwickeln und gut verpacken, damit Kinder und Hunde nicht angelockt würden, erstere wegen der bunten Farben. Und dann ab damit in den Hausmüll. Nicht ins Klo, wegen des Wassers, aber in den Hausmüll schon. Aha.
Apothekerfrau 2, nur wenige Meter weiter in einer anderen Apotheke (und wohl auch Welt) lebend, nahm mir dann mit einem freundlichen Lächeln auf meine Frage hin, ob man hier denn Altmedikamente abgeben könne, selbige ab. “Ja, natürlich!” Das war’s.
Aber wie man heute so ist, will man es genauer wissen: Wer hat denn nun Recht?
Offenbar, wenn man der Pharmazeutischen Zeitung glauben schenken darf, kann man in der Tat Medikamente in den Hausmüll geben, aber ganz wohl ist einem dabei ehrlich gesagt nicht.
Zwar dürfen Medikamente auch über den normalen Hausmüll entsorgt werden. Doch das wird manchem Patienten und Apotheker Bauchschmerzen bereiten. Zu groß ist die Gefahr, dass Kinder und Unbefugte an alte Benzodiazepine oder ähnlich gefährliche Stoffe kommen. Das Vertrauen in die Entsorgung über die Apotheken ist dagegen groß.
Eigentlich sollte man durchaus erwarten dürfen, dass Apotheken diejenigen sein sollten, die beurteilen, welche Medikamente in den Hausmüll können und welche besser fachgerecht zu entsorgen wären. Dass sich mittlerweile hier Apotheken dagegen verwehren und sich auf eine rechtlich zulässige, aber weder aus Umwelt- noch auch Verbraucher- oder gar Sicherheits-Gesichtspunkten verständlichen Standpunkt zurückziehen, ist nicht nachvollziehbar.
Mag sein, dass die goldenen Zeiten der Apotheken längst vorbei sind, silberne sind es aber allemal sicher noch. Wenn man aber im Ergebnis gar nicht mehr richtig weiß, warum man hingehen soll, weil die Beratung eh kaum noch stattfindet (also mich hat noch keiner richtig beraten, man bekam halt das was man wollte oder vom Arzt verschrieben bekam – bzw. billigere Alternativen…) und nun auch noch der Service entfällt, kann ich mich ja auch gleich der Online-Apotheke zuwenden – das haben mir eh schon einige wärmstens ans Herz gelegt und jetzt werde ich das auch so frisch motiviert mal ausprobieren.
Schon mal ne Notfall-Apotheke im Notfall gebraucht? Kommt mit Kids ja schon manchmal vor. Bis man erst mal eine findet in der Hektik, manchmal fuhr ich über ne halbe Stunde und irrte in einem unbekannten Stadtviertel herum. Und dann steht man da, Nachts an einem verrammelten Schalter und tauscht Geld gegen Ware durch einen Schlitz, als würde man was verbotenes tun. Und dann haben sie das nicht, was der Arzt unbedingt verschreiben wollte, man gibt dir was ähnliches, sagen sie zumindest, aber auf die zu kleine Verpackungseinheit, die nicht einmal für einen Tag reicht, wird nicht hingewiesen. Einzelfälle? Mag sein. Aber wenn das der große Vorteil der Apotheken ist, dann ist er arg geschmolzen. Dann lieber fest eingerichtete zentrale 24h-Apotheken für die Notfälle und Beratungssachen und der Rest im Direktvertrieb. Meine Kopfschmerztabletten brauchen auch keine Beratung.
und der Link, der Dir gefallen wird, ist http://www.apotal.de . Schreckliche Seite, aber nach meinen umfangreichen Recherchen fast immer der billigste Anbieter und einer der ganz wenigen ohne Versandkosten auch bei Kleinbestellungen. Funktioniert bestens, haben das schon Dutzende Male genutzt.
gtx
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Ich glaub, das war's.
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