Hiermit erkläre ich flattr für gescheitert

Höchst subjektiv, für mich persönlich festgestellt – natürlich.

Ausprobiert in mehreren Blogs unterschiedlichster Ausrichtung kann ich für mich nur konstatieren: Es mag vielleicht eine interessante Sache für hochfrequente Blogs sein, für Blogs im Bereich bis 1.000 Besuche pro Tag hat es sich in meinem Feldversuch als reine Umverteilungsmachine herausgestellt.

Die Idee an sich ist ja gar nicht verkehrt, aber unter dem Strich würde es nach meiner Einschätzung nur dann Sinn machen, wenn es viel weiter verbreitet wäre und vielleicht auch die Mentalität hierzulande eine andere, was „freiwillige Unterstützung“ angeht. Zwar sind die Gebühren an den Umsatz gekoppelt, was an sich korrekt ist, aber durch den „Zwang“ eines monatlichen Mindesteinsatzes wird man über kurz oder lang nur noch zum „Geberland“, obwohl man ja durchaus selbst viel publiziert. Sicher ist das an Thema und Emotionalität der Beiträge gekoppelt, wie stark man „geflattred“ wird, aber man will ja nicht anfangen deswegen seinen Stil zu ändern.

Natürlich verfolge ich die Entwicklung von „Flattr“ weiter und würde mich freuen, wenn so eine Art des Micropayments auch als eine Form der „freiwilligen Entlohnung“ von Lesern für Blogger sich etablieren könnte, aber für jetzt werde ich den Feldversuch abbrechen. Wer es natürlich nur nutzen will, um einfach anderen etwas zukommen zu lassen, sei davon unbeirrt (auch wenn ich mir dann ein flexibleres System wünschen würde) – als Einnahmequelle hat es sich bei mir aber nicht etablieren können.