Monthly Archives: Dezember 2010

Farbspuren vom Schnee

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Bloguzius sagt

Wenn dir jemand sagt,
dass er Freundschaft für sehr wichtig hält,
und dabei auf seine vielen Freundschaften verweist,
hast du ihn schon entlarvt als einen,
der gar nicht wissen kann
was Freundschaft bedeutet.

Bloguzius – Lebensweisheit eines Bloggers

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Was einem am Tag noch so einfiel

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Fastenzeit-Countdown “-10″

Heute ist der 14.12. und nach Adam Riese sind es noch 10 Tage bis zum Ende meiner Fastenzeit – ein kleiner Zwischenbericht.

Das Gefühl war spontan, heftig und intensiv. Ein Bewusstsein, dass es einem nun verwehrt sein wird weiterhin Freude im Leben zu empfinden. Entrissen der eigenen Gewohnheiten, ausgesetzt in der Wüste der Enthaltsamkeit. Man kommt sich leer vor, die Aussicht auf Feierabende sind freudlos. – Und das war das Gefühl am ersten Tag der Fastenzeit, so gegen 11:00 Uhr vormittags …

Fastenzeit hat nichts mit Diät zu tun und die Gefühle sind nicht zu vergleichen mit den Empfindungen, die man hat, wenn man es mit anderen "Tricks" zum Abnehmen versucht hat.

Tatsächlich ist es dann "nicht so schlimm" wie man dachte und andererseits ist der Verzicht von Koffein, Alkohol, Süß- und Fleischwaren dann doch weit einschneidender im täglichen Leben als gedacht. Mangels Ablenkung durch Genussmittel zieht sich bisweilen so ein Abend vor dem Rechner dann doch etwas zäh, auch da mangels wohltuender Wirkung eines Glas Roten oder Weißen, die so manch' seichte Internet-Diskussion oder höhepunktarme anderweitige Zeitvertreibung in wohltuend glückseligen Nebel tauchen konnte, die pathetische Glorifizierung kraft "Benebelung" fehlte. Kurzum: Man geht oft früher zu Bett und sieht auch so manches mal mehr fern. Das ist dann auch nicht heroischer (also das Fernsehen), aber wenigstens einschlaffördernder. Entsprechend langschlafend ist man um 6 oder 7 dann auch munter und vermisst den fehlenden Kaffee maximal noch aus Gewohnheit in den Morgen- resp. Vormittagsstunden.

In der Tat wirkt sich bei anderweitigem Verzicht auf Placebos (Stichwort: Man kann sich auch ohne "Süßwaren" mit Kalorien vollstopfen, aber das ist ja nicht Sinn der Übung) die Sache auch recht “sportlich” auf das Gewichtsverhältnis aus, was gerade vor Weihnachten ein angenehmer Nebeneffekt ist. Wie sagte das jemand neulich treffend: “Man sammelt quasi Vorräte für Weihnachten” – nur eben vice versa, also man schafft Raum für die anstehende Völlerei. Kein Abnehmen danach, sondern davor.

Die sonntäglichen Fastenfreiräume (bei mir von Samstag Abend bis Sonntag Abend) führten wie erwartet auch dieses Jahr zu manchem Spott und flotten Spruch. Parallelen zu Vorurteilen gegen den Ramadan (bei denen wohl mancher meint, die Gläubigen würden sich außerhalb der Fastenzeit Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang der Völlerei hingeben) waren leider öfter zu hören. Ein Vorurteil, das ich im Übrigen nicht teile. – Mein Friseur dagegen hatte es vielleicht am besten “verstanden”, was es bedeutet zu verzichten und zu festgelegten Zeiten zu genießen: “Das müssen ja Festtage dann sein!”, meinte er – und ganz offensichtlich hatte für ihn die Aussicht, sich jede Woche aus einer Art “Askese” einen selbstgeschaffenen “Feiertag” selbst zu kreieren, einiges an Charme gewonnen.
Und genau das ist es wahrscheinlich auch, was einen Teil der Übung so interessant macht: Nur wenn man sich von Dingen entsagt, beginnt man deren Wert wieder zu schätzen. Das Stück Schokolade, der erste Schluck Wein am Sonnabend, der Kaffee am Sonntag Morgen – was sonst fast beliebig verfügbar ist (außer der Wein vielleicht) ist wieder zu etwas besonderem geworden.

Noch 10 Tage, davon 9 Tage Fastenzeit, verbleiben nun. Ich freue mich auf beides: Die verbleibende Zeit und deren Ende. Der Wunsch, sich auch danach mehr freiwillig zu “enthalten” ist schon jetzt größer geworden als der Wunsch sich wieder den alten Gewohnheiten hingeben zu können. – Am Aschermittwoch 2011 werde ich dann sehen, was daraus wurde und wo dann eine Fastenzeit mal wieder gut oder gar Not tut. Oder ob dann ein Fasten überflüssig geworden ist …

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Altes Polizeipräsidium

Bekannt aus so manchem Frankfurter “Tatort” (ARD)

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Was einem am Tag noch so einfiel

  • Möchte mal wissen, wie viele Ehefrauen nach dem gestrigen #Tatort heute Tomaten und Paprika einkaufen. #
  • Witz des letzten Wochenendes: "Warum nennen so viele ihre Frau Schazi? Weil sie sich nicht zwischen Schaf und Ziege entscheiden können." #
  • Nein, nicht meine Frau gemeint, das ist die beste Ehefrau der Welt! #
  • Ich mag ein YouTube-Video. — Natalie Time Lapse: Birth to 10 years old in 1 minute 25 sec http://youtu.be/ejbNVWES4LI?a #
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Pünktchen Pünktchen Pünktchen

Das Internet ist voller Missverständnisse – vor allem weil man auf die reine Textkommunikation beschränkt ist und die eben viel Interpretationsspielraum bietet. Ohne bspw. ein schelmisches Grinsen im Gesicht wirkt ein “Du Idiot!” vollkommen hart und beleidigend, obwohl es eher kumpelhaft gemeint ist. Versuche es mit Smileys aufzubrechen scheitern meist kläglich – entweder es driftet ins Alberne oder wirkt doppelt irreführend. Ein “Du Idiot! :grin: ” kann dann schon mal als hämisch und abfällig gewertet werden.

Geschriebenes ist eben Schwarz auf Weiß ohne Nuancen – bzw. nur wenigen gelingt es diese auf den Punkt zu bringen. Apropos “Punkt”. Eine meiner absoluten “Lieblinge” der Kommunikationspannen sind die “Pünktchen Pünktchen Pünktchen”.

“Mit dieser Formulierung wird im Mündlichen angedeutet, dass der Satz noch weitergeht und/oder dass es da etwas gibt, was man/frau gerade nicht sagen möchte.”
Vom richtigen Umgang mit drei Pünktchen

Viele setzen sie aber ein, ohne wirklich zu wissen ‘warum’. Für mich sind “Pünktchen Pünktchen Pünktchen” Ausdruck von Ironie, also dass ich das gerade Gesagte im Zweifel eher nicht meine oder sogar ins Gegenteil verkehre, weil ich das, was ich eigentlich meine, besser nicht sage.

Wenn einer sagt “Du siehst heute gut aus …” denke ich mir also, dass er das eben gerade nicht so meint und im Gegenteil sagen will, dass er das Aussehen übel findet. Frage ich jemand, ob man sich heute Abend wie vereinbart sieht und er antwortet “sicher …”, dann liest sich das nahe am “du kannst mich mal” oder wenigstens als “jaaa, wenn es sein muss, aber nerve mich nicht”. Apropos “jaaa”, die Verlängerung der Vokale ist auch so was. Aber dazu vielleicht ein anderes mal … :-)

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