Monthly Archives: November 2011

November in Frankfurt

Heute morgen, Rebstock-Gelände.

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Der Verlust von These und Antithese

In Deutschland hätte man die Streitkultur verloren – mit der Aussage kommt man in intellektuellen Kreisen zumindest in die nächste Runde des Smalltalks am Abend. Doch was genau bedeutet das eigentlich? Gestritten wird doch genug, auch medial öffentlich.

Gemeint ist wohl nicht der Verlust des Streits, sondern eher der Verlust der Diskussionskultur. Für mich bedeutet das, dass Diskussionen dem Grunde nach nicht mehr wertneutral begonnen werden. Der Ausgangspunkt einer Diskussion der heutigen Tage sind keine Argumente und Thesen, es folgt keine Erörterung und das Ziel ist keine Synthese. Heute ist der Ausgangspunkt einer “Diskussion” stets eine bereits gefasste Meinung, die es zu verteidigen gilt und als Ziel (idealisiert und stets unerreichbar) gilt der Kompromiss.

Diskutieren kommt aber originär vom Verb discutiare und bedeutet „eine Sache untersuchen, erörtern, besprechend erwägen”. Es geht eben nicht darum mit einer vorgefassten, bereits selbst untersuchten, erörterten und erwogenen Meinung in den Ring zu steigen, sondern in gemeinsamer Runde Thesen und Antithesen (also die Thesen, die man vermeintlich nicht vertreten wird) abzuwägen, indem man bspw. sie auch einmal als wahr unterstellt oder aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet.

Dem subjektiven Empfinden nach ist heute aber bereits der Einstieg in eine Diskussion ohne dabei eine feste Meinung zu verteidigen als Schwäche stigmatisiert. Es gilt die eigene Stärke und Überlegenheit zu demonstrieren – “Recht haben” und “Recht bekommen” ist die Zielvorgabe.

Der Kompromiss wird gesellschaftlich als nobler Akt der Vernunft gewertet. Nach verbaler Schlacht gilt es Abstriche zu machen und von der eigenen Meinung - um des Konsenses Willen - ein Stück entgegenzugehen. Der Kompromiss ist kein Akt der Einsicht aufgrund der Argumentation, er ist ein Akt des Friedens, ohne dabei von seiner Grundsatzhaltung abzurücken. Darum wird der Kompromiss auch bei nächstbester Gelegenheit gern verworfen.

Eine Diskussion ist das alles aber nicht. Diskutieren erfordert eine gewisse Offenheit und gedankliche Flexibilität. Das Ziel ist weder einen (oft dann auch ‘faul’ genannten) Kompromiss zu erzielen noch das Durchsetzen oder Behaupten von eigenen Standpunkten. Ziel und Sinn einer Diskussion ist die Sache, das Abwägen von Thesen und Antithesen, also die Erörterung eines Themas um es wirklich zu verstehen. Eine Diskussion soll einen dabei in die Lage versetzen die eigenen Thesen einer Prüfung zu unterziehen – durch andere, aber auch durch sich selbst, indem man auch selbst sich in die Lage versetzt die favorisierte Ansicht für einen Moment in Frage zu stellen oder gar fallen zu lassen.

Die Rückgewinnung von Diskussionskultur würde daher erfordern, dass auch die gesellschaftliche und mediale Anerkennung der Diskussion an sich wieder gestärkt würde. In einer ergebnisorientierten Zeit, in der sich im Idealfall die eigene These auf eine Headline oder in 140 Zeichen pressen lassen muss, fehlt es aber allein am Willen der Auseinandersetzung. Es würde vielleicht sogar die Einsicht erfordern, dass Themen keine allein selig machenden Wahrheiten haben, dass Kompromisse nur ein Mittelweg ist, der beiden Seiten nicht gerecht wird und dass der berühmte Weg eigentlich das Ziel wäre – sprich: Eine Diskussion kein Ergebnis haben muss, sondern einen Prozess begleitet.

Wir meinen in Informationen zu ertrinken, dabei ertrinken wir in einer Flut von Meinungen. Wir lernen nicht zu schwimmen, wir suchen nach den größten Booten.

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Eigentlich sollte hier ein Bild vom Höchster Weihnachtsmarkt kommen

… aber dann gefiel mir das hier besser. Auch beleuchtet, auch aus Frankfurt/Höchst – man kann nicht alles haben. Schön war der Weihnachtsmarkt trotzdem mal wieder.

Und allen ne schöne Adventszeit!

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Was einem die Woche noch so einfiel

  • Bin jetzt in einem Zug, der geteilt wird und gedreht wurde, wobei die Zugnummern getauscht, die Platznummetn aber erhalten blieben. #db #
  • Sicherheitsrisiko Main-Taunus-Zentrum? Zumindest für den Front-Spoiler nach dem Video: http://t.co/w7pkPbqi #frankfurt #mtz #autsch #
  • Merke: Es ist legitim, von sich auf den Ausnahmefall zu schließen, aber gewagt, sich als den Regelfall zu verstehen. #
  • ALle Jahre wieder werden viele Unternehmen vom Jahresende überrascht und finden ihr Budget wieder. #
  • Guttenberg schon wieder rehabilitiert? Das geht ja schneller als der Schall Schall Schall Schall Schall #
  • Home Office ist, wenn man mehr Bürokram als im Büro zu tun hat? #
  • Stoffaustritt im Industriepark Höchst gestoppt – war ja nur Chlormethan … http://t.co/BaqP12TX @Ameisenspion #frankfurt #
  • Wir brauchen noch 33 Follower auf Facebook, dann gewinnt der Club gegen Lautern. Echt! http://t.co/iwotICY3 #fcn #franken #s04 #glubb #ngb #
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Blue Moon

Und alle zusammen: “Sagt mal, von wo kommt ihr denn her?” “Aus …

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Was einem die Woche noch so einfiel

  • Jaja, so für die Akten: RT @Becker_Boris: Heute ist der 11.11.11 #
  • Read my response to "Angenommen, es gäbe keine Bankkonten. Wo und wie würdest du dein Geld aufbewahren? #samstagsfra
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Was einem die Woche noch so einfiel

  • Read my response to "Für wen bist Du eine Zumutung? #samstagsfrage quot;: http://t.co/DMzGmXYu #
  • Veranstaltung: 9.12.2011 – 12.12.2011 | Stilblüten Festival für Mode und Design http://t.co/YgQki9ff #mode #design #frankfurt #kultur #
  • Mal ehrlich: Wo kommen die alle her und was wollen die von mir? #circles #google+ #
  • Es musste ja mal kommen: Google+ hat Sites – Und das Zielpublikum ist dabei: http://t.co/uCgqiqKn #
  • Nicht alles Neue ist ja immer schlecht. Phineas & Ferb zum Beispiel. #
  • Vollkommen sinnfrei, aber stylisch. Was man so aus Maps machen kann: http://t.co/lRP8NOsv #
  • Wie Social Media das Corporate Publishing verändert – Heute Abend mit http://t.co/QWf96Pvs #
  • "Social Media ist ein wunderbares Instrument für einen Selbstbild/Fremdbild-Abgleich." #m2 #
  • "Social Media erfordert das Umdenken von Aufmerksamkeit suchen zu Aufmerksamkeit schenken." #m2 #
  • "Frage: Welches Unternehmen braucht kein Social Media? Das, das auf Kundenkontakt im Geschäftsmodell nicht angewiesen ist." #m2 #
  • Ich werde gerade von einer 3in1-Profi-Apfelschäler-Spamwelle überrollt. #
  • Zielpublikum.de: m2: Wie Social Media das Corporate Publishing verändert http://t.co/9S99kJBo #
  • Diaspora lebt: http://t.co/KAXI2Ase #diaspora #
  • Zielpublikum.de: Neu ist, wenn es neu ist http://t.co/iEeqVZvp #
  • Ist man ein besserer Mensch, wenn man Diaspora statt Facebook/Google+ benutzt? #diaspora #
  • Das sind d Grundlagen jeder guten Prokrastination! "Aufgaben kategorisieren: dringend, wichtig, wichtig&dringend" @julianwki @Rozana #bchh11 #
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