Mittwoch ist eben nicht Mittwoch

Mein digitaler Kalender beginnt am Montag und endet am Sonntag. Aber im CMS beginnt die Woche am Sonntag und hört am Samstag auf. Was auch den Mittwoch erklären würde, denn „Mitte der Woche“ ist bei 7 Tagen nun mal nicht der Donnerstag, sondern eben am vierten von sieben Tagen. Die Kalenderwoche, nach der sich viel im Geschäftsbereich dreht, wechselt auch am Montag. Aber wann hat der Mittwoch eigentlich seine originäre Bestimmung eingebüßt?

Wikipedia hilf! Die Reihenfolge der Wochentage wurde tatsächlich 1976 die Reihenfolge nach einer ISO-Empfehlung so festgelegt, dass nun einheitlich der Montag der Beginn sein sollte, zumindest in Europa. In konservativeren und religilöseren Staaten ist dagegen weiter der Sonntag der Wochenbeginn (was mein CMS erklären würde). Die Herleitung, dass ja Gott an sieben Tage die Erde erschuf und am letzten Tag ruhte, also konsequenterweise der Sonntag, ist dagegen schwammig. Im jüdischen Kulturkreis ist bspw. der Schabat, unser Samstag, der Ruhetag, nicht der Sonntag. Die weiteren geschichtlichen kann man gern mal nachlesen.

Aber was bedeutet es für einen selbst? Beginnt für einen selbst die Woche mit dem Sonntag und mündet sie ins Ende am Samstag? Nein. Gefühlt ist der Sonntag das Wochen-Ende, nicht nur wegen der KW. Weil man sich die ganze Woche müht und dann am Ende die wohlverdiente Ruhe erntet. Der Mensch will erst leisten, dann ernten. Will erst die Mühsal hinter sich bringen, dann sich belohnen. Und zweimal einen Tag frei die Woche klingt auch einfach viel unentspannter als zwei an einem Stück.

Mittwoch ist daher nicht unsere Lebens-Wochenmitte. Aber es läutet die Hälfte der Arbeitswoche ein. Was irgendwie auch beruhigend ist, dass das allein zeigt, dass Arbeit nicht unser Leben darstellt, sondern nur einen Teil, den Teil, der uns auch erlaubt am Ende davon zu profitieren, davon sich etwas zu gönnen. Und das ist wahrscheinlich