Bob weiß viele Dinge | Die Geschichte von JayJay und Bob im Neuland – der zweite Teil

Bob weiß viele Dinge, aber er weiß selbst nicht, welche echt stimmen

Eine meiner ersten Erfahrungen mit Bob war ein schreckliches Missverständnis, aber das war auch noch vor dem Tag, als ich Bob wirklich gut kennenlernte. Ich saß mit einer Schüssel Bio-Karotten, in kleinen Scheiben geschnitten auf meiner wunderbaren abwischbaren Picknickdecke, mit Sicherheitsabstand vor Bob im Wohnzimmer. Meine Mutter war übrigens wie üblich gerade furchtbar unabkömmlich im Gespräch mit ihrem tragbaren Lieblingsgerät. Aber das ist eine andere Geschichte.

Jedenfalls erfuhr ich da von Bob, dass ein großer Roboter im Wald abstürzte und anschließend viele Soldaten hinfielen und nicht mehr aufstehen konnten. Bob unterbrach für diese wichtige Nachricht sogar meine Lieblingssendung mit dem lustigen Bauarbeiter, setzte das Programm aber später wieder fort. Von diesem Tag an galt für mich die Existenz von Robotern als naturgegeben und stellte dazu eine nicht zu unterschätzende Bedrohung meines noch jungen Lebens dar. Da aber Mama und Papa nicht sonderlich beunruhigt zu sein schienen, ging ich lange davon aus, dass man das Problem seitens der Erwachsenen offenbar im Griff zu haben schien. Daher vergaß ich den Vorfall für’s erste.

Es war dann ein schrecklich peinlicher Augenblick, als ich neben Osterhasen, Nikolaus und Weihnachtsmann die Roboter verlor. Es war die letzte und lange von mir verteidigte Bastion kindlicher Gewissheit, was mir bis zur 2. Klasse den Stempel “Volltrottel” einbrachte. Heute bin ich natürlich klüger und erkenne eine Filmvorschau, wenn ich sie sehe.

Wobei … ganz sicher bin ich mir da auch heute nicht immer.

{to be continued}