5. August 2010
Ausgangslage:
Deine Platte hat einen Sprung!
Modernisierung:
Deine CD hat einen Kratzer!
alt.: Deine Festplatte/Speichereinheit hat einen Hardwareschaden!
Bewertung:
Die Bedeutung des Ausspruchs einer “unnötigen Thesen-Wiederholung” des Gesprächspartner (Redundanz) geht leider in der aktualisierten Interpretation verloren, obwohl der gleiche physische Defekt beschrieben wird, dieser im modernen Wiedergabegerät aber nur zu Geräuschdissonanzen bis hin zum Daten-Komplettverlust führt. Um den Wortsinn der Redewendung zu erhalten müsste man es daher transponieren.
Moderne Interpretation:
Dein eMPi steht wohl auf Auto-Repeat.
16. April 2010
Gestern war es soweit, unser erstes Panel auf einer re:publica – und das zum Thema Fußball: Heimspiel quasi. Am Podium waren neben Ronny und mir als Moderatoren unsere Gäste Frederic Valin (Spreeblick), Johannes Ehrmann (Mauertaktik.de), Robert Burkhardt (Hertha BSC Berlin) und Thorsten Feldmann (Rechtsanwalt und Blogger auf feldblog.de).
Mit mehr Ruhe und Zeit und im Rückblick mal mehr zum konkreten Verlauf und Inhalt der Diskussion, aber auf diesem Weg schon mal unser Dank an die Gäste, den vielen interessierten Zuhörern im vollen Saal, den Wortbeiträgen und vor allem auch für die vielen Gespräche danach. Neben all den kleinen und mittleren Problemen als Blogger, von Logo-Nutzung bis fehlender Anerkennung seitens der Vereine als vollwertiges Mitglied im “Medienverbund”, zeigte sich am Ende aber doch vor allem eines: Der Wille und Wunsch nach Fan-Kommunikation besteht und wird immer lauter. Ob die klassischen Medien und eben vor allem auch die Vereine dieser Kommunikation nun zuhören, als “Rückkanal” nutzen oder gar in die eigene Arbeit einbinden ist dabei sicher eine spannende Frage, sie ist aber nicht die entscheidende Frage, denn wenn dies nicht geschieht, wird es der Sache keinen Abbruch tun. Die Fans emanzipieren sich und suchen nach Ausdrucksformen, Plattformen und einer hörbaren Stimme – und findet sich in Blogs, Foren und Social Web wieder. Man kommuniziert, man holt sich insoweit den “Volkssport” Fußball einfach wieder zurück. Und das wirklich interessante, was sich vielleicht aus den Gesprächen ergeben hat und den bereits bestehenden Eindruck bestätigt hat: Vereinsgrenzen gibt es da nicht. Man diskutiert natürlich vor allem mit Seines(vereins)gleichen, aber schlägt im Netz die Brücke zum sportlichen Gegner mühelos und ohne Scheuklappen – man liest die Meinung der gegnerischen Fans zum bevorstehenden Wechsels ihres Spielers zum eigenen Club, interviewt sich gegenseitig vor Spielen, fragt auch einfach mal nach bei Auswärtsspielen über Infos.
Diese Fan-Kommunikation, das hat sich gezeigt bei dem Panel und den Gesprächen, ist weitesgehend unabhängig von der Akzeptanz der Vereine und Medien. Eine Presse-Akkreditierung würde vielleicht manches Angebot aufwerten, notwendig ist das aber in der Breite nicht. Ob man ein Logo verwenden kann, ein Foto veröffentlichen, einen Spieler interviewen kann – sind sicher spannende Fragen im Einzelnen, sie sind aber nicht der Kern der Sache, denn da geht es um Kommunikation der Fans und zwischen Fans. Wenn die Vereine da das Potenzial erkennen, dass sie bspw. auf einem Blog zwar auf keine homogene unkritische Masse, aber doch auf eine in Bezug auf den Verein nahezu 100% loyale Anhängerschaft treffen, dann könnten sie das als Rückkanal nutzen. Für die Blogs und Online-Fan-Magazine wäre das vielleicht ein ehrenvoller Ritterschlag – aber wie gesagt: für ihre Existenz und ihre Notwendigkeit, das muss man auch in aller Offenheit sagen, ist es vielleicht fast ohne Bedeutung.
15. April 2010
Schon in der Vorbereitung auf die re:publica’10 war es schon schwer genug Außenstehenden den Sinn und Zweck einer re:pulica-Konferenz zu erklären. Schwierig, weil es eben Außenstehende sind und Hände ringend nach etwas suchen, was sie verstehen und einsortieren können. “Blogger” als Schlagwort ist da dankbar, das kennt man, das hat ne Schublade, die hat noch Platz. Blogger sind die Spinner, die über ihr Frühstück schreiben und dass ihnen der Kino-Besuch gestern dolle Spass gemacht hat. Irrelevantes Zeug eben, dass nur die aus welchen Gründen auch immer interessant fanden, die selbst über ihr Frühstück und ihren Kino-Besuch gern schreiben. Die sind das dann also, die sich in Berlin treffen um sich auszutauschen, wie man noch besser über das Frühstück schreiben kann, welche Probleme man dabei hat und wie man sie lösen kann. Dabei machen sie sich auch noch Kopf über Datenschutz und das Frühstück-Bloggen in andern Ländern. Witzig, kurios, leider aber irgendwie der Hype von gestern, warum man sich also fragt, was die denn da immer noch machen, gerade weil doch nach bisschen Querlesen schon klar ist, dass die Szene ihre eigene Grabeshymne schon schreibt und sich zu Twitter und Facebook und Co. zersplittert.
So oder ähnlich hat man den Radio-Beitrag bei Fritz hier in Berlin verstehen können, die gleich öffentlich-rundfunkartig beschreibt: Blogger sind die, die so ein Internet-Tagebuch führen.
Es ist wohl müßig gegen diese Windmühlen in einem Blog zu schreiben wie diesem, das bestätigt ja nur das Vorurteil: Und da schreiben dann die Blogger über das Bloggen. Dennoch sollte es nicht oft genug gesagt werden: Der Umstand, dass wohl die meisten der Teilnehmenden den Begriff “Blogger-Konferenz” gemieden haben ist nicht, dass es einem peinlich wäre, der Begriff ist nur mittlerweile so falsch konnotiert, dass es müßig ist dagegen anzudiskutieren. Tatsächlich geht es um den Wandel der digitalen Gesellschaft, der auch vor dem letzten Print-Konservativen nicht vorüberziehen wird – spästens wenn er sein neues Auto startet und mit dem Internet konnektiert wird. Bloggen war und ist nur eine Facette, eine Ausdrucksform, ein Einstieg in eine neuer Form der digitalen Kommunikation. Nicht mehr, nicht weniger. Und diese Konferenz beschäftigt sich auch noch mit dieser Form, nicht mehr, nicht weniger.
Nach den ersten beiden Tagen sieht man durchaus, auch wie im SPON beschrieben, eine heterogene Themenvielfalt – ja bisweilen auch absolut gegensätzlich in Herangehensweise und Auffassung. Aber das ist eben kein Ausdruck einer “zersplitterten” Netzwelt, sondern ein Abbild einer normalen Entwicklung. Am Anfang nahm man sich dessen an, was populär war, was ins Auge sprang, was Aufsehen erregte, dann kommt man ans Eingemachte, man wendet sich den wichtigen Dingen zu, den Grundlagen, dem Sinn, den Grenzen. An diesem Punkt ist man und statt mit Polemik diese Diskussion zu begleiten wäre es ein guter Zeitpunkt diese Diskussion, die nicht erst mittelfristig alle beschäftigen wird, gerade die aufwachsende Generation steckt nämlich schon mitten drin, zu begleiten und mitzugestalten. Dazu müsste man aber auch bereit sein, seine Schubladen mal neu zu beschriften.
26. Januar 2010
Es genügt nicht allein, unfähig zu sein, man muss auch in die Politik gehen.
6. Januar 2010
Nichts ausziehen! Einkleiden! – Mit Streifen! Keine nackten Schweinereien! Tztz …
Wer schon immer eine gestreifte Hintergrundtapete für Websites oder Desktop wollte: Hier kann man es sich streifen lassen.
stripemania – www.stripemania.com
Ab damit auf die Generatoren-Liste.
30. Dezember 2009
Als mich kürzlich jemand fragte, was denn dieses Bloggen so bringt, zuckte ich nur mit den Achseln. Warum meint eigentlich jeder, dass alles was man tut immer irgendeinen Zweck verfolgen muss oder Einkünfte erzielen? Aber auf die Diskussion ließ ich mich gar nicht ein und sagte ihm: Geld vielleicht nicht so viel wie man sich wünscht, dafür aber kurisose Begegnungen, witzige Erlebnisse oder kleine Abenteuer, die man so wohl kaum erleben würde. So z.B. in der eigenen Stadt in einem Hotel eine Nacht zu nächtigen, ohne dass es dafür eigentlich einen zwingenden Grund gäbe, wie die abgebrandte Wohnung oder der Ehestreit. Im Gegenteil, die Gattin war sogar dabei.
Eingeladen für eine Übernachtung in ein all seasons Hotel der Accor Gruppe wählte ich eine Nacht in Frankfurt, meiner eigenen Stadt. Die Gelegenheit passte, die Kids waren sowieso bei Bekannten und ein gemeinsames Essen in der Stadt mit Freunden lange geplant.
Das all seasons Frankfurt findest sich in der Moselstraße und ist damit sehr gut erreichbar und keine 5 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt. Sicher ist die Ecke Frankfurts mit Hauptbahnhof und die nahe Kaiserstraße nicht jedermanns Sache, aber hier muss auch einmal eine Lanze für die Bemühungen der Stadt Frankfurt gebrochen werden, die in den letzten 10 Jahren eine ganze Menge hier verändert hat um das ehemals “verruchte” Viertel wieder zu rekultivieren – mit Erfolg. Sicher ist man noch nicht am Ende der Reise, aber wir als Frankfurter hatten zu keinem Zeitpunkt Bedenken hier zu übernachten oder auch nur ein ungutes Gefühl nachts noch vom O’Reilleys Irish Pub rüberzuschlendern. Das einzige was uns hier eher beschäftigte waren die eiskalten Temperaturen dieser Nacht vom 18. auf den 19.12.
Das Hotel, das sich selbst als Designhotel sieht, fällt nicht sonderlich auf in der Fassadenwand der Moselstraße. Innen aber spürt man vom ersten Moment an das Bestreben in der Innenausstattung sich vom klassischen Hotel-Flair abzuheben und Akzente zu setzen. Der freundliche Empfang war angenehm, der Weg zum reservierten Zimmer des 56-Zimmer-Hotels verwinkelt. Hier merkte man, dass man die Innenarchitektur eben nicht so “einfach” anpassen kann wie die -einrichtung.
Dass man auf Pagen-Dienste verzichten muss, ist bei einem “Low budget Designhotel” nicht weiter verwunderlich und so fand man eben selbst zu seinem Zimmer im 3. Stock. Dort erwies sich der Design-Anspruch dann als sehr wohltuend. Die Inneneinrichtung war erfrischend anders und zeigte, dass man aus so einem Hotelzimmer auch in dieser Preisklasse weit mehr machen kann als ein Bett und das Nötigste irgendwie zu gruppieren. Das Doppelzimmer bot neben kostenlosem W-LAN-Zugang (der auch funktionierte, was meine Weiterfahrt mit dem ÖPNV spürbar erleichterte dank Fahrplanauskunft am Handy) noch den obligaten TV und natürlich ein Badezimmer, das allerdings - wenn auch stilvoll eingerichtet - nichts für Grobmotoriker mit Platzanspruch ist. Und das Waschbecken war aufgrund der doch eher engen Platzverhältnisse “überschaubar”.
Die Nacht selbst war in den bequemen Betten tadellos zu verbringen. Einzig störend wirkte die doch etwas hellhörigen Wände, die einem bei diversen schwungvollen Rolläden-Hochziehern kurz aufschrecken ließen, was uns aber nicht daran hinderte den kinderlosen Moment mit einem Langschlaf auszunutzen. Das Frühstück im wirklich stilvoll anmutenden Frühstücksraum war ein kulinarischer Genuß, was an den extrem leckeren Bagels festzumachen war, die wir den Bagel Brothers zurechnen, die auch räumlich nur um die Ecke eine Verkaufsstelle haben. An diesem kalten Morgen wäre uns allerdings eine etwas höhere Raumtemperatur sehr entgegengekommen, was uns aber dann nicht abhielt das Frühstück auszukosten. Auch hier wird das “low budget Designhotel”-Prinzip deutlich: Viel Geschmack in Einrichtung und Ambiente, dafür muss man sich auch den Kaffee selber holen. Aber damit kann ich gut leben.
Wir haben das kleine Übernachtungs-Abenteuer als wohltuende Abwechslung und Gelegenheit genossen und auch im Vergleich zu anderen Hotels dieser Kategorie (und höher) muss sich das allseasons Hotel Frankfurt nicht verstecken. Positioniert als Economy plus Hotel bietet es Touristen und Business-Gästen eine hervorragende Anbindung (zentrale Lage nahe Bahnhof, Messe und Innenstadt) und stilvolles Ambiente zu einen guten Preis. Abstriche, die dabei zu machen sind, sind natürlich unumgänglich, entweder um die Kosten niedrig zu halten oder einfach bauartbedingt. Im direkten Vergleich zu einem Hotelbesuch im gleichen Jahr in Berlin einer renommierten internationalen Hotelkette punktete das allseasons durch deutlich schöneres “Wohnen”. Insgesamt eine empfehlenswerte Alternative für einen Übernachtungs-Besuch in der Stadt.
Disclaimer: Für diesen Artikel habe ich als Onlinebotschafter (www.onlinebotschafter.com) die Übernachtung mit Frühstück für meinen Erfahrungsbericht kostenfrei gestellt bekommen. Form und Inhalt des Beitrags ist mir dabei freigestellt.
14. April 2009
![]()
Gehen Sie zurück – es gibt nichts zu sehen!
img>
img>