Vertrauen braucht Zutrauen,
dass der andere die Erwartungen auch erfüllen kann.
Vertrauen ohne Zutrauen wartet nur auf sein Scheitern,
um der eigenen Verbitterung eine weitere Kerbe hinzuzufügen.
Vertrauen braucht Zutrauen,
dass der andere die Erwartungen auch erfüllen kann.
Vertrauen ohne Zutrauen wartet nur auf sein Scheitern,
um der eigenen Verbitterung eine weitere Kerbe hinzuzufügen.
Ist aber eigentlich auch sowas von Bloggersdorf.
Ja, damals hatten wir eben noch keine Konsole, TV hatte auch nur 5 Sender und über Internet brauchen wir gar nicht reden. Sohn lächelt einen müde an, wenn man über die alten Zeiten der eigenen Kindheit schwadroniert, wahrscheinlich ähnlich müde wie man selbst, als der Vater Anekdoten über die Nachkriegsjahre, die harte Arbeit auch schon als Kinder und barbarische Schulerziehungsmaßnahmen zum besten gab. Aber nicht nur die Freizeitgestaltung wird sich im Leben der “digital natives” von der unserer auch im Rückblick geändert haben, es ist auch der Umgang mit der Vergangenheit selbst, der sich komplett ändern wird.
Wer erinnert sich nicht an den Jungen aus der Schule, dessen Namen man nicht mehr parat hat, und der dann irgendwann wechselte oder einfach aus dem Leben verschwand. Oder an den Urlaub, der mit jedem mal erzählen noch besser, schlechter oder kurioser wird. Die Erinnerung an unsere eigene Vergangenheit ist selektiv – sie malt uns Geschichten, die es so wahrscheinlich damals nie gegeben hat und doch glauben wir daran, weil wir es ja selbst erlebt zu haben glauben. Unsere Erinnerung klammert sich an die paar Fotos, die man damals analog knipste, an eine Postkarte oder ein paar verbliebene Erinnerungsstücke. Die Erinnerung prägt uns ein Bild, das am Ende dominiert wird von einer uns vielleicht selbst nicht mal bewussten Grundstimmung, eine gemachte besonders prägende gute oder schlechte Erfahrung, eine enttäuschte oder erwiderte Liebe, Sorgen oder Unbeschwertheit – und manchmal auch einfach an unser Naturell als Zyniker, Harmoniebedürftiger, Rechthaber oder Schönmaler. read more
Wenn ein Konzern wie Google seinen Reader einstellt, dann wahrscheinlich frei nach der Erkenntnis des römischen Dichters: “Bis repetita non placent” (“Wiederholungen gefallen nicht.”)
Wozu einen Feedreader erhalten, der zu 90% aus wiedergekautem und überflüssigen Müll ist. Das Big Data der frühen Evolutionsstufe digitaler Natives wird in die Geschichte als die Abschaffung von Vielfalt und weltmeisterlich im wiederholen, wiederkäuen und weitertratschen der Dinge eingehen, die wiederum irgendeiner gesagt hat oder die eine Masse gut findet oder der Peer Group pläsiert.
Kaufen, um zu konsumieren.
Arbeiten, um zu arbeiten.
Wir produzieren nicht weil wir Bedarf haben,
sondern um eine Produktion hoch zu halten.
Wir wachsen, nicht weil wir uns entwickeln,
sondern weil unser Wirtschaftsprinzip ständigen Wachstum verlangt.
Wir brauchen immer mehr Geld,
nicht weil wir mehr Bedarf haben,
sondern weil mehr Bedarf eine Bedingung für Wachstum ist,
damit die Produktion hoch gehalten werden kann.
Bedarf schaffen, um des Bedarfs Willen.
Ist es nicht beruhigend, dass am Ende die meisten das bekommen, was sie selbst immer gewollt haben?
Wer sich über sein Geld definiert, wird auch über sein Geld gemessen.
Wem seine Schönheit das wichtigste war, wird daran auch immer beurteilt.
Wer sich nie was aus Menschen machte, aus dem machen sich auch die Menschen nie was. Usw.
Das ist die Urform von Gerechtigkeit.
Wer jetzt an Geschlechtsakte im Rahmen der Hochschulausbildung denkt, der hat den gleichen blöden Kalauer-Humor wie ich. Dabei ist das Thema richtig spannend und vor allem bisweilen sehr humorlos, weil … weil es um Gleichberechtigung geht und irgendwie auch um Gleichmacherei.
Überraschung! Zwischen Männern und Frauen gibt es Unterschiede. Nicht nur den “kleinen” Unterschied, auch ganz große. Frauen sind … anders. Nicht immer verstehe ich sie wirklich, was allerdings auch wieder wenig zu bedeuten hat, weil ich auch viele meiner geschlechtsgleichen Artgenossen nicht verstehe. Dennoch gibt es gewisse Verhaltensmuster, die man (auch wenn die Ausnahmen unstreitig vorhanden sind) schlichtweg beobachten kann.
Übrigens: Männer bspw. reden mit viel weniger Adjektiven. Ich kann mich an kaum eine Konversation erinnern, in der ein Mann damit um sich geworfen hätte. Sätze wie: “Und dann hatte sie so einen wunderbaren mauve-farbenen Pullover an, den sie in diesem niedlichen kleinen Ladengeschäft mit der adretten Verkäuferin gegenüber des niedlichen Café mit dem schnuckeligen Kellner, der mich an Jason Segel erinnert, gefunden hat.” hab ich selten aus dem Mund eines Mannes gehört. Aber das nur mal am Rande.
Unisex bezeichnet nicht die Gleichmacherei der Geschlechter, wie man das eher unter Androgynie versteht, es bezeichnet Dinge, Einrichtungen und Produkte, die für alle Geschlechter gleichermaßen konzipiert worden sind. Und irgendwie ist das genau der Punkt, an dem viele beim Gedanken an Gleichberechtigung scheitern. Es geht nicht um das Gleichmachen, es geht um die Herstellung eines Zustandes, in dem Mann wie Frau die gleichen Voraussetzungen vorfinden. Eine geschlechterneutrale Basis auf der geschlechtsspezifische Entwicklung gleichermaßen möglich ist.
Der Unterschied mag nicht jedem sich gleich erschließen, aber ich denke da immer an eine Linkshänderschere. Wer schon mal versucht hat mit Links eine Schere für Rechtshänder zu benutzen, der weiß, dass Linkshänder sich dabei nicht wirklich einfach tun oder sich eben umstellen müssen. Aber warum? Warum hat noch keiner die Beidhändig-Schere erfunden, an der Rechts- wie Linkshänder gleichermaßen sich wohl fühlen, ohne dass sich ein Linkshänder entweder umstellen oder sich ein Zusatzprodukt wie eine Linkshänderschere kaufen muss.
Natürlich gibt es geschlechtsspezifische Charakteristika, die eine Unterscheidung (ganz nüchtern kalkulatorisch) sachdienlich erscheinen lassen. So ist die Lebenserwartung der Frau rein statistisch schlicht länger als die eines Mannes. Es würde also Sinn machen, hier Mann und Frau bspw. bei Versicherungen zu unterscheiden. Aber genau das sieht der Europäische Gerichtshof anders und hat entschieden, dass eine geschlechtsunabhängige Tarifkalkulation erfolgen muss. Ab 21. Dezember 2012 wird dies nun gefordert, es gibt aber solche faire Unisex Tarife über Ergo Direkt (u.a.) auch jetzt schon. Und das ist auch richtig so, dass hier der EuGH auch sachliche Gründe für eine Unterscheidung nicht zulässt. Wenn nämlich die eiskalte Logik der Menschlichkeit widerspricht, ist die Politik und Rechtsprechung korrigierend gefordert. Leider wird man diesem Anspruch nur noch selten gerecht.
Unterschiede der Geschlechter gibt es und ich finde das ist auch gut so. Das Leben sollte aber in einem aufgeklärten 21. Jahrhundert allen Menschen egal welcher Herkunft oder Geschlecht die gleichen Chancen bieten. Aber nicht mit Bestrebungen dahin gleicher zu machen. Ob eine verbindliche Frauenquote im Beruf bspw. hier zum Ziel führt, halte ich da für mehr als fraglich. Quoten verpflichten einfach nur, ohne zu hinterfragen ob die Rahmenbedingungen das überhaupt hergeben. Will man mehr Frauen, die “ihren Mann stehen”? Oder will man ein gesellschaftlich modifiziertes Bild des “Berufs” an sich, das eben nicht männerorientiert bzw. nach Werten der Männerwelt ausgerichtet ist. Nur wenn dazu Bereitschaft und ein gesellschaftlicher Konsens besteht, wird sich hier etwas verändern – und ich glaube nicht zum “Schaden des Mannes”.