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Absolut normales Blog

1. März 2010


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 1. März 2010 11:11

Panikbeleuchtung (Titelschutz)


Mein nächstes Blog nenne ich “Panikbeleuchtung” – da steckt eigentlich alles drin. Und dann immer schön Knopf drücken.

(Fehlt da nicht irgendwo noch der Hinweis mit dem “Scheibe einschlagen”? Da sind doch dann wieder alle überfordert, wenn keine Erklärung bei steht.)


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8. Februar 2010


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 8. Februar 2010 15:30

CD der Blog- und Twittersünder aufgetaucht – ENDL Dir Deine Meinung!


Mindestens 2.000.000 Datensätze mit den größten Blog- und Twittersünden – 100% dokumentiert und sortiert.

Der anoyme Anbieter: Blog- und Twittersünder-CD günstig abzugeben! Jetzt zugreifen, Herr Schäuble!

ENDL rät zur Selbstanzeige aller Blogger- und Twittersünder. Uneinigkeit im Social Web, ob eine weitere Weiterverbreitung gesellschaftlich überhaupt zumutbar ist. Robert B. und Sascha L. vor schwierigen Verhandlungen mit Don A. – Koalition auch mit Mario S. nahezu auszuschließen. Bill G. rät seiner Ex-Firma proaktiv auch mal solche Daten aufzuspüren. Steve J. plant iSin nach unbestätigten Informationen noch 2011, Aktien schießen darauf hin in den Himmel.

ENDL Dir Deine Meinung!


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26. November 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 26. November 2009 14:55

Und ich bleib (B-)logger – Das Leben nach Weblog (via Netzzeitung)


Ein lesenswerter Artikel bei der Netzzeitung zur Deutschen Blog-Krise, deren Existenz man beschönigen kann, aber nicht verleugnen. Den Link haben sie sich verdient:

Dem ehrenamtlichen Blogger fällt einfach nichts mehr ein, aber das ist ihm auch egal, weil ja eh alles egal ist. Seit es Blogs gibt, hören die meisten nach einem halben Jahr wieder auf. Irgendwann sind alle Anekdötchen verballert, alle Meinungen gemeint und alle Lieblingsbands vorgestellt worden, dann kommen die Mühen der Ebene und dann ist es plötzlich fad. Auch nichts Neues.

via NETZEITUNG INTERNET NACHRICHTEN: Das deutsche Problem.

Ohne jetzt wieder zu sehr auszuschweifen glaube ich: Weblogs sind ein tolles Medium, aber im falschen Jahrhundert.

(weiterlesen…)


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29. Oktober 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 29. Oktober 2009 12:49

Alles Roger, Ende, Aus


Es wird Herbst, die Tage kürzer, die Nächte dunkler – der Blues kommt über das Land, manche nennen es Herbst-/Winterdepression und sie kommt bei vielen so zuverlässig wie die Herbst-/Winterkollektion im Modebiz.

Man verliert die Leichtigkeit, alles ist schwerer, auch das bloggen, twittern, Facebook – alles. Sogar das Bier schmeckt schlechter. Wozu überhaupt noch bloggen, sich da reinbringen, nackisch machen vor einer Welt, die doch eh nur mit sich selbst beschäftigt ist, die nicht einmal bemerkt, wenn man selbst nicht mehr teilnimmt, bei der man nur mittendrin ist, solange man den Kasper und Zampano mimt, aber durchfällt, wenn man nicht mehr reagiert oder einfach schweigt. Lieber wieder nach dem “echten” suchen, das was sich lohnt, das Hier und Jetzt?

Das Internet hat zuviel Platz in meinem Leben eingenommen. Und soviel ich auch gewonnen und erlebt habe, muss ich einsehen, dass ich durch meine Netzaktivitäten letztlich mehr verloren habe. Ich besinne mich wieder auf mich. Ich habe keine Lust mehr, mich stundenlang mit Konversationen abzulenken, aus der Realität zu flüchten. Habe keine Lust mehr, auf Feedback zu warten (Besucherzahlen, Kommentare, Replies, Followerzahlen etc.) Ich habe keine Lust mehr, mich selbst pausenlos unter Druck zu setzen (Blogartikel schreiben, Fotos veröffentlichen, Anfragen beantworten etc.) Jetzt, zum Ende hin, wurde aus dem ganzen Spaß bitterer Ernst. Zu spät habe ich es erkannt, dass ich mich in einer virtuellen Welt verlor, die verschwunden ist, sobald ich den Stecker ziehe. Bevor mir der Stecker gezogen wird, mache ich das nun bewusst

aus: Alles Roger – Alles Aus

Ich kann das alles verstehen, kultiviere meine Herbst-/Winterdepression auch mit zunehmender Begeisterung. Und dennoch – wie ich heute auch einen Freund schrieb: Zu viele haben im Netz alles demonstrativ schon hingeworfen und pathetische “SCHLUSS! AUS!-Artikel” geschrieben – und dann wieder angefangen. Es verliert für den Beobachter die Glaubwürdigkeit. Es ist wohl eher wie bei Selbstmördern: Die, die sich erklären, wollen eigentlich nur gerettet werden. Sie wollen ermuntert werden, wollen einfach ein bisschen Bestätigung, dass es eben doch nicht so ist, wie “Alles Roger” schreibt. Eben kein “Nichts” nach dem Stecker ziehen, kein Vergessen nach dem Tür zu machen.

Und tatsächlich ist es auch so, das weiß man, wenn man alles schon mal selbst mitgemacht hat. Es ist keine Leere nach dem Sign Off, kein Vergessen. Es gibt vielleicht nicht viele, die einen vermissen, aber doch einige. Vielleicht auch nur einer oder zwei, was soll’s? Es ist eher die Frage, wonach man selbst schielte: Nach der großen Beliebtheit? Nach der Rampensau, die man sonst nie wurde?

Ich schrieb es schon mal vor gefühlter langer langer Zeit und ich zitier nur kurz draus:

Bloggen ist nicht mehr oder weniger wie eine Beziehung, vielleicht sogar deine große Liebe.

Bloggen anzufangen ist wie ein erstes Date, es ist so unbekannt und spannend, auf der einen Seite so vollkommen ohne Verpflichtung, auf der anderen Seite ahnt man, dass es dein Leben prägen kann. Alles was du machst ist neu, jede deiner Geschichten noch nicht erzählt. Über jeden Witz wird gelacht, keiner der abwinkt und sagt »den hast du aber schon mal erzählt«. Und alles fühlt sich, nachdem die Furcht vor ‘dem Fremden’ vergangen ist, einfach verdammt gut an. Es ist spannend, es fördert und entdeckt was in dir, was du noch nicht kanntest.

Die erste Zeit ist ein Staunen und Entdecken und wenn die ersten regelmäßigen Leser kommen, die ersten Feedbacks zu lesen sind, vielleicht sogar du das erste mal woanders zitiert wirst, kommt das einem bloggerischen Orgasmus ziemlich nahe. Du beginnst dein Blog zu lieben, weil es so gut zuhören kann, und dein Blog gibt zurück: Aufmerksamkeit, Bestätigung, Anerkennung, Zerstreuung, Lebensfreude oder Kummerkasten.

Doch wie es in einer Beziehung so geht: Auch das lässt nach. Man gewöhnt sich daran und die Ansprüche werden höher, freut man sich am Anfang über jeden neuen Passanten, kriegt man bei andauerndem Besucher-Sommerloch schon mal den Blog-Blues. Man versucht dagegenzuarbeiten, sich vielleicht sogar Statistik-Verbot zu erteilen, doch das ist es ja gar nicht. Es ist einfach nicht mehr, wie es mal war. Und der Versuch wieder mal so zu tun wie frisch verliebt, wirkt beim ersten Mal noch witzig und klappt mal kurz prima, doch selbst das ist nicht beliebig wiederholbar.

aus: Bloggen ist wie eine große Liebe

Mag sein, dass Leute angefangen haben sich in diese virtuelle Welt zu werfen, dort aber eigentlich gar nicht hingehören, weil es eigentlich wider ihre Natur ist. Das ist so wie bei den Rauchern. Es gibt eben rauchende Raucher und rauchende Nicht-Raucher (wie auch nicht-rauchende Raucher etc.). Der rauchende Nicht-Raucher hat nur ne dumme Angewohnheit und kann beim erstbesten guten Grund sofort aufhören. Umgekehrt ist es auch im Netz: Wer hier nur mitmachen wollte, um dabei zu sein, der wird die erste Krise auch für den Absprung nutzen. Wer das nicht kann (bspw. aus beruflichen Gründen), wird sich maximal damit arrangieren, aber es nie lieben. Wer aber infiziert ist, für wen dieses Internet eigentlich erfunden werden müsste, wenn es nicht schon erfunden wäre, der wird sicher solche Sinnkrisen haben, danach aber sich selbst neu erfinden und wie in einer Beziehung oder wie in seinem eigenen Leben Korrekturen vornehmen, gute Triebe kultivieren, schlechte entsorgen, sich neu kalibrieren und dann gestärkt und vielleicht auch ernsthafter und strukturierter das nutzen, was er zum Leben braucht oder was ihm wirklich gefällt.

That’s (virtual) life!


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27. Oktober 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 27. Oktober 2009 18:16

Da will mir doch glatt einer einen Hack unterschieben?


Vollbildaufzeichnung 27.10.2009 175537-1 (Bildzitat)

Will man mir mit meinem friedlichen Zweitblog doch glatt einen Hack unterschieben?

Man fragt sich da schon: War es der Zufallsfaktor oder warum hat man gerade die Domain genommen? Verstehen kann ich es nicht, dagegen machen kann man aber – außer seine Unschuld beteuern – auch nicht.

Solche – im weitesten Sinne – Rufschädigungen oder Verleumdungen/Unterstellungen werden in vielen Formen unser Leben online in den nächsten Jahren noch prägen. Denkt an meine Worte!


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8. Oktober 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 8. Oktober 2009 12:28

Das ZDF und die bösen Fisting-Attacken im Internet


ZDF verwechselt die Begriffe “Fisting” und “Phishing” in der Berichterstattung (YouTube).

Ich glaub, wäre ich der Redakteur ich würde mindestens ein halbes Jahr mit nem Karton über dem Kopf rumlaufen um meine roten Ohren zu verbergen.

Jan, du hast einfach Recht, an dem kommt einfach nicht vorbei, auch wenn man es schon gehört hatte. :grin:


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1. September 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 1. September 2009 09:26

Wenn die Wirtschaft die Blogger entdeckt – Awareness des Grauens


Es ist (leider) nur ein weiterer Baustein des Hauses, das die Politik mit ihrer unterwürfigen Haltung gegen die Wirtschaft selbst mit baut: Die Zensur, die aus der Abmahnung kommt.

Durch die nahezu groteske wirtschaftliche Überlegenheit wird nahezu jede Art von Kritik oder vertretener Meinung zum Vabanque-Spiel – und auf diese Furcht setzt wohl so mancher aus Wirtschaft und Industrie. Doppelt schlimm dabei, dass die “Vorbilder” solcher Vorgehensweisen nicht mal aus der Wirtschaft direkt kommen, man vergegenwärtige sich nur die Sache Weinreich vs. DFB.

Dieses Mal hat es Trainer Baade erwischt – wer es morgen sein wird, wenn er ein Produkt schlicht doof findet, eine Marke nicht so wahrnehmen will, wie sie sich selbst mit viel Geld bilden sollte, oder man einfach das Logo scheiße findet – ist offen und vielleicht auch beliebig.

So ist wohl das Internet 2009, endlich entdeckt von der Wirtschaft und ihren Anwälten: Einfach immer schön die Klappe halten, sonst gibt’s Saures. Und die Politik schweigt und dreht sich ab. Das erfüllt mich mit Traurigkeit und Wut.

Heute gelesen auf Mail-Hinweis eines Eintracht Frankfurt-Fans, der sich im gleichen Atemzug quasi für sein Trikot entschuldigte:

Die Art und Weise wie der Sportartikelhersteller JAKO AG und die Rechtsanwaltskanzlei Horn & Kollegen derzeit gegen den Fußballblogger Trainer Baade vorgehen, stellt für mich einer der Tiefpunkte dar, die ich in meinen 8-9 Jahren Bloggerei und Schreiberei über Blogs erlebt habe. Es ist einer der Momente wo man ein Gefühl der Ohnmacht bekommt. Wo man sich fragt, ob es überhaupt Sinn macht sich auf dem Verhandlungswege um irgendwelche Kompromisse zu bemühen und eigentlich nur noch rhetorisches Flak-Feuer der Gewichtsklasse Don Alphonso die richtige Antwort auf die Eskalation der Auseinandersetzung mit JAKO und der Anwaltskanzlei Horn & Kollegen ist.

viaWie JAKO anderen Leuten das letzte Trikot auszieht | allesaussersport.

Es ist vielleicht nur meine bescheidene persönliche Meinung: Aber für mich sind Firmen/Marken, die aggressiv gegen Kritik (egal ob nun berechtigt oder nicht!) vorgehen, unten durch.

Und wer ersetzt dann den “Schaden”, wenn durch die “Verteidigung” mehr kaputt gemacht wird, als durch den Angriff selbst? – Ich versuch es mal bildlich: Wenn ein einzelner Mann mit einem Pfeil und Bogen mit Schmährufen auf eine Ritterburg zuläuft und dann mit einem Katapult weggefegt wird, dessen Geschoß einen gigantischen Krater verursacht, sollte man sich in der Burg anschließend nicht beschweren, warum da ein Loch ist und warum keiner einen mehr mag oder offen die Meinung sagen möchte (Stichwort: Verbraucherfeedback).

Furcht mag ein Schutz sein, in der Welt des Marketings aber vielleicht ein suboptimales Image… Aber bis das durchsickert, werden noch viele Katapulte abgeschossen werden – die Katapult-Lobby will ja auch leben.

Nachtrag:

Auch Blog-G (Fan-Blog Eintracht Frankfurt) hat sich mit dem Thema konsequenterweise (da mindestens indirekt betroffen) beschäftigt und schließt den lesenswerten Beitrag mit den Worten »“20 Jahre Sportsgeist”. Vielleicht denkt der Kunde daran, wenn er beim nächsten Mal im Shop vor der Entscheidung steht, 70 Euro für ein Trikot der Eintracht mit dem Logo der Firma Jako auszugeben.«

Auch im Forum von Eintracht Frankfurt wird das Thema zwischenzeitlich diskutiert (Danke für den Hinweis, @Bigbamboo)
Einige Fanmeinungen: “Hätte ich Entscheidungsbefugnis in unserem Verein, wäre mit Vertragsablauf ein neuer Ausrüster fällig”, “Da hat sich eine große Firma eine Menge “Sympathisanten” gekauft.”, “Eigentlich wollte ich mir noch das neue Trikot kaufen. Aber so fällt es mir nicht schwer, dies im Moment nicht zu tun.” oder “Meine Reaktion ist, wie immer bei solchen Geschichten, ich kaufe von solchen Firmen nichts mehr. Das ist die einzige Möglichkeit die ich habe, um auf so ein Fehlverhalten zu reagieren. “

Oder um es mit dem Frittenmeister auszudrücken:


Das Resultat der ganzen Geschichte, die ihr am besten bei Allesaussersport nachlest, ist:

  • ein Blogger, der mit den Nerven vollkommen am Ende ist
  • ein Sportartikelhersteller, der jetzt negativ in den Schlagzeilen bei seiner Zielgruppe ist (Imageschaden)
  • ein Frittenmeister, der jetzt komplett von Adidas, Nike und Puma überzeugt ist
  • eine Rechtsanwaltskanzlei, die etwas Beschäftigung hat
  • eine Bloggergemeinschaft, die extrem angepisst ist

Aus einem offenen Brief des Eintracht Frankfurt Blog JAKO, was ist nur los mit Dir?

Liebe JAKOraner,

was ist in Euch gefahren, dass Ihr es riskiert, so eine Geschichte Eurer Markenimage beschädigen zu lassen. Wie kann man diesen Fall an eine, offenbar nicht mit den Folgen rechnende und daher in dieser Situation aus meiner Sicht überforderte Anwältin übergeben. Die Folgen könnten Eure Imagekampagnen und das darin geflossene Geld unter Umständen nicht aufwiegen.

Redet doch mit den Leuten, anstatt sie abzumahnen. Mit den Mitteln des modernen (duften) Internet ist es möglich, Leuten, wie dem Trainer Baade, mittels einer E-Mail oder auch in einem Kommentar zum Blogbeitrag Eure Meinung kundzutun, anstatt diese über eine fleißige Anwältiin überbringen zu lassen.

Das Ihr mit Eurem dollen Logo jetzt unter “JAKO” in Google auf Platz 4 schon etwas zu diesem “Incident” erscheint, dürfte Eure Marketing-Abteilung sicherlich mehr als freuen: “Juhu, endlich mal ordentliche SEO”.

Was mich allerdings vor allem ärgert, ist, dass Ihr als Sponsor der Eintracht dadurch auch dem Verein schadet. Übernächsten Samstag, wenn es gegen Freiburg geht, krieg ich Plack, wenn ich Eurer Trikot anziehen soll.

Vielleicht dachte man sich auch nur: Ach, die Sportblogger, das sind doch nur ein paar versprengte Einzelkämpfer, hatten wir ja auch schon aus berufenerem Munde hören müssen.


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