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Absolut normales Blog

5. August 2010


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 5. August 2010 13:49

Die Sache mit dem Blumenkübel ist die …


Jokes kann man schlecht erklären, Running Gags entstehen einfach – manchmal kapieren nicht mal die Initiatoren, was sie damit auslösten. Aber wenn man wissen will, warum heute der Hashtag #blumenkübel bei Twitter weltweit zu den Trending Topics werden konnte, der sollte drei Dinge tun:

1. Diesen Artikel Antoniusstift – Großer Blumenkübel zerstört lesen,
2. das Wort “Qualitätsjournalismus” auf der Zunge zergehen lassen und dann
3. bedenken, dass wir Sommerloch haben…

http://twitter.com/#search?q=%23blumenkübel

:lol:

P.S. Manche sehen darin ein Zeichen, wie Social Media manipulieren kann (in dem Fall: Aus einer Mücke einen Elefanten machen), aber wer das glaubt, der soll es mal versuchen zu reproduzieren! Und da liegt der Haken, es ist nicht steuerbar und nicht geplant anstoßbar. Daher – wie auch die Münstersche Zeitung selbst feststellt: Von einer viralen Kampagne kann man hier nicht sprechen.




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5. Juli 2010


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 5. Juli 2010 14:07

Das Schweigen der Weblogs


Vielleicht liegt es nur an meinem subjektiven Empfinden, aber die Weblogs leiden im “Mitmach-Web” extrem unter dem fehlenden “Mitmach”.

Nein, es soll keine Neuauflage des allgemeinen Abgesangs auf Weblogs werden. Das Syndrom, dass sich Kommentare nicht wie ein Rasensprenger beständig und unerschöpflich auf das Web 2.0 ergießt (was man vielleicht mal euphorisch annahm), sondern maximal im Gieskannenprinzip ein überschaubares Beet erreicht, ist keine neue Erkenntnis. Schon vor 5 Jahren beklagte man eine signifikante Fokussierung von Kommentarbeteiligung auf einzelne populäre Blogs, frei nach dem Motto: Wo das hellste Licht scheint, fliegen die meisten Motten hin. Doch selbst diese Strahlkraft scheint nun ihren Effekt zu verlieren.

Ein paar Zahlen: Laut Blogoscoop hatte bspw. der Kommentar-Primus Basic Thinking roundabout 1.200 Kommentare in 30 Tagen, Nerdcore 900, Spreeblick “abgeschlagen” 600 (und danach geht es mit den Zahlen steil bergab). Mögen die Zahlen in Anbetracht des eigenen Kommentarmangels eines kleinen Weblog-Anbieters noch imposant wirken, so bedeuten sie doch eine Kommentar-Resonanz von (am Bsp. Nerdcore) 30 Kommentaren pro Tag bei knapp 1 Mio. Page-Impression, das sind 1 Kommentar alle 1.200 Seitenaufrufe, oder drei Kommentare im Schnitt pro Artikel – wobei Nerdcore zugegebenermaßen ziemlich viele Artikel veröffentlicht pro Monat (310) – bei Spreeblick sind es im Vergleich 162 Artikel, dafür aber auch “nur” 600 Kommentare (also knapp 4 Kommentare pro Artikel).

3-4 Kommentare pro Artikel, das ist nicht unbedingt das, was man sich bei Leit-Blogs der Web 2.0-Szene damals vorstellte, als man vom “Mitmachen” und “Interagieren” visionär redete. Das ist im Übrigen vollkommen vorwurfsfrei und ohne Häme zu verstehen. Es ist vielleicht einfach nur eine Erkenntnis wert: Das Format Weblog ist kein Teil des Mitmach-Web mehr. Es ist zwischenzeitlich eher eine Form des “semi-professionellen Online-Magazin” geworden, das Kommentierungen erlaubt, wie aber auch die meisten “professionellen Magazine” längst auch, ohne sich deswegen “Blog” zu nennen. Aber warum haben die “Mitmacher” die Lust am eigenen Wort verloren?

Zum einen muss man das wohl einschränken. Nischen-Themen haben weiterhin ihren festen Kommentarfundus. Im Fußball-Bereich wird weiter fleißig kommentiert, solange das Weblog selbst nicht zu sehr in ein Magazin-Layout geschwenkt ist. “Magazinig” mag zwar ein populäres Modewort im Weblog-Sektor nach wie vor sein, bringt aber im Wesentlichen nur zum Ausdruck, weg vom kalendarischen Blog-Posting hin zu einem thematisch-plakativen Layout zu kommen, um mehrere Themen nach redaktionellen Erwägungen im Fokus zu halten. Das aber zerstreut auch die Besucher und Kommentarkultur lässt sich eben nicht beliebig lenken und streuen. Ein Effekt, der auch bei hohen Posting-Frequenzen beitragen kann, schließlich will auch ein Kommentar gelesen werden und dies tut er nicht, wenn er nach nur wenigen Stunden fast schon ins Archiv gewandert ist.

Aber dies alles sind Zustandsbeschreibungen und auch gute Gründe einer Erklärung, wobei man bei allem nicht immer weiß, was zuerst da war: Henne oder Ei – Neuer Stil oder fehlende Mitmach-Kultur.

Haben die Deutschen (und nur hier habe ich den empirischen Vergleich) die Lust am Kommentieren verloren? Wohl nein, im Gegenteil. Aber eben nicht mehr in freier Wildbahn. Man will zwar über Themen diskutieren, aber nicht mehr irgendwo im WWW, sondern “unter sich”. Der aktuelle Siegeszug (und so darf man das durchaus nennen) von Facebook spiegelt das wieder, was die Gesellschaft offenbar will, wenn sie “mitmachen” soll: die Gemeinschaft/Community. Man will weder irgendwo eine Diskussion beginnen, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen, noch sich zwischen anonymen Troll-Kommentatoren und sich dabei selbst öffentlich outend in die Massenkommentar-Keilerei eines Populären Forums oder Blogs werfen. Man will “unter seinesgleichen” sein, wo man weiß, wer liest und Reaktionen bekommt von denen, deren Reaktion einen auch interessiert. Die Inhalte haben dazu gefälligst zur Community zu kommen und nicht die Community zum Inhalt – eine solche “gefällige” Lösung ist daher nicht zufällig ein “Gefällt mir”-Button von Facebook, durch den man auch aus dem WWW heraus seine Community informieren kann, welche Inhalte man für beachtlich hält.

Zeigen und Teilen scheint eh zunehmend wichtiger zu werden als eine Diskussion. Kurze Einwürfe, Querverweise, Bezugnahmen – man stückelt sich sein Profil zusammen aus Schnipseln und lässt sich auf ausschweifende Erklärungen seiner Position gar nicht mehr ein. Allein das wäre sicher auch eine eigene Betrachtung wert.

Die Entwicklung mag (vielleicht auch wieder nur) eine Momentaufnahme sein, aber sie erscheint konsequent. Eine Konsequenz aus einem Web 2.0, das nach anfänglicher Geburtseuphorie (leider viel zu schnell) sein Begeisterung verlor und erwachsen wurde, und eine Konsequenz aus der zunehmenden Erkenntnis, dass das offen geschriebene Wort im Internet weit mehr (und längere) Konsequenzen haben kann, als man glauben wollte. Anonymität dagegenzusetzen trifft aber nicht den Kern des Bedürfnisses sich mitteilen zu wollen.

Die Aufgabe der Communities wird also sein, sei es Facebook, Xing oder zukünftig einmal doch auch noch Google, Vertrauen zu schaffen. Vertrauen, dass das dort gesprochene Wort wenn auch nicht geheim, aber doch nur bei dem ankommen, den man dies auch erlaubt – ob das dann immer vernünftig umgesetzt wird vom Einzelnen, ist ein anderes Thema. Die selektive Steuerung von Informationsweitergabe, wie das von Facebook begonnen wurde, aber noch nicht richtig rund ist, wird diesem Interesse gerecht und wird auch in Zukunft dafür sorgen, dass so manche Diskussion über einen Blogartikel für den eigentlichen Verfasser unbemerkt geführt wird und die Diskussion emanzipiert sich endgültig vom Initiator.




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5. Mai 2010


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 5. Mai 2010 15:35

Bloguzius sagt


So manche Eitelkeit
mag durchaus begründet sein.
Beruft sie sich auf tatsächliche Leistungen
oder herausragende persönliche Fähigkeiten.

Aus diesen Vorzügen
mag – durchaus berechtigt –
Stolz entstehen.

Doch Eitelkeit ist wie eine Blume,
bei der Stolz nur ihr Samen ist.
Nährboden ihres Wachstums
ist der Schleim der Bewunderer.

Bloguzius – Lebensweisheiten eines Bloggers




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18. April 2010


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 18. April 2010 16:28

re:publica’10: Queen Bohemian Rhapsody Karaoke auf Abschlussveranstaltung


Da ist das Ding. Da Twitter-Gründer Biz Stone nicht erreichbar war, erfüllte sich Johnny kurzerhand “seinen Traum”: Das große Queen Bohemian Rhapsody Karaoke. Sicher eine der meistgefilmten Sessions der re:publica’10 – und es war sehr witzig.




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1. März 2010


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 1. März 2010 11:11

Panikbeleuchtung (Titelschutz)


Mein nächstes Blog nenne ich “Panikbeleuchtung” – da steckt eigentlich alles drin. Und dann immer schön Knopf drücken.

(Fehlt da nicht irgendwo noch der Hinweis mit dem “Scheibe einschlagen”? Da sind doch dann wieder alle überfordert, wenn keine Erklärung bei steht.)




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8. Februar 2010


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 8. Februar 2010 15:30

CD der Blog- und Twittersünder aufgetaucht – ENDL Dir Deine Meinung!


Mindestens 2.000.000 Datensätze mit den größten Blog- und Twittersünden – 100% dokumentiert und sortiert.

Der anoyme Anbieter: Blog- und Twittersünder-CD günstig abzugeben! Jetzt zugreifen, Herr Schäuble!

ENDL rät zur Selbstanzeige aller Blogger- und Twittersünder. Uneinigkeit im Social Web, ob eine weitere Weiterverbreitung gesellschaftlich überhaupt zumutbar ist. Robert B. und Sascha L. vor schwierigen Verhandlungen mit Don A. – Koalition auch mit Mario S. nahezu auszuschließen. Bill G. rät seiner Ex-Firma proaktiv auch mal solche Daten aufzuspüren. Steve J. plant iSin nach unbestätigten Informationen noch 2011, Aktien schießen darauf hin in den Himmel.

ENDL Dir Deine Meinung!




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26. November 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 26. November 2009 14:55

Und ich bleib (B-)logger – Das Leben nach Weblog (via Netzzeitung)


Ein lesenswerter Artikel bei der Netzzeitung zur Deutschen Blog-Krise, deren Existenz man beschönigen kann, aber nicht verleugnen. Den Link haben sie sich verdient:

Dem ehrenamtlichen Blogger fällt einfach nichts mehr ein, aber das ist ihm auch egal, weil ja eh alles egal ist. Seit es Blogs gibt, hören die meisten nach einem halben Jahr wieder auf. Irgendwann sind alle Anekdötchen verballert, alle Meinungen gemeint und alle Lieblingsbands vorgestellt worden, dann kommen die Mühen der Ebene und dann ist es plötzlich fad. Auch nichts Neues.

via NETZEITUNG INTERNET NACHRICHTEN: Das deutsche Problem.

Ohne jetzt wieder zu sehr auszuschweifen glaube ich: Weblogs sind ein tolles Medium, aber im falschen Jahrhundert.

(weiterlesen…)




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    • Mike (www): Kuck mal bei Facebook, ob sie evtl. da verloren gegangen ist »»»
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