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Gesichtserkennungsabwehr

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Das war Endl Weblog 2010

Ein letzter Blick. Wahrscheinlich. Aber 7 Jahre sind eigentlich auch ne lange Zeit für ein Webdesign.

re:publica XI: Hey, alles glänzt, so schön neu. – Mein Kommentar

»Scheiß Re:Publica« – witzigerweise stammt das von mir, aus dem Jahr 2007. Was mich damals unglaublich auf die Palme brachte, war der Umstand „nicht dagewesen“ zu sein und die Blogosphäre damals auf mich den Eindruck machte, dass damit mein blog-gesellschaftlicher Tod quasi besiegelt wäre. Die re:publica war für alle Anwesenden damals derartig „kick ass“ und darüber zu schreiben so sexy wie mit einem ersten iPad herumlaufen, als es noch wirklich brandneu am Markt war.

Die re:publica war da (2007) schon eine ‚echte‘ Konferenz geworden, und war mit all dem angetreten, was man von ihr erwarten wollte und musste: Neu sollte sie immer sein, unkonventionell, frech, frisch, provokant, trendsetzend und trendbrechend in einem. Und nichts weniger erwartete man wieder von dieser re:publica XI:

Gewachst, gedoped, poliert, nagelneue Zähne.
Ich bin euphorisiert, und habe teure Pläne.
Ich kaufe mir Baumaschinen, Bagger und Walzen und Kräne.
Stürze mich auf Berlin, drück auf die Sirene.

Am Freitag ging die re:publica dann zum fünften Mal zu Ende, ab 2009 war ich übrigens dann immer auch dabeigewesen. Und liest man die Nachberichte, so schien es diesmal einfach nicht mehr ‚gewirkt‘ zu haben, dieses ‚Euphorisiakum‘ des „alles glänzt, so schön neu“. Das „Klassentreffen“ als inoffizieller Konferenzslogan als Gradmesser und Fallstrick, der gordische Knoten, der nicht zu durchschlagen ist. Eine Konferenz, die keine sein will, eine Klassentreffen, auf dem die Klassenkameraden alt geworden sind und die hinzugekommenen neuen Gäste unterhalten und bedient werden wollen, am besten von den ehemaligen Pennälern. – Zahlende Kundschaft, die von Sentimentalitäten alter Zeiten nichts wissen will, sondern einfordert, was der vorauseilende Ruf versprach.

Die Jeff Jarvis dieser Welt hatten eben Benchmarks gesetzt, die von einem Anne-Will-Sascha-Lobo Provokation-reloaded Vortrag auch nicht kompensiert werden kann. Am Boden sitzen war gestern noch cool, heute nicht mehr, überfüllte Säle erst recht – was gestern noch Zeichen von großem Interesse war, ist heute nur noch lästige Fehlplanung. Und dass das WLAN nicht funktionierte, war vielleicht auch mal noch so eine schrullige Randnotiz, eine Art „running gag“ auf einer solchen „Zukunfts-Konferenz“ wie wenn während der IAA immer der Sprit in der Stadt ausgegangen wäre. Wenn man schon mal hier ist, die Kosten und Mühen nicht gescheut hat, dann hat man auch das verdammte Recht auf das ganze Programm, eben nicht mehr oder weniger als am Ende das Gefühl der inspirativen Rundumerneuerung mit Promi-Faktor mitzunehmen.

Statt dessen war sogar die Johnny-Haeussler-Show mit Karaoke-Reloaded die eigene Copycat des vergangenen Jahres (und da war es noch spontan improvisiert) und die Jeff Jarvis waren erst gar nicht geladen. Und überhaupt: Alles war schon mal dagewesen, alles schon mal gehört (und besser!) und der Sexappeal war so aufregend wie die Wiederholung von Sexy Clips auf Sportsendern nach Mitternacht.

Ja. So kann man das alles sehen, das ist sogar irgendwie legitim. In der Tat waren die Säle noch überfüllter als sonst, die absoluten Kracher-Highlights fehlten und die Programmplanung hatte so manch unglückliches Händchen, vor allem wenn Vorträge im großen Saal stattfanden, die aber in der qualitativen Substanz eher in einem Workshop besser aufgehoben gewesen wären. Und auch der Vorwurf, dass zu viel Feminismus präsent war, hatten vor Ort sogar die meisten dazu befragten Frauen bestätigt – oder anders formuliert: Warum muss, gerade wenn die Frauen als Redner sich unterrepräsentiert sich fühlen, dann auch wirklich zuverlässig das Thema kommen, wenn Frauen die Regie übernahmen. Natürlich stimmt das so nicht, aber der Eindruck war da und man fragte sich, warum man gerade auf dieser Konferenz, der man wahrlich keine Frauen-Feindlichkeit andichten kann, Frauen nicht einfach gute Vorträge halten über Fachthemen, statt sich darin zu erschöpfen, kein Gehör zu finden. All das war in der Tat auch vor Ort ein Thema, war kritisch kommentiert und diskutiert worden, wie auch der Punkt, dass das instabile WLAN auch seinen letzten Charme verloren hat.

Und nun? Kommt jetzt der Todesstoß in diesem Kommentar? Der Verriss als Fazit, das niederschmetternde Resümée? Nein. Warum?

Das WLAN war bezeichnenderweise mit einem iPad lange sehr stabil – wohl als einziges Gerät. Wahrscheinlich wird das auch immer eines der ungelösten technischen Rätsel unserer Tage bleiben. Und wie das iPad 2 im Verhältnis zum iPad der ersten Generation nicht mehr wirklich so Aufsehen erregt und dem ungeübten „Nicht-Mac-Jünger“ oft Schwierigkeiten in der Unterscheidung bereitet (mein ‚altes‘ iPad hat bspw. einfach eine entspiegelnd Folie über dem Display und wurde schon als Innovation bewundert), hat auch die re:publica den Reiz des Neuen verloren. Sie war verdammt sich ständig neu zu erfinden, aber die digitale Gesellschaft außen rum hat längst den Fuß zu sehr vom Gaspedal genommen, als sich in einem Jahr auch neu erfunden zu haben. Es ist wie die WG im zweiten Jahr, wenn die coole Community mittlerweile sich nicht mehr in Party-Laune schwebt, sondern sich über die kaputte Klo-Spülung oder die Wer-bringt-den-Müll-nie-raus-Thematik verstritten hat und man sich eh überlegen muss, wie man die Mieterhöhung des Vermieters umlegt.

„Nur noch konkret reden, gib mir ein ja oder nein.
Schluss mit Larifari, ich lass all die alten Faxen sein.“

Genug geredet über immer die alten Themen, Detailthemen, Problemstellungen statt steile Thesen? Das nennt man wohl „Erwachsen werden“ – und genau das ist wohl der Punkt. Die re:publica ist seit den letzten 2-3 Jahren dabei erwachsen zu werden. Sie steht auf der Schwelle zwischen ‚echter‘ Konferenz und dem Schicksal eines Woodstock 2.0-Revival mit einem Ende irgendwann auf einem ehemaligen Autokino-Parkplatz. Wer ernst genommen werden will, muss auch die Regeln verstehen und spielen, das mag nicht jeder akzeptieren, dazu gehört auch Konsens-Fähigkeit und die Akzeptanz von kleinen Schritten zu großen Zielen.

„Die Welt mit Staub bedeckt, doch ich will sehn wo’s hingeht.
Steig auf den Berg aus Dreck, weil oben frischer Wind weht.“

Die Veranstalter der re:publica sehen die Problematik – davon darf man überzeugt sein. Der angekündigte Schnitt die Kalkscheune zu verlassen zeigt das. Vielleicht hat man nur ein Jahr zu lange damit gewartet, wollte noch einmal genießen und das Flair des Blogger- aka Klassentreffen inhalieren. Noch einmal auch unkonventionell im Zweifel pro Session entscheiden, auch wenn die Substanz des Redners und seines Vortrags vielleicht nicht wasserdicht erschien. Mitmach-Veranstaltung eben, nur noch dieses eine Mal. – Den Vorwurf der Verkaufsveranstaltung ist dagegen etwas überzogen, das war im Jahr davor eher noch berechtigt. Es war eher ein Ausflug in Nostalgie, die das ganze umwehte, „Alt-Blogger“, die von früher erzählten, Probleme die schon wieder mal konstatiert wurden, weil sie noch immer nicht gelöst sind (auch in Sachen Feminismus, keine Frage).

Die Kritiker werden das alles nicht als Entschuldigung gelten lassen, auch wenn man darauf berechtigt hinweisen darf, dass 55 Euro (Early-Bird-Bloggerticket) für ein Dreitages-Konferenz-Ticket bei weitem noch nicht „marktüblich“ für eine Konfernz ist. Natürlich könnte man darauf hinweisen, dass Top-Speaker auch richtig Geld kosten, und dass die allermeisten Redner also auf eigene Kost & Logie anreisten (ausgenommen am Tag ihres Vortrags mit Catering versorgt) – natürlich ohne Antrittshonorar. Dass man auch ein WLAN mit dem nötigen Kleingeld hinbekommt und so weiter und so fort. Vielleicht erleben wir das alles schon nächstes Jahr – inklusive des großen Heulens, warum die Ticket-Preise so exorbitant ansteigen.

„Mir platzt der Kopf, alles muss sich verändern.
Ich such den Knopf , treffe die mächtigen Männer.
Zwing das Land zum Glück, kaufe Banken und Sender.
Alles spielt verrückt, zitternde Schafe und Lämmer.“

Vielleicht wird alles besser. Vielleicht aber verliert man auch auf seinem Weg die Wurzeln, vielleicht wird das auch gar nicht zu ändern sein. Das Schicksal von allem, wenn es aus den Kinderschuhen wächst, Erwachsen werden eben.

Ich für meinen Teil war nicht enttäuscht, auch wenn ich mich mit manchem Vortrag kritisch – auch ob der Substanz – beschäftigte. Aber ich ging ohne konkrete Erwartung nach Berlin, wollte erleben und mich treiben lassen, nicht erwarten, sondern aufnehmen – und wenn es eben mir wenig Veränderung gab, wie ich das auch erlebte, so sollte die Konferenz eben auch ein Spiegel dessen sein, was sich für mich so bestätigte. Dennoch trafen mich manche Sessions genau an dem Punkt, den ich schätze: Sie hinterfragten meine Denke, gaben mir neue Ideen, desillusionierten meine Visionen oder entlarvten meine Kritik an Entwicklungen als purer Lauf der Dinge (wie bspw. Blog“sterben“ und Rückgang von Verlinkungen und Kommentare). Was aber blieb, wenn man sich nur nicht selbst zu sehr unter (Erwartungs- und Handlungs-)Druck setzte, waren die Menschen dort. Ich habe wie nie zuvor so viele Gespräche geführt und Leute kennen gelernt.

Die Zukunft liegt in deiner eigenen Hand, so sagte Felix Schwenzel in seiner Session, oder in seinen Worten: die „Zukunft ist, was wir aus der Gegenwart machen“. Und die Gegenwart der re:publica XII beginnt traditionell mit dem Ende der re:publica XI.

„Hey, alles glänzt, so schön neu.
Hey, wenn’s dir nicht gefällt, mach neu.“

Zitierte Text/Lyrics von Peter Fox – Alles Neu (Youtube)


Dieser Artikel wurde für das Feed-Magazin verfasst und dort erstmalig publiziert. „Feed“ ist ein kostenloses Printmagazin für Webinhalte. Ein Medium für Blogger, soziale Netzwerker und Online-Medien aller Art; – den Bloggern und Netzwerkern ein Forum, um auf sich aufmerksam zu machen; – den Lesern ein Wegweiser zu attraktiven Inhalten im World Wide Web.

re:publica XI – Aktiva und Passiva

Das Wortspiel hinkt natürlich – ist aber interessant. Aktiva und Passiva sind eigentlich Begriffe der Bilanzbuchhaltung und beschreiben (grob) vorhandene Mittel und deren Verwendung, was ich allerdings zum Ausdruck bringen wollte in der Headline ist, was ich so aktiv dort mache, und was ich nur konsumiere. Ich fang mal mit dem Letzteren an:

Am Donnerstag, 14.4., moderiere ich mit meinem Blogger-Partner Stefan eine Diskussionsrunde im Rahmen dieser re:publica XI. Wer die re:publica nicht kennt: Das ist eine Konferenz über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft – ein ehemaliges Bloggertreffen, dass sich heute zu einer der Leit-Konferenzen in Deutschland zum Thema „Digitale Kommunikation und ihre gesellschaftliche Bedeutung“ entwickelt hat (dabei aber Gott sei Dank den Charme eines Bloggertreffens doch nie ganz verloren hat).

Auf meine Gästeliste bin ich stolz: Mit Katharina Wildermuth (FCN), Thomas Schneider (DFL), Oliver Fritsch (Hartplatzhelden), Max-Jacob Ost (Spox) und Anatol Vetters (Weber Shandwick) stehen hochinteressante Vertreter ihres Bereichs Rede und Antwort.

Inhaltlich wird es über die Bedeutung und Auswirkung von Fan-Kommunikation auf die heutige Medienlandschaftgehen. Fragen sollen aufgeworfen werden, wie: Wo droht der Verlust einer “Kommunikationshoheit”, wo und wie entstehen neue Spielregeln, welche Chancen und Risiken bestehen für Fans, Vereine und Organisationen durch diesen direkten und weitgehend ungefilterten Informationsaustausch? – Dabei steht nicht nur die Kommunikation von Verein/Organisation in Richtung Fan im Blickfeld, sondern gerade auch die Fan-Kommunikation von Fan zu Fan, die sich dem Einfluss der bestehenden medialen Spielregeln heute weitgehend entzieht.

http://re-publica.de/11/blog/panel/vom-supporter-zum-reporter/

Und damit zurück zum Wortspiel: Was eigentlich „aktiv“ klingt wäre wohl bilanzbuchhalterisch bei den Passiva anzusiedeln, denn was ich da mache ist der Einsatz der vorhandenen Mittel – wozu auch ein Dank an meinen Brötchengeber geht, der mir dafür den Freiraum lässt, die Konferenz zu besuchen.
Der Rest der Konferenz wird dagegen der Aufbau der Aktiva sein (ganz passiv sozusagen), denn da hoffe ich auf neuen Input, interessante Einblicke und Einsichten.

Für Kurzentschlossene wird es wohl schwierig, die Konferenz ist bereits länger ausgebucht, einzig Tageskarten wird es noch für einzelne Bereiche geben. Wer aber von den Lesern hier sowieso auf der re:publica ist, den würde ich natürlich herzlich gern im Auditorium sehen und – soweit noch nicht erfolgt – mal face-to-face Hallo sagen.

Lehmänner im Geiste (und im TV)

René und mich verbindet so manches, unter anderem eine Zeit gemeinsames Schaffens, aber auch so manch anders – die Liebe zu Herr Lehmann z.B..

Dass wir aber zur gleichen Zeit hunderte Kilometer entfernt das gleiche als Tweet posten, ist schon bemerkenswert. Man beachte die (ungefälschte!) Zeit unter den Tweets. 😛

Ach ja: Heute, 20:15 Uhr, Herr Lehmann in „Neue Vahr Sued“ im Ersten!

 

 

 

 

Hiermit erkläre ich flattr für gescheitert

Höchst subjektiv, für mich persönlich festgestellt – natürlich.

Ausprobiert in mehreren Blogs unterschiedlichster Ausrichtung kann ich für mich nur konstatieren: Es mag vielleicht eine interessante Sache für hochfrequente Blogs sein, für Blogs im Bereich bis 1.000 Besuche pro Tag hat es sich in meinem Feldversuch als reine Umverteilungsmachine herausgestellt.

Die Idee an sich ist ja gar nicht verkehrt, aber unter dem Strich würde es nach meiner Einschätzung nur dann Sinn machen, wenn es viel weiter verbreitet wäre und vielleicht auch die Mentalität hierzulande eine andere, was „freiwillige Unterstützung“ angeht. Zwar sind die Gebühren an den Umsatz gekoppelt, was an sich korrekt ist, aber durch den „Zwang“ eines monatlichen Mindesteinsatzes wird man über kurz oder lang nur noch zum „Geberland“, obwohl man ja durchaus selbst viel publiziert. Sicher ist das an Thema und Emotionalität der Beiträge gekoppelt, wie stark man „geflattred“ wird, aber man will ja nicht anfangen deswegen seinen Stil zu ändern.

Natürlich verfolge ich die Entwicklung von „Flattr“ weiter und würde mich freuen, wenn so eine Art des Micropayments auch als eine Form der „freiwilligen Entlohnung“ von Lesern für Blogger sich etablieren könnte, aber für jetzt werde ich den Feldversuch abbrechen. Wer es natürlich nur nutzen will, um einfach anderen etwas zukommen zu lassen, sei davon unbeirrt (auch wenn ich mir dann ein flexibleres System wünschen würde) – als Einnahmequelle hat es sich bei mir aber nicht etablieren können.

Ich in der ‚Frankfurter Neue Presse‘

Mein Weblog wurde wieder einmal in der „Frankfurter Neue Presse“ vorgestellt unter „Blogs direkt aus Frankfurt“ – Besten Dank!

Endl.de
Hinter dem Blog http://www.Endl.de steckt der 40-Jährige Projektleiter Alexander Endl. Früher wurden Themen für Verbraucher gebloggt. Heute sind die Themen über die Beeinflussung vom Käufer bis hin zu Erfahrungsberichten auf sein Blog Zielpublikum.de ausgelagert und Endl.de wird von ihm als sein persönliches Blog bezeichnet. Speziell und originell ist die Rubrik Lyrik. Endl hat Spaß daran, Menschen ein wenig zu amüsieren. Seit 2004 ist er Blogger und aktualisiert wird alle zwei Tage, damit die etwa 500 Leser pro Tag immer etwas Neues zur Unterhaltung haben.

Womit amtlich ist, dass ich eine Spaßkanone allererster Güte bin! :mrgreen: