Category Archives: Wirtschaft

China: 5 Jahre um in die Luft zu gehen


Xianglong Dai – Oberbürgermeister der Stadt Tianjin

Es war der 25. Oktober 2005 als ich am Empfangsbankett für eine Regierungs- und Wirtschaftsdelegation auf Einladung der Regierung der Stadt Tianjin der VR China sowie der Deutsch-Chinesischen Wirtschaftsdelegation teilnahm. (Klick)

Damals verkündete Oberbürgermeister Xianglong Dai (aus der Erinnerung) auf die Frage, was denn Deutschland davon habe, mit China Kooperationen einzugehen: Man (China) würde doch auch konsumieren und importieren – wie bspw. die schönen europäischen Flugzeuge.

Tja, das war gestern: Heute baut China einen Airbus-Konkurrenten. Und dem Hersteller COMAC liegen nach Medienberichten für den C919 bereits über hundert Bestellungen vor. Keine 5 Jahre ist das her. Krass.

Quellen:
Bereits hundert C919-Jumbojets werden bestellt
Airbus: Neue Konkurrenz durch Passagierjet aus China

Schildbürger-Bürokratismus Umweltplakette – 1.1.10 geht’s los und hört gleich wieder auf

Es nähert sich mit großen Schritten: Wer bis 1.1. nicht mindestens die gelbe Umweltplakette an seiner Windschutzscheibe hat, kriegt in Frankfurt City ein empfindliches Knöllchen mit 40 Euro plus Gratis-Punkt in Flensburg. Dass ich die ganze Regelung vollkommen grotesk fand, hab ich ja schon einmal gesagt – dazu muss man Deutschland eben verinnerlichen… Jetzt wird nach dem ganzen Vorgeplänkel also ernst und der Rot-Stopp rückt mit großen Schritten näher.

Ganz unterhaltsam, was man dazu über die Presse verbreiten lässt:

‚Die Rußwolken auf Nasenhöhe sind weniger geworden‘

Zu Jahresbeginn 2009 hatten noch etwa drei Prozent der in Frankfurt gemeldeten Kraftfahrzeuge eine rote Plakette, rund achttausend von insgesamt 315.000 Fahrzeugen. Einige Halter älterer Diesel-Pkw haben zwischenzeitlich die „Abwrackprämie“ genutzt, um mit einem abgasarmen Neuwagen freie Fahrt in Deutschlands 33 Umweltzonen zu haben. Während von der zweiten Stufe der Umweltzone nur etwa zwei Prozent der Pkw betroffen sind, liegt der Anteil bei den Nutzfahrzeugen mit elf Prozent deutlich höher. Gerade in dieser Fahrzeugklasse hat die Frankfurter Umweltzone einen beachtlichen Modernisierungsschub bewirkt. Von den insgesamt 19.781 Nutzfahrzeugen hatten Anfang 2009 schon 9.197 eine grüne Plakette (47 Prozent), ein Jahr zuvor waren es erst 6.013 Nutzfahrzeuge (31 Prozent). „Die Rußwolken auf Nasenhöhe sind weniger geworden“, sagt die Dezernentin für Umwelt und Gesundheit, Manuela Rottmann.

viaFrankfurt am Main: Freie Fahrt mit gelb und grün.

Faktisch fehlt nämlich der Beweis, dass die Umweltzone wirklich auch nur irgendwas gebracht hat, wie man ja bereits las. Tatsächlich mutmaßen eher viel mehr Leute den typischen politischen Aktionismus und die flankierende Unterstützung der Abwrackprämie zur verdeckten Subventionierung der deutschen Automobilindustrie.

Wir haben das ganze mal lange beobachtet und auch mit einem Kauf inkl. Abwrack-Prämie geliebäugelt, dann aber aus ganz anderen Erwägungen davon abgesehen – aber auch, weil wir es einfach nicht einsahen, unseren absolut noch tauglichen Wagen verschrotten zu lassen.

Das Nachrüsten war uns aber lange zu teuer und von Werkstätten mündlich auf ca. 800 – 900 Euro taxiert. Jetzt plötzlich dann auf nochmalige Nachfrage (nach Auslaufen der Abwrackprämie übrigens – ein Schelm wer da einen Zusammenhang sieht) kostete „der Spaß“ nur noch knapp über 400. Ein dann sinnvoller Deal auch im Sinne der Umwelt, rechnet man vor allem die Erstattung vom Staat in Höhe von 330 Euro noch mit ein.

Bleibt die Frage:  Warum das Ganze? Wegen der 100 Euro? Das hätte man per Dekret allen aufbürden können und hätte sich den ganzen Schwachsinn mit Umweltzonen und Plaketten und Schildern sparen können. Was allein die ganze Einführung gekostet hat, hätte sogar locker die fehlenden 100 Euro noch kompensiert. Wenn man bedenkt, dass es von den 315.000 Fahrzeugen nur 8.000 betroffen hat (siehe Quelle oben!). Das sind 2,5% des Gesamtbestands! Dafür der ganze Aufmarsch!?!? Dazu kommt, dass es ja ein offenes Geheimnis ist, dass von den 8.000 sich genügend eine Sondergenehmigung holten, weil ihr alter Lieferwagen gar nicht mehr nachrüstbar ist.

Fassen wir zusammen: Riesenballyhoe für die paar Altfahrzeuge, die über kurz oder lang so oder so aus dem Verkehr gehen, kompliziertes Verfahren, kein nachweisbarer Nutzen, Klagen dagegen an vielen Orten – und dann muss man sich von einem Angestellten in der Zulassungsbehörde anhören, dass man aber jetzt keinen großen Aktionismus mehr über „Gelb hinaus“ entfalten brauche, denn nach seinen Infos falle die ganze Regelung im nächsten Jahr wahrscheinlich sowieso, man warte offiziell ja nur noch bis ein bestimmter „Topf voll sei“.

Ein weiteres Kapitel des Schildbürger-Bürokratismus in Deutschland wurde ganz offenbar auf Kosten der Glaubwürdigkeit einer vernünftigen Umweltpolitik geschrieben und man hat hier eine gute Sache vor den Karren der (verdeckten) Wirtschaftsförderung spannen lassen.

Ganz traurig sowas. Und nächstes Jahr darf die Automobilindustrie die Sünden der Abwrackprämie selbst ausbaden – plus die unzähligen Verbraucher, die sich halb von der Versuchung, halb von der Verunsicherung getrieben einen Neuwagen anschafften, den sie sich dann nächstes Jahr vielleicht gar nicht mehr finanzieren können.

Aber ist klar, ist ja jetzt ne „andere“ Regierung und die hat natürlich keine politische Verantwortung für das was bisher geschah … schon klar…

IAA 2009: Die Auto-Messe rollt an

IAA Aufbau 2009

Alle zwei Jahre rollt sie an, die Auto-Messe IAA in Frankfurt. Und ich werde wieder live dabei sein.

Bin dieses mal schon gespannt, was man für Ideen hat. Weiter mit PS-Spektakel, oder doch mal endlich in Richtung Wirtschaftlichkeit, Umwelt und neue Technologien? Allein mir fehlt der Glaube, dafür liegen wir Jungs doch viel zu gern staunend vor einem gierigen Kühlergrill und stellen fachmännisch unseren Fuß auf die Niederquerschnitt-19-Zoller …

www.iaa.de

»Freiheit ist unser Bier.« (der wohl beste Slogan aller Zeiten)

Bieretikett (Rückseite)

Von der Rückseite eines fränkischen Flaschen-Bieres (höchster Güte wohlgemerkt!) und deckt einen dabei vielleicht fast unentdeckten politischen Skandal auf, ein drohendes Bier-Protektorat, ja die Bedrohung der gesamten »Selbstbestimmung und Freiheit« und für einen Kampf »gegen Überregulierung und Bevormundung«.

Es geht um’s Ganze! Es geht um Bier!

Der Drogen- und Suchtrat der Bundesregierung verfolgt das Ziel, den Konsum von Bier und allen anderen alkoholischen Getränken um 20 % zu reduzieren – das geplante Gesetzespaket sieht u.a. so aus:

* Beschränkung der Verkaufsorte und Verkaufszeiten alkoholischer Getränke
* Dramatische Steuererhöhungen, um den Bierpreis nach oben zu treiben
* Brauereien dürfen Sport- und Jugendvereine nicht mehr unterstützen
* Drastische Senkung der Promillegrenze: Das Glas Bier zum Essen im Landgasthof soll verboten werden

Daher können wir nur für den Kampf den symbolischen Schulterschluß mit dem Verband privater Brauereien üben und einstimmen in den Kanon: Freiheit ist unser Bier.

Denn:

* Es ist nicht Aufgabe der Regierung, neue Gesetze zu schaffen, die die Wahlfreiheit und Selbstbestimmung der Bürger massiv einschränken
* Freie, vernünftige Bürgerinnen und Bürger wissen, was gut für sie ist und leben ihre Freiheit, ohne die anderen einzuschränken
* Aktivismus und übertriebene realitätsferne Gesetze regulieren unsere Demokratie zu Tode; ländliche, traditionelle Wirtschaftsstrukturen gehen zu Grunde

Drum: Lasst uns nicht einfach Bier trinken! – Lasst uns für die Freiheit trinken!

Weitere Informationen und nützliche Materialien zum Ausdruck, wie den Bierfilz zum Ausschneiden, oder die nützlichen Diskussionshilfe »Streitschrift – „Wider die Bevormundung und Gängelung des Verbrauchers – für die Freiheit des Kulturgutes Bier“ stehen hier zum Download bereit.

Auszug:

These 1: Der Drogen- und Suchtrat behauptet, die deutsche Bevölkerung trinke nach wie vor zu viele alkoholische
Getränke.
Der Drogen- und Suchtrat sagt damit aber bewusst die Unwahrheit!

These 2: Der Drogen- und Suchtrat behauptet, die Jugendlichen in Deutschland trinken zuviel Alkohol.
Diese vom Drogen- und Suchtrat herangezogenen Zahlen sind zumindest zweifelhaft, die Schlussfolgerungen hieraus in jedem Fall unrichtig.

Kann man die in den Bundestag wählen?

Ausschreibungen, Pitches, Marktplätze – Design als Leistung komplett ad absurdum – Zielpublikum Weblog

Ich muss mich mal wieder aufregen:

Es begann eigentlich sogar mit den Pitches – der wettbewerbsartigen Auftragsvergabe, die auf dem Papier vielleicht Sinn machte, im Ergebnis aber das Grundverständnis von Design und Webdesign auf den Kopf stellt. Die Einführung öffentliche Ausschreibungen waren im Prinzip die staatliche Fortführung des Ganzen, aber Portale die das ganze der breiten Masse wahllos vorwerfen, sind neben den auch noch bekannten “Unterbiet-Portalen” der Gipfel der Perversion einer Dienstleistung.

via Ausschreibungen, Pitches, Marktplätze – Design als Leistung komplett ad absurdum – Zielpublikum Weblog.

Hoeneß Nachfolger gefunden

So viel Tamtam die letzten Wochen und Monate – und nun so eine billige Lösung. Ich bin vom FC Hollywood enttäuscht, da hilft selbst der bühnenreife Showdown von Klinsmann nix.

Kümmern soll sich auch Christian Nerlinger weiter um die Mannschaft. Der bisherige Teammanager wird für seine Loyalität und seine gute Arbeit von den Verantwortlichen gelobt und daher von den Bayern-Bossen mit dem „Großauftrag“ belohnt. Der 36-Jährige wird neuer Manager des FC Bayern, und zwar als der für den sportlichen Bereich zuständige Mann.

via FCB hat van Gaal im Blick – Fußball – Bundesliga – kicker online.

Und was macht jetzt Kahn? Und Loddar? Dachte das wird das neue Dream-Team der Batzis? Da würden sich die Gazetten verkaufen wie geschnitten Brot! Man muss doch auch mal an sowas denken. Nerlinger. Van Gal als Trainer – auch noch ein Holländer.

Mal nur so von jenseits des Tellerands.

Roboterfische

Sieht cool aus, aber auch ziemlich groovy. Die „Karpfen“ sollen die Wasserqualiät prüfen und dann abends die Daten heim bringen. Kostenpunkt roundabout 21.000 Euro.

[via]