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Absolut normales Blog

9. November 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 9. November 2009 14:22

Schildbürger-Bürokratismus Umweltplakette – 1.1.10 geht’s los und hört gleich wieder auf


Es nähert sich mit großen Schritten: Wer bis 1.1. nicht mindestens die gelbe Umweltplakette an seiner Windschutzscheibe hat, kriegt in Frankfurt City ein empfindliches Knöllchen mit 40 Euro plus Gratis-Punkt in Flensburg. Dass ich die ganze Regelung vollkommen grotesk fand, hab ich ja schon einmal gesagt – dazu muss man Deutschland eben verinnerlichen… Jetzt wird nach dem ganzen Vorgeplänkel also ernst und der Rot-Stopp rückt mit großen Schritten näher.

Ganz unterhaltsam, was man dazu über die Presse verbreiten lässt:

‘Die Rußwolken auf Nasenhöhe sind weniger geworden’

Zu Jahresbeginn 2009 hatten noch etwa drei Prozent der in Frankfurt gemeldeten Kraftfahrzeuge eine rote Plakette, rund achttausend von insgesamt 315.000 Fahrzeugen. Einige Halter älterer Diesel-Pkw haben zwischenzeitlich die „Abwrackprämie“ genutzt, um mit einem abgasarmen Neuwagen freie Fahrt in Deutschlands 33 Umweltzonen zu haben. Während von der zweiten Stufe der Umweltzone nur etwa zwei Prozent der Pkw betroffen sind, liegt der Anteil bei den Nutzfahrzeugen mit elf Prozent deutlich höher. Gerade in dieser Fahrzeugklasse hat die Frankfurter Umweltzone einen beachtlichen Modernisierungsschub bewirkt. Von den insgesamt 19.781 Nutzfahrzeugen hatten Anfang 2009 schon 9.197 eine grüne Plakette (47 Prozent), ein Jahr zuvor waren es erst 6.013 Nutzfahrzeuge (31 Prozent). „Die Rußwolken auf Nasenhöhe sind weniger geworden“, sagt die Dezernentin für Umwelt und Gesundheit, Manuela Rottmann.

viaFrankfurt am Main: Freie Fahrt mit gelb und grün.

Faktisch fehlt nämlich der Beweis, dass die Umweltzone wirklich auch nur irgendwas gebracht hat, wie man ja bereits las. Tatsächlich mutmaßen eher viel mehr Leute den typischen politischen Aktionismus und die flankierende Unterstützung der Abwrackprämie zur verdeckten Subventionierung der deutschen Automobilindustrie.

Wir haben das ganze mal lange beobachtet und auch mit einem Kauf inkl. Abwrack-Prämie geliebäugelt, dann aber aus ganz anderen Erwägungen davon abgesehen – aber auch, weil wir es einfach nicht einsahen, unseren absolut noch tauglichen Wagen verschrotten zu lassen.

Das Nachrüsten war uns aber lange zu teuer und von Werkstätten mündlich auf ca. 800 – 900 Euro taxiert. Jetzt plötzlich dann auf nochmalige Nachfrage (nach Auslaufen der Abwrackprämie übrigens – ein Schelm wer da einen Zusammenhang sieht) kostete “der Spaß” nur noch knapp über 400. Ein dann sinnvoller Deal auch im Sinne der Umwelt, rechnet man vor allem die Erstattung vom Staat in Höhe von 330 Euro noch mit ein.

Bleibt die Frage:  Warum das Ganze? Wegen der 100 Euro? Das hätte man per Dekret allen aufbürden können und hätte sich den ganzen Schwachsinn mit Umweltzonen und Plaketten und Schildern sparen können. Was allein die ganze Einführung gekostet hat, hätte sogar locker die fehlenden 100 Euro noch kompensiert. Wenn man bedenkt, dass es von den 315.000 Fahrzeugen nur 8.000 betroffen hat (siehe Quelle oben!). Das sind 2,5% des Gesamtbestands! Dafür der ganze Aufmarsch!?!? Dazu kommt, dass es ja ein offenes Geheimnis ist, dass von den 8.000 sich genügend eine Sondergenehmigung holten, weil ihr alter Lieferwagen gar nicht mehr nachrüstbar ist.

Fassen wir zusammen: Riesenballyhoe für die paar Altfahrzeuge, die über kurz oder lang so oder so aus dem Verkehr gehen, kompliziertes Verfahren, kein nachweisbarer Nutzen, Klagen dagegen an vielen Orten – und dann muss man sich von einem Angestellten in der Zulassungsbehörde anhören, dass man aber jetzt keinen großen Aktionismus mehr über “Gelb hinaus” entfalten brauche, denn nach seinen Infos falle die ganze Regelung im nächsten Jahr wahrscheinlich sowieso, man warte offiziell ja nur noch bis ein bestimmter “Topf voll sei”.

Ein weiteres Kapitel des Schildbürger-Bürokratismus in Deutschland wurde ganz offenbar auf Kosten der Glaubwürdigkeit einer vernünftigen Umweltpolitik geschrieben und man hat hier eine gute Sache vor den Karren der (verdeckten) Wirtschaftsförderung spannen lassen.

Ganz traurig sowas. Und nächstes Jahr darf die Automobilindustrie die Sünden der Abwrackprämie selbst ausbaden – plus die unzähligen Verbraucher, die sich halb von der Versuchung, halb von der Verunsicherung getrieben einen Neuwagen anschafften, den sie sich dann nächstes Jahr vielleicht gar nicht mehr finanzieren können.

Aber ist klar, ist ja jetzt ne “andere” Regierung und die hat natürlich keine politische Verantwortung für das was bisher geschah … schon klar…


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27. August 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 27. August 2009 11:59

IAA 2009: Die Auto-Messe rollt an


IAA Aufbau 2009

Alle zwei Jahre rollt sie an, die Auto-Messe IAA in Frankfurt. Und ich werde wieder live dabei sein.

Bin dieses mal schon gespannt, was man für Ideen hat. Weiter mit PS-Spektakel, oder doch mal endlich in Richtung Wirtschaftlichkeit, Umwelt und neue Technologien? Allein mir fehlt der Glaube, dafür liegen wir Jungs doch viel zu gern staunend vor einem gierigen Kühlergrill und stellen fachmännisch unseren Fuß auf die Niederquerschnitt-19-Zoller …

www.iaa.de


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4. August 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 4. August 2009 13:42

»Freiheit ist unser Bier.« (der wohl beste Slogan aller Zeiten)


Bieretikett (Rückseite)

Von der Rückseite eines fränkischen Flaschen-Bieres (höchster Güte wohlgemerkt!) und deckt einen dabei vielleicht fast unentdeckten politischen Skandal auf, ein drohendes Bier-Protektorat, ja die Bedrohung der gesamten »Selbstbestimmung und Freiheit« und für einen Kampf »gegen Überregulierung und Bevormundung«.

Es geht um’s Ganze! Es geht um Bier!

Der Drogen- und Suchtrat der Bundesregierung verfolgt das Ziel, den Konsum von Bier und allen anderen alkoholischen Getränken um 20 % zu reduzieren – das geplante Gesetzespaket sieht u.a. so aus:

* Beschränkung der Verkaufsorte und Verkaufszeiten alkoholischer Getränke
* Dramatische Steuererhöhungen, um den Bierpreis nach oben zu treiben
* Brauereien dürfen Sport- und Jugendvereine nicht mehr unterstützen
* Drastische Senkung der Promillegrenze: Das Glas Bier zum Essen im Landgasthof soll verboten werden

Daher können wir nur für den Kampf den symbolischen Schulterschluß mit dem Verband privater Brauereien üben und einstimmen in den Kanon: Freiheit ist unser Bier.

Denn:

* Es ist nicht Aufgabe der Regierung, neue Gesetze zu schaffen, die die Wahlfreiheit und Selbstbestimmung der Bürger massiv einschränken
* Freie, vernünftige Bürgerinnen und Bürger wissen, was gut für sie ist und leben ihre Freiheit, ohne die anderen einzuschränken
* Aktivismus und übertriebene realitätsferne Gesetze regulieren unsere Demokratie zu Tode; ländliche, traditionelle Wirtschaftsstrukturen gehen zu Grunde

Drum: Lasst uns nicht einfach Bier trinken! – Lasst uns für die Freiheit trinken!

Weitere Informationen und nützliche Materialien zum Ausdruck, wie den Bierfilz zum Ausschneiden, oder die nützlichen Diskussionshilfe »Streitschrift – „Wider die Bevormundung und Gängelung des Verbrauchers – für die Freiheit des Kulturgutes Bier“ stehen hier zum Download bereit.

Auszug:

These 1: Der Drogen- und Suchtrat behauptet, die deutsche Bevölkerung trinke nach wie vor zu viele alkoholische
Getränke.
Der Drogen- und Suchtrat sagt damit aber bewusst die Unwahrheit!

These 2: Der Drogen- und Suchtrat behauptet, die Jugendlichen in Deutschland trinken zuviel Alkohol.
Diese vom Drogen- und Suchtrat herangezogenen Zahlen sind zumindest zweifelhaft, die Schlussfolgerungen hieraus in jedem Fall unrichtig.

Kann man die in den Bundestag wählen?


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30. Juli 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 30. Juli 2009 11:28

Ausschreibungen, Pitches, Marktplätze – Design als Leistung komplett ad absurdum – Zielpublikum Weblog


Ich muss mich mal wieder aufregen:

Es begann eigentlich sogar mit den Pitches – der wettbewerbsartigen Auftragsvergabe, die auf dem Papier vielleicht Sinn machte, im Ergebnis aber das Grundverständnis von Design und Webdesign auf den Kopf stellt. Die Einführung öffentliche Ausschreibungen waren im Prinzip die staatliche Fortführung des Ganzen, aber Portale die das ganze der breiten Masse wahllos vorwerfen, sind neben den auch noch bekannten “Unterbiet-Portalen” der Gipfel der Perversion einer Dienstleistung.

via Ausschreibungen, Pitches, Marktplätze – Design als Leistung komplett ad absurdum – Zielpublikum Weblog.


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1. Mai 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 1. Mai 2009 10:23

Hoeneß Nachfolger gefunden


So viel Tamtam die letzten Wochen und Monate – und nun so eine billige Lösung. Ich bin vom FC Hollywood enttäuscht, da hilft selbst der bühnenreife Showdown von Klinsmann nix.

Kümmern soll sich auch Christian Nerlinger weiter um die Mannschaft. Der bisherige Teammanager wird für seine Loyalität und seine gute Arbeit von den Verantwortlichen gelobt und daher von den Bayern-Bossen mit dem “Großauftrag” belohnt. Der 36-Jährige wird neuer Manager des FC Bayern, und zwar als der für den sportlichen Bereich zuständige Mann.

via FCB hat van Gaal im Blick – Fußball – Bundesliga – kicker online.

Und was macht jetzt Kahn? Und Loddar? Dachte das wird das neue Dream-Team der Batzis? Da würden sich die Gazetten verkaufen wie geschnitten Brot! Man muss doch auch mal an sowas denken. Nerlinger. Van Gal als Trainer – auch noch ein Holländer.

Mal nur so von jenseits des Tellerands.


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19. März 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 19. März 2009 13:36

Roboterfische


Sieht cool aus, aber auch ziemlich groovy. Die “Karpfen” sollen die Wasserqualiät prüfen und dann abends die Daten heim bringen. Kostenpunkt roundabout 21.000 Euro.

[via]


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18. März 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 18. März 2009 14:06

Second Life will Adult-Content-Zonen einrichten


Second Life® verkündet im eigenen Hausblog, dass man in Bezug auf “Adult Content”, also kurzum sexuell-orientierten Locations in SL, komplett neue Regeln einführen will:
Upcoming Changes for Adult Content

Die Meldung an sich ist für Second-Life-Residents, also angemeldete aktive Second Life-Nutzer durchaus interessant, ebenso wir für potenziell interessierte Unternehmen und Vereinigungen, die SL für Projekte oder Veranstaltungen nutzen wollen, was aus der Meldung aber gemacht wurde, ist etwas anderes.

Die Chronologie einer Falschmeldung

Basic Thinking titelt dazu: Wildes Treiben in Second Life: Linden Labs erlaubt explizite Inhalte in der Online-Welt

Vorweg: Ich habe nichts gegen das neue Basic Thinking, ich bin sogar Leser geblieben und habe in meinen Blogs schon diverse Artikel zitiert. Es geht hier um diesen einen Artikel und wie man in diesem Einzelfall die Problematiken sehen kann, wenn ein so reichweitenstarkes Blog schlicht und ergreifend Schmarrn verbreitet und dabei noch Gehör findet.

Zitat basicthinking.de

Sex sells – auf diese Marketing-Weisheit setzen nun auch die Betreiber der Online-Welt Second Life. Demnach sollen in den nächsten Wochen und Monaten in dem Cyber-Universum spezielle Zonen mit expliziten Inhalten für Erwachsene entstehen.

[...]

Auf welche Inhalte sich Second Life-Nutzer dann freuen dürfen, verrät Linden Labs nicht. Eigentlich nicht verwunderlich, da das US-Unternehmen lediglich die Plattform als solche zur Verfügung stellt und die Inhalte fast ausschließlich von den Mitgliedern kommen. Diese hätten den Wunsch geäußert, endlich spezielle Bereiche nur für Erwachsene zu schaffen.

Über diese Nachricht dürfte sich besonders die gesamte XXX-Industrie freuen, die auf Second Life damit einen weiteren Verkaufskanal für ihre Pornofilme, Live-Cams, Strip-Shows, Erotik-Chats, Dating-Dienste und andere Dienstleistungen aus dem Rotlichtgewerbe etablieren kann. Laufen die Geschäfte mit der nackten Haut, klingelt es auch bei den Second Life-Schöpfern kräftig in der Kasse, da er an den Umsätzen in seiner Cyber-Welt prozentual beteiligt ist.

Das ist in allen Belangen nicht nur falsch recherchiert, es ist für mich sogar fahrlässig populistisch und reitet auf Boulevard-Niveau auf Vorurteilen. Fakt ist nämlich, das im Main Grid, der eigentlichen Second Life Plattform (es gibt auch ein Teen Grid), gar keine Minderjährigen zugelassen sind und Adult-Bereiche schon – solange ich SL kenne – überall verfügbar sind.

Wer also mit “Sex sells” um sich wirft und weiter Verkaufskanäle prognostiziert, hat die Sache schon dem Grunde nach verkannt – ja verkehrt die eigentliche Meldung gar ins Gegenteil. Denn die eigentliche Motivation von Linden Labs ist eine ganz andere. Gerade weil (sic!) es überall Adult-Content zu sehen gibt und gerade weil (sic!) auch Minderjährige den Weg dahin finden können, will man Second Life wieder etwas “sauberer” machen. Man will die verstreuten Adult-Contents in Zonen bringen und dort klar als solche ausweisen bzw. bereits bestehende Inseln mit Adult-Content zu einer Kennzeichnungspflicht verdonnern. Gerade damit Menschen, die einfach nur sich unterhalten wollen, Musik hören oder Landschaften ansehen, nicht mit solchen Inhalten konfrontiert werden. Es ist eine Maßnahme zur Eindämmung und Kontrolle von Adult-Content und kein Freibrief oder gar neues Geschäftsmodell, wie bei Basic Thinking suggeriert wird.

Und genau das kann man auch bei Basic Thinking sogar zitierten Artikel nachlesen, man muss es nur lesen wollen:

The core goals of this initiative are to improve Second Life for everyone – by giving Residents more control over what they see, and by providing the best available method to make Adult content accessible only to those who ought to (and who desire to) access it.
Quelle: blogs.secondlife.com

Und interessant auch, was dort über die Verbreitung ausgesagt wird

[UPDATE]
Based on our research, we estimate that around 2-4% of content on the mainland would be considered Adult according to our current thinking on defining that. For all of Second Life, our content research shows it is around 5%. In other words, 95% of Second Life either mature or PG.

Konkret: 95% von Second Life ist für Jugendliche geeignet (siehe zu G, PG, PG-13 und R Ratings Ratings bspw. hier), die anderen 5% sollen diesen Charakter (Motto: ein giftiger Pilz macht die ganze Sammlung ungenießbar) nicht ändern und daher in gelenkte Bahnen kommen, sprich: in abgeschlossene Zonen. Dies sollte SL wieder mehr Seriösität geben, denn – aus eigener Erfahrung – es ist klar, dass ein solcher Club eine ganze Sim in Misskredit bringen kann und man sich nicht unbedingt gern in der Nachbarschaft bewegen will, geschweige denn wohnen oder Handel treiben.

Zudem reagiert Linden Labs – auch wenn das sicher nicht offiziell bestätigen würde – auf den Umstand, dass eben doch auch Minderjährige den Zugang zu Second Life schaffen. Zu leicht ist es dann doch, sich die Kreditkarte des Papas mal zu stibitzen oder selbigen gleich mal persönlich eintippen zu lassen, weil man der keine Ahnung hat, was das Kindlein da so treiben kann. Daher will SL bei Zutritt solcher Zonen einen eindeutigen Beweis, wie eine Altersprüfung oder eine gültige Zahlung – und spätestens das wird Papa dann auf dem Zahlungsbeleg stutzig machen.

The system we build will have three main features, which we will describe in great detail over the next few months. First, it will provide a way to geographically separate Adult content and activities to a part of the “mainland” designed to accommodate these activities (Estate owners with Adult content on their land will be required to flag their content; they will not be required to move). Second, it will filter search results, so that those who do not wish to see “Adult” results will not. Third, it will require that those who access or see “Adult” content (whether on land or in search) have had their accounts verified – such as by a payment or age verification method.

Fazit: Ich bin kein glühender Verfechter von Second Life, aber immer wieder gern zu Besuch da. Ich habe viel Schrott gesehen, grafischen wie menschlichen, kam aber am Ende zum Schluß, dass Second Life keine bessere Welt ist, sondern einfach ein Spiegel der Realen. Und so findet man das, was man mitbringt, was man sucht. Als technisch interessierter Mensch reizt mich das Prinzip dieser Welt und auch die Kommunikation mit Menschen aus aller Welt, und auf menschlicher Seite habe ich Freunde gefunden, die ich im realen Online-Leben nicht mehr missen möchte.
Mit Meldungen wie die zitierte, wird Second Life weiter ein Image gegeben, dass noch nicht mal auf Halbwahrheiten beruht, es sind schlichte Vorurteile, die dann leider auch noch Verbreitung (Bsp.) finden. Das kannte man schon aus den Hype-Zeiten, wo sich der Boulevard darum schlug, die spektakulärsten Fantasien zu schüren rund um Second Life, und findet offenbar auch heute noch kein Ende.

Ob sowas wie Second Life Zukunft hat? Nein, weil es längst Gegenwart ist. Ob das dann noch Second Life in Zukunft heisst, was spielt das für eine Rolle? Ob damit manche nichts anfangen können, ist genauso wichtig oder unwichtig wie es bei Twitter war, bei Blogs oder beim Internet als solches.


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