Kroatisches Olivenöl

Wenn man sich schon so für meine Daten interessiert, dann sollte man auch Spaß am Nebelbomben werfen haben. Wie mein Freund Stefl auf Facebook anregte, könnte man bspw. viel häufiger nach kroatischem Olivenöl googlen. Das tut den Kroaten und ihrem wunderbaren Naturprodukt sicher gut.

Wahrheit verpflichtet

Es ist ein Unterschied
einem anderen die Wahrheit zu sagen
weil es ihm gut tut
oder weil man sie loswerden will.

Walking in your shoes

Ich hab es versucht
in deinen Schuhen zu gehen
der eine war mir zu groß
der andere zu klein.

Brief an den Geliebten

Geliebter,

zu lang du nun fern des Weges
seit des trüben Morgen Ruf
als die Hand des Schicksals sich eröffnet
und ein Dunkel sich verhieß.

Hast du vergessen was wir einst versprachen
wo der Wogen Wiege wie der forsche Wind
sich in nimmermüde Himmel streckte
und doch so greifbar die Geschicke lenkte?

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Vorschlag

Die einen sind das ganze Leben lang bestrebt
endlich so zu sein wie alle anderen,
das zu haben, was alle haben,
einfach dabei zu sein.

Die anderen sind das ganze Leben lang bestrebt
endlich anders zu sein wie alle anderen,
individuell zu sein, weg vom Mainstream,
einfach sich zu unterscheiden.

Vielleicht sollten die einfach tauschen.

Jugendsprache im Schnellkurs

Es ist eigentlich schnell gelernt:

1. Lass Artikel und Präposition weg
2. Subjekt, Prädikat, Objekt reicht
3. Nutze ‘sch’ reichlich
4. Versuche im Präsenz zu bleiben
5. Benenne das Geschlecht vor jedem Satz

So wird schnell aus:
“Hör doch bitte auf andauernd zu spielen und geh mal ein bisschen an die frische Luft”

Das auch für Jugendliche verständliche:
“Junge, mach Handy weg und geh Wiese!”

Vielleicht klappt das ja effizienter in der Ansprache.

Wer es genauer wissen will, kann ja mehr über Ethnolekt nachlesen. Ups, sorry: Junge, Ethnolekt mussu lernen!

Aber nicht solange du deine Füße unter meinen … aber das kennt ihr ja alle.

Warum #Neuland mehr ist als nur ein dummes Wort

Als Angela Merkel in der Rede anlässlich des Besuchs von Barack Obama vom Internet als “Neuland” sprach, war die nächste Meme schon geboren. Hashtag #Neuland eroberte die Charts, Kalauer gaben sich die Klinke und Hohn und Spott ergossen sich über die Kanzlerin aus dem “Und alle so Yeah!”-Medium. “Angela Merkel im #Neuland der Häme” brüskierte sich daraufhin die FAZ und verwies darauf, dass im eigenen Schulterblick (im Agentur-Jargon Hausfrauentest) der Autor erkannte, dass Frau Merkel doch nur die tatsächlichen Gegebenheiten berücksichtige – oder kurz: Dieses Internet, dass ist doch nach wie vor nur was für eine “winzige Minderheit”. So so…

Ha Ha. Dabei hat Merkel recht. Es mögen zwar sehr viele Menschen im Internet sein. Wer sich in seinem Bekanntenkreis aber genauer umhört, wer wie viele Dienste seines neuen Handys wie intensiv nutzt, wer wirklich auf Twitter engagiert ist oder andere Social-Media-Plattformen nutzt, wird feststellen, dass er als (überzeugter) Twitter-Nutzer zu einer winzigen Minderheit gehört. (FAZ)

Als mein Vater mich fragte, was denn “die im Internet” zu einem Produkt meinten, nachdem man von den Möglichkeiten der Recherche im WWW schwadronierte, war das auch noch ein Schenkelklopfer im Bloggersdorf. Doch liegt die Anekdote nun gut und gern auch schon wieder 5-6 Jahre zurück, der Vater hat zwischenzeitlich ein eigenes Laptop, stimmt seine Freizeitaktivitäten im Rentnerdasein via E-Mail ab und schaut sich YouTube-Videos an, wie man bestimmte Produkte effizienter einsetzt. Und Bloggersdorf ist auch schon abgebrannt.

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