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Absolut normales Blog

7. Juli 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 7. Juli 2009 11:40

Neulich auf Mallorca


Bildzitat © Endl 2009

Auf einem Markt auf Mallorca eine peruanische Folklore-Gruppe als Häuptlinge verkleidet Lionel Richie auf der Panflöte interpretieren hören – mehr geht nicht…




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8. April 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 8. April 2009 16:05

Geblitzt per YouTube


Hach ist das herrlich blöd – mal wieder aus der Ecke: “1000 PS im Motorraum und beim Fahrer leuchtet nicht mal ne Warnbirne” (frei nach der alten Weise “10.000 Volt im Oberarm und im Hirn geht kein Licht auf”)

Die jungen Autofahrer waren so stolz auf ihre schnellen Fahrten, dass sie Filme davon online stellten. Dummerweise ist auch die Schweizer Polizei ans Internet angeschlossen – und zudem sehr aufmerksam.

Die Justizbehörden im schweizerischen Luzern haben vier Raser zu Geldbußen verurteilt, die selbst im Internet Videos ihrer Autofahrten veröffentlicht hatten. Aufgrund der Video-Beweise erhielten sie Geldstrafen von umgerechnet zwischen 460 und 1000 Euro, teilte die zuständige Behörde am Mittwoch mit.

via NETZEITUNG INTERNET INTERNET NACHRICHTEN: Knöllchen wegen Youtube-Video.




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Filed under: Freizeit,Gesellschaft



18. Februar 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 18. Februar 2009 14:52

Alles zu ihrer Sicherheit – ein deutscher Künstler im Visier des FBI


Es liest sich wie die Einleitung eines Agenten-Thrillers, dabei ist es einfach die Geschichte eines deutschen Künstlers, der durch eine Performance ins Fadenkreuz des amerikanischen FBI geriet und schließlich und endlich sein Stipendium in New York City verliert.

Der deutsche Künstler Christoph Faulhaber wurde im letzten Jahr mit dem New York Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Das Stipendium sah einen 6-monatigen Aufenthalt im Künstlerhaus Location One, in New York City vor. Nach seiner Einreise am 1. September 2008 nahm das FBI Ermittlungen auf, zwei Beamte der Abteilung Counterterrorism besuchten den Künstler zu Hause und in seinem Atelier. Aufmerksam wurden die amerikanischen Sicherheitsbehörden durch ein Projekt von Faulhaber, bei dem er einen privaten Sicherheitsdienst vor US-Botschaften in Europa bestellt hatte. Die als ‚Mister Security’ bekannte Arbeit des Künstlers, die maßgeblich ausschlaggebend für die Landesförderung war, wurde nun Auslöser der Hysterie. Das New Yorker Künstlerhaus befand sich aufgrund des ergebnislosen FBI-Besuchs nicht in der Lage, das Risiko der Anwesenheit des umstrittenen Künstlers zu tragen und entließ diesen mit sofortiger Wirkung. Nachfolgend wurde auch das Stipendium von der Landesstiftung entzogen. Der Künstler war daraufhin gezwungen, seinen New York Aufenthalt abzubrechen und kehrte nach 14 Tagen wieder nach Deutschland zurück.

via Christoph Faulhaber – ich, wie es wirklich war | basis frankfurt.

Der Künstler ist nun in Frankfurt mit einer Ausstellung zu sehen:

Samstag, den 28.02. – Mittwoch, den 11.03.2009 in basis-frankfurt

Zur Eröffnungsveranstaltung am Freitag, den 27.02.2009, wird der Künstler zugegen sein und auch zu den Ereignissen in New York Stellung beziehen.

Mehr zur Hintergrundgeschichte mit Pressespiegel und zur Ausstellung hier bei basis-frankfurt.de




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Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 18. Februar 2009 10:26

Arekusandaa


Alexander auf japanisch

Das soll “Alexander” auf japanisch sein – sprich: Arekusandaa. Witzig.

Japanesetranslator: Your name in japanese

Ab damit auf die Generatorenliste.

[via via]




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20. Januar 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 20. Januar 2009 20:35

Obamas Antrittsrede


Obamas Antrittsrede - Bildzitat © ZDF 2009

Der Spiegel schrieb von einer “dramatischen Antrittsrede” – das wollte ich lieber selbst gern beurteilen. Und ich bin bewegt.

Obamas Antrittsrede in der ZDFmediathek (mit deutscher Synchronisation – englische Originalfassung auch vorhanden)

“We have chosen hope over fear”, sprach Obama – Eindrucksvolle Worte, doch nicht nur wegen dieses Zitats darf man Hoffnung setzen in den neuen (vielleicht) mächtigsten Mann der Welt.

Natürlich war die Rede bedeutungsschwanger, natürlich hatte sie Pathos, erinnerte an Heldentaten und die amerikanische Geschichte, natürlich appelierte sie an das amerikanische Selbstverständnis und den Nationalstolz. Dennoch … es ist die Art eines Mannes, der sich seines Tellers bewusst ist, aber über dessen Rand hinausdenken kann. Der weiß, dass die Stärke Amerikas ihre Vielfältigkeit ist, zugleich ein Spiegel dieser Welt. Ein Mann, der Macht nicht als Lösung sondern als Anspruch begreift. – Man wird ihn messen an diesen Worten, aber man darf auch auf ihn hoffen. Aber wenn er diesen Weg wirklich geht, den er da andeutet, dann wird er höheren Schutz brauchen als Leibwächter und eine ganze Armee … und das nicht wegen der Terroristen dieser Welt.




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Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 20. Januar 2009 15:58

Obama wird Präsident


Jetzt echt, ey! :-)

Um 16:00 MEZ beginnt die Zeremonie der Amtseinführung, 17:30 Vereidigung, 18:00 Rede des neuen Präsidenten

Bisschen mulmig ist mir schon. Meine … kann ja viel passieren an so einem Tag … und danach ja auch.

Live”blog” bei SPON




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4. November 2008


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 4. November 2008 21:02

Amerika wählt unsere Zukunft


Heute Nacht wird unsere Zukunft entschieden – von Amerikanern. Ist nicht einmal ironisch oder überspitzt gemeint, es ist einfach die Wahrheit. Egal welcher der beiden Kandidaten die Wahl entscheiden wird, es wird unsere Zukunft mit bestimmen – und das nicht einmal nur mittelbar, nein unmittelbar und spürbar.

Ob der Jagdbomberpilot im Vietnamkrieg, John Sidney McCain III, oder Barack Hussein Obama – einer dieser beiden wird heute Nacht oder (man kennt das ja schon) wenigstens in den nächsten Tagen zum Präsidenten der Vereinigten Staaten ernannt. Naturgemäß haben Europäer immer eine gewisse Neigung für die Demokraten, also Obama, die republikanisch konservative Lebenseinstellung ist uns suspekt, jedenfalls in der Medienlandschaft, daher scheint die Wahl Obamas hier eigentlich gar keine Frage zu sein. Doch der Amerikaner tickt anders – und das vollkommen wertfrei dargestellt -, auch weil er einfach eine ganz andere Sichtweise hat und vielleicht auch haben muss (was das Ergebnis der Sichtweise aber nicht bestimmen mag).

Ich hörte kürzlich von einem Wirtschaftboss am Rande einer Konferenz, der aus seiner Verachtung gegen den “Schwarzen” Obama keinen Hehl machte. Auf die Frage, ob er ihm als Präsidenten die Gefolgschaft leisten würde, er aber ein klares und ungeheucheltes “Ja, natürlich!” antwortete. Und dass die Hautfarbe noch lange als Thema nicht vom Tisch ist zeigt Obama am lebendigen Beispiel: Er ist aktuell der einzige Afroamerikaner im Senat der Vereinigten Staaten – und wäre “natürlich” der erste afroamerikanische Präsident.

Zwischen persönlicher Sympathie und Patriotismus wird in den USA penibel unterschieden. Jetzt im Wahlkampf macht man, vom Promi bis hin zu ganzen Zeitungs-Redaktionen, klare Bekenntnisse der Sympathie – doch nach der Wahl gilt es dem Land zu dienen und dem Präsidenten zu folgen. – Mag das in unseren Augen vielleicht grenzwertig, wenn nicht schizophren wirken, so wünschte man sich gerade in Krisen manchmal hierzulande doch auch mehr geschlossene Solidarität. Wir neigen dazu, sogar im Angesichts des Wasserfalls auf einem Floß noch darüber zu diskutieren, wer denn nun das Ruder beanspruchen kann und man würde gern einen kurze demokratischen Volksentscheid durchführen. Amerika folgt in der Regel (zumindest sehr lange) den Entscheidungen ihres Staatsoberhaupts, im Zweifel sogar blind. Proud to be American. Dieses Wir-Gefühl wird von der Wahl heute Nacht nicht beeinträchtigt, doch die Richtung dieses großen und vor allem enorm potenten Landes wird bestimmt.

Natürlich könnte man nun seine sieben Statements, die man über die politischen Positionen der beiden Kontrahenten aufgeschnappt hat, schnell zusammenkramen und sich einfach als Obama-Anhänger einreihen. Man könnte über Sarah Palins fast schon peinlichen kleinen Fehltritte im Wahlkampf Witzchen machen und den drohenden McCain beschwören, der die radikale Außenpolitik der Amerikaner fortsetzen würde und zugleich auf Gedeih und Verderb die Küsten Amerikas nach Öl absuchen und plündern würde, um beim Öl wieder unabhängig zu werden und den Amerikanern wieder ihren Frieden zu geben, indem die Gallone Benzin im Preis wieder auf ein Maß sinkt, bei dem man sich wieder keine Gedanken machen muss, ob man wirklich die 150 Meilen zum Einkaufen fahren muss oder doch lieber nicht.

Öl und Army, zwei Dinge, die wir hier in Europa nicht sonderlich auf der Rechnung haben, zwei Dinge aber, die in Amerika den Alltag beherrschen. Das Öl macht sie wirtschaftlich unabhängig, die Armee sichert ihre Souveränität. Der Status eines US-amerikanischen Soldaten kann in Deutschland nicht einmal ansatzweise ermessen werden. Ein Mann in Uniform ist auf der Straße Respektsperson, ihn grüßt man, lässt ihn an der Kasse vor, bietet ihm Essen und Trinken an. In Deutschland fast undenkbar oder sogar – bei solchen Reaktionen – höchst suspekt.

Nur wenige in Deutschland, die heute auch wilde Parolen pro diesen oder jenen skandieren, haben wirklich Ahnung, was gut für Amerika und gut für die Welt wäre. Man kennt die beiden nur aus dem Blickwinkel, den uns die Medien gestatten. Wer wirklich für uns die bessere Wahl wäre, mag ich nicht zu beurteilen – muss ich auch nicht. Tatsächlich aber wird diese Wahl mein Leben beinflussen, vielleicht stärker und direkter, vielleicht nur mittelbar. Die amerikanischen Präsidenten führten die Welt in den letzten Dekaden in diverse Kriege, Kriege, die vielleicht unvermeidbar waren, manche, manche Verteidigungskriege. Ob der weltweite Krieg gegen den Terrorismus überhaupt notwendig geworden wäre, wäre die Außenpolitik Amerikas nach dem zweiten Weltkrieg eine andere gewesen, eine völkerverbindendere, statt die eigenen Interesse sichernde – wer weiß es schon.

Wir werden uns mit den Aktionen der USA nicht nur arrangieren müssen, wir werden daraufhin reagieren müssen – uns vielleicht entscheiden mitzugehen oder uns zu distanzieren, mit allen Konsequenzen, aber wir werden agieren und reagieren müssen. Etwas, was die deutsche Politik gerade in Zeiten großer Koalitionen nicht unbedingt auszeichnet.

Der amerikanische Wahlkampf war für mich immer eine überlange Casting-Show, das mediale Spektakel ein Hohn für ernstzunehmende Demokratie. Die zunehmende Amerikanisierung des deutschen Wahlkampfs entsprechend ein Schlag in mein demokratisches Verständnis und ein Schritt hin zur Förderung des Populismus. Doch mittlerweile sehe ich es differenzierter. Wir haben in Deutschland zum Teil solche albernen TV-Duelle übernommen und versuchen Wahlkampfparties auch zum Event zu machen, doch ist Amerikanisieren noch lange keine Übernahme eines amerikanischen Modells. Und das ist – genauer betrachtet und mit Blick auf die amerikanische Denke und Gesellschaft – so dumm nicht. Man legt in Amerika bei der Wahl des Präsidenten durchaus Wert auf seine politischen Grundüberzeugungen, gar keine Frage, aber eben nicht nur: Man will diesen Menschen kennenlernen, dazu muss er auch hart geprüft werden – und in so einem langen Wahlkampf und bei einem Gegner, der mit so harten Bandagen kämpft, bleibt kaum Raum für eine Dauerillusion. Am Ende hat der amerikanische Wähler einen Eindruck, einen Eindruck, ob der Mann bereit und in der Lage ist, dieses Land zu führen – in guten wie in schlechten Zeiten – und dafür gibt er, der Wähler, ihm sein Ja-Wort.

Und irgendwie kann man verstehen, dass es auch gar nicht um Antworten auf die Fragen von Gestern oder Heute geht – am Ende entscheiden die Antworten auf die Fragen von morgen, und da man die Fragen meist noch nicht kennt, braucht man vor allem eines: Vertrauen. Mehr als politische Überzeugung.

Diese subjektive Bauchentscheidung ist für uns vielleicht unverständlich, aber ist sie das wirklich? Was taugen unsere Wahlkampfthesen in Deutschland denn, wenn es in die Praxis, manchmal schon nur in die Koaltionsverhandlungen geht. Wahlversprechen sind dazu da, gebrochen zu werden – man verkauft das dann mit dem Wählerwillen, der einen quasi dazu ja zwang, die Koalition einzugehen, was man allerdings vorher ja auch schon ahnen konnte und trotzdem versprach. Was wir haben sind eine doppelte Heuchelei: Wir kümmern uns nicht um den Kandidaten als Person sonderlich, und legen wert auf Sachthemen im Wahlkampf, wissen aber im Grunde nach, dass diese “Sachthemen” am Ende das Papier nicht wert sind und nur nach Wahlkampfstrategie gewählt wurden: Eine Pendlerpauschale in Bayern oder die Jugendkriminalität mit Migrationshintergrund in Hessen. – Ob das amerikanische “System”, die amerikanische Wahlentscheidung, am Ende ehrlicher ist, in all ihrer Subjektivität? Ich mag es mir nicht beurteilen trauen, mein hohes Ross jedenfalls habe ich verlassen.

Ich werde gespannt sein, auf die Wahl, aber vor allem die Zukunft. Die Aufgaben, die vor dem nächsten Präsidenten stehen, werden gigantisch sein. Das Finanzsystem scheint mir erst am Anfang des Zusammenbruchs zu stehen. Der Terrorismus in einer Erholungs- und Neusortierungsphase. Die Probleme mit der Erschöpfung der Erdölvorkommen könnte – wenn man manchen Berichten glauben mag – Aufgabe dieses Präsidenten werden, vielleicht in einer zweiten Legislaturperiode. Wir haben das ungelöste Problem Iran und die neuen Atommächte, Russland und seinen fast perfiden perfekten Kapitalismus ohne störenden Idealismus, die Supermacht China, die ihre Macht entfalten wird, ebenso wie sich ihre internen Probleme entfalten werden – ein Pulverfass – und eine globale Bedrohung durch ein System namens Internet, das unser Leben immer mehr definiert und in Gefahr gerät, jenseits jeglicher staatlicher Kontrolle in die Hände von Wirtschaftsinteressen zu geraten – mitsamt unserer gesamten persönlichen Daten, von der Erbkrankheit bis zum Seitensprung.

So pathetisch es klingen mag, bei der Wahl wünscht man allen: Gott segne Amerika … und sei uns gnädig …


Nachtrag: Das ging ja schneller und deutlicher als gedacht. Ich gratuliere Barack Obama! Möge die Macht mit dir sein …




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