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Dr. Dragan Dabic – die Karadzic Homepage

Dr. Dragan “David” Dabic was born some six decades ago in a small Serbian village of Kovaci, near Kraljevo. As a young boy he liked to explore nearby forests and mountains, spending a lot of time on Kopaonik mountain where he tended to pick the omnipresent, natural and potent medicinal herbs that grew at those green pastures. As a young man he moved to Belgrade, and then on to Moscow where he graduated with a Doctor of Medicine degree (spec. in Psychiatry) at the Moscow State University (Lomonosov).

Quelle: www.dragandabic.com

Laut Spiegel hat der »frühere bosnische Serbenführer [...] bis zuletzt unter dem Namen Dragan Dabic in einer privaten Arztpraxis in Belgrad gearbeitet und sich dort mit alternativer Medizin befasst« und das müsste dann also seine Homepage gewesen sein: www.dragandabic.com

Wie grotesk. Einer der meistgesuchten Menschen dieser Welt unterhält eine Homepage mit Bildchen und einer kleinen ‘Lebensstory’.

[via Ronny von rs-medianet.eu per Google-Fund]

Nachtrag: Siehe auch »Analyse: Karadzic lebte in aller Öffentlichkeit«

Nachtrag: Offenbar ein Fake. Danke für den Hinweis, Sylvie!

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Machen wir uns nichts vor: Meine Einbürgerung stand auf der Kippe

Mit 4 falschen Antworten bei 33 Fragen sieht es um meine Staatsbürgerkunde ziemlich lausig aus.

Oder anders ausgedrückt: Mit unter 90% Testergebnis bin ich kein richtig »guter Deutscher«.

Wer selbst testen will (Fokus »Hessen« bei der FNP):
Sind Sie ein guter Deutscher?

Aber ich bin ja auch nur im Exil! Die Farben des fränkischen Wappens hätte ich sofort auswendig gewußt und bei mir hat da wohl die Corporate Communication ne Farbe dazuaddiert. Ein Flüchtigkeitsfehler war dabei und eine peinliche Panne, denn ich wußte tatsächlich was in punkto Kommunalwahl nicht (und das mir…). Was am 27. Januar für ein Gedenktag ist kann und sollte man an dem Tag dann wissen, aber – unter uns – auswendig nicht unbedingt, wie ich meine.

Der Rest war durchaus knifflig, wie ich finde, bzw. mitunter auch doppeldeutig respektive spitzfindig. Bspw. die Frage nach der “Freizügigkeit”, gerade in Anbetracht der Diskussion darum auf EU-Ebene. Auch die Zuständigkeit zwischen Bund und Länder finde ich eine schöne Übung für den Schul-Unterricht, aber ob man das wissen muss um in Deutschland zu überleben?

Da wären mir Fragen wichtiger wie:

  • Was muss ich als Deutscher immer bei mir führen? (Waffe? Personalausweis?)
  • Was ist straflos, was eine Ordnungswidrigkeit, was eine Straftat? (Lügen? Falschparken? Steuerhinterziehung? Trickbetrug? Hütchenspiel? Prostitution?)
  • Was für Voraussetzung braucht ein Auto um auf der Straße zu fahren? (Reifen? Schlüssel? TÜV? ADAC Lichttest?)
  • Darf ich meine Kinder schlagen? (Ja? Nein? Ein bisschen?)
  • Darf ich ein Tier töten? (Fliege? Hund? Nur wenn es schnell geht? Nie zum Spaß?)
  • An wen muss ich meine Steuern zahlen? (Den beiden Herren in schwarz, die immer montags kommen?)
  • An wen wendet man sich im Notfall? (Feuerwehr? Gesundheitsamt?)
  • Kostet die Polizei etwas, wenn ich Hilfe brauche? (Ja? Nein? Immer wenn sie was verlangen…?)
  • Wo kann ich Recht bekommen? (Talkshow? Rechtsanwalt? Gericht?)
  • Brauche ich eine Krankenversicherung? (Ja? Nein? Nur wenn ich krank bin? Nur wenn ich Arbeit finden will?)
  • Was muß ich tun, wenn ich einen Arzt brauche? (Krankenhaus? Ohne Versicherung nur zum Heilpraktiker?)
  • An wen wende ich mich, wenn ich Zahlungsaufforderungen bekomme, die ich nicht zuordnen kann? (Bank? Inkasso-Büro? Gerichtspfleger?)
  • Wohin gehe ich, wenn ich Arbeit suche? (Ins Ausland? Sozialamt? Arbeitsagentur?)

Das alles wären Fragen, die man zu einer Einbürgerung wissen sollte und die man vorher zur Not auch vermittelt bekommen muss. Aber bitte nicht was für ein Gedenktag am Tag x ist oder welche Farben die Bayerische Flagge hat. Typisch Deutsch eben, da durften die Bürokraten und Theoretiker ran und die Praktiker wurden nach Konzepterstellung beurlaubt.

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Deutschland gegen die Türkei

Bild © Endl 2008

Darf man das so überhaupt sagen, ‘gegen’ die Türkei? Bei Clubfans.de schrieb ich – ganz aus fußballerischer Sicht – »Halbfinale unter Freunden« und die Nähe zum Motto der WM 2006 »Zu Gast bei Freunden« ist da kein Zufall.

Fußball ist in der Lage zu trennen und zu verbinden. Einerseits holt sie – für viele mit argwöhnischen Blick beäugt – ein bis dato verbrämtes öffentlich zur Schau getragenen Nationalbewußtsein zu Tage, was mir bereits zur WM 2006 einen längeren Artikel wert war (»Die Sache mit dem national stolz«), doch führt das nicht zwanghaft zu einer Distanzierung, sondern eher zu einer Art völkerübergreifenden Schicksalsgemeinschaft. Alle leiden, alle fiebern, alle haben die gleichen Probleme zu Hause, warum man denn nun wirklich auch noch dieses Vorrundenspiel unbedingt ansehen muss, wo Cousine doch nicht jeden Tag Geburtstag hat.

Bei der WM 2006 war das jedenfalls so. Und dass ausgerechnet in Deutschland dieses gemeinsame Fan-Gefühl, wenn nicht geboren, so doch zumindest ‘wiederentdeckt’ wurde, hat uns wirklich viel Sympathien eingebracht. So viel Sympathie, dass uns gar ein englischer Fan im aktuellen 11Freunde-EM-Sonderheft den EM-Sieg gönnen würde. Das macht einen ja fast schon wieder skeptisch.

Ein deutsch-türkisches Zusammenleben funktioniert in einer Großstadt wie Frankfurt eigentlich ohne Probleme, ich würde sogar soweit gehen, dass die türkischen Elemente der Stadt längst einen eigenen Stempel gegeben haben, es zum Gemeingut machte.

Doch von Sympathie für die Türkei, ja gar Freundschaft zu sprechen, erfordert eine nicht unkomplizierte Diversifizierung. Denn in der Wahrnehmung des Deutschen gibt es drei, eigentlich sogar vier Arten des “Türken”, die Unterteilung beginnend mit seinem Lebensmittelpunkt. Da ist zum einen der Türke, der in der Türkei lebt, und der in Deutschland lebende Türke, dank Herrn Koch von der hessischen CDU jetzt ja in der öffentlichen Wahrnehmnung wieder sauber als »Person mit Migrationshintergrund« einsortiert. Der in der Türkei lebende Türke wird wiederum gedanklich sortiert in die zwei Gruppen, die entweder für den europäischen Integrationsprozeß sind, oder eben dagegen – die sich der westlichen Welt öffnen, oder eben irgendwie doch als islamische Fundamentalisten angesehen werden – oder eben gar geographisch sortiert, die auf der asiatischen oder der europäischen Seite des Bosporus leben. Der Deutsch tut sich schwer, wenn er an das aktuelle Kopftuch-Urteil denkt oder das Vorgehen gegen die Kurden – es befremdet ihn, und Fremdheit macht Angst, und es entrüstet ihn, denn das militärische Vorgehen gegen die Kurden widerspricht seinem Verständnis vom Lösen von Konflikten und Menschenrechten.

Doch wäre das nicht schon kompliziert genug, so hat man auch mit den »in Deutschland lebenden Personen mit türkischen Migrationshintergrund« so seine Probleme mit der emotionalen Einsortierung. Da ist zum einem der integrierte Türke, der sich an Deutschland schön ordentlich angepasst hat, so lustig höchstens noch einen Akzent hat und vorwiegend in Döner-Buden arbeitet bis hin zum Typus ‘smart, politisch engagiert’ eines Cem Özdemir, die sind gern gesehen und mit den würden wir uns auch freuen, wenn sie uns im Halbfinale nach tollem Spiel besiegen (naja, ein kleines Lächeln könnten wir uns dann abringen, vielleicht), anders die nicht-integrierten Türken, die auch im Jahre 2008 noch im Auto sitzen bleiben, ihren Sohn neben sich am Beifahrersitz, während die Frau, die besser auch gar kein Deutsch spricht und sich gesellschaftlich nur in türkischen Kreisen aufhält, und die Tochter nach gemeinsamen Großeinkauf die Sachen nach oben tragen müssen. Auch die gibt es in Deutschland – und gerade die sind immer wieder der Anknüpfungspunkt für die vielen und langen Diskussionen über gescheiterte Integrationsbemühungen in einem Land, dass selbst oft ganz offenbar bis heute ein Problem mit seiner eigenen Identität hat.

Zwei Kommentare von »Clyde« drüben bei clubfans.de gefielen mir ausgeprochen in dem Zusammenhang:

Er schrieb: »Ich hab so das Gefühl dass meine Generation (Ü20, aber U30) ein bisschen unbefangener damit umgeht. Ist auch gut so…« und gesagt hat er das in dem Zusammenhang: »egal wo man einschaltet (N24, n-tv…) immer soll der bessere gewinnen und feiern egal wer gewinnt… das nervt aber auch alles. die glauben doch nicht wirklich dass ich nach einem verlorenen halbfinale mit den türken über den plärrer tanze!!!«

Dabei trifft er wahrscheinlich den Nagel ziemlich auf den Kopf: Während alle noch ringen um die political correctness bei der öffentlichen Kommunikation, würden viele der Jüngeren die ganze Sache endlich einmal unkompliziert und normal sehen. Und wenn dann ein türkischer Spieler von »deutsche Panzer in die Knie zwingen« spricht, dann sollte man das vielleicht einfach ohne gesamtgesellschaftlichen Aufschrei als stinknormale bloße provokante Redewendung nehmen können (denn für die Türken sind wir halt die Panzer wie für die Österreicher die Piefkes, kein Grund also gleich ein Boulevard-Faß aufzumachen wie SPON). Und dann will ich mich auch nicht mit den türkischen Nachbarn zusammen über deren Sieg über Deutschland freuen müssen, möge er dann noch so fußballerisch verdient gewesen sein. Die Mär »Deutschen Türken ist der Sieger egal« mag da glauben wer will – da ist wohl mehr der Integrationsbeauftrage der Vater des Gedankens.

Normalität ist manchmal viel einfacher, wenn man nicht über alles nachdenkt. In dem Sinne: Allen einen schönen Fußball-Abend und hoffentlich schmeißen wir die Türken hochkant raus. :grin:

Mein Mitgefühl hätten sie dann trotzdem, aber nicht weil es just die Türkei wäre, sondern weil sie durch Leidenschaft und Begeisterung bisher meinen Respekt auf dem Platz erworben haben. Vielleicht ist das auch ein Stück Normalität.

{lang: 'de'}

Migrationshintergrund

Apropos Migrationshintergrund. Ich möchte nicht wetten, wie viele von denen, die gerade nach härteren Strafen für Straftäter mit Migrationshintergrund schreien, selbst Menschen mit Migrationshintergrund sind. Da gab es auch so im persönlichen Umfeld schon einige lange Gesichter.

Dabei werden folgende Personengruppen dem Merkmal “Menschen mit Migrationshintergrund” zugeordnet:

zugewanderte Ausländer
in Deutschland geborene Ausländer
eingebürgerte Ausländer
Spätaussiedler
sowie Kinder mit zumindest einem Elternteil, das eines der genannten Merkmale erfüllt,
jeweils soweit diese ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Diese Personen müssen keine eigene Migrationserfahrung haben und leben zum überwiegenden Teil seit ihrer Geburt in Deutschland.

Definition des Statistischen Bundesamtes – Quelle: Wikipedia

Man beachte insbesondere »sowie Kinder mit zumindest einem Elternteil, das eines der genannten Merkmale erfüllt«, das hat also nüx mit kein Deutsch sprechen zu tun und hier geboren sein. Das reicht, wenn selbst der Papa als Kind in Italien geboren wurde und bereits hier aufwuchs und kein Wort italienisch mehr spricht.

Nur mal so zur Klarstellung, über wen und was wir hier reden – und vor allem Herr Koch.

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Football’s staying home

Englands Fussball in Schieflage - Bild © Endl 2007

Man will ja nicht gehässig sein und Schadenfreude ist mir auch fremd. England bleibt also zu Hause, nichts mit EM in den Alpen.

Aber: Always look on the bright side of life!

Müssen sie sich wenigstens nicht mehr übergeben vor Anstrengung und auch nicht mehr unter der kontinental-europäischen Hitze leiden. Wobei: Damals “musste man 70 Liter mehr Flüssigkeit zu sich nehmen als bei “normalen” Spielen“, das wird der englische Fan nun nicht gern hören, dass das nun wegfallen soll.

Armes England. Letztes Spiel in Wembley gegen die Deutschen verloren, erstes Länderspiel im neuen Wembley gegen die Deutschen verloren, gegen Kroatien zu Hause ausgeschieden, in der Todesgruppe mit Russland, Kroatien, Israel, Mazedonien, Estland und Andorra.

Klar, dass da McClaren gehen musste. Der Name (zumindest so ähnlich) wird sich wohl einprägen ins englische Sportjahr 2007, nachdem man sich (hier auch noch im deutsch-englischen Verbund) mit McLaren-Mercedes in der Formel 1 erst als schlechte Spionage-Agenten, dann als schlechteres Team und dann noch als schlechte Verlierer präsentierte. Da tröstet wohl nur wenig, dass dem zwischenzeitlich offiziell bestätigten Weltmeister der Alt-Meister Schumacher in ein paar Spaß-Testrunden eine Bestrunde nach der anderen auf die Piste haute, dass der kühle Finne sicher heiße Ohren im roten Overall bekam.

Aber ein Trost ist es nicht. Und ich will nun keine solche bösen Witze hören wie damals bei den Holländern:

Wie bricht man einem britischen Fussballer das Nasenbein?
Einfach ein EM-Ticket unter eine Glasplatte legen.

Solche Scherze sind geschmacklos und despektierlich.

Es bleibt aber Wehmut. Wer soll nun gegen uns im Elfmeterschießen ausscheiden?

{lang: 'de'}

Bemerkenswertes rund um Schottland: Landschaft

© Endl 2007

Und zum Vierten ein paar bemerkenswerte Dinge rund um einen Urlaub in Schottland. Das Beste am Ende: Die Landschaft

Bemerkenswertes rund um Schottland: Auto
Bemerkenswertes rund um Schottland: Essen & Übernachtung
Bemerkenswertes rund um Schottland: Trinken
Bemerkenswertes rund um Schottland: Landschaft

Unsere Reise führte uns von Glasgow zunächst nordwestlich Richtung Loch Lomond und die Trossachs, von da nordöstlich durch Perthshire und nördich zum Caringorms National Park um bei Dalwhinnie uns westlich zum Loch Ness zu halten. Dort hatten wir einen wunderbar unterhaltsamen Abend mit einem leidenschaftlichen Koch und glücklicherweise Restaurantbesitzer, der uns am nächsten Tag noch dringend eine Reiserout ans Herz legte. Denn was wir hier sähen, das wäre auf einer Skala von 1 bis 10 schon eine gute zwei und weiter nach Norden oder östlich von Inverness bräuchten wir gar nicht (“das ist Holland da, keinerfalls hingehen”) und auf die Insel Skye würde er auch nicht raten, weil das doch jeder täte. Wir sollten dagegen nun ganz westlich fahren und ins “echte” schottische Hochland gehen, Ziel Applecross und dann die Küste hoch Richtung Gairloch – DAS sei eine 10. Und was will ich sagen … er hatte Recht, auch wenn in Schottland ene “2″ dich bereits mehr als beeindruckt. Nach dieser landschaftlichen Augenweide gönnten wir uns noch eine zweistündige Whale-Watching-Tour (leider ohne Wale, dafür mit Delphinen) in Gairloch auf einem Zodiak eines Zoologen um uns danach quer durchs Land zu schlagen um wieder Nahe unseres Zielpunkts zu kommen. Auf unserem Weg folgte die ehemalige Hauptstadt Stirling um dann wieder in den Trossachs die Reise ausklingen zu lassen. Der Tag unseres Abflugs war dann noch Glasgow gewidmet auf den Spuren Charles Rennie Mackintoshs. Aber nach so viel Landschaft war uns schon das eher beschauliche Städtchen Stirling zu viel, Glasgow holte uns zurück in die Realität unserer modernen Welt. Eine fast nahezu schmerzhafte Rückführung, auch wenn Glasgow sicher kein hässliches Städtchen ist (jedenfalls im Kern).

Hier ein kleines Video eines Rundumblicks, im Artikel unten dann noch Fotoimpressionen (Klick für Vergrößerung auf das jeweilige Bild; © Endl 2007).

Direktlink zu YouTube

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Ein deutscher Fussballer will nicht gegen Juden spielen

So spitz formuliert will ich das mal hinstellen und auf die Diskussion über »Ashkan Dejagah«, dem in Wolfsburg spielenden deutsch-iranische U21-Nationalspieler, in Andis Blog hinweisen, der auch auf den SPON-Artikel verlinkt.

Spontan bin ich zwiegespalten, gerade weil einem durchaus bewusst ist, was für einen Iraner die Teilnahme an einer Sportveranstaltung in Israel bedeutet. Andererseits ist es vielleicht ein fatales Zeichen, wenn man als Sportverband akzeptiert, dass einer ihrer Repräsentanten aus Gründen von – wenigstens dem Grunde nach, auch wenn das letztendlich nicht siene persönliche Überzeugung sein muss – “Antisemitismus” (ist das das richtige Wort?) die Teilnahme an einer Sportveranstaltung verweigert. Nicht nur in Deutschland, aber gerade auch in Deutschland.

Das Theme Antisemitismus lässt uns einfach nicht zur Ruhe kommen. Und das nicht, weil wir mit unserer Geschichte nicht fertig werden, sondern weil der Antisemitismus nicht aufgehört hat zu existieren.

Es mag feige klingen: Aber zum Wohle von Dejagah hätte ich ihn als Verband wohl einfach nicht für dieses Spiel nominiert. Oder wäre das genau die falsche Botschaft gewesen? Einen 21-jährigen zwischen Angst, Anspruch, Karriere, Politspiel und Medien aufreiben zu lassen, auch wenn dadurch vielleicht eine sinnvolle Diskussion entstehen mag, halte ich mindestens aber auch für bedenklich. Andererseits: Wenn wir uns als Gesellschaft dem beugen, haben wir den Fehler Chamberlains Appeasement-Politik nicht verstanden.

Weitere Diskussionen dazu:
Fritten, Fussball & Bier »Ashkan Dejagah hat gute Gründe«

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