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Neulich am Berch

Wirre Kinder in Masken bedrohen erwachsene Bürger an der Eingangstüre, die Polizei winkt resigniert ab und nennt es strafbefreiendes Halloween. Ein roter Mann soll durch unsere neue Gas-Heizanlage ins Wohnzimmer krabbeln um bei uns amerikanischen Weihnachtskult am nicht vorhandenen Kamin in alte Socken zu stopfen. Das gute alte Ernte-Dank-Fest mit Bio-Gemüse und selbstgebackenem Holzofenbrot am Altar wurde einem schwitzenden Küchenmassaker am Riesen-Hühnervogel geopfert, der zu Lebzeiten so hässlich war, dass man sich eigentlich fragt, wer je auf die Idee kam sowas essen zu wollen und dazu auch noch Süßkartoffeln zu servieren. Alles geschenkt …

Dass man nun auch noch den - so überliefert - ziemlich durchgeknallten “Märchenkönig” Ludwig II zum gesamtbayerischen Phänomen erklären will, stößt da schon auf mehr Widerstand beim Franken, aber warum man am Berg (= Erlanger Bergkirchweih, ihr Banausen!) nun Dirndl und Krachlederne gleich en Gros über das fränkische Bierfest ausgekippt hat, trifft mein Traditionsbewusstsein dann doch ins Mark.

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Der große Wedding-Lageplan (Location of Wedding)

Nu brat mir doch eener ’n Storch – aber die Beene recht knusprich.

Wedding live – gibt’s natürlich auch ganz frisch bei Spreeblick.

This file (Lage des Ortsteils Wedding im Bezirk Mitte von Berlin) is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

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Fastenzeit 2011

Und wir verkünden: Nix.

Als mittlerweile fast schon gelebte Tradition verkünde ich an dieser Stelle gern meine alljährlichen Fastenziele. Und auch wenn ich nach wie vor überzeugt von der Fastenzeit bin, so bleibe ich mir aber auch insoweit treu nur das zu fasten, was ich wirklich als “dran” ansehe – und das ist dieses Jahr in meiner Zeit vor Ostern aber eben “nix”. Es ist nicht so, dass etwas Enthaltsamkeit nicht allgemein wieder gut täte, aber das kommt meinem Verständnis von Fasten eben nicht wirklich nach, da muss schon ein tieferer Beweggrund dahinter stecken, an dem es aktuell aber mangelt.

Mag sein, dass die jüngsten Geschehnisse dazu ihr Scherflein beitrugen. Der Tod von Ronny, auch die gerade noch gefühlt wie gestern zurückliegende letzte (und durchaus ambitionierte) Adventsfastenzeit, jetzt meine Woche grippalen Infekts, der immer noch nicht restlos alle Spuren verwischt hat. Dies alles spielt zusammen und lenkt meinen Fokus derzeit auf andere Dinge, die mir wichtiger erscheinen, als sich durch Enthaltsamkeit selbst zu mäßigen.

Mäßigung ist aber dennoch mein Thema in der Fastenzeit 2011: Mehr Vernunft in allen Belangen, mehr Fokussierung und mehr Verantwortung, das sind meine – wenn auch ‘weiche’ – Fastenthemen dieses Jahr. Nicht so klar bestimm- und überprüfbar, nichtsdestotrotz aber ernst empfundene Themen.

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Steiler Start!

Wünsche allen Lesern und Freunden: Frohes Neues Jahr! Und einen steilen Start ins selbige! ;-)

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Fastenzeit-Countdown “-10″

Heute ist der 14.12. und nach Adam Riese sind es noch 10 Tage bis zum Ende meiner Fastenzeit – ein kleiner Zwischenbericht.

Das Gefühl war spontan, heftig und intensiv. Ein Bewusstsein, dass es einem nun verwehrt sein wird weiterhin Freude im Leben zu empfinden. Entrissen der eigenen Gewohnheiten, ausgesetzt in der Wüste der Enthaltsamkeit. Man kommt sich leer vor, die Aussicht auf Feierabende sind freudlos. – Und das war das Gefühl am ersten Tag der Fastenzeit, so gegen 11:00 Uhr vormittags …

Fastenzeit hat nichts mit Diät zu tun und die Gefühle sind nicht zu vergleichen mit den Empfindungen, die man hat, wenn man es mit anderen "Tricks" zum Abnehmen versucht hat.

Tatsächlich ist es dann "nicht so schlimm" wie man dachte und andererseits ist der Verzicht von Koffein, Alkohol, Süß- und Fleischwaren dann doch weit einschneidender im täglichen Leben als gedacht. Mangels Ablenkung durch Genussmittel zieht sich bisweilen so ein Abend vor dem Rechner dann doch etwas zäh, auch da mangels wohltuender Wirkung eines Glas Roten oder Weißen, die so manch' seichte Internet-Diskussion oder höhepunktarme anderweitige Zeitvertreibung in wohltuend glückseligen Nebel tauchen konnte, die pathetische Glorifizierung kraft "Benebelung" fehlte. Kurzum: Man geht oft früher zu Bett und sieht auch so manches mal mehr fern. Das ist dann auch nicht heroischer (also das Fernsehen), aber wenigstens einschlaffördernder. Entsprechend langschlafend ist man um 6 oder 7 dann auch munter und vermisst den fehlenden Kaffee maximal noch aus Gewohnheit in den Morgen- resp. Vormittagsstunden.

In der Tat wirkt sich bei anderweitigem Verzicht auf Placebos (Stichwort: Man kann sich auch ohne "Süßwaren" mit Kalorien vollstopfen, aber das ist ja nicht Sinn der Übung) die Sache auch recht “sportlich” auf das Gewichtsverhältnis aus, was gerade vor Weihnachten ein angenehmer Nebeneffekt ist. Wie sagte das jemand neulich treffend: “Man sammelt quasi Vorräte für Weihnachten” – nur eben vice versa, also man schafft Raum für die anstehende Völlerei. Kein Abnehmen danach, sondern davor.

Die sonntäglichen Fastenfreiräume (bei mir von Samstag Abend bis Sonntag Abend) führten wie erwartet auch dieses Jahr zu manchem Spott und flotten Spruch. Parallelen zu Vorurteilen gegen den Ramadan (bei denen wohl mancher meint, die Gläubigen würden sich außerhalb der Fastenzeit Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang der Völlerei hingeben) waren leider öfter zu hören. Ein Vorurteil, das ich im Übrigen nicht teile. – Mein Friseur dagegen hatte es vielleicht am besten “verstanden”, was es bedeutet zu verzichten und zu festgelegten Zeiten zu genießen: “Das müssen ja Festtage dann sein!”, meinte er – und ganz offensichtlich hatte für ihn die Aussicht, sich jede Woche aus einer Art “Askese” einen selbstgeschaffenen “Feiertag” selbst zu kreieren, einiges an Charme gewonnen.
Und genau das ist es wahrscheinlich auch, was einen Teil der Übung so interessant macht: Nur wenn man sich von Dingen entsagt, beginnt man deren Wert wieder zu schätzen. Das Stück Schokolade, der erste Schluck Wein am Sonnabend, der Kaffee am Sonntag Morgen – was sonst fast beliebig verfügbar ist (außer der Wein vielleicht) ist wieder zu etwas besonderem geworden.

Noch 10 Tage, davon 9 Tage Fastenzeit, verbleiben nun. Ich freue mich auf beides: Die verbleibende Zeit und deren Ende. Der Wunsch, sich auch danach mehr freiwillig zu “enthalten” ist schon jetzt größer geworden als der Wunsch sich wieder den alten Gewohnheiten hingeben zu können. – Am Aschermittwoch 2011 werde ich dann sehen, was daraus wurde und wo dann eine Fastenzeit mal wieder gut oder gar Not tut. Oder ob dann ein Fasten überflüssig geworden ist …

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Adventsfasten – oder: Als mir ein Engel am Pfannkuchen erschien

Heute ist der Tag nach St. Martin und somit – wenn man ganz tief kramt – der Beginn einer ehemals traditionellen Adventsfastenzeit, von der ich mich schon öfter habe inspirieren lassen. Da ich mich hier im Blog schon mal grundsätzlich dazu äußerte, was das Wesentliche betrifft, beschränke ich mich auf ein Update.

Auch dieses Jahr ist diese Art des Fastens offenbar sehr erklärungsbedürftig. Entweder man versteht gar nicht, wozu das Ganze soll, oder man findet die Regelung mit dem “Sonntag ist kein Fastentag” als einen “Cheat” oder eine Inkonsequenz, was am Ende bedeutete, dass das alles auch keinen Sinn habe – selbst faste man allerdings nicht, weder konsequent noch inkonsequent.

Dieses Jahr habe ich ne ganze Menge auf der Liste, die mir vor allem auch reine Konzentration abverlangen werden: Kein Alkohol und keine “Süßigkeiten” ist da noch relativ einfach, da so offensichtlich, aber kein Koffein oder keine Wurst sind da schon schwieriger, da man z.T. fast beiläufig und unterbewusst darauf zugreift. Und eben das (sic!) ist eben ein Teil der Übung. Dabei ist im Übrigen auch vollkommen egal, jedenfalls nach meiner mir selbst auferlegten Fastenzeit, was man sich vornimmt, ob es reine Genußmittel sind, ob es ein reiner temporärer Verzicht ist (kein xy mehr nach 18 Uhr) oder veränderte Verhaltensweisen für diese Zeit. Einzig eines ist mir wichtig: Keine weiteren Ausnahmen zuzulassen, keine Familienfeier, kein so nett und unbedacht mitgebrachtes Stückchen des Kollegen vom Bäcker, kein “besonders schwerer Tag, an dem man sich was gönnen sollte”. Und bis Weihnachten zieht sich das, kann man gern mal ausprobieren…

Neben eines religiösen Aspekts, der gar nicht von der Hand zu weisen ist, geht es mir bei diesem Fasten um einen Besinnungsprozess. Ich will wieder lernen zu genießen, was man nur noch konsumiert hat. Ich will mich von Sonntagabend bis Sonnabend wieder auf etwas freuen lernen. Es vielleicht sogar zelebrieren und auch darunter leiden, wenn es nicht so ist, wie man erhoffte oder etwas dazwischen kommt – eben weil es nicht zeitlich beliebig nachholbar ist.

Ach ja: Mit dem Engel am Pfannkuchen hat das alles überhaupt nix zu tun. Außerdem sieht es auch mehr so aus wie eine Fee. :-)

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Frohe Ostern!

Frohe Ostern, liebe Leserinnen und Leser! :-)

Hier noch ein Crash-Kurs zum punkten im Familien- und Freundeskreis: Ostern ist nicht die Feier des Heiligen Sankt Osterhas, auch hat es nicht mit einer Art Hühner-Kult zu tun. Ostern ist die Sache mit Jesus und Auferstehung gewesen, Karfreitag war die Kreuzigung (unschöne Sache das), Ostern die Feier mit Grab leer, Tod besiegt, Halleluja und sowas. Memo Gläubige intern: Daher eigentlich auch das größere Fest als Weihnachten.

Zur Vertiefung empfohlen: Ostern (Wikipedia)

Das Herkunftswörterbuch von Duden leitet das Wort vom altgermanischen *Austro > *Ausro für „Morgenröte“ ab, das eventuell ein germanisches Frühlingsfest bezeichnete und sich im Altenglischen zu *Eostre, *Eastre, im Althochdeutschen zu ôstarun fortbildete. Der Wortstamm ist mit altgriechisch eos „Sonne“ und lateinisch aurora verwandt, die ihrerseits weitere Sprachen beeinflusst haben.

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Die Einführung beziehungsweise Kultivierung des Begriffs Ostern in Deutschland hängt eng mit der Strukturierung der fränkisch-deutschen Kirchenprovinzen zusammen. Diese waren unterschiedlich sprachlich und klerikal geprägt. Im Erzbistum Köln, der kölnischen Kirchenprovinz, die fränkisch geprägt war, herrschte der Begriff pasche vor und wurde vor allem in den heute erhaltenen Dokumenten so auch geschrieben. Bonifatius hatte als Bischofssitz Mainz, und aus der angelsächsischen Tradition wurde dort in den Dokumenten ôstarun in angelsächsischer Anlehnung als typisches Missionswort verwendet.[4]

Wegen der Entdeckung des leeren Grabes Jesu „früh am Morgen, als eben die Sonne aufging“ (Mk 16,2 EU) wurde die Morgenröte in der Christenheit zum Symbol der Auferstehung.

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