[Trigami-Review]

Den wenigsten ist vielleicht bewusst, dass rund um Frankfurt, der Stadt der IAA, einer der wohl weltweit richtungsweisenden Messen des Automobilbereichs, eines der europäischen Schlagadern des Autodesign schlägt: Die Designabteilungen von Kia, Honda, Opel und auch Mazda haben hier ihre Zelte aufgeschlagen oder Zweigstellen gegründet.
Mazdas Cardesign entwickelt unter der Leitung von Laurens van der Acker in vier Designabteilungen in Hiroshima, Yokohama, Irvine (USA) und – mancher glaubt es kaum – Oberursel bei Frankfurt. Dabei konzentrieren sich die jeweiligen Concept-Cars-Einheiten jeweils auf spezielle Design-Prototypen – so in Oberursel bspw. das auf der IAA 2007 vorgestellte und durchaus positiv Aufsehen erregende Konzept Sassou.
Das tolle an Cardesign ist, dass die Designer in den ersten Entwicklungsstufen oft sehr frei sind, frei in der Art und Weise, dass man Design und Ergonomie frei modullieren kann ohne sich von den Grenzen des Pragmatismus zu beschränken. Diese Grenzen kommen dann später oft noch genug zum Tragen, wenn nach den oft schwierigen Wegen vom Designentwurf zum Concept-Car zum Serienfahrzeug macht. Was bleibt sind oft nur noch “Ankläge” des Ausgangsentwurfs, zurechtgestutzt nach Massengeschmack-Prognose, Produktionskosten (denn meist muss ein Wagen auf bestehendem Formen aufbauen, um nicht das Rad komplett neu zu erfinden) und nicht zuletzt den Grenzen des Machbaren und Vernünftigen. Und dennoch: Viele Elemente von Designstudien und Concept-Cars tauchen später wieder auf.
Dem Cardesign-Liebhaber bleiben also vor allem die Concept-Cars und Design-Studien, um auf ihre Kosten zu kommen auf der Suche nach dem perfekten Spiel mit Form und Linie. Auf der Suche nach neuen, innovativer Ansätze und Lösungen für die Sinne und der Anwendung im Alltag.
mazda hat seinen Conceptcars nun eine eigene Adresse gegeben: www.mazda-design.ch
In großformatigen Bildern stellt Mazda seine Konzepte vor: Vom bereits genannten Sassou bis zum Kiyora, aber auch die anderen Modelle mit – für europäische Ohren – futuristisch-asiatisch klingende Namen wie Kazamai, Kabura, Senku, Furai, Taiki, Hakaze, Ryuga und Nagare. Letzteres bedeutet – aus dem japanischen übersetzt – so viel wie Fluß oder Bewegung und inspirierte Mazda seit der Erstpräsentation auf der Los Angeles Motor Show 2006 zu einer ganz neuen Designphilosopie, die Mazda im Übrigen in einer Design-DNA übergreifend zusammenfasst. Dabei stellt Mazda – ähnlich dem menschlichen Gen-Code – darauf ab, dass bestimmte wesentliche Komponenten immer vererbt werden, sei es eine bestimmte Dachlinie oder ein Kühlergrill. So soll sichergestellt sein, dass ein Mazda auch bei weiten Ausflügen in futuristisches Cardesign immer als Mazda erkennbar ist. Diese Philosophie klingt schlüssig, und auch wenn vielleicht sie nur das zum Ausdruck bringen, was ganz natürlich ist, so schätze ich es durchaus, wenn man einen solchen Gedanken auf den Punkt bringen und begründen kann. Der Erfolg, der Mazda-Design durch diverse Auszeichnungen zuletzt zu Teil wurde, und nicht zuletzt die Anerkennung in Designer-Kreisen, belegen dies nachdrücklich.
Die auf www.mazda-design.ch aktuell vorgestellten Concept-Cars erfüllen diese Ansprüche: Sie könnten kaum unterschiedlicher sein, wenn man bspw. einen Furai, der bei Le Mans eine gute Figur machen würde, mit einem Sassou vergleicht, einem Konzept, das man sich so im Äußeren schon fast in Serie vorstellen könnte, der aber seine Innovationen gerade auch in den inneren Werten hat, wie einem USB-Stick, auf dem die eigenen persönlichen Eigenschaften des jeweiligen Fahrers gespeichert werden können.
Bei meinen persönlichen Favoriten schwanke ich zwischen dem bulligen Hotrod-angelehnten Kabura und dem eleganten Senku, der sicher auch ohne Schiebetür eine gute Figur machen sollte. Diese Interpretation der Linie gefällt mir persönlich ausgesprochen gut – ein Taiki ist mir fast zu organisch, ein Hakaze zu ergonomisch und ein Kiyora zu futuristisch.

Mazda Furai – Eine Reminiszenz an den Motorsport

Mazda Kabura

Mazda Senku
Also solche Rezensionen können gern öfter kommen! Und jetzt muss ich meinen zitierten Artikel im Kulturportal erst mal aktualisieren.
[Trigami-Review]
Den wenigsten ist vielleicht bewusst, dass rund um Frankfurt, der Stadt der IAA, einer der wohl weltweit richtungsweisenden Messen des Automobilbereichs, eines der europäischen Schlagadern des Autodesign schlägt: Die Designabteilungen von Kia, Honda, Opel und auch Mazda haben hier ihre Zelte aufgeschlagen oder Zweigstellen gegründet.
Mazdas Cardesign entwickelt unter der Leitung von Laurens van der Acker in vier Designabteilungen in Hiroshima, Yokohama, Irvine (USA) und - mancher glaubt es kaum - Oberursel bei Frankfurt. Dabei konzentrieren sich die jeweiligen Concept-Cars-Einheiten jeweils auf spezielle Design-Prototypen - so in Oberursel bspw. das auf der IAA 2007 vorgestellte und durchaus positiv Aufsehen erregende Konzept Sassou.
Das tolle an Cardesign ist, dass die Designer in den ersten Entwicklungsstufen oft sehr frei sind, frei in der Art und Weise, dass man Design und Ergonomie frei modullieren kann ohne sich von den Grenzen des Pragmatismus zu beschränken. Di
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Blog-Tags: auto, design, Rezension
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