Eine subjektiv unbrisante Meinung vom
02.12.2009 um 15:19 Uhr
Beschneidenheit (bə’ʃnaɪ̯dənhaɪ̯t, die) – Moderne Transformation des ehemals irrtümlich als tugendhaft eingeschätzten Lebensstils der Genügsamkeit, heute Ausdruck einer unfreiwillig defizitären persönlichen Konsumverwirklichung.
Beschneidenheit folgt der Einsicht, dass man viel mehr will als man bekommen kann und ein Ermangeln an Beschneidenheit ist der Grund, warum es mit unserer Wirtschaft nicht aufwärts gehen kann (umgs. “faules genügsames Pack”).
Analog konsequent die Fortbildung der Lebensweise: Beschneidenheit ist eine Gier (Gelegentlich scherzhaft fortgeführt mit: - doch vorwärts kommt man nur mit ihr!)
Weitere Verwendung: Nur keine falsche Beschneidenheit!
Wort des Tages is a tribute to Sympatexter
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Eine subjektiv unbrisante Meinung vom
16.11.2009 um 19:02 Uhr
Interessanter Aspekt bei Nerdcore gefunden mit Verweis auf Reddit: Werden wir unsere Sprachgewohnheiten für Jahreszahlen mit dem nächsten Jahr noch einmal ändern?
Als ich aufwuchs war klar, man sagte es in Hunderter, also Neunzehnhundert und dann die genaue Jahreszahl, wie Neunzehnhundertzweiundachtzig oder Neunzehnhundertsiebzig. Mit dem Millenium dann der Wechsel auf die Tausender wie Zweitausendneun, war ja auch cool die Tausender zu wechseln und Zwanzighundert ging gar nicht. Aber mit dem nächsten Jahr könnte es wieder ganz neu werden, denn so mancher sagt jetzt schon statt der Zweitausendzehn die Zwanzigzehn. Und auch Zweizehn hat man schon in freier Sprach-Wildbahn gesichtet.
René macht dazu gerade auch ne Umfrage, was man selbst favorisiert – derzeit vorne die Zweitausendzehn mit knapp 75% vor Zwanzigzehn mit 25% – Zweizehn hatte er da gar nicht im Radar.
Ich glaub ja, dass wir uns auf die Zwanzigzehn einstellen werden – einfach weil es einfacher über die Lippen geht und auch zukunftsfähiger ist als Zweizehn. Die Tausendersprachregelung ist zu lang, auf ein Eintausendneunhundertzweiundachtzig hätte sich ja auch keiner eingelassen.
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Eine subjektiv unbrisante Meinung vom
19.08.2009 um 10:46 Uhr
{Definition und Abgrenzung liegt derzeit bei der EU-Verwaltungsethik-Kommission zur Prüfung vor}
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Eine subjektiv unbrisante Meinung vom
18.08.2009 um 15:29 Uhr
Wirtschaftsflunder, das/die – Wirtschaftlicher Plattfisch aus dem Herzen Europas mit ovalem, asymmetrisch, seitlich stark abgeflachtem Lebenszyklus. Hält sich vorwiegend in offiziell ausgewiesenen blühenden Landschaften auf um dann von Peanuts zu leben, bis ausreichend davon in den Bauchtaschen vorrätig gespeichert ist. Zieht sich dann zur Fortpflanzung zurück, wobei in der Regel ein neues Weibchen gesucht wird.
A tribute to Sympatexter
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Eine subjektiv unbrisante Meinung vom
21.07.2009 um 15:30 Uhr
Frühstücksquerualien, die – Ballaststoffreiche Morgenkonversation für den abwechslungsreichen Start in den Tag. Deckt die Grundversorgung des Körpers mit Adrenalin und Noradrenalin, steigert die Wirkung des Sympathikus und sorgt für Pupillenweitung, Verringerung der Speichelaktivität, Erweiterung von Herzschlagfrequenz und Bronchien bei vermehrtem Abbau von Glykogen zu Glukose in Muskel und Leber. Damit Sie auch morgens noch kraftvoll zuschlagen können.
[Wort des Tages is a tribute to Sympatexter]
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Eine subjektiv unbrisante Meinung vom
10.07.2009 um 18:10 Uhr
Ohne-Grund-Gebühr, die – Die Ohne-Grund-Gebühr wurde langfristig in den deutschen Gebührenkatalog eingeführt, ist aber unter dem Namen weitgehend unbekannt, da dem zuständigen Gebührenerheber der Gesetzgeber es freistellte, kreative (z.T. saisonale) Eigenwortkompositionen zu vergeben.
Rechtlicher Hintergrund: Da Gebühren nach BVerfGE 50, 217 [226] öffentlich-rechtlich Geldleistung sind, die aus Anlass individuell zurechenbarer, öffentlicher Leistungen dem Gebührenschuldner (durch eine öffentlich-rechtliche Norm oder sonstige hoheitliche Maßnahme) einseitig auferlegt wird und dazu bestimmt ist, in Anknüpfung an diese Leistung deren Kosten ganz oder teilweise zu decken ist das Ohne-Grund-Gebühren-erhebende Amt bzw. die Behörde genötigt – bis nahezu gezwungen – sich irgendeine Erklärung aus den Fingern zu saugen, was zu mitunter humorvollen, aber natürlich aufgrund der hoheitlichlichen Stellung unangreifbaren Wortschöpfungen führt – wie bspw. Rund-Funk-Gebühren (Eck-Funk wohl noch gebührenfrei), Studien-Gebühren (Entwürfe dagegen ohne Gebühr) oder der Klassiker des ‘sich selbst gebühren’, die Finanzamt-Gebühren.
A tribute to Sympatexter
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Eine subjektiv unbrisante Meinung vom
09.07.2009 um 16:40 Uhr
Masturnation [Mast-ur-nation] – Pionier-Staat der Massentierhaltung und damit Speerspitze moderner Produktion regenerativer Nahrungsquellen zur humanoiden Nahrungs-Selbstbefriedigung ohne Reue (ugs. “bis der Arzt kommt”)
A tribute to Sympatexter
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