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oder drei, oder vier …

Also Mühe geben sich die Spammer schon

spambemuehungen

Und kreativ sind sie auch. Das muss man lassen.

Bild oben: Wellenverzerrte grafische Anlage an prosaischen Blindtext

Die E-Mail Adresse [Adresse] wird gesperrt

Auch bekommen?

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihre Email „ihrname@nn.de“ wird wegen Missbrauch innerhalb der naechsten 24 Stunden gesperrt. Es sind 86 Beschwerden wegen Spamversand bei uns eingegangen. Details und moegliche Schritte zur Entsperrung finden Sie im Anhang.

Keine Panik! Die Meldung mit dem Betreff »Die E-Mail Adresse [Adresse] wird gesperrt« oder auch »Sperrung der E-Mail [Adresse]« ist nur der übliche Malware-Carrier. Den Anhang (sperrung.zip) natürlich nicht aufmachen und die Mail einfach entsorgen.

Weitere Infos wie gewohnt schnell und zuverlässig bei hoax-info.de

Ein neuer Vorschlag der Arbeit uber Ihnen!!

Ich weiß, ich bin albern, aber ich finde solche Spam-Mails ausgesprochen komisch (ausgenommen ihre Existenz).

Unsere Gesellschaft dehnt sich aus und wir suchen neues Personal um die Welt. Alle Kandidaten werden erprobt sein und werden gelernt sein. Sie werden elektronische Bestatigungspost mit Qualifikationsergebnissen erhalten.

Hauptbedingungen und Fahigkeiten:

* Erfahrung in Microsoft Office besonders in Excel
* Telefonische und bewegliche Linie
* Gutes Zeitverwaltungsfassungsvermogen
* Erziehung Obere / Schule
* Aufmerksamkeit fur die Einzelheiten
* 1 + die Erfahrung der Verkaufe / Betreibungen
* Fassungsvermogen von vielfaltige Aufgaben verwalten
* Zugang zu Internet 24h

Zum Anwenden:
Ich habe den Brief gesendet und die Zusammenfassung / Lebenslauf erwahnt ersten Namen und Nachnamen in ####@gmail.com Bitte in der Angelegenheitsikone.

Fur die Geschaftsfuhrer nur. Wir akzeptiert er keine Zusammenfassungen der Agenturen der Arbeitsplatze und ist Verantwortlicher der vereinigten Honorare nicht.

Wer sonst verlangt schon von seinen Bewerbern eine telefonische und bewegliche Linie, ein gutes Zeitverwaltungsfassungsvermogen und Fassungsvermogen von vielfaltige Aufgaben in so einer Angelegenheitsikone?

Widerruf der Unabhängigkeit Hessens

An die Bürger des Landes Hessen!

Aufgrund Ihrer nachgewiesenen Unfähigkeit, einen auch nur halbwegs kompetenten Ministerpräsidenten zu wählen, welcher sich bei seiner Regierung auf eine auch nur hauchdünne Mehrheit im hessischen Landtag verlassen kann, wird Ihnen hiermit der Status als eigenständiges Bundesland entzogen und Sie werden einstweilen der Administration durch die Bundesregierung unterstellt.

Der Bundeskanzler Frau Merkel übernimmt hiermit per sofort kommissarisch das Amt des Ministerpräsidenten des Landes Hessen; ausgenommen der Landkreis Fulda, der ihr zu katholisch ist.

Der hessische Landtag wird aufgelöst, das Land Hessen selbst wird ab 2010 auf die angrenzenden Bundesländer aufgeteilt, um eine ordentliche Verwaltung sicherzustellen.

Um den Übergang der hessischen Bürger in geordnete Staatsverhältnisse sicher zu stellen, erlässt der Bundeskanzler folgende Rechtsverordnung, welche nach Verkündung im Bundesgesetzblatt sofort in Kraft tritt:

1. Alle Bürger des Landes Hessen haben aus eigenen Mitteln ein aktuelles allgemein anerkanntes Wörterbuch der deutschen Sprache und ein entsprechendes Lehrbuch der deutschen Grammatik anzuschaffen.

Aus diesen haben sich die Bürger unverzüglich über korrekte Aussprache und Grammatik des Hochdeutschen zu informieren. Dies gilt umso mehr für die Gebiete Nordhessens, die Niedersachsen zugeschlagen werden. Bürger der Gebiete südlich des Mains, die dem Bundesland Bayern zugeschlagen werden, sind von dieser Verpflichtung suspendiert, ausgenommen derjenigen, die regelmäßig nach Norddeutschland reisen.

Insbesondere haben sich die Bürger den korrekten Gebrauch der Konjunktionen „als“ und „wie“ anzueignen.

Die Aussprache von „ch“ als „sch“ wird bestraft.

Der korrekte Gebrauch von hartem und weichem „S“ ist ab dem 3. Lebensjahr verpflichtend zu erlernen.

2. Gaststätten Und Einzelhändlern ist es untersagt Bestellungen in hessischem Dialekt entgegenzunehmen.

3. Der Handel mit Apfelwein, Handkäse und deren Derivaten wird unter den Erlaubnisvorbehalt des Bundesverteidigungsministeriums gestellt. Es gelten die Regelungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes analog.

4. Das Stadtgebiet Frankfurts wird an der Mainlinie geteilt. Der nördliche Teil wird zu Sonderwirtschaftszone erklärt, die ausschließlich der Kontrolle durch die Deutschen Börse AG untersteht. Bürgermeister wird automatisch der Vorstandsvorsitzende derjenigen Bank, die den höchsten Wolkenkratzer im Stadtgebiet besitzt/geleast hat.

Der südliche Teil Frankfurts wird in „Biosphärenreservat Sachsenhausen“ umbenannt. Er ist mit geeigneten Einfriedungsmaßnahmen gegenüber der Außenwelt und insbesondere Frankfurt-Nord vor unbefugtem Grenzübertritt zu sichern. Ein- und ausreise werden durch den Zoll kontrolliert. Das Schengen-Abkommen wird aufgehoben. Dieser Teil Frankfurts dient der Konservierung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten der primitiven hessischen Naturvölker. Der Erlaubnissvorbehalt der Nr. 3 ist hier aufgehoben, jedoch die Einfuhr von Bier ist untersagt.

5. Die Stadt Wiesbaden wird Rollstuhlgerecht ausgebaut.

6. Sämtliche von den hessischen Landesregierungen begonnenen aber nie fertig gestellten Autobahnen werden zügig vollendet. Dadurch sollte die zivilisatorische Erschließung von Gebieten wie Waldeck-Frankenberg, Biedenkopf oder dem Odenwald endlich möglich werden.

7. Sämtliche Wähler, die bei der Landtagswahl „die Linke“ gewählt haben, werden in die Landkreise Fulda und Bad Hersfeld umgesiedelt, diese werden Thüringen angegliedert. Damit wird der Lehrermangel in Ostdeutschland behoben. Zum Ausgleich wird Eichsfeld Niedersachsen zugeschlagen.

8. Der 3.10. ist nicht mehr Feiertag. Neuer hessischer Nationalfeiertag ist der 3.11.. Dieser heißt jetzt „Unentschiedenstag“.

9. Die Lärmbelästigung durch den Frankfurter Flughafen muss zum Wohle der Bevölkerung umgehend unterbunden werden. Für den gesamten Bereich der Einflugschneisen wird daher ein Nachtwohnverbot ausgesprochen. Menschen dürfen sich in diesen Gebieten nach 22.00 Uhr nicht mehr aufhalten. Damit werden zuverlässig Gesundheitsschädigungen durch nächtliche Lärmbelästigung ausgeschlossen.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

[per E-Mail von Peter – kursiert als anonyme Massenrundmail – siehe auch hier – trés witzig]

Rechnungen, Forderungen und Abmahnungen fluten die Mailbox

Aus aktuellem Anlass eine ‚Warnung/Entwarnung‘: Zur Zeit grassieren massiv Mails mit angeblichen Forderungen vom Amtsgericht Köln bishin zu Stayfriends und eBay-Rechnungen von Gravenreuth (… wie „witzig“ …). Dabei handelt es sich (bis auf vielleicht einige bedauerliche Einzelfälle, die dann aber nicht sonderlich überrascht sein werden …) in der Regel um Malware, wie auch die TU Berlin in ihrem ganz hervorragenden Hoax-Info-Service wie gewohnt zuverlässig berichtet:

Heute rauscht eine offenbar riesige Welle von Malware-haltigen Spam-Mails durch die Mailboxen. Die Mails kommen allesamt mit gefälschten Absenderangaben und handeln von vorgeblichen Forderungen, Lastschriften, Rechnungen, Abbuchungen, Mahnungen und dergleichen mehr (Betreffliste siehe unten). Im Anhang befindet sich stets ein ZIP-Archiv, das entweder „Anhang“ oder „Rechnung“ heißt. Darin steckt meist eine Datei namens „Rechnung.scr“ (30 bzw. 40 KB), zum Teil sind auch zwei Dateien namens „Rechnung.txt.lnk“ (1,6 KB) und „zertifikat.ssl“ (33 KB) enthalten. Neuere Mail-Varianten kommen mit einem Anhang namens „Mahnung.zip“, der eine 10 KB große „Rechnung.pif“ enthält. In jedem Fall handelt es sich um Malware, um Trojanische Pferde. Sie laden weitere Schädlinge aus dem Internet nach, die Bankdaten ausspionieren sollen.
Quelle: TU Berlin (mit Abbildungsbeispielen)

Es sind also keine echten Rechnungen, es sind Schadprogramme, also muss man darauf auch nicht antworten, sondern die Mail wegwerfen und vor allem den Anhang vorher NICHT öffnen. Und wenn sich jemand wundert, dass das doch die „echten“ Daten von Stayfriends seien, inklusive Anschrift, dann sei einmal gesagt, dass Betrüger, Spammer und allgemein „Verbrecher“ eines gemein haben „Sie beachten keine Regeln“ und benutzen daher auch frecherweise die Daten anderer Leute. (Sowas aber auch!Aber einige scheint das echt zu beeindrucken/überraschen!

Beispiel-Mail:

Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für Ihre Anmeldung bei stayfriends.de Sie haben Sich fuer unseren kostenpflichtigen Suchservice entschieden. 685,95,- Euro werden Ihrem Konto für ein Jahresvertrag zu Last gelegt. Wir mailen Ihnen alle Antworten auf Ihre Suchanfrage 2 Mal woechentlich zu, Sie koennen sich auch zu jeder Zeit einloggen und den aktuellen Stand einsehen. Entnehmen Sie Ihre Rechnung und den Zugang zu Ihrem Profil den unten angefuehrten Anhang. Bitte diesen genauestens durchlesen und bei einer Unstimmigkeit uns kontaktieren. Zum Lesen wird kein zusaetzliches Programm benoetigt.Falls die Anmeldung von einer dritten Person ohne Ihre Zustimmung durchgefuehrt wurde, fuehren Sie unverzueglich, den in dem Anhang aufgefuehrten Abmeldevorgang aus.Der Widerspruch ist nach unseren AGB’s innerhalb von 7 Tagen schriftlich zulaessig!
Eine Kopie der Rechnung wird Ihnen in den nächsten Tagen per Post zugestellt.

Mit freundlichen Gruessen

StayFriends GmbH
Postanschrift
StayFriends GmbH
Neustaedter Kirchenplatz 1a
D-91054 Erlangen

USt-IdNr.
USt-IdNr. DE228247780
Amtsgericht Fuerth HRB 10669

Bevor mich heute noch mehr fragen, was sie machen und ob sie darauf reagieren müssen…

Abgemahnt wegen WordPress Plugin »Subscribe to Comments«

Bloggersdorf in Aufruhr, Anwälte wurden losgelassen.

Und „Nein“, es überrascht mich dann nicht wirklich, denn die latente Gefahr bestand in der Tat, dass sie sich dann realisierte, ist eine andere Sache.

Das Plugin »Subscribe to Comments« gehörte für mich aus Usablity-Gründen ganz oben auf die Liste der Plugins, die man haben muss. Es ist einfach unglaublich praktisch und unterstützt die Kommentarkultur, wenn man sich auf einen eigenen Kommentar hin benachrichtigen lassen kann, wenn zu dieser Thema/Artikel andere auch einen Kommentar abgeben oder eine Antwort erfolgt. Doch das Problem ist das gleiche im Grunde, wie bei Newsletter und eCards: Es „kann“ eben missbracht werden.

Ohne auf die Details des zu Grunde liegenden Abmahnfalles im Upload-Magazin eingehen zu können oder zu wollen, ist der Umstand nicht wegzuleugnen:

Das Problem der Funktion: Die E-Mail-Adresse wird im Vorfeld nicht überprüft und bestätigt, jeder Nutzer kann im Feld “E-Mail” jede beliebige Adresse angeben. Mögliches Szenario: Dieses Feature wird missbraucht, indem eine fremde Mailadresse angegeben wird und die Benachrichtigungen über neue Kommentare landen dann bei jemandem, der sie nicht bestellt hat. Das klingt für manche sicher harmlos, aber genau diese Lücke im System ist der mögliche Auslöser einer Abmahnung.
Quelle: upload-magazin.de

Es ist reiner Zufall, dass wir das Thema hier in den Kommentaren gerade thematisierten: Es muss ja nicht immer Missbrauch sein, manchmal ist es Unachtsamkeit, fehlendes Unrechtsbewusstsein oder schlicht Unkenntnis oder ein „Jux“, der dazu führt, dass andere mit solchen Einträgen falscher E-Mail-Adressen faktisch belästigt werden. Und das darf man nicht außer Acht lassen bei aller Empörung, dass nun wieder ein nützliches und sinnvolles Feature im Web 2.0 rechtlich bedenklich und abmahnbedroht ist.

Tatsache ist, dass ein »Subscribe to Comments« durch die nun bekannt gewordene Abmahnung neue Brisanz birgt. Die Abmahnung an sich ändert ja nichts an der rechtlichen Beurteilung, eine Abmahnung dokumentiert im Wesentlichen nur eine Rechtsauffassung, die vor Gericht nicht halten muss. Aber durch die Abmahnung wird der Finger auf die Wunde gelegt und könnte andere zum Trittbrettfahren einer weiteren Abmahnung ermuntern. Es ist ja nicht so, dass man noch nie davon gehört habe, dass es auch unredliche Anwälte geben soll (… sicher nur so ein Gerede …), die solche Fälle, die zur Abmahnung führen könnten, wenn nicht initiieren so doch aktiv sich herbeiwünschen … Kurzum: Ich sehe das Plugin genauso rechtlich bedenklich wie vorher, aber das Risiko, dass man deswegen belangt wird, ist sicher deutlich gestiegen – ich werde daher vorerst darauf hier im Blog verzichten und dies auch so als Empfehlung weitergeben.

Es ist sicher eine Krux, dass der rechtliche Bedenkenträger vieles im Netz behindert und das Risiko auf Abmahnungen viel Dynamik und Spaß an der Sache nimmt, gerade die Kommentarbenachrichtigung war für mich enorm wichtig um verschiedenen Threads folgen zu können, bei denen ich mich selbst mit einem Kommentar beteiligte. Aber jammern gilt nicht. Man darf eben nicht vergessen, dass es tatsächlich für manche eine Belästigung sein kann, dass ist nicht von der Hand zu weisen. Und man kann da nicht vom Belästigten verlangen, dass er alle Störer erst mal anschreibt und den ganzen Ärger der Nachverfolgung hat, vielleicht am Ende nur um dann von der Quelle ne blöde Antwort zu kriegen mit dem Hinweis: Dann wende dich doch an den, der die Adresse eingetragen hat – wohl wissend, dass dies in der Regel faktisch nicht möglich ist.

Auch wenn ich diese Abmahnpraxis für eine Plage halte: Das Übel steckt darin, dass solche Tools faktisch missbraucht werden können und missbraucht werden. Vor diesem Hintergrund muss man die Kröte wohl schlucken und sich anderes einfallen lassen. Eine gute Lösung wäre sicher, wenn man das Plugin so erweitern könnte, dass man nur als „Subscriber“, der seine Mail persönlich einmal bestätigt hat, diese Funktion nutzen kann. Wäre prima, wenn das der Plugin-Autor integrieren könnte.

Nachtrag/Anmerkung: Wie auch von donvanone und anderen Orts empfohlen, bietet das Plugin CommentMailer24 einen ganz entscheidenden Vorteil an dieser Stelle: Eine Opt-In-Mail, die man erst anklicken muss, um dann wirklich die Benachrichtigung zu erhalten. Das müsste der von der Justiz als bis dato akzeptablen Newsletter-Option jedenfalls sehr nahe kommen und das Risiko senken. Ich hab es jetzt hier mal eingebaut und getestet. Leider enthält die Benachrichtugung aber nur einen Hinweis, dass es nen neuen Kommentar gibt, aber nicht welchen. Das hat sicher sein Für und Wider. Einerseits war es – gerade um die Kommentare moderieren und überwachen zu können – wichtig, per Mail lesen zu können, was kommentiert wurde, andererseits war die Kombination mit dem Plugin »Edit Comments« ein gewisses Problem, da man nicht unbedingt die letzte Version las. – Kurzum: Eine Übergangslösung allemal, eine Vereiningung beider Plugins inklusive der Benachrichtigung bei Änderungen bestehender Kommentare wäre aber der Traum …

Update: Bei donvanone gibt’s die Anleitung zum Glücklichsein – oder: Wie bringe ich meine Benachrichtigung zum Reden, also zur Wiedergabe des Kommentarinhalts. Sollte Don unbedingt mal dem Plugin-Autoren schicken! Merci bien!