Tag Archives: gesundheit

Neue Überlegungen: Abwrackprämie für Senioren

Die Bundesregierung soll nach bisher unbestätigten Meldungen eine zweite Stufe der Abwrackprämie planen. Damit sollen Bürger zur Übergabe der familieneigenen Senioren an Alten- und Pflegeheime animiert werden. Die Maßnahme sei im Rahmen des Konjunkturpakets VI von der Großen Koalition bereits beschlossen worden.

Wer den Bonus, der in der finalen Gesetzesfassung voraussichtlich “Silver Bonus” genannt wird, vom Bundesamt für Gesellschaftspflege und Morbiditätsprävention (BAGM) in Anspruch nehmen will, muss einen entsprechenden Antrag stellen. Dazu muss das Antragsobjekt mindestens 65 Jahre alt sein und seit 5 Jahren berufsunfähig oder in Rente. Zugelassen sind desweiteren nur Senioren, die nicht in häuslicher Gemeinschaft leben und in den letzten zwei Jahren im Schwerpunkt für sich selbst sorgen konnten (Seniorenklasse 4).

Einstufung der Senioren im Sinne der Silver Bonus-Regel (Auszug aus der Vorveröffentlichung des BAGM)

Seniorenklasse 4: Selbstversorger, finanziell unabhängig
Seniorenklasse 3: In häuslicher Gemeinschaft mit Familie lebend, Rücklagen
Seniorenklasse 2: Senil, rückständig (technisch, ideologisch), verhaltensauffällig
Seniorenklasse 1: Hilfsbedürftig, verwirrt, gesteigerte Morbiditätsprognose
Seniorenklasse 0: hohe Mortalitätsprognose

Anträge können alle Verwandten 1. bis einschließlich 6. Grades, Nachbarn und Bekannte stellen, soweit sie in der Lage sind das im Internet zur Verfügung stehende persönliche Formular vollständig auszufüllen. Die Prämie steht dem Antragstellenden zu, bei mehreren Anträgen gilt “first come, first served”. Eine Sunrise-Periode für Verwandte bis 2. Grades ist aktuell noch in der politischen Diskussion.

Mit der Abwrackprämie für Senioren will die Bundesregierung neue Konjunktur-Impulse für das Gesundheitswesen im Bereich Altenpflege setzen und zugleich spürbar das Gesundheitssystem entlasten.

Senioren, die für den Silver-Bonus in Frage kommen, werden unmittelbar in ein Alten- oder Pflegeheim mit Rundumversorgung eingewiesen, die Kosten für die lebenslange Unterbringung werden aus dem Vermögen des Senioren und anteilig vom Bund bestritten. Angehörige werden von jeder Verpflichtung freigestellt, Erbansprüche entfallen mit positiver Bonus-Verbescheidung. Antragstellende, die einer Unterbringung im Ausland zustimmen (gesondertes Formular), können je nach Unterbringungsland zwischen 1.000 Eur (EU-Unterbringung) bis 4.000 Eur (Residence of Guantanamo; nach Umbau) Zusatzbonus erwarten.

Kritikern, die darauf verweisen, dass gerade Senioren der Klasse 4 doch für die Gesellschaft keine Belastung seien, erteilte der zuständige Bundesminister eine klare Absage: “Gerade Senioren der Klasse 4 sorgen bereits heute zunehmend für Probleme im innerstädtischen Bereich, seien beratungsresistent gegen ärztliche Anweisungen, bestünden auf übertriebene Gesundheitsleistungen (wie einer Krankenhaus-Unterbringung in Einzelbetten, statt den üblichen 3er-Etagenbetten) und leben zu lange von Rente, was gerade mit – für dieses Alter – unnatürlichem Bewegungsdrang und gesunder, abwechslungsreicher Ernährung zu tun hat.”

Es bleibt abzuwarten, ob der Silver Bonus nur einen kurzfristigen Effekt hat oder langfristig etabliert werden kann. Ausnahmeregelungen, vergleichbar der politischen Immunität für Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes, drohen bereits im Vorfeld die Regelung zu unterwandern und den gewünschten Effekt auszuhölen.

Da der Antrag nur bei im Inland wohnenden Senioren gestellt werden kann, befürchtet die Tourismusindustrie zudem einen Umsatzeinbruch, da zu erwarten ist, dass viele potentielle Antragssteller Auslandsreisen von in Frage kommenden Senioren verhindern würden, damit diese nicht die Gelegenheit nutzen sich bei dieser Gelegenheit abzusetzen. Entsprechende Verhandlungen auf bilateraler Ebene zwischen den EU-Ländern für eine Auslieferung gestalten sich schwierig.

{lang: 'de'}

Zahnkamera (schnurlos)

Dinge, die ich schon immer brauche: Eine “Wireless Dental Camera”

vollbildaufzeichnung-23022009-113517

Even though you faithfully brush your teeth every morning and night, are you really sure your pearly whites and gums are in perfect health? A weekly trip to the dentist

would answer those questions, but so would this considerably more affordable wireless

dental cam.

via OhGizmo! » Archive » Wireless Dental Camera.

Kolleging meinte, so für ein “Vorher-Nachher-Bild” vor so mancher Zahnbehandlung (zur Beweissicherung) wäre das vielleicht gar nicht so dumm…

{lang: 'de'}

Heute ist Welt-AIDS-Tag

Die Rote SchleifeWir Menschen sind wirklich ein Meister des Verdrängens. Man weiß es zwar, aber man verdrängt es, lässt es emotional nicht an sich heran, erst wenn man selbst betroffen ist.

Nicht anders ist es zu erklären, dass wir mit Genußmitteln und allgemein mit unserer Gesundheit so fahrlässig oft umgehen. Krebs durch Rauchen kriegt immer nur der andere, Alkoholprobleme haben nur die in den Selbsthilfegruppen und eine Infizierung mit HIV betrifft nur Schwule und die Afrikaner. Ein Trugschluß.

Und selbst wenn man tatsächlich sein Leben bewußt und risikoarm lebt oder tatsächlich nicht betroffen sein sollte: Es ist sicher kein Fehler an die Schicksale in dieser Welt zu erinnern und so auf die Regierenden für Forschung und Aufklärung weiter den Druck aufrecht zu halten – oder vielleicht selbst durch eine Spende einen Beitrag zu leisten.

Die Zahlen belegen es: Wir dürfen Aids nicht vergessen. Aids ist weltweit eine Katastrophe. Und auch bei uns infizieren sich immer mehr Menschen; 2007 so viele wie noch nie seit die Infektionen erfasst werden.

Was viele vergessen (oder gar nicht mehr wissen): Aids ist nicht heilbar. Nur weil wir kaum Aidskranke in der Öffentlichkeit sehen und sie dank moderner Medikamente länger leben, ist die Krankheit nicht verschwunden. (Und ganz nebenbei bemerkt: Der Medikamenten-Cocktail, den Aidskranke einnehmen, ist kein “Softdrink”. Er schränkt die Lebensqualität ein und kann erhebliche Nebenwirkungen haben.)

Heute ist Welt-AIDS-Tag.

www.welt-aids-tag.de

[via]

{lang: 'de'}

Verkackeierei zum gesundheitlichlichen Einheitssatz

Die “Gesundheitskassen”, wie sich die Krankenkassen gern nennen, sollen demnächst einen Einheitssatz haben: 15,5% Und damit allein im Durchschnitt eine Erhöhung von über 0,5% für jeden deutschen Beitragszahler. Kommentiert wird das ganze gern als politische Entscheidung “gegen” die Krankenkassen, was ich auch allein schon für einen schlechten Witz halte, angeblich wegen “einheitlich” (und damit wettbewerbsschädlich) und weil die KK ja noch viel mehr bräuchten, wird argumentiert.

Wollen die mich eigentlich verkackeiern?

Vor nicht mal allzulanger Zeit hat man uns die beschissene Praxisgebühr reingedrückt, mit der Begründung, man wolle die Lohnnebenkosten senken. Ist natürlich nicht passiert, im Gegenteil, bei mir kam in der Lohnabrechnung noch ein kleiner Zuschlag (da stand dann “+ X %”) obendrauf – und der war doppelt, da staatlich verordnet nicht mehr vom Arbeitgeber anteilig zu tragen. Die KK nahmen die Praxisgebühr, die ein heilloses Chaos und unglaublichen bürokratischen Aufwand verursachte – ich erinner mich da nur ungern an Einzelfälle – und verschlang sie ebenso wie den Zuschlag. Die Politik, die das ganze als Erfolg feierte, mahnte zur Geduld und sprach von Übergangsphasen … die ist wohl jetzt vorbei.

Die Praxisgebühr bleibt (nehme ich schwer an), aber der Satz wird nicht gesenkt sondern sogar noch angehoben. – Und das als Erfolg dem Wähler zu verkaufen ist für mich eben bigotte Verkackeierei.

Und wenn mir einer sagt, die Einheitlichkeit sei ein Vorteil (welcher genau hat sich mir nicht mal erschlossen), der sollte sich das Konstrukt ruhig mal im Detail anschauen, denn natürlich wird es KK individuell gestattet sein Zusatzgebühren zu erheben oder Prämien auszuschütten. HALLO!?!?

Es werde jedoch auch Kassen geben, die trotz des neuen Beitragssatzes Probleme mit den zusätzlichen Kosten haben werden, prognostiziert Etgeton. “Diese werden dann zunächst restriktiver in der Bewilligung freiwilliger Leistungen vorgehen und dann einen Zusatzbeitrag von den Versicherten verlangen.” Das werde allerdings noch ein wenig dauern: “Die Krankenkassen brauchen vermutlich erst einmal Zeit, um angesichts der vielen Veränderungen neu zu kalkulieren. Bei einigen Kassen könnten sich dann auch Überschüsse ergeben, die als Prämien wieder an die Mitglieder ausgezahlt werden.”
Quelle: sueddeutsche.de

Ist das nach dem Motto “Alle sind gleich, aber manche sind gleicher?” und man fühlt sich (gleich mehrfach) unfreiwillig an die Farm der Tiere erinnert:

Jahre später leben zwar viel mehr Tiere auf der Farm, doch nur mehr eine Handvoll davon hatte die Rebellion gegen Bauer Jones selbst miterlebt. Die Windmühle steht nun zwar, doch wird sie nur zum Kornmahlen verwendet, was einen netten Profit abwirft. Unterdessen arbeiten alle, mit Ausnahme der Schweine und Hunde in der “Verwaltung”, hart an einer zweiten Windmühle, die dann endlich Strom und den versprochenen Luxus liefern soll. Trotzdem erscheint ihnen das Leben als Privileg, weil die Farm immer noch die Einzige in England ist, die sich im Besitz von Tieren befindet, und sie somit nur für sich arbeiteten, denn alle Tiere sind gleich.

Doch eines Tages laufen die Schweine plötzlich alle auf zwei Beinen und tragen Kleidung, was den Sieben Geboten des Animalismus zu widersprechen scheint. Aber auf der Scheune steht plötzlich nur mehr ein einziges Gebot:

“Alle Tiere sind gleich, Aber manche sind gleicher.”

Kurz darauf trifft eine Abordnung der umliegenden menschlichen Farmer ein, und stolz präsentieren die Schweine, wie prächtig die Farm der Tiere doch läuft und wie gut die Tiere doch leben. Die Menschen, allen voran Mr. Pilkington, sind tief beeindruckt.

Ach ja, Verlierer gäbe es “leider auch bei der Sache:

Verlierer sind in jedem Fall die Mitglieder günstiger Kassen. So müssen Gutverdiener mit 3600 Euro Brutto-Gehalt, die bei der IKK Sachsen Mitglied sind, 50,40 Euro mehr im Monat zahlen – also rund 600 Euro mehr im Jahr.
Quelle: sueddeutsche.de

Aber dafür gäbe es auch Gewinner, positive Seiten und “Vorteile”:

Aber auch für andere Versicherte könnte es Vorteile geben: “Eine positive Auswirkung der höheren Beiträge für die Versorgung besteht darin, dass es mehr Pflegekräfte in Krankenhäusern geben soll”, so Etgeton. “Auch die Ärzte sollen, besonders in strukturschwachen Gegenden, besser vergütet werden.”

Auch für Versicherte, die einen umfangreichen Service wollen, könnte der neue einheitliche Beitragssatz vorteilhaft sein: “Sie zahlen künftig genauso viel wie die Kunden einer Kasse, die auf den Service überwiegend verzichten”, sagt Sabine Baierl-Johna von der Stiftung Warentest.
Quelle: sueddeutsche.de

Ich lasse “gern” mit mir umspringen und mich politisch rumschupsen, ertrage ne Menge an “Diplomatie” und beuge mich dem Realismus, wenn es irgendwie plausibel erscheint, aber verarschen lasse ich mich ungern.

Und sie übertreiben es für meinen Geschmack an allen Fronten gerade ziemlich gewaltig, was die Verarsche des kleinen Mannes angeht. Ich lege da keine Hand mehr dafür ins Feuer, dass – gerade wenn es nun mit der Wirtschaft den Bach runtergeht – sich nicht wieder mal so ein radikaler Wirrkopf nach oben schwingt, der mit einfachen klaren Worten aus der Volksseele spricht und damit alle verführt. Wenn man durch solche Aktionen und ihrer Verpackung nicht jeglichen Respekt vor der Ehrlichkeit der Handelnden verliert, was braucht es dann noch? Das Versprechen von “die Rente ist sicher” oder eine “Garantie der Bundesregierung für alle Spareinlagen“? Jaja, ich weiß schon … “Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!”

{lang: 'de'}

Mein erstes Mal: Der Helm

Auch wenn ich mich damit total zum Deppen mache: Ich hab mir einen Fahrradhelm zum Geburtstag gewünscht und heute das erste mal im Einsatz. Machen wir uns nichts vor: Ich habe keinen Kopf für einen Fahrradhelm. Es sieht aus wie eine undefinierbare außerirdische Masse, aber nicht mal die kann mit meiner Kopfform offensichtlich was anfangen.

Die Fahrradfachverkäuferin meines Vertrauens meinte: Ich müsse mal meine Einstellung über den Sinn eines solchen Helms verändern.

Aber stimmt ja: Auch wenn man noch so gewissenhaft fährt – einmal vom Auto geschnitten und mitm Deds (sprich: deetz; fränkisch = Kopf) gegen Bordstein und du bist froh nach 2 Jahren wieder deinen Namen ohne Hilfe schreiben zu können. Und als Vorbild für die Kinder sowieso.

Ergo: Deckel drauf und gut ist. Bloß die Haare sehen danach scheiße aus. Aber wenigstens ist er mal ohne Firlefanz und matt schwarz (mit dezenten Reflektoren)

Nachtrag: Der Helm ist übrigens von ABUS, von denen auch mein Schloß ist. Wusste gar nicht, dass die auch Helme machen. Und interessantes liest man auf deren Website »Heute ist das nach christlichen Grundsätzen geführte Unternehmen bereits in der dritten und vierten Generation im Familienbesitz und präsentiert sich unter der Dachmarke ABUS als starke unabhängige, weltweit operierende Unternehmensgruppe für mechanische und elektronische Sicherheit.« … sowas mag und unterstütze ich ja gerne. :-)

{lang: 'de'}

Mein Lieblingswort bekommt Konkurrenz

Lange unangefochten vorne:

Steuervergünstigungsabbaugesetz

Aber das hier hat als Wortkombination Potential auf den Titel:

morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich

Kurz: der Morbi-RSA. Auch schon mal drüber nachgedacht, welcher Morbiditätsgruppe man angehört?

Guten Abend, Deutschland.

{lang: 'de'}

Die eigentliche Ostereier-Frage

Bild © Endl 2008

Wie viele Schokoladen-Ostereier hintereinander sind maximal verträglich? *burbs

Umfrage-Ergebnis aus der Sidebar:

Wie viele Schoko-Ostereier gehen maximal?

- 8% Keines, bäh
- 4% 1
- 15% 2-3
- 19% 4-5
- 27% 6-10
- 27% No Limits
Stimmen gesamt: 26

{lang: 'de'}