Tag Archives: jugend

No. 1 Treffpunkt der Jugend

Der Autoscooter – Wir haben es immer gewusst und unsere Eltern haben die Wahrheit nur unterdrückt.

{lang: 'de'}

John Hughes ist tot

Hatte ich ja gar nicht mitbekommen. :-(

John Hughes ist gestern im Alter von nur 59 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben und mit ihm der Erschaffer von Ferris Bueller und The Breakfast Club, zwei meiner Alltime-Favorites und ich will gar nicht wissen, wie oft ich „Ferris macht blau“ gesehen habe, nachdem das der zweite oder dritte Film war, die ich damals im Kino gesehen habe (der erste war „20.000 Meilen unter dem Meer“).

viaJohn Hughes R.I.P. | Nerdcore.

Auch für mich definitiv ein ganz wichtiges Element meiner Jugend und frühen Zwanziger – wie eben Sixteen Candles oder Breakfast Club, Pretty in Pink oder Ferien zu Dritt. Bekannter waren allerdings seine späteren Werke als Autor und Produzent aus der Reihe “Kevin allein zu Haus” mit John Candy, die ich zwar auch gern sah, aber die an den Kultstatus seiner Frühwerke mit Judd Nelson, Molly Ringwald, Emilio Estevez, James Spader, Harry Deab Stanton, Andrew McCarthy oder Jon Cryer nicht rankamen.

Vielleicht aber bleibt John Hughes auch deswegen immer in bleibender Erinnerung, weil seine Filme viel zu oft zu wahren Meisterleistungen deutscher Grotten-Übersetzungen von Filmtitel animierten. So wurde bspw. aus Breakfast Club ein Der Frühstücksclub, aus Sixteen Candles das fast prosaische Werk Das darf man nur als Erwachsener und – unübertroffen! – aus Class Reunion der sicher auch in der Einzelkabine konkurrenzfähige Titel Ich glaub’ mein Straps funkt SOS.

Ruhe in Frieden, John, früher warst du einer meiner Helden und wirst unvergessen bleiben!

Oder um mit den Worten aus seinem Film zu schließen:
Schrauben fallen andauernd irgendwo raus, die Welt ist eben nicht perfekt” (John Bender, Breakfast Club)

Don’t You Forget About Me
Don’t Don’t Don’t Don’t
Don’t You Forget About Me

Will you stand above me?
Look my way, never love me
Rain keeps falling, rain keeps falling
Down, down, down

Will you recognise me?
Call my name or walk on by
Rain keeps falling, rain keeps falling
Down, down, down, down

Simple Minds – Don’t You (Forget About Me)

Soundtrack Breakfast Club (den hab ich sogar auf CD zu Hause…)

{lang: 'de'}

Held sein – Der Shopblogger

WIR WAREN HELDEN!

Alle, die nach 1980 geboren wurden, haben hier nichts mehr zu suchen, denn die Kinder von HEUTE werden in Watte gepackt!

Wer wie ich vor 1980 geboren wurde, darf jetzt weiterlesen…

Held sein – Der Shopblogger.

Nette Geschichte, bisschen pathetisch, aber manches wahr.

{lang: 'de'}

Digital Natives

Als wir damals uns ins Internet einwählten (so hieß das damals noch), gab es verdammt wenig zu sehen, mehr die Idee was wohl kommt als Inhalt und es war dazu noch richtig richtig richtig teuer. Ich glaub – aber nagelt mich nicht fest – es waren im worst case 40 Pfenning pro Minute (100 Pfenning = 1 Deutsche Mark, falls das jemand nicht mehr so drauf hat, 40 Pf. entspricht also rechnerisch ungefähr 20 Cent, gefühlt 40 Cent). Das setzte sich zusammen aus der Telefongrundgebühr (man zahlte da noch Einheiten pro Minute, Flatrates waren Ammenmärchen), zzgl. eine minütliche Gebühr für Btx, plus Btx plus plus Internet (10 Pfenning gleich nochmal extra). Das war noch Leidenschaft und pure Neugier, das ging richtig ins Geld und meine erste eigene Website (aka Homepage) war purer Luxus oder eben ein Jonglieren mit ständig kommenden und gehenden Gratiswebspace (zu meiner ersten Hoch-Zeit baute ich meine Homepage aus 3-4 verschiedenen Webspaces zusammen).

Da dachte man: Hey! Wir sind quasi die Pioniere im Cyberspace, wir sind die Beta-Tester für die Grundlagen – aber die, die danach kommen, die werden sich nicht um Grundlagen kümmern, die wachsen damit auf. Das ist wie bei der Erfindung des Automobils – die ersten sorgten dafür, dass ein Auto überhaupt fährt und die Lösung grundsätzlicher Fragen, aber heute geht es nicht mehr um das Auto, heute ist die Frage Mobilität – nicht das Auto an sich ist die Frage, sondern was man auf Basis der vorhandenen und gesellschaftlich selbstverständlichen Mobilität schafft.

Aber was machen dieses Digital Natives, die Generation, die mit und im Internet aufgewachsen ist nun mit den Möglichkeiten? Die, die losgelöst von Grundsatzfragen sich rein auf die Entwicklung und Auslotung von Grenzen konzentrieren können? Die kreativ einfach aus dem Füllhorn der Möglichkeiten schöpfen könnten? Nix!

»Wo sind sie, die “Digital Natives”?« via Sympatexter rules the word.

Eigentlich wollte ich ihn an den Schultern packen und durchrütteln. Ob er denn nicht wisse, dass er zur Generation der “Digital Natives” gehöre? Dass er das Internet mit der Muttermilch aufgesogen habe und sich da gefälligst besser auszukennen habe als ich! Dass er die Speerspitze einer neuen, basisdemokratischen Bewegung zu sein habe. Ich wollte ihn ohrfeigen und fragen, ob er die letzten Jahre geschlafen hätte. Aber er kam mir zuvor und sagte, dass sie erst seit ein paar Wochen Internet zuhause hätten.

[...]

In letzter Zeit fällt mir häufig auf, dass die junge Generation im Großen und Ganzen keine Ahnung vom Internet hat. Wer auch immer den Begriff “Digital Native” für die Generation nach (sagen wir mal…) 1990 geprägt hat, hat eigentlich nur einen Wunschtraum erschaffen, ein Web 2.0 Märchen. Das einzige, das die Teens heute am Internet interessiert, ist Chatten und Musik von einer Festplatte auf die nächste zu wuppen. Dann noch eine Prise MySpace (“boah, ne, das ist voll out”) und Schüler- oder StudiVZ. Aber selber bloggen, regelmäßig Blogs lesen oder (oh weh, sogar kritisch) kommentieren? Eine eigene Domain oder Homepage verwalten und dort eigene Inhalte veröffentlichen? Meinungsbildung vorantreiben oder womöglich sogar bei Wikipedia mitschreiben? Medienkompetenz? Fehlanzeige. Mein Eindruck ist, dass sich das auch nicht so bald ändern wird.

Judith trifft da den Nagel auf den Kopf, den ich damals schon auch so erlebte: Und was machst du so im Internet »Mit Messenger quatschen. Videos schauen. Was mit Google suchen.«

{lang: 'de'}

Unerfüllte Jugendträume

Bild © Endl 2008

Als ich 16 war, war so eine Maschine ein unerfüllter Wunschtraum.
Leider hatte ich zwei Probleme: Kein Geld und keine Erlaubnis meiner Eltern.

Heute stehe ich vor so einer Maschine und es kribbelt wieder,
doch leider habe ich dafür kein Geld und mir fehlt die Erlaubnis meiner Frau.

Da waren sie also wieder, meine zwei Probleme…

{lang: 'de'}

Und was machst du so im Internet

Bild © Endl 2006

Manche Tage überkommt mich der Leichtsinn meinen Tellerrand für einen Moment zu verlassen und dann schalte ich von “haste schon” “musste hier” “kannste da” auf den Fragemodus um: “Und was machst du so im Internet?”

Ich werde wohl Internet-Altersmilde und mein Missionardrang lässt nach Richtung in sich zurückgezogener grauer Netz-Eremit, aber manchmal überkommt mich der Übermut und ich frage bei den jungen Menschen nach, so geschehen in den letzten Monaten gar sogar einige Male.

Man meint ja, wenn man sich die ganze Zeit mit dem Netz beschäftigt, die Welt wäre damit bereits untrennbar verstrickt. Es ginge gar nicht mehr um Verständnis-, sondern nur noch um Glaubensfragen der Marke: Blogst du noch? Oder twitterst du schon? Oder: Spürst du auch schon vor der googlesche Bedrohung? Oder fürchtest Du Dich noch vor dem Gates-Mann?

Mein Freilandversuch unter jungen Menschen zwischen 16 und 24 ergab dagegen ein Bild, das ich erst mal verarbeiten muss:

Und was machst du so im Internet?

Mit Messenger quatschen. Videos schauen. Was mit Google suchen.

Gibt sicher auch andere (als meine Freiland-Probanten), aber das war’s bei mir en gros im Feldversuch. Messenger, Video, Google. Nichts von wegen informationeller Selbstbestimmung, Nutzung des Internets als Plattform für die aktive Beteiligung an der öffentlichen Diskussion, kein direktes selbstbestimmtes Kundenverhalten, keine Kanalisierung der eigenen Thesen und Meinungen nach außen. Messenger, Video, Google. Bisschen unter sich quatschen eben (Telefon 2.0), Videos glotzen (Fernsehen 2.0) und wenn man nicht weiß was im Kino kommt eben bei Google fragen (Auskunft 2.0).

Ich will das gar nicht bewerten. Aber wenn ich jetzt so wieder zurück auf meinen Eremiten-Berg klettere, dann weiß ich zumindest, dass ich Messenger, Video, Google wohl doch unterschätzt habe, wie ich auch Big Brother, DSDS und Germany’s Next Topmodel (« das Apostroph ist von der Website übernommen…) unterschätzt habe, wie auch Privatfernsehen generell, eine RTL-”Nachrichten”sendung oder die “soziale” Marktwirtschaft, politische Willensbildung oder Demokratie als eine Machtform, die dafür sorgt, dass das Volk regiert. – Aber ich schweife ab, das mag man dem Alter zuschreiben.

Solange ich hier oben in meiner Höhle sitzen darf und keine Freischärler oder Regierungstruppen mich als Dissidenten in Gewahrsam nehmen, ist das schon in Ordnung. Man darf dem Volk Freiheit ja auch nicht aufzwingen, wenn man sie gar nicht will.

{lang: 'de'}

Ich glaub, die spielen wirklich Cricket

Bild © Endl 2008

Jugendliche. Hier in Frankfurt. Mitten auf einem Parkplatz.

Haben die denn nichts besseres zu tun? Fußball z.B.!? :mrgreen:

{lang: 'de'}