6. Januar 2010
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Sagt sich so leicht: Prädikat “Muss man gesehen haben!” – und natürlich in 3D! Liest sich auch so leicht, wie damals beim Buch Harry Potter – und natürlich da nur in english – Aber dann muss man am Ende doch (s)einen Zugang zu finden, was bei Potter mir einfach fiel, da ich des englischen ausreichend mächtig bin und eine Vorliebe zu Geschichten der Phantasie-Klasse vorhanden ist. Bei Avatar (Der Film) von James Cameron musste ich da schon länger in mich gehen.
Es gibt bessere Filmkritiker als mich, daher versuche ich mich gar nicht wirklich darin und verweise auf die, die es können. Aber ein, zwei Dinge doch so von meiner subjektiven Sicht:
Die Story von Avatar ist sowas von grottenschlecht, dass ich am Ende mehr nur aus leicht irrwitziger Faszination bis zum Ende blieb (meine Frau wäre wohl sonst gegangen). Wobei “grottenschlecht” vielleicht noch das Kernproblem verfehlt, es ist eine Beleidigung des Intellekts – auch auf die Gefahr hin hier arrogant zu wirken.
Haben Amerikaner wirklich keine andere Botschaft als diese? Weißer Mann kommt in fremde Jagdgründe und verfällt der Gier des Goldes, aber einer der ihren freundet sich mit dem ausgebeuteten Urvolk an und führt sie (natürlich, schließlich brauchten sie ja einen so strammen Burschen und Ledernacken als Führer) zum Sieg. Das ganze angereichert mit absehbarer Love-Story und bisschen Mythologie und am Ende der Kampf Gut gegen Böse mit ungleichen Mitteln bis zum Finale Mann gegen Mann, wo guter Mann den bösen Mann mit Pfeil und Bogen gegen Monster-Tötungsmaschine besiegt.
Kennt man woher? Klar! Mindestens 1.000.000 mal schon verwurstet und James Cameron hat quasi die 1:1 Replik von “Der mit dem Wolf tanzt” nur ins blaue Weltall genudelt. Aber auch sonst ist die Geschichte ein Wiedersehen mit allem was der amerikanische Film so hergibt – allen voran die Szene von Independence Day oder auch eben Matrix (im Dritten Teil glaub ich): Einer steht auf einem Podest, die Lage ist aussichtslos und mit ner kernigen Ansprache und gutem Willen stürzen sich die Jünger in den Kampf, von denen die meisten hingemetzelt werden – tja, Opfer braucht es halt auch.
Es spiegelt meiner Ansicht nach einfach das amerikanische Weltbild wieder: One brave man wird gebraucht, um das Böse zu besiegen. Dass der eine Auserwählte dann aus dem eigenen Volk stammt, ist ein Ausdruck von Selbstverständnis als Eliteklasse der Welt. Man selbst ist generell der Nabel der Welt. Man zieht aus und erobert (selbstverständlich schafft man das auch), unterdrückt (selbstverständlich schafft man das auch), reflektiert sein eigenes Fehlverhalten (selbstverständlich schafft man das auch) und überwindet zum Guten (selbstverständlich schafft man das auch). Man selbst ist das Schicksal in persona und wenn es mal schwierig wird hilft der liebe Gott God’s Own Country zum Sieg – und sei es sogar im Kampf gegen einen selbst, also dem Schlechten in einem. Selbst fremde Götter dürfen das manchmal einsehen, da ist man nicht so…
Amerikanische Filme die ohne so einen “Geist” auskommen und statt dessen eine geistreiche Story kreiieren sind selten. Genannter Film Matrix hatte so Ansätze im ersten Teil, aber offenbar erschrak man derart über so viel Komplexität, dass man gleich zwei Folgefilme brauchte, um alles wieder auf die alte Formel zurückzubomben, was dann auch gelang.
Sicher, am Ende wird man sagen: Prädikat “Muss man gesehen haben!” – wegen der virtuell so noch nie dagewesenen Animationen, die Realität von Animation teilweise endgültig verwischen lassen. Allerdings muss man die wenigen Brotkrumen interessanter Gedankenansätze, wie die “denkenden Wälder” oder eben die “Verkörperung einer virtuellen Identität in einen lebendigen Avatar”, in Ehren halten und den Rest der Story mit einer gewissen Fröhlichkeit und Ironie goutieren, sonst werden die 161 Minuten plus 30 Minuten Vorlauf und Pause ein wenig lang.
Ich schließe mit einem Zitat von einem, der es eben doch besser kann als ich – das Filme kritisieren meine ich.
Batzman meint: Vielleicht wird die von Camerons Crew mitentwickelte Technik schon bald einen wirklich großen Film hervorbringen. Das Potential dazu hat sie durchaus. Dazu braucht es dann aber auch jemanden, der genauso viel Zeit in sein Drehbuch steckt, wie in die Technik. Denn wenn diese Art von Bildern bald ganz gewöhnlich ist, kommt es wieder darauf an Geschichten zu erzählen. Zumindest wenn man der König der Welt sein möchte.
Disclaimer: Nein, sowas schreibe ich nicht während meiner Arbeitszeit, hab es nur gerade rüberkopiert vom Handy und noch finalisiert.
3. Oktober 2009
White Russian. Für dich, Dude. (Ronny via Facebook)
Auch so ein Thema, das mich verfolgt…
17. August 2009
Hatte ich ja gar nicht mitbekommen.
John Hughes ist gestern im Alter von nur 59 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben und mit ihm der Erschaffer von Ferris Bueller und The Breakfast Club, zwei meiner Alltime-Favorites und ich will gar nicht wissen, wie oft ich „Ferris macht blau“ gesehen habe, nachdem das der zweite oder dritte Film war, die ich damals im Kino gesehen habe (der erste war „20.000 Meilen unter dem Meer“).
Auch für mich definitiv ein ganz wichtiges Element meiner Jugend und frühen Zwanziger – wie eben Sixteen Candles oder Breakfast Club, Pretty in Pink oder Ferien zu Dritt. Bekannter waren allerdings seine späteren Werke als Autor und Produzent aus der Reihe “Kevin allein zu Haus” mit John Candy, die ich zwar auch gern sah, aber die an den Kultstatus seiner Frühwerke mit Judd Nelson, Molly Ringwald, Emilio Estevez, James Spader, Harry Deab Stanton, Andrew McCarthy oder Jon Cryer nicht rankamen.
Vielleicht aber bleibt John Hughes auch deswegen immer in bleibender Erinnerung, weil seine Filme viel zu oft zu wahren Meisterleistungen deutscher Grotten-Übersetzungen von Filmtitel animierten. So wurde bspw. aus Breakfast Club ein Der Frühstücksclub, aus Sixteen Candles das fast prosaische Werk Das darf man nur als Erwachsener und – unübertroffen! – aus Class Reunion der sicher auch in der Einzelkabine konkurrenzfähige Titel Ich glaub’ mein Straps funkt SOS.
Ruhe in Frieden, John, früher warst du einer meiner Helden und wirst unvergessen bleiben!
Oder um mit den Worten aus seinem Film zu schließen:
“Schrauben fallen andauernd irgendwo raus, die Welt ist eben nicht perfekt” (John Bender, Breakfast Club)
Don’t You Forget About Me
Don’t Don’t Don’t Don’t
Don’t You Forget About MeWill you stand above me?
Look my way, never love me
Rain keeps falling, rain keeps falling
Down, down, downWill you recognise me?
Call my name or walk on by
Rain keeps falling, rain keeps falling
Down, down, down, down
Simple Minds – Don’t You (Forget About Me)
Soundtrack Breakfast Club (den hab ich sogar auf CD zu Hause…)
3. August 2009
-Moin
-Moin
-Moin
-Moin
-Was gibt’s Neues?
-George wird grade gegessen…
Zwei Sechs Fische – in: Ein Fisch names Wanda »Meaning of Life« (und der Fisch hieß Howard, nicht George)
23. Juli 2009
Bisschen kruder Aufhänger für die Story drüben beim Basic Thinking Blog, aber in der Sache harter Tobac. Da stellen die doch tatsächlich Typen mit Nachtsichtgeräten zum beobachten rein um die “Kinogänger unter Generalverdacht” vor unredlichem Handeln wie Filmmitschnitte zu bewahren:
Grund waren die beiden Herren, die mit Nachtsichtgeräten ausgestattet links und rechts der Leinwand umherschlichen und das Publikum die gesamte Veranstaltung über kritisch beäugten. Erst dachte sie, dass die Typen im Security-Look das Geschehen jenseits des Vorhangs auch direkt mitschnitten, doch die Kino-Chefin konnte sie später beruhigen: Das seien nur die Jungs von Warner Bros. und die nehmen nichts auf, sondern kontrollieren nur, dass auch ja niemand auf die Idee kommt, den “Potter” später auf einem Camcorder-Band mit nach Hause zu nehmen. Und so ungewöhnlich sei es nun auch nicht, immerhin hätten die beiden bereits sämtliche Vorstellungen von Mittwoch bis Sonntag überwacht.
Na, was sagt man dazu? Ist das der Grund für die steigenden Kinopreise? Die erhöhten Personalkosten? Die Cinestar-Filialleiterin wehrte sich gegen den Vorwurf, cineastische Spitzel bereitwillig in ihr Haus zu lassen: “Wenn wir das nicht zugelassen hätten, würden wir von Warner keinen Film mehr bekommen”, klagte die Dame gegenüber der “Volksstimme“, die die Story als erste aufgriff.
via Warner Bros. beschäftigt Spanner mit Nachtsichtgeräten | Basic Thinking Blog.
Statt die Personalkosten für solche Maßnahmen zu investieren würde ich empfehlen mal die Kassen besser zu bestücken. Im KINOPOLIS im Main-Taunus-Zentrum in Sulzbach war man offenbar ‘total überrascht‘ vom Zuspruch zum neuen Harry Potter am Sonntag – daher war um 20:00 Uhr die mit 2 Kassen minimalst besetzte Essensausgabe vollkommen überlastet, es bildeten sich Schlangen mit 30 Minuten Wartezeit (handgeschätzt) und dem Ergebnis, dass das Sortiment (um 20:00 Uhr !!) schon mehr als löchrig war: Keine großen Popcorn-Tüten mehr, keine Cola etc. und die letzte einsame Erdnuss-Dose wurde gerade noch mein.
Statt in Überwachung sollte man ‘in Service machen’ und damit den Verkauf ankurbeln – ist ja eh im Kino schon nahe am gefühlten Wucher, was Speisen und Getränke angeht, aber dann da nicht genug Personal und Nachschub und dort die Überwacher mit Nachtsichtgeräten, das geht gar nicht.
Nicht vergessen: Wir = Kunde <-> Ihr = Dienstleister
P.S.: Zum Thema “Wenn wir das nicht zugelassen hätten, würden wir von Warner keinen Film mehr bekommen” – im Kinopolis hab ich die Überwacher nicht gesehen. Also entweder gut getarnt oder sie waren auch “aus”, würde mich ja nicht wundern…
8. Juni 2009
Gestern kam Matrix Revolutions im Free TV und ich gab ihn mir zum zweiten (oder dritten??) Mal. Ich glaub ich hab’s jetzt auch kapiert.
Ich versuchs mal in der Mega-Kurzfassung: Da ist also Neo und Orakel und Architekt und Smith und die Supermaschine. Orakel, Smith und Architekt sind Programme der virtuellen Matrix, real existent sind Neo (und das Menschentrüppchen) und die Maschine. Der Architekt und das Orakel sind gewissermaßen Gegenspieler – das Orakel steht für Gerechtigkeit und Moral, gewissermaßen für das “Leben”, der Architekt für Organisation und Struktur, gewissermaßen die “Mathematik”. Das Orakel will Leben, der Architekt die Ordnung. Smith und Neo sind die anderen Gegenspieler, Neo ist der Mensch, der die Grenzen der Matrix überschreitet. Der Architekt sorgt für den Ausgleich der Gleichung, also muss Neo einen Gegenpol haben und daher wird Smith immer mächtiger je mächtiger Neo wird – und daher muss Smith die Grenzen der Matrix auch überschreiten, von innen nach außen in dem Fall. Das dritte Gegenspielerpaar ist Mensch-Maschine. Die, die den Krieg um Zion führen. – Also: Menschen haben Neo, der vom Orakel geführt wird, Maschinen haben Smith, der vom Architekten definiert wird. Jetzt kommt es zum Showdown: Die Maschinen können zwar die Menschen besiegen, haben jetzt aber einen viel zu mächtigen Smith an der Backe. Neo brachte also gewissermaßen nicht die Erlösung sondern die totale Vernichtung, sobald er selbst besiegt ist, doch das geht nur physisch, nicht in der Matrix, denn Neo hat ja gelernt die Matrix zu überschreiten. Die (Super-)Maschine erkennt am Ende, dass sie in der Sackgasse ist. Sie kann zwar die Menschen besiegen, hat aber mit dem Tod Neos erst so richtig die Seuche, denn dann ist mit Smith ein ganz mächtiger zerstörerischer Bösewicht ohne Gegenspieler unterwegs, der dann die Maschine auch kaputt macht, denn Zerstörung ist so sein einziges Hobby. Daher kommt Neo gerade Recht, der anbietet: Krieg gegen Menschen beenden, dafür Smith weg. Neo tritt in der Matrix gegen Smith zum finalen Kampf an, keiner kann den anderen aber besiegen. Dennoch gibt Neo in einem lichten Moment den Kampf auf und lässt sich viral anstecken, programmtechnisch also von Smith okkupieren. Jetzt hat Smith also gewonnen, da freut er sich, vor allem weil er meint damit am Ziel zu sein (und das redet ihn das Orakel ein, die er vorher auch schon okkupiert hat). – Und jetzt wirds noch mal kompliziert: Die Maschine hatte ja lange gar keine Kontrolle mehr, weder auf Neo (der war ja flüchtig, rote Pille und so) noch das sich selbstständig gemachte Programm “Smith”. Jetzt hatte es aber (freiwillig) wieder Neo unter Kontrolle und als Smith sich mit ihm vereinte, hatte die Maschine die Chance Smith zu löschen. – Alles also wieder im grünen Bereich.
Soweit klar? Oder hab ich was falsch verstanden?
Komisch fand ich, dass man am Ende die Matrix dann “neu startete” (das kapierte ich aber auch erst nach Lektüre hier), statt sie gleich als “blöde Idee” sein zu lassen. Jedenfalls sollte nun Frieden herrschen, so war es ja vereinbart, was das aber für die Menschen und Maschinen bedeutet, das blieb offen. Vielleicht wurde das aber dann auch zu kompliziert oder wir dürfen uns aber auf Teil 4 “Matrix Happy together” freuen.
Der erste Teil war brilliant, die anderen beiden Matrix-Teile hätte man sich sparen können.
27. Februar 2009
Schon wieder kein Witz: Die Telekom hat ein kostenfreies Filmportal eröffnet. Klar: Keine aktuellen Blogbuster, aber immerhin für Fans paar Schmankerln bei.
Die Deutsche Telekom hat nach einer Testphase unter der Webadresse free.videoload.de jetzt ihren werbefinanzierten Video-on-Demand-Dienst Videoload free gestartet. Geboten werden (sollen) mehr als 600 kostenfreie Film- und Serientitel, darunter die britischen Serien “Little Britain”, “Life On Mars”, “Spooks”, “Coupling” und “Doctor Who”. Aus dem Hause DMAX kommen die Produktionen “Die Ludolfs – 4 Brüder auf’m Schrottplatz”, “Tuning-Alarm! Jo motzt auf” und “Tattoo – Eine Familie sticht zu”. Ab Mitte soll die Kriminovela “Das Geheimnis meines Vaters” laut Pressemitteilung für “reihenweise Spannung” sorgen. Aber auch Filme wie “American History X” und “Lost in Space” sind im Angebot
via heise online – 27.02.09 – Deutsche Telekom startet kostenfreies Filmportal.
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