… aber vielleicht bisher nie zu fragen wagten: Was in aller Welt finden die alle so toll daran?
Man sagte der re:publica ’08 nach (Quelle: meedia.de), Twitter in Deutschland salonfähig gemacht zu haben oder jedenfalls dafür die Initialzündung gewesen zu sein. Ich selbst verfolge das ganze aktiv seit Mai 2008 und fand es irgendwann ganz nett, glaubte aber nicht an Twitter, ja war sogar bisweilen ob der Follower-Geilheit ziemlich genervt.
Zeit ein neues Fazit zu finden – und das lautet:
Bei Twitter muss man eigentlich einfach mitmachen
Warum jetzt das?
Alles Geschriebene und Kritik ist irgendwie auch berechtigt und sowieso würde ich mich nie revidieren
, aber erst wenn man mal Twitter mal richtig in Aktion erlebt hat, wie bspw. auf der re:publica ’09, dann merkt man, was da an Potenzial drin steckt. Ganz abgesehen davon, dass Twitter in vielen Teilen der Welt die einzige Methode ist, der staatlichen Zensur wirklich zu entgehen, wie man auf der re:publica ’09 erfuhr.
Twitter braucht Technik
Wer nur so bisschen rumtwittert über den Browser und seine eigene Seite, wie hier meine, wird irgendwann die Lust verlieren. Twitter macht nur richtig Laune, wenn du es auch unterwegs nutzen kannst, also sowohl am PC wie auch mobil unterwegs dabei hast. Das bedeutet nicht, dass man ständig mit rummachen muss, aber man muss es immer nutzen können, wenn man will – ein entscheidender Punkt. Dazu braucht es ein Notebook oder vernünftiges Handy wie iPhone, G1 android oder ein Smartphone.
Man braucht die richtige Software
Ich probierte auch mit Smartfon-Browser rum, aber das rockt nicht, ebensowenig wie via Digsby. Browser und IM wie Digsby sind nützliche Helfer “als Ersatz”, aber so richtig Spaß machte Twitter erst mobil am G1 android (getestet für nen halben Tag) mit Twitroid, am Symbian bringt Twibble etwas Besserung. Und für Mac und PC gibt es Twitter-Clients (hier in der Übersicht), die Twittern erst richtig nutzen lassen. Ich benutze da jetzt TweetDeck. – Man mag gar nicht glauben, wie viel es ausmacht, wenn man plötzlich sortieren kann oder wie es einfach sexy ist, wie man am G1 android durch die Einträge surft, angeschubst vom eigenen Finger am Touchscreen, und man mit Flatrate sich nicht jedesmal einloggen muss und auf die Tarifuhr guckt.
Ich kann das nur so vergleichen:
Wie will ich einem Menschen begreiflich machen, warum TV-Zappen witzig ist, wenn der andere keine Fernbedienung hat?
Wenn Technik und Software-Ergonomie passt, dann beginnt es erst witzig zu werden. Twitter ist dann tatsächlich sowas wie ein kollektives Gruppenquasseln. Das kann ein munteres Tratschen sein, das geht aber hin bis zu klassischem Informationsaustausch, Gerüchte, Anekdoten, Nützliches. Mit den so genannten Hashtags, wie bspw. #rp09 für die re:publica ’09, kann man schnell lokales oder thematisches Bündeln.
Ich muss zugeben: Seit der re:publica ’09 bin ich begeisterter denn je von Twitter. Es ist einfach sehr kommunikativ. Einzig die Performance-Probleme (vor allem Abends bei mir) sind sehr lästig.
Man sollte aber in jedem Fall sich nicht übernehmen. Ab einer bestimmten Menge (je nach Quassel-Intensität der einzelnen) an Freunden wird es zu viel um überhaupt noch folgen zu können. Dann auszufiltern ist albern, denn dann kann ich es gleich lassen sie zu “verfolgen”, wenn es mich dann nicht interessiert.
... aber vielleicht bisher nie zu fragen wagten: Was in aller Welt finden die alle so toll daran?
Man sagte der re:publica '08 nach (Quelle: meedia.de), Twitter in Deutschland salonfähig gemacht zu haben oder jedenfalls dafür die Initialzündung gewesen zu sein. Ich selbst verfolge das ganze aktiv seit Mai 2008 und fand es irgendwann ganz nett, glaubte aber nicht an Twitter, ja war sogar bisweilen ob der Follower-Geilheit ziemlich genervt.
Zeit ein neues Fazit zu finden - und das lautet:
Bei Twitter muss man eigentlich einfach mitmachen
Warum jetzt das?
Alles Geschriebene und Kritik ist irgendwie auch berechtigt und sowieso würde ich mich nie revidieren :-P, aber erst wenn man mal Twitter mal richtig in Aktion erlebt hat, wie bspw. auf der re:publica '09, dann merkt man, was da an Potenzial drin steckt. Ganz abgesehen davon, dass Twitter in vielen Teilen der Welt die einzige Methode ist, der staatlichen Zensur wirklich zu entgehen, wie man auf der re:publica '09 erfuhr.
Twitter braucht
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