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Ist eigentlich gar nicht so schwer.
Noch einfacher wird’s, wenn man bloggender Clubfan ist und sich im Mittelfeld der zweiten Liga an den letzten Strohhalm Aufstiegshoffnung klammert:
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Ist eigentlich gar nicht so schwer.
Noch einfacher wird’s, wenn man bloggender Clubfan ist und sich im Mittelfeld der zweiten Liga an den letzten Strohhalm Aufstiegshoffnung klammert:
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Schon wieder Politik, schon wieder Wahlkampf, schon wieder ein Flyer eines (schwarzen) Politikers (wenn auch diesmal keine erneute Bürgermeisterkandidatur – aber man kann ja nicht alles haben). Die Themen holen mich einfach immer wieder ein.
Heute unter der Rubrik “An welchen Stellen man sich gerade eben keine Tippfehler erlauben sollte”:
Die CDU wird dafür sorgen, dass

Meinen die nun “Lehrerstellen” oder “Lehrstellen” – oder doch einfach “Leerstellen”?
Bildzitate: Flyer von Alfons Gerling, CDU, Wahlkreis 34, Frankfurt am Main I

… sagt die FDP auf ihren Wahlplakaten zur Hessenwahl 2009.
Da denk ich mir immer: Bringt auch nur was, wenn man was zu sagen hat … und nicht nur brav den Mehrheitsbeschaffer hinter dem großen Onkel mimt.
Aber ist auch nicht einfach, das mit der Wähleransprache.

In Deutschland warnt man ja gern vor alles und jedem, wie gestern auch im Bahnhof Frankfurt-Höchst vor “Zugfahrten” (in einem Bahnhof wahrlich ein überraschendes Ereignis…).
Gewarnt wurde auch heute morgen vor Verspätungen – und zwar per Lautsprecher und hinreichend unspezifisch. Die elektronische Tafel im Eingangsbereich am Bahnhof Frankfurt Höchst (Hintereingang) wurde vorsorglich mal gleich ganz abgeschaltet, am Bahnsteig meiner Wahl wurde der erwartete Zug 10 Minuten lang normal elektronisch ausgewiesen um dann exakt nach Ablauf selbiger 10 Minuten auf die nun bereits zurückliegende Verspätung hinzuweisen: “voraussichtlich 10 Minuten Verspätung”. Tatsächlich erfuhr man dann von anderen vorbeilaufenden Personenbeförderungsfällen, dass der Zug gänzlich ausfiel, was das freundliche elektronische Schild uns aber an Information nicht zumuten wollte – auch nicht als sich dann auch der letzte vom Ort des Geschehens bereits entfernte hatte.
Machen wir uns nichts vor, es war saukalt. Da hat man für solche Scherze keine rechte Muse.
Es gibt so ganz bestimmte Aussagen, auf die reagiere ich allergisch “Du musst Zeit haben” oder “Deine Zeit hätte ich gern” gehören definitiv dazu. Daher auch gleich reflexartig ein Artikel, da ich es gerade bei Robert gelesen habe – das Thema dort spielt dabei gar keine besondere Rolle.
Als Blogger und Internet-Freak, wie man ja auch gern mal bezeichnet wird, hört man das ja besonders gern: “So viel Internet?! Da hätte ich ja gar keine Zeit für!” – Und wisst ihr was? Habt ihr! Denn wir alle teilen uns die gleichen 24 Stunden Tag für Tag.
Ich zitier da endlich mal gern Mario Sixtus:
Wenn ich noch ein einziges Mal gefragt werde …
… woher ich die Zeit für meine Netzaktivitäten nehme und woher all die Blogger, Twitterer, Wikipedianer und Free-Software-Developer die Zeit für ihre manigfaltigen Aktivitäten im Netz nehmen, werde ich künftig ganz maulfaul einen einzigen Link auf den Tisch knallen.No one who works in TV gets to ask that question. You know where the time comes from. It comes from the cognitive surplus you’ve been masking for 50 years.” [...] And television watching? Two hundred billion hours, in the U.S. alone, every year. Put another way, now that we have a unit, that’s 2,000 Wikipedia projects a year spent watching television. Or put still another way, in the U.S., we spend 100 million hours every weekend, just watching the ads. This is a pretty big surplus. ][..]
Und sinngemäß sagt es einfach auch das aus: Niemand fragt einen danach, woher man die Zeit für Fernsehgucken nimmt, was im Übrigen die Basis und Grundlage für Berufe aus dem Bereich Werbung bis Journalismus ist. Niemand fragt danach, woher man die Zeit für Konversation bspw. per Telefon nimmt, für Bücher lesen, für Einkaufen, für Bank-Besuche, für die Warteschlange in der Support-Hotline, für wild durch die Gegend fahren um einen geeigneten Händler oder Dienstleister zu finden.
Das Internet ist keine ominöse Masse, kein Spiel, dessen Laufzeit einmal abläuft und man den Spielstand dann löscht. Das Internet ist Kommunikation, Kreativität, Ausdrucksform, Beratung, Meinungsaustausch, Kontaktmöglichkeit, Einkaufsmeile, Bank, Publikation, Bibliothek. Hier bringe ich mich zum Ausdruck, hier entwickle ich neue Ideen und tausche sie mit anderen aus. Hier vergleiche ich Produkte, lasse mich beraten, kaufe sie ein. Das Internet ist für viele längst keine Spielwiese mehr, es ist etwas Neues im Leben, etwas, was Aufgaben und Tätigkeiten des Lebens und alte Gewohnheiten ersetzt. Und vielleicht sogar vereinfacht und für andere Dinge mehr Zeit freisetzt.
Das Internet nimmt mir keine Zeit, ich investiere meine Zeit hinein und ziehe es woanders ab. Ich sehe bspw. so gut wie kein Fernsehen mehr, weil es mir zu passiv ist und ich es nur wie einen Kinobesuch zelebriere, wenn ein guter Film mal kommt oder ein spannender Tatort. Aber es rieselt nicht mehr durch. Ich hatte die letzten zwei Tage krankheitsbedingt wieder “mehr Zeit” zum TV sehen und habe wirklich nichts verpasst…
Es ist auch eine Mär, dass man sich damit isoliert. Im Gegenteil – ich tausche mich weit mehr aus mit anderen als früher. Das Internet ist einfach kein Einwege-Medium, es interagiert, es lebt vom lebendigen Gegenüber. Entsprechend wundert auch nicht, dass Online-Plattformen, die immer noch so kommunizieren, als hätten sie in einem weit entfernten Land eine Flaschenpost auf den Weg geschickt und der Empfänger soll nun die Nachricht entziffern, ebenso befremdlich wirken, wie “hoheitlich” und entsprechend unnahbar wirkende Presseorgane.
Zeit ist nicht die Frage, eher die persönliche Neigung. Hatte zuletzt mehrfach Diskussionen auch mit dahin siechenden Bloggerexistenzen (“dahin siechend” in Bezug auf ihr Blog), die händeringend beteuern, sie kämen einfach nicht mehr zum Bloggen, sie würden ja gern. Bleiben allerdings dann auf die erstaunte Nachfrage, wie das denn zu begründen sei, schließlich sei man Single oder Kinderlos und ohne große Verpflichtungen außer der täglichen Arbeit, eine Antwort schuldig. Muss ich schon dann immer bisschen schmunzeln, als Familenvater mit zwei Kindern und einem Nachbarn (*g), einer regelmäßigen Arbeit jenseits der 40 Stunden-Woche, und zwei Blogs an der Backe.
Es ist keine Frage der Zeit, die man hat. Sicher gibt es Leute die wenig davon haben, aber auch das ist oft ein selbst gewähltes Schicksal. Der Manager, von dem ich hörte, der sich über Weihnachten operieren lassen “muss”, weil er im ganzen Jahr keine “Zeit” dafür hat, den bedauere ich nicht um die Operation, sondern weil er offenbar sonst kein Leben außerhalb seines Berufs hat. Da hoffe ich nur, dass es wirklich so erfüllend ist, wie das an Zeit kostet. Die Zeit, die ich in “das Internet” stecke, macht mir Freude, sie bereichert mich, regt mich an Dinge zu denken und zu tun, sie führt mich zum Aktiv-werden, TV brachte mich jeher in die Passivität.
Es soll keine Anklage sein: Manche genießen TV und es erfüllt sie, sollen sie machen. Manche kommen an dieses Internet nicht ran, die Kommunikation ist für sie in geschriebener Form nicht ihr Ding – vollkommen in Ordnung. Jeder soll das nach seiner Façon handhaben und selbst PC- oder Konsolen-Spiele sind für manche schlicht eine spannendere Alternative zum TV. Aber ich wehre mich vehement, wenn man Internet mit “spielen” gleichsetzt und vermeintlich abschätzig was von wegen “deine Zeit müsste ich haben” kommentiert. Bei vielen würde ich dann nämlich gern kontern: Aus deiner Zeit könnte man richtig was nützliches machen!
Haben wir schon wieder November? Die Zeit vergeht ja so schnell. War ja gerade erst nen Monat her, als ich meine Arcor DSL16000 verlor. Zwischenzeitlich gab es bunte Kapriolen.
Der damals dann im Nachtrag wieder gemeldete Bandbreitenwechsel wurde storniert. (WTF?!?!) Auf Nachfrage am 13.11. kam die große Stille. Bis vor paar Tagen eine Nachricht auf Band kam, man müsse reden …
Gestern redeten wir dann tatsächlich: eine freundliche Frau erreichte mich gegen 20:00 Uhr und verkündete, alles täte ihnen Leid. (Wirklich!) Aber ab 2.12./3.12. sei jetzt alles wieder gut und das wollte sie mir einfach noch mal persönlich sagen.
Bin fast gerührt. (Jetzt echt!)
Wer erinnert sich noch?
Ja, das war nun gut 3 Wochen her, ich berichtete. Zwischenzeitlich musste also doch der Service-Mann kommen und es war – Überraschung! – der WLAN-Router. Selbstverständlich hatte der freundliche Mann ein Ersatzgerät dabei, dafür durfte ich auch die Anfahrt bezahlen, machte roundabout 80 Euro, wenn ich mich gerade Recht erinnere.
Das tolle dann am Abend: Erste Amtshandlung von mir “Rechner an, Testen”. Ergebnis: Kein Netz. Support anrufen, aber sofort. Kein Telefon.
Operation erfolgreich, Patient tot.
Zwei Stunden verbrachte ich damit, mit Technikern per Handy zu reden, und wenn die Zusage nicht stimmt, dass die Nummer kostenfrei war, fahre ich persönlich nach Eschborn… Das Ende vom Lied war noch blöder als gedacht. Erst wollten sie mir einen neuen Techniker vorbeischicken, was ja in Ordnung wäre, käme dann nicht der Zusatz “aber der würde dann auf ihre Kosten gehen” … … Ich fasste daraufhin mich und das Geschehene kurz zusammen “Lassen Sie mich zusammenfasssen” begann ich, “heute war ein Techniker bei mir, der Verbindungsaussetzer beheben sollte, ich komme heim, das Netz ist total weg und auch das Telefon und nun soll ich einen weiteren Termin bezahlen, richtig zusammengefasst… …” … es folgte Schweigen am anderen Ende … “Richtig?” … er wolle kurz nachfragen, meinte er dann … es folgte Gedudel und dann die Stimme “der Termin geht dann auf uns” …
Zwischenzeitlich war mein Lieblingsnachbar eingetroffen, alarmiert von der zum Sport flüchtenden Frau. Wir gingen fernab der Erstdiagnose des Supports alles mal durch, jeden Stecker, jeden Trick. Der Zugriff auf den Router hatte ich ja nicht, da sich die Arcor-Software nicht mehr auf Vista installieren lässt (…
…). Aber Nachbar wusste Rat und wir suchten die direkte IP. Auf dem Router angekommen spielten wir alles durch, auch noch so absurde Dinge wie: Vertippe dich bei der Zugangskennung. Ok, Fehler wird gemeldet. Vertippe dich beim Passwort. Ok, alles grün … WTF?! warum Grün?? Also noch mal alle Unterlagen durchgesehen und TATSÄCHLICH: Irgendwann hatte Arcor mein Zugangspasswort geändert. Warum? Keine Ahnung mehr. Aber da der Router-Test ja grünes Licht zeigte, kam keiner mehr auf den Gedanken, dass die alten Zugangsdaten nicht mehr die richtigen wären.
Das war dann auch die Ursache, warum DSL dicht machte. Warum dann das Telefon auch mit ging, kann man nur mit Solidarität erklären, die Frau an der Hotline jedenfalls versicherte, dass das gar nichts miteinander zu tun haben könne. Nach einem erneuten Reset allerdings ging dann plötzlich alles – sicher nur ein Zufall…
Kurzum: Einmal was kaputt und das Chaos bricht aus. Muss ich erwähnen, dass der Techniker, der für den nächsten Tag angekündigt war, den ich aber dann telefonisch stornierte, Tage später sich bei mir meldete um einen Termin zu vereinbaren? Oder dass der andere Techniker, der am Tag da war, die Rückstellung auf DSL 16000, was ja offenbar eben NICHT die Ursache der Probleme war, sondern der defekte Router, natürlich NICHT wie zugesagt eingeleitet hat!?
Der einzige “Trost”: Ich wüßte nicht, wo es die Probleme nicht gibt… Und nun geb ich mal wieder ein Ticket auf, dass ich mein DSL 16000 wieder haben will – und zwar OHNE deswegen meinen Vertrag zu verlängern.
Und das Schöne: Meinen Nachbarn kann man auch buchen! Der kann nämlich auch prima in DSL im Raum Frankfurt und hat ne eigene Firma. – Und – ganz ehrlich – sein erster Satz war, als ich ihm damals das Problem schilderte “vielleicht der Router kaputt”? Wundert mich nicht, dass viele heute erst mal einen Externen auf eigene Kosten kommen lassen für einen Test, bevor sie den Anbieter selbst ran lassen. Spart mindestens Zeit und Nerven. Und wenn ich das gleich gemacht hätte, hätte ich heute auch einen besseren Router dran, denn den, den der Techniker eingebaut hat, ist das gleiche Ding wie der alte (nur mit neuer Firmware, wie er selbst ja sagte), aber was tut man nicht alles, wenn die Uhr tickt und man dem Techniker ausgeliefert ist…
Nachtrag 30.10.2008:
Heute kam die Antwort auf mein Ticket »dass ich mein DSL 16000 wieder haben will – und zwar OHNE deswegen meinen Vertrag zu verlängern.«
Warum wusste ich es nur vorher …
»Wir haben für Sie Ihr Bandbreite auf 16000 eingerichtet:
Ab dem 10.11.2008 surfen und telefonieren Sie zu den neuen Konditionen. Ihre neue Mindestvertragslaufzeit beträgt aufgrund der Tarifänderung 12 Monate.«
Windmühlen, ich sage nur ein Kampf gegen Windmühlen …