24. August 2009
Sven Regener, Autor (»Herr Lehmann«) und Sänger der Band »Element of Crime«, mit weisen Worten über den Fußball:
»Es ist nicht charakterbildend, Fan einer Mannschaft zu sein, die dauernd Meister wird. Das ist zwar eine tolle Sache und eine schöne Unterhaltung, aber es ist nicht gut für die Seele. Charakterbildend ist, wenn man diese ganzen Leidensphasen auch durchmachen muss.«
Element of Crime hat wohl ne neue Platte:
14. Oktober 2008

Sowas baut einen natürlich auf so gleich am Morgen. Danke, Amazon!
25. Mai 2008

Hier das Beweisphoto vom Südpolarmond im Wellkreis-Zirkular von Ludwiga31 (Nahe Essensausgabe)
Also dieses mal war es wirklich knapp und – um der Wahrheit genüge zu tun – ohne den Unwahrscheinlichkeitsdrive hätte ich es nicht geschafft. Wie gut, dass mich der reversible Umkehrbenachrichtigungsdienst von Nedcore-839372noch erreicht hat.
13. Mai 2008
Also schon was gebracht, dieses twittern: Ein neues Wort und eine Erkenntnis
bosch wollte prokrastinieren und wer sowas schreibt, hat meinen Respekt! Denn das Wort kenne ich nicht.
Dahinter versteckt sich vermeintlich banal das Wort Aufschieben, doch dafür gibt es doch glatt einen eigenen Wikipedia-Eintrag mit interessanten Aspekten:
Manche Menschen sind wesensbedingt erhöht motivationsabhängig, sie schaffen es nur unter großer Überwindung, Tätigkeiten, die als langweilig empfunden werden (und deren Gewinn erst sekundär oder zukünftig entsteht), in Angriff zu nehmen. Dabei sind sich die Betroffenen der ihnen durch das Verschieben entstehenden persönlichen Nachteile durchaus bewusst, was Unlust oder sogar Angst auslöst, die aber als Negativgefühle ihrerseits das In-Aktion-Treten erschweren oder gar verunmöglichen. Ein Teufelskreis entsteht: Die Betroffenen nehmen sich immer wieder vor, die unangenehmen Aufgaben zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erledigen – doch sie lassen diese Zeitpunkte auch immer wieder verstreichen. Dadurch wachsen Angst, Scham und Druckgefühl stark an, welche als Negativgefühle ihrerseits zusätzlich das In-Aktion-Treten untergraben.
Dabei musste ich zum einen an meinen noch immer nicht wiedergefundenen Effekt denken, zum anderen an meine Studentenzeit – womit wir beim nächsten Punkt heutiger Aha-Erlebnisse wären: Dem tatsächlich so benannten Studentensyndrom.
Vielleicht ist mein gesuchter “Gorson-Effekt” eigentlich ein Goldratt-Effekt und bezieht sich auf die Methode der kritischen Kette? Aber diese Theory of Constraints beschäftigt sich zwar auch mit Verhalten von Menschen mit Aufgaben verschiedener Komplexität und Gewichtung, aber eben noch nicht den Effekt, dass man sich stets der Aufgabe zuwendet, die zwar auch unangenehm ist, aber eben nicht so unangenehm wie die eigentlich wirklich wichtige Aufgabe. Beispiel: Student putzt Wohnung statt die Abhandlung fertig zu schreiben. Womit wir also dann doch eher wieder bei einer Art “Studentensyndrom” wären.
Alles sehr interessant.
22. Januar 2008
Man rettet zukünftige Opfer auch dadurch,
dass man Leute davon abbringt,
zukünftige Täter zu sein.
Martin Walser
[via]
10. Januar 2008
Apropos. Das da ist auch mir einen Artikel wert um auf Parksters prosaischen Geniestreich zu verweisen:
Frankfurt/Main. Der hessische Ministerpräsident Koch hat sich nach seinen heftig umstrittenen Äußerungen zum Thema “Jugendkriminalität bei Tätern mit Migrationshintergrund” nun auch für eine Verschärfung der Strafen bei deutschen Jugendlichen ausgesprochen. Anlass dafür ist der nun bekannt gewordene Fall der beiden kriminellen Straftäter Max S. und Moritz B., die über Monate hinweg unschuldige Mitbürger terrosisiert haben.
Erstes Opfer der beiden Jugendlichen wurde die Rentnerin E. Bolte, an deren Kleinvieh sich das Duo vergriff und mit der Tötung des Geflügels den Tatbestand der Sachbeschädigung erfüllte. Anschließend begangen sie mit dem Entwenden der toten Tiere noch einen Diebstahl.
Weiter bei Parkster – Unbedingter Lesebefehl!
Kleiner Nachtrag: Auch in der FAZ ein Artikel mit gleichem Aufhänger: »Jugendkriminalität bei Wilhelm Busch – Bosheit ist kein Lebenszweck« … Parkster ist aber witziger! … honi soit qui mal y pense …
30. Juli 2007
Karla im Koma (KiK), die Blog-Soap, ist eine 14-teilige Geschichte im Stile einer klassischen TV-Soap-Opera (zu gut Deutsch: Seifenoper) und geschrieben nach den Grundsätzen des »Collaborative Storytelling«. Batz setze die Grundregeln, entwarf die Basis-Story und führte die wesentlichen Charaktere ein. Weiterschreiben durfte der – »first come first serve« – der sich als erstes meldete. Den Abschluß der Geschichte wird Batz wieder schreiben und damit den Kreis schließen.
Hier Folge 1 und die Regeln, hier die weiteren Folgen: 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12
Dies hier ist mein Teil der Geschichte, der 13te Teil, nachdem ich bei Renés Teil 12 »Super Chemical Hyperenhanced« unvorsichtigerweise und aus einer Laune heraus “Hier” rief. Und ganz im Stile großer Momente der Filmgeschichte gibt es noch das »Making Of« dieses 13ten Teils.
Doch in diesem Artikel geht es nun los, mit dem vorletzten Teil. Film ab.
*** PROLOG ***
Vorspann, Titelmusik, Sprecher
Karla Bock wird jäh aus ihrem Leben als alleinerziehende Mutter dreier Kinder und Lottobuden-Besitzerin gerissen, als ein paar zusammengeklumpte Kamellen beim Kölner Rosenmontagsumzug sie am Kopf treffen und direkt ins Koma befördern. Dieses höchst bedauerliche Ereignis würde sonst vielleicht außer den Kindern niemand interessieren, es sei denn vielleicht Tante Wachtel, die sich nun um den Lotto-Laden kümmern muss und so keine Zeit mehr für ihren Nagel-Pflege-Studio hat, würden sich nicht im Folgenden höchst merkwürdige Dinge ereignen, in denen auch der plötzlich wieder aufgetauchte Ex-Ehemann Joachim Bock verwickelt und in deren Zusammenhang auch ein Todesopfer bereits zu beklagen ist. Alles zufällige Ereignisse? Oder eine von Anfang an geplante Intrige und der Beginn einer Spirale von Gier und Gewalt?
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