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Absolut normales Blog

9. Dezember 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 9. Dezember 2009 23:23

Der Mann an der Ampel


Da steht er nun, der arme Tropf
wackelt hin und her mit seinem Kopf.
Kann gar nicht wirklich so verstehen
warum die Menschen jetzt hier stehen.

Sie starren auf das rote Ding
wo er doch längst schon rüber ging,
wenn da nicht laufend Autos führen,
er kann die Ungeduld schon spüren.

Dann endlich stoppt die Blechlawine
unendlich später, wie ihm schiene.

Die anderen gehen mit ihm rüber,
und das ihm fiel mal auf schon früher,
dass nun oben auch ein grün Lichtlein prangt
vielleicht besteht gar ein Zusammenhang?!


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7. Dezember 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 7. Dezember 2009 16:00

Spring nicht, kleine Taube


Nichtsahnend ging er seinen Weg
da sah er sie schon stehen
auf einem kleinen Steg
er konnt nicht weiter gehen.

Sie wird sich in den Tode stürzen,
das war dem Manne klar!
Sich selbst das Lebensalter kürzen
dabei noch jung sie war.

Der Mann geriet in große Not,
er konnte sich nicht regen.
Der Sturz führt in den sich’ren Tod!
Es musste Rettung geben.

Wie sagt man einer Taube nur:
Das Leben geht doch weiter!
Auch wenn einem Schlimmes wiederfuhr,
wird doch der Himmel wieder heiter.

Er gab sich wirklich redlich Müh,
hat gegurrt und auch gesungen,
doch dann nähert er sich doch zu früh -
da war sie schon gesprungen.

So wendete er sich schmerzlich ab
konnte nicht in Abgrund schauen
dort unten lag sie sicher platt,
der Gedanke ließ ihn grauen.

Am Abend voller Pein er spricht
zu seiner Frau mit Schwere
doch die sagt zu der Leidensg’schicht,
dass er ein Trottel wäre.

Da ging ihm spät noch auf ein Licht
wenn man das so besehe,
dass nicht nur aus der eigenen Sicht,
man alles auch verstehe.


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9. Oktober 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 9. Oktober 2009 00:26

Musik zur Nacht: Die zwei Trauben


Das ist Lyrik pur, das ist Götz Widmann – Die zwei Trauben

Es hingen einst zwei Trauben
wie die Turteltauben
ungestört an einem Strang
ihr ganzes Sommerleben lang

Abends wenn die Grillen sagen
packte die Beiden ein Verlagen
dass es bei Trauben sonst nicht gibt
sie waren unsterblich verliebt

[...]

Mein Leben tauschte ich dafür ein
nur einmal eins mit dir zu sein
Mein Leben tauschte ich dafür ein
nur einmal eins mit dir zu sein

[...]

Vielleicht haben wir in einem anderen Leben
uns uns in Sünde hingegeben
ohne sein heiliges Wort zu achten
und müsse hier jetzt dafür schmachten

Wir wollten einst nicht an ihn glauben
darum sind wir jetzt nur Trauben
Wenigstens darf ich dich berühren
und dich ganz nah bei mir spüren

[...]

Da kam ein junger Bauersmann
hat bloß seinen Job getan
Alle Trauben abgerissen
und in seinen Korb geschmissen

Unsere beiden zarten Süßen
zerplatzen unter seinen Füßen
um doch dann ganz kurz zu genießen
sich ineinander zu ergießen

Das Glück in dem sie sich verloren
ist dann in einem Fass vergoren
Immerhin die beiden starben
indem sie sich einander gaben

Und ich sitze hier heut’ nach allein
und trinke meinen roten Wein
Denk an die Trauben an uns Zwei
und sing ganz leis’ mein Lied dabei

Mein Leben tauschte ich dafür ein
nur einmal eins mit dir zu sein
Mein Leben tauschte ich dafür ein
nur einmal eins mit dir zu sein


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29. September 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 29. September 2009 00:12

Flash-Poetry: “Träume, oder lass es”


Ergreif dein Selbst
der unerklärten Fragen.
Erstick in einem Schweigen
und doch lautstumm
voll unklar sich verbindender Fragmente
eines schwachen Akts
des Aufbegehrens.

Wo ist dein Stolz?
Dein arroganter Blick im Spiegel?
Der nun
verächtlich wirft
nur noch dich selbst zurück.

Demaskiert, reibst du dir Kinn und Wange.
Wäscht Haut mit kaltem Wasser
das sich weigert dich kühl zu berühren.
Auch die Elemente scheinen zu zögern,
wenn sie nur benutzt.

Du schließt die Augen
doch kein Film beginnt,
kein Spektakel
nicht einmal dunkel wirds.

Kein Zeiger tickt für dich.
Du jagst nach Fragen
und weisst nicht
ob du die Augen wieder offen hast
oder eingeschlafen bist
als du die Augen kurz geschlossen hattest.

Du fragst dich,
ob du weiter schlafen willst
wenn ein Traum käme
ob du lieber wach wärst,
ohne zu träumen
oder lieber träumst,
ohne wach zu werden.

Und beschließt,
diese Frage heute nicht zu stellen.
Aber morgen
oder irgendwann.


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17. August 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 17. August 2009 13:55

Herbst lässt sein trübes Band


DSCF2651

Herbst lässt sein trübes Band
Äste flattern durch die Lüfte
braune Blätter, feuchte klamme Düfte
streifen ahnungslos das Land.

Wolken sammeln sich schon,
Regen wird bald kommen
Horch, von fern ein leiser Donnerton!
Herbst, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

frei nach Eduard Mörike

Das war’s wohl mit Sommer 2009. Es kann ja nicht immer nur schönes Wetter sein …

DSCF2655

Bilder © Endl 2009 von Montag, 17. August 2009, Frankfurt / Höchst


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25. Februar 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 25. Februar 2009 01:02

Bloguzius sagt


Enttäuschungen schärfen unseren Blick –
wenn wir es überwinden können
uns selbst zu bemitleiden.

Dann kann uns die Erfahrung zu reicher Erkenntnis führen
und wahre von falschen Freunden aussortieren lernen
in Gegenwart wie Zukunft.

Aber nur selten rückwärts in die Vergangenheit
dafür können wir uns zu selten vom Erlebten befreien.

Bloguzius – Lebensweisheiten eines Bloggers


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28. Januar 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 28. Januar 2009 00:56

Müssen wir härter werden?


Müssen wir härter werden, um uns zu schützen?
Müssen wir unseren Kern bewahren?
Wo ist die Grenze überschritten?
An der wir beginnen uns selbst zu beschmutzen?
An der wir uns selbst zu sehr offenbarten?
So offen wir waren, so tief die Einschnitte
… in unsere Seele saßen?

Immer sind es die anderen, die nicht verstehen
es sind Freundschaften wie Wehen
am Ende sieht man sich leer in die Augen
man fand Euphorie, doch man suchte Vertrauen.

Wir deuten mit Fingern auf den der geht
weil unser Urteil felsenfest steht
diesmal wollte man die Grenze halten
wollte einmal sich beschützen und sich nicht brav verhalten.

Am Ende sieht man sich selbst in den Fingern zerinnen
was man einforderte ist nun ein Schatten von Sinnen.

Es bleiben die Momente der Stille und der Entscheidung
morgen ist Schluß, ab morgen zähl ich, und keines anderen Meinung.


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