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Absolut normales Blog

5. Juni 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 5. Juni 2009 17:42

Project Natal – will ich haben! will ich haben! will ich haben!


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Also ich finde das ja mal echt den Hammer. Megageil. Super-galaktisch. Und dabei bin ich weder Konsolen-Besitzer, weder Nintendo Wii noch Sony Playstation noch Microsoft Xbox noch generell und überhaupt Konsolen-Daddler noch kann ich mit irgendeiner der gezeigten Anwendungen was anfangen. Aber ich will das haben! Die Technik! Will sie hier am Rechner, am Smartphone, am TV-Gerät, an der Mikrowelle, Kühlschrank, Einkaufskasse, Klo. Ich will, ich will, ich will, ich will.

Und es kommt, garantiert!

Mehr dazu: Die Evolution des Spielens und vielleicht noch viel mehr: »Project Natal«




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16. Dezember 2008


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 16. Dezember 2008 10:42

Zielpublikum wendet sich vom Internet Explorer ab


Screenshot Firefox

Dass ich das noch mal im Leben schreiben würde …

Aber ich hab gerade die Nase gestrichen vom Internet Explorer voll und gebe Firefox seine erste echte Bewährungschance in meinem nun schon ziemlich langen Online-Leben. Warum? Kann ich euch gern sagen.

Vorweg: Es hat nichts mit Klassenkampf zu tun. Ich fand das Projekt Firefox schon immer gut, aber der Internet Explorer war immer bisschen wie “zu Hause”. Fühlte sich besser an, vertrauter. War damals einer der ersten, die sich vom ehemaligen Flagschiff Netscape abwendeten, das war als Netscape noch die Kommerzmaschine war und der Internet Explorer der kleine kostenlose Rivale, der dem Platzhirsch die Stirn bieten wollte. Seitdem blieb ich dabei, kein Netscape, kein Opera und schon gar kein Google Chrome oder Safari kamen da ernsthaft in Betracht.

Installiert sind sie zwar alle, das gehört bei mir auch zum Biz, aber nur der Firefox war noch sowas wie die erste zweite Wahl, wenn mal was nicht ging. Aber der Internet Explorer hat es nun wirklich geschafft in einem “Zermürbungskrieg” mir die Laune zu verderben. Und dabei sind es am Ende Kleinigkeiten, die sich ansammelten.

Es sind diese (typisch) microsoftschen ständigen Belehrungen und Nachfragen, die man auch nicht mal deaktivieren kann. Der ständige Hinweis auf “Inhalte aus nicht sicheren Bereichen”, das Blocken von Eingabefenstern in WordPress, was man temporär zulassen kann, dann aber seine Seite neu laden muss und dabei die Eingaben verliert – oder die Seite als “sichere Seiten” einträgt, dann aber bei jedem Crosslink “gewarnt” wird, man betritt nun denn (eigenen) sicheren Bereich. Dazu kamen Probleme bei vielen modernen Websites, bei denen man Text nicht mehr markieren kann (wie 11Freunde.de oder auch die eigenen Überschriften im Blog).

Microsoft-Produkte erscheinen mir zunehmend wie das klassische amerikanische Produkt, bei dem man auf den Rückspiegel schreibt »Objects in Mirror Are Closer Than They Appear«. Ich weiß schon, wenn ich eine Datei lösche, dass ich sie lösche und brauche dann nicht noch einen Hinweis, dass sie nun gelöscht ist. Und wenn ich einen Link anklicke der zu meinen gesicherten Seiten führt heisst das auch, dass ich zu meinen gesicherten Seiten möchte, die übrigens auch nur deshalb gesicherte Seiten sind, weil ich sonst eben (siehe oben) keine Eingabeaufforderung öffnen konnte, obwohl ich auf den Button “Eingabeaufforderung” klickte. Ich kann diese ständigen Hinweise und Warnungen nicht mehr ertragen und sie behindern mich. Mirwegen mag das sinnvoll und nützlich sein, aber ich möchte es auch gern abschalten können, wenn sie mich nerven. Da ich das nicht kann, schalte ich das ganze Programm eben jetzt aus.

Die meisten Zielpublikum Weblog Leser sind übrigens Firefox-Nutzer, was im Verhältnis zum Netz insgesamt eher ungewöhnlich ist.

Und damit ich mich auch bisschen wie “zu Hause” fühle, hab ich meine Links alle importiert und mal ein Theme installiert – und nun sieht es auch noch aus wie in der Browser-Umgebung bei mir zu Hause unter Vista. :-)

Ich denke, Firefox hat nun endlich auch bei mir eine faire Chance verdient.




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3. September 2008


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 3. September 2008 17:40

Wege zur Weltherrschaft – Heute: Der Browser


Alle reden drüber, wir haben ihn: Der neue Browser am Himmel heißt Google Chrome (natürlich Beta)

Für die einen ist Chrome …
»schon in der Betaversion ein ziemlicher Kracher« (Spreeblick)
Für die anderen ist Chrome …
»nichts anderes als ein stinknormaler Browser« (filzo)
… ich tendiere im ersten Eindruck zu letzterem.

In jedem Fall ist es ein weiterer Baustein auf dem Weg zur Weltherrschaft. Nichts lag wohl näher, als den Suchenden schon dort abzuholen, wo er bereits tippt, statt erst auf den Besuch seiner Suchseite abzuwarten. Und so wird nun auch als Feature verkauft, wofür man Gates & Co. noch ans Datenschutz-Kreuz genagelt hätte: Man schickt bereits das Eintippen im Browser nach Hause zu Muttern.

Was wäre, wenn Microsoft und Mozilla auch sowas implementieren würden? Das Senden von URL-Eingaben nach Hause? So plemplem sind die nicht wirklich, oder? Das HQ von Microsoft würde man verbrennen und Mozilla den Löwen zum Fraß vorwerfen. Dass Google-Brillenträger auf sowas kommen und sich “nix bei denken”, dürfte klar sein.
Quelle: Basic Thinking Blog

Dürfen die nicht? Ach was, sagt da der hoffnungsvoll optimistische US-Amerikaner mit einem “Yes we can” garniert, weil “we are good”. Klar. Na dann. Ich nun wieder böses bei gedacht. Und damit die Schäfchen auch markiert sind, kriegt jeder eine eindeutige Nummer – Google wird mich also immer erkennen und beschützen und versorgen können.

Unstreitig sind paar nette Features drin, wie “Anonymes Browsen” (muss ja nicht jeder so viel wissen wie Google), aber unter dem Strich eben einfach ein Browser. Kein Grund in Installationspanik zu verfallen. Warum trotzdem viele davon sprechen und warum das »der Anfang von etwas Großem« sein soll, dazu muss man schon tief in die Cloud-Client-Vision Googles einsteigen. Am Ende soll man nämlich eigentlich alles nur noch direkt bei Google machen, am besten einfach alles – Mails, Termine, Dokumentverwaltung, Browsen, Einkaufen. Google Zone anyone?

Das begehrte Objekt: Unser Verhalten.
Der erklärte Gegner? Manche sagen: Microsoft – und zwar im Herzen von MS, dem Betriebssystemgeschäft.

Die Bedenkenträger werden heulen, die Karawane zieht bemerkenswert stoisch weiter. Niemand scheint in Anbetracht so vieler Segnungen, die Google verteilt, ernsthaft etwas entgegensetzen zu wollen. Marktbeherrschung, Informationsmonopol, Datenschutz. Themen, die angesprochen werden, aber kein Gehör finden.

Die wenigsten stört, dass ihnen zu den Suchergebnissen auch noch die passende Werbung mitgeliefert wird. Der Nutzer verrät beim Googeln so viel über seine Vorlieben, dass ihn die Werbewirtschaft mit personalisierten Botschaften ansprechen kann. Die Kapitalismuskritiker von vor zehn Jahren haben eines der erfolgreichsten Geschäftsmodelle des Computerzeitalters entwickelt.
Quelle: sueddeutsche.de

Der Nutzer sieht die Segnungen mehr als den Fluch, die Gefahr. Die Politiker sind derzeit noch froh, wenn sie nicht auf dieses Internet angesprochen werden, bei dem wo die Sekretärin ab und an mal was ausdruckt. Der perfekte Zeitpunkt für die Vorbereitung der Weltherrschaft – was so ironisch klingt, kann mal im Rückblick resignatives Kopfschütteln über so viel Ignoranz der politisch Handelnden auslösen. Google hat derzeit keine ernsthafte Konkurrenz und ist in punkto Innovation geschätzte 10 Schritte voraus. Microsoft kann sich warm einpacken. Für die Nutzer wechselt vielleicht irgendwann dann das Feindbild – doch wann? Und mit welcher Konsequenz?

Und wenn wir 2013 lesen, dass das chinesische Staatsunternehmen XYZ die Mehrheitsanteile von Google aufgekauft hat, dann brauche ich nicht mal einen Internet Patriot Act. Dann will ich mal die politischen Erklärungen lesen, die förmlichen Protestnoten, die dann abgegeben werden – wenn die Parteiführung genüßlich Angelas Surfverhalten durchstöbert. Dann wäre China in der Ideal-Konstellation: Die einzigen, die alles wissen und von denen keiner was weiß.




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6. August 2008


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 6. August 2008 14:41

Machst jetzt auf Vista, oder was?


Heute Abend wird es soweit sein…

Heute Abend werde ich mit dem PC-Partner meines Vertrauens das neue Gigabyte-Motherboard einbauen und dabei auf Windows Vista upgraden. Wenn man sich vorstellt, wie lange das schon hier rumliegt seit das Päckchen aus Holland kam und wie neugierig ich sonst auf sowas bin, dann bringt das vielleicht zum Ausdruck, wie skeptisch ich (und wahrscheinlich die halbe Welt) in Bezug auf Vista war (und auch noch ein wenig bin). Wäre Nachbar nicht dabei, ich würde es auch heute nicht anfassen, aber so bin ich guten Mutes.

Der Austausch eines Motherboards (mein “altes” war ja auch noch nicht so alt) muss sein wegen ‘sporadischer Fehler’, hat wohl Kondensatoren-Probleme (ein defekter Motivator? *hihi) und ich nutz das gleich zum Sprung auf den nächsten Level. Klar, dass sowas gleich immer ‘Kollateralschäden’ hat: RAM-Riegel nicht mehr kompatibel und weniger IDE-Anschlüsse (ergo habe ich mit 1 IDE-Festplatte und 2 DVD-Laufwerken keine Chance mehr und eine neue SATA-Festplatte löst das Problem, aber das ist eh mal fällig gewesen, zu alte Festplatten sind ein Unsicherheitsfaktor und meine IDE ist gut und gern 7 Jahre alt). – Gut, dass ich vor einiger Zeit ne Grafikkarte (GeForce 8er-Serie, passiv gekühlt) günstig erstanden habe, die auch PCI-Express unterstützt, sonst hätte ich da auch noch Bedarf (die alte war ne 7er AGP).

Zwischenzeitlich beruhigt mich Nachbar also wegen Vista, soll jetzt doch sehr stabil und vor allem kompatibel sein zu aller vorhandenen Software (immerhin hab ich einst Outlook und Photoshop Elements etc. pp. käuflich erworben, jawoll!). Interessanter Aspekt ist auch, dass das neue Motherboard angeblich bis zu 70% weniger Energie verbraucht. Das ist beachtlich! Nachbar und ich haben in letzter Zeit oft drüber geplauscht, dass das Energie-Thema für viele Konsumenten vollkommen ausgeblendet wird, dabei ist das schon ein Unterschied, ob ich bspw. 80 Watt die Stunde verblase oder 190. Zudem ist die Wärmeabstrahlung dann deutlich niedriger, was wiederum zu weniger Lüfterbedarf führt und dadurch zu mehr Ruhe führt. :grin:

Womit wir wieder bei meiner Lüftersteuerung wären, die ich zwar nicht mehr unbedingt bräuchte, da das neue Motherboard viel effizienter selbst die Lüfter steuern kann, aber eben nicht alle steuern kann und daher weiter Einsatz finden wird. Zudem sieht das Ding mit seinen vier metallisch-mechanischen Drehreglern einfach auch viel zu cool aus.

Ab heute abend also dann »Hasta la vista, XP«

P.S. Nein, Nachbar zahlt mir kein Geld dafür, dass ich ihn erwähne, er hat mich nicht mal drum gebeten – sowas mach ich in dem Fall einfach aus reiner Dankbarkeit und Zufriedenheit mit seiner tollen Leistung. Ich finde, solche Leute, die mit Herzblut bei der Sache sind und ne eigene Firma haben sollte man auch unterstützen. Daher hier noch mal der Link und meine besten Empfehlungen für den
RS-Medianet PC- & Notebook-Service

Und in Kürze verrate ich mal, wie wir UMTS am Notebook mit gebrauchter PCMCI-Steckkarte zum Laufen gebracht haben.




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Filed under: Netzwelt,Verbraucher



3. Juni 2008


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 3. Juni 2008 14:11

Die neue Wertlosigkeit des Wissens von gestern


Kundenrezensionen sind auch nicht mehr das, was sie mal hätten sein sollen

Bisweilen hat man als Zielpublikum so einen irrationelen Drang danach seiner Umgebung mitzuteilen, was man von einem erworbenen Konsumartikel so hält. Macht man das online, nennt man das ‘etwas gehoben’ “Rezension”, was im Ergebnis so viel heisst wie “aufgeschriebene Meinung”. – Und das ist auch eine feine Sache, in der Theorie, denn so provitiert man als Konsument (so denn die Meinungen authentisch sind, aber das ist ein anderes Thema) von den Erfahrungen anderer, aber … je länger ich darüber nachdenke, desto mehr dünkt mir, dass eine der großen Segnungen (“Kundenrezension”) des Web 2.0 eigentlich schon dem Prinzipe nach nur wenig bringen kann.

Als man die Kundenrezension quasi erfand, leuchteten die Vorteile spontan ein: Beim Kauf eines Produkts von den Erfahrungen der anderen profitieren – quasi eine Emanzipation von Herstellerangaben und (gekauften?) “Tests” so genannter Fachzeitschriften. Der Kunde empfiehlt dem Kunden aus seiner Erfahrung heraus – genial, oder?

Welche Erfahrung eigentlich?

Kaum ein Produkt in unsere schnellebigen Zeit, das in dem Zeitpunkt, wo man erst von ‘Erfahrungen’ generell sprechen könnte, überhaupt noch am Markt ist. Die Rezension also quasi nur noch in Bezug auf den Gebrauchtwaren-Markt interessant, doch selbst dann ist davon ja nur ein Teil allenfalls zu gebrauchen.

War früher – als ein Produktzyklus noch gerne einmal 1 bis 3 Jahre (und mehr) dauern konnte – ein Hinweis darauf, dass nach 1 Jahr Gebrauch dieses oder jenes Verschleißteil auszutauschen sei, was durchaus ja ein Faktor ist, nutzt einem diese Information heute praktisch nichts mehr. Wenn ich hier von meinen Erfahrungen mit meiner Kamera spreche nach einem Jahr Gebrauch, kann ich mir das praktisch sparen oder mich konkret nur auf die Aspekte beziehen, die eben einen potenziellen Gebrauchtkäufer interessieren würden. Denn die Kamera gibt es gar nicht mehr neu zu kaufen.

Das ist kein Zufall, sondern das ist – meiner bescheidenen Meinung nach – Konzept. Durch die ständigen Produktwechsel wird verschleiert, wie unfertig und unausgereift viele Produkte auf den Markt kommen. Und was dabei nicht schon nach kurzer Praxisnutzung zu Tage tritt, taucht in den wenigsten Rezensionen auf. Geschrieben werden diese – so meine Erfahrungen – nämlich meist in der Euphorie der Erstnutzung in den ersten Wochen oder eben (bei Redaktionen) solange das Gerät noch in aller Munde ist, was eine kurze Intensivbetrachtung notwendig macht, Langzeittests aber im redaktionellen Alltag kaum einzubinden sind.

Die häufigen Produktzyklen haben dabei aber noch den weiteren positiven Aspekt für die Unternehmen, so ständig durch Neuheiten auf sich aufmerksam machen zu können und so auch Nachfrage zu generieren, denn wer wählt zwischen Auslaufmodell und Neu-Entwicklung schon das Produkt von gestern.

Also ein One-Way-Ticket zur Wegwerfgesellschaft?

Wenn die Nachhaltigkeit eines Produkts jenseits der Garantie-Marke nicht mehr gefragt ist und auch in der Wahrnehmung der Kundenrezensionen kaum in Erscheinung tritt, wäre es ja für Firmen nur konsequent weiter auf diese Karte zu setzen. Hauptsache neu und raus auf den Markt, Fehler werden bei den early adopters lokalisiert und still und heimlich durch Firmware-Upgrades, Software-Bugfixes und New Releases und Second Generations mitunter unerkennbar für den User behoben.
Die dabei entstehende Unkenntnis, wenn nicht Täuschung des Kunden wird in Kauf genommen. Zudem tritt nicht selten der Effekt am Markt auf, dass große Mengen durch Großhändler aufgekauft werden, diese Mengen dann aber erst dann auf den Markt geworfen werden, wenn dies am rentabelsten erscheint – und das ist für gewöhnlich, wenn Tests und Marktstimmung gerade positiv sind. Das nun wiederum tritt manchmal erst dann ein, wenn die Geräte einmal durch die Mangel genommen worden sind durch Redaktionen in Vorabtests und durch die wütenden Proteste der Erstkäufer.

Der Kunde findet dann also im Handel seines Vertrauens manchmal Produkte, die zwar aktuell als ‘empfohlen’ beschrieben werden, diese Empfehlungen beziehen sich aber eben nur auf die aktuellen und nicht die Erst-Versionen. Wenn man “Pech hat”, erwirbt man also die “Beta-”Version, die verissen wurde, und die dann nur notdürftig nachgearbeitet oder einfach in dem Bereich der Funktionen abgeschaltet wurde, die Probleme machten – und manche spekulieren auch schlicht und ergreifend darauf, dass die Fehler beim Kunden nicht zu tragen kommen und lassen es zur Not auf die Herstellergarantie auflaufen.

Ob der “neue” ALDI-Rechner hier als Beispiel taugt, mag jeder selbst beurteilen nach Studium dieses Artikels bei ChannelPartner.de:

»Der Discounter Aldi verkauft aktuell mit dem Medion “Akoya MD 8835″ einen PC mit AMD-Prozessor. Allerdings kommen in diesen Rechner nicht die seit kurzem erhältlichen “Phenom”-Prozessoren im B3-Stepping zum Einsatz, sondern noch die mit dem so genannten TLB-Bug (ChannelPartner berichtete) behafteten CPUs der Vorgängergeneration. Der Verkauf eines solchen PC-Systems zum jetzigen Zeitpunkt legt den Verdacht nahe, dass AMD Restbestände seiner fehlerhaften Phenom-Prozessoren über den Discounter an ahnungslose Endkunden verkaufen möchte.«

Diese gesamte Praxis hängt eben u.a. an der neuen Form der Versionierung. Als Käufer ist mitunter nur noch schwer auszumachen, welches Gerät auf welchem Stand ist. Somit ist aus der schönen neuen Verbraucherwelt im Ergebnis eine Welt der Desinformation geworden. Der Vergleich der Produkte ist erschwert und der Austausch von Erfahrungswerten kraft Faktischem unterlaufen.

Doch das muss nicht das Ende oder unser Schicksal sein!

Auch wenn dies alles desillusionierend erscheint und man schon achselzuckend abwinkt, weil es halt ist wie es ist, sollte man nicht den gleichen Fehler zweimal machen. Der erste Fehler war, in Rückbetrachtung des Verbrauchermarkts zu glauben, man könne mit der puren Möglichkeit der Kommunikation von Kunde zu Kunde die Unternehmen irgendwie tangieren (denn die ändern dann eben einfach die Regeln…), der zweite Fehler wäre zu glauben, wie es jetzt wäre, würde es immer bleiben. Denn am PC-Markt lernen wir, dass diese ständige Weiterentwicklung und – damit verbunden – Generierung von Bedarf auch endlich sein kann. Viele PC-Besitzer sind zwischenzeitlich sehr glücklich und zufrieden mit ihrer Hard- und Software. Mag Vista noch so sehr mit optischen Reizen locken, XP war bereits ein rundes Angebot, von dem man sich nur ungern trennt (Never change a running system). Und ohne neue Software wird es schwer auch neuen Hardware-Bedarf zu generieren – im Gegenteil! Ausgenommen von Spiele-Fans gehen dann eben die User die Office-Entwicklungen nicht mehr mit und bleiben mit XP beim Status Quo. Und das selbst Microsoft diese Verweigerungshaltung nicht ganz kalt lässt, könnte man aus der Verlängerung des Supports bzw. der Rücknahme der bereits angekündigten Einstellung der Unterstützung für XP-System durchaus ablesen, wenn man wollte.

Der Verbrauchermarkt ist aktuell sehr im Fluß und man muss nur aufpassen, dass man darin nicht untergeht. Die informationelle Unsicherheit kommt dabei den Unternehmen gerade Recht und ist ihnen billig, sie ist aber auch – gerade für viele ältere Menschen, die ich kenne – ein Grund für Konsumzurückhaltung. Das sollte man sich dort auch klar machen. Wir werden sehen, wie sich das noch entwickelt. Nicht auszuschließen, dass sich hier in gar nicht ferner Zukunft wieder ein Wandel ergibt in Richtung: Qualität, Transparenz und Langlebigkeit.

Wollen wir also auch die Kundenrezensionen nicht zu früh begraben, aktuell aber sind sie leider oft keine große Hilfe und mehr Volkssport für die Marketing-Abteilungen.




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1. Februar 2008


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 1. Februar 2008 14:00

Krass: 45 Milliarden für Yahoo! – Microsoft greift Google frontal an


Das ist mir eine Eilmeldung vom Spiegel wert:

Microsoft will Yahoo schlucken – für 44,6 Milliarden Dollar

Frontalangriff auf Google: Microsoft will für 44,6 Milliarden Dollar die zweitgrößte Internetsuchmaschine Yahoo übernehmen. Der Softwaregigant will damit zum Marktführer beim Geschäft mit Onlinewerbung werden.

Quelle: SPON

Ich bin ja durchaus ein kritischer Begleiter des Google-Werdegangs und habe nichts gegen Widerstand gegen ungebremsten Wachstum. Aber was ist noch schlimmer als ein Internet-Monster? Genau, zwei Monster. Yahoo! war mir persönlich bis dato eher ein verwirrter Dinosaurier, die sich auf keine Richtung einigen konnten und nur hier und da unliebsam als staatliche Kollaborateure auffielen. Aber Microsoft wusste schon immer, wie Monopol und Macht zusammenhängen und das Information eine bedeutende Währung ist.

Kurzum: Mir graut davor – wenn der Deal klappt – nun zwei dieses Kalibers den Weltmarkt auseinanderreißen und aufteilen zu sehen. Statt einer sinnvollen Zerschlagung von Google sind nun zwei Player im Spiel, die sich ganz sicher null um nationale, moralische oder gesellschaftspolitische Belange kümmern, sondern einzig dem Profit und ihren Anteilseignern verpflichtet sind. Die politische Unfähigkeit und vielleicht auch eine einfach offenbar gewordene Machtlosigkeit im Umgang mit Google war schon erschreckend (ich erinnere nur an die europäischen Datenschützer), im Software-Bereich zeigte man da bei Microsoft in Europa wenigstens einen gewissen Kampfesgeist im Software-Sektor. Jetzt mit zwei dieses Kalibers schwant mir schreckliches.

Und von welcher Macht wir hier reden zeigt einfach einmal die Investitionssumme: von knapp 45 Milliarden Dollar ist hier die Rede. Das ist mehr (wenn ich mich nicht verrechnet habe) als das Bruttosozialprodukt von Ländern wie Kroatien, Ecuador oder Bulgarien.

Wer soll solchen Konzernen eigentlich noch Paroli bieten? Sind die Gedanken zu Epic 2015 gar keine ferne Utopie mehr?




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17. Januar 2008


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 17. Januar 2008 17:05

Bad Bad Bad Bad Browser


Bildzitat; Alle Rechte bei: Museum für Angewandte Kunst Frankfurt

Beim aktuellen Microsoft Internet Explorer (IE 7, erschienen Oktober 2006) ist man beim Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt wohl noch nicht angekommen. Ist man wohl doch noch mehr ein Freund alter Klassiker

Naja, ein bisschen was geht ja, z.B. der Link zum Mangawettbewerb, falls es einen interessiert.




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