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Absolut normales Blog

24. Juni 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 24. Juni 2009 18:25

Die Sache mit Leuten, die im Prinzip Recht haben, aber …


Der Mann mit dem Anzug und seinem akuraten Bärtchen sprach gerade ruhig und besonnen mit einem anderen Mann, ein verlebter Typ, der ihm gegenüber saß und mehr zu Boden starrte als in seine Richtung zu sehen. Der Bärtige wiederholte milde seine Worte, nahezu pastoral, dass es nicht korrekt wäre, dass man auch an andere denken müsste, dass es noch nicht zu spät sei seinen Fehler zu korrigieren, dass man auch eben an andere denken muss, dass es so nicht ginge, auch wegen älterer Menschen und Frauen mit Kinderwägen, dass der Platz eh schon begrenzt sei, dass … Der Mann stand auf: “Ja, ja, ist ok”, der Bärtige milde “das ist gut, aber sie sollten auch Einsicht zeigen”, der andere entnervt “ja, tu ich, tu ich, aber einmal hätte gereicht” und schiebt sein Fahrrad von den vier Klappsitzen in der S-Bahn weg, die er damit blockiert hatte. Keiner der Stehenden wollte sich auf die so freigewordenen Plätze setzen, der Bärtige dazu “so sei es dann eben manchmal im Leben, dann setzt sich keiner, so kann das dann kommen”, der andere blieb mit seinem Rad stehen und sagte nichts mehr. Der Bärtige zu den neben ihm sitzenden: “Man müsse da ja schon was sagen, auch wenn es einen nicht betreffe, oder?” immerhin stünde “ein bisschen Zivilcourage” uns allen gut zu Gesicht und man könne gar nicht verstehen, warum das andere nicht öfter tun und ob sie Angst hätten, sie bekämen gleich die “Faust ins Gesicht” nur weil man doch nur darauf hinwies, dass sowas ja nicht ginge, weil man ja auch mal an andere denken müsse und daher man sowas nicht machen kann und auch Einsicht haben müsse”. Das anfängliche Interesse der Umliegenden an dem Dialog war längst in ein betretenes Schweigen gekippt und keiner der umsetehenden nahm den Blick des Mannes auf, mit dem er kontaktwillig um sich sah. An der nächsten Station stieg der Mann mit dem Rad aus, der Bärtige rief ihn mit einem lauten aufmunternd-jovialen “Und schönen Tag dann noch!” hinterher und hob dabei den Arm, während er sich zu ihm umdrehte und ihn vorbei am Bahnsteig gehend mit den Blicken verfolgte.

Manchmal verstehe ich, warum Moralisieren manche Leute noch mehr nervt als offensichtliche Faulheit und fehlender Gemeinsinn…




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24. Februar 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 24. Februar 2009 12:56

Dann kauf ich eben den ganzen Laden


Frei nach dem Motto: Wenn ich den Spieler (Kaka) nicht bekomme, kaufe ich eben den ganzen Laden

Nach den erfolglosen Werben um Milan-Star Kaka will Scheich Mansour Bin Zayed, Besitzer des englischen Fußball-Klubs Manchester City, nun als Aktionär beim AC Mailand einsteigen. 500 Millionen Euro will der Investor aus Abu Dhabi zahlen, um einen 40-prozentigen Anteil am UEFA-Cup-Gegner von Werder Bremen zu übernehmen, berichtete die Mailänder Tageszeitung Corriere della Sera am Dienstag.

via 11 FREUNDE – Newsticker – ManCity-Boss will bei Milan einsteigen.

Irgendwie wird mir das alles zu abgedreht im Fußball. Aber ist ja auch sonst nicht anders – oder stimmt es nicht, dass Google an Twitter dran sein soll?




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Filed under: Fußball,Wirtschaft



14. Februar 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 14. Februar 2009 13:47

Die Kunst des Schulden machen: Klotzen statt Kleckern


Wenn du 100 Euro zu viel Schulden am Konto hast, wirst du vom einfachen Bankangestellten am Schalter komisch angesehen.

Wenn du 1.000 Euro Schulden hast, wirst du angeschrieben, dass du dir Gedanken machen sollst wie es weitergeht.

Wenn du 10.000 Euro zu viel Miese hast, musst du einen Termin ausmachen, dann trotzdem warten und wirst vom Abteilungsleiter kritisch hinterfragt, musst dein Leben offenlegen und man droht dir alles wegzunehmen.

Wenn du 100.000 Euro Schulden hast, bekommst du Terminvorschläge, der Fililialleiter wartet beim Termin auf dich und du bekommst auch einen Kaffee angeboten.

Wenn du 1.000.000 Euro Schulden hast, geht es dem Fililialleiter nicht gut, die Zentrale macht interne Termine und man macht sich Gedanken für dich, wie es nur weitergehen kann.

Aber das ist alles noch nicht ausgereift.

Denn wenn du 10.000.000.000 Euro Schulden hast, übernimmt Frau Merkel.

(frei wiedergegeben, was ich kürzlich hörte)




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Filed under: Gesellschaft,Verbraucher,Wirtschaft



16. Januar 2009


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 16. Januar 2009 17:35

125 Millionen für Kaka


In Worten: Hundertfünfundzwanzig

Der “Witz” mit dem Kaka (= Fäkalien; Kindersprache) hat natürlich nen Bart für Fußball-Kenner, aber witzig ist das Ganze für mich dann doch eigentlich gar nicht. Der englische Premier League Club Manchester City, im Eigentum einer Investorengruppe aus dem Scheichtum Abu Dhabi, bietet 125 Millionen für Scheiß

Ich schätze Herrn Ricardo Izecson dos Santos Leite, Künstlername Kaká, als Fußballer und Mensch sehr, aber niemand auf dieser Welt ist 125 Millionen Euro in dem Sinne ‘wert’, dass er dafür bisschen Fußball kickt. Es ist einfach nur Fußball!

Ginge es nach mir und hätte ich was zu sagen (was man so nur sagen kann und darf, wenn man nichts zu bestimmen hat), würde ich nach offizieller Bestätigung des Angebots einen schönen weißen Wagen mit zwei Männern vorfahren lassen, den zuständigen Manager mitnehmen und das gesamte Vermögen zum Volkseigentum machen – denn offensichtlich haben die aktuellen Besitzer des Geldes jeglichen Realitätssinn verloren.

Es wird dringend Zeit, dass sowohl in puncto Transfersummen wie auch Gehalt (Stichwort salary cap) die Vernunft in Form einer gemeinsamen Regelung kommt, um diesem Irrsinn ein Ende zu bereiten. Ganze Kontinente leiden unter Hunger, Europa und Amerika stöhnen unter der Rezession und andere hauen die Millionen um sich, dass es kracht.

Sorry, aber für mich muss jede Freiheit (auch wirtschaftliche Freiheit!) ihre Grenze spätestens an Moral und Vernunft finden.




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Filed under: Fußball,Gesellschaft



5. Dezember 2008


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 5. Dezember 2008 14:22

Wenn unsere große Welt eine ganz kleine wäre


Nein, den Film kannte ich ebensowenig wie Robert, ich sehe ihn aber nicht ganz so defätistisch.

Dieser Film-Vortrag, der wohl schon über 10 Jahre alt ist, stellt die Verhältnisse auf der Welt dar, wenn man – rein statistisch – alles auf eine Gruppe von 100 Leuten reduzieren würde. Es ist natürlich nicht so auf die Realität übertragbar, aber es zeigt doch zum Teil anschaulich, wie man bei allem europäischen Jammern im Verhältnis zur Gesamtweltbevölkerung steht oder welch ungleiche Verteilung es gibt.

Ich weiß noch nicht, was ich damit anfange, aber es lässt mich nachdenken. Am Ende bestätigt es mich irgendwie in meiner gewissen Resignation gegen die Gesellschaft, dass es einfach ungerecht ist und man auf den “Mensch” als solchen nicht stolz sein kann. Und dann bin ich irgendwie dann doch ein bisschen bei Robert gelandet, nur das mir eine religiöse Hoffnung bleibt …

www.miniature-earth.com




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Filed under: Gesellschaft



28. März 2008


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 28. März 2008 13:09

Dabeisein ist alles – Olympia made in China


Bild © Endl 2008

Jetzt schlagen sie wieder zu, die Apostel der deutschen Restmoral, im wiederentdeckten Gefühl dieser komischen Rechte, die man am liebsten bei anderen anprangert, diese “Menschenrechte”. Und wer könnte und sollte da besser die moralischen Lorbeeren einfahren als unsere “Olympioniken”. Boykott, iss klar, wer kann schon sportlern wenn daneben in Tibet die Mönche vom Berg getrieben werden?

Scheinheiligkeit as usual in diesem mittlerweile morallosen Land, das einzig die Toleranz noch auf ihren Fahnen zu stehen hat. Toleranz vor allem und jeden – was auch nicht schwierig ist, wenn man keine eigene Position mehr hat, die man gegen andere verteidigen kann mangels Identität. Also mal hübsch alles tolerieren, was einem nicht an den Kragen will, und hübsch opponieren, wenn es politisch weit weg ist und in der Konsequenz von allem nur nicht einem selbst umzusetzen wäre. China und Olympia, das ist da so eine passende Sache. Boykott! Der Aufschrei quasi als redliche Bürgerpflicht. Und wenn kein Boykott, dann wenigstens die Forderung nach Wut und Brandreden am Siegertreppchen – man muss ja nicht selbst reden sondern nur im TV zusehen und ein “Jawoll” dazu rülpsen.

Dass dabei die eigenen politischen Heroen nie die Klappe aufbekamen, dort im fernen China bei offiziellen Besuchen, und maximal so zwischen Tür und Angel und womöglich auch nur wenn sichergestellt ist, dass nur West-Stationen auf Sendung sind, ein “aber in Ordnung ist das nicht” rauspressen und nachschieben “also das mit den Menschenrechten und so”, um dann mit dem mitgeführten Tross von Vertretern aus Großindustrie und Mittelstand zum Buffet zu schlendern, wird irgendwie hingenommen. Schließlich geht es ja hier um Business und nicht um die Rettung der Welt und vor allem nicht dieser Welt dort in den Bergen mit den komischen Mönchen.

Apropos Wirtschaft: Ja, wie sagte einst Herr Schrempp (oder war es einer aus dem Siemens-Clan?), es sei ein viel zu großes Risiko in China nicht dabei zu sein, jedenfalls wäre das Risiko mitzumachen nicht so groß wie nicht mitzumachen. Oder so ähnlich. Aber was meinte er denn damit? Wahrscheinlich meinte er, dass die Aussicht ein Krümelchen vom Aufschwung des Ostens abzubekommen um die einzige gültige Währung dieser Generation zu befriedigen: Wachstum. Wachstum um jeden Preis. Auch wenn es bedeutet, dass man auch die letzten Innovationen eines ehemaligen technischen Kreativ-Staates auf dem Silbertablett übergibt. Aber auch das ist ja was, immerhin mal ein Zeichen gesetzt, dass man dem großen Bruder aus dem Westen nicht alles übergibt was man je ersonnen hat. Die meisten Innovationen werden sonst ja übern Teich geschippert und verwertet.

Das Risiko nicht dabei zu sein … ja, das werden sich die Olympioniken vielleicht auch denken. Was nützt es ihnen, wenn sie – vielleicht gerade in der Form ihres Lebens – einmal was Selbstgebasteltes auf’s Regal stellen können – Marke: Goldener Olympia-Verweigerer-Zweig am Bande, Olympiasieger der Herzen sozusagen. Wer erinnert sich eigentlich an die Olympiaverweigerer der vergangenen Olympiaden?

In China hat sich doch nicht wirklich viel getan, seit der Vergabe der Spiele? Oder irre ich mich? Nur weil man nun die nie verhohlene politische Marschrichtung gegen Dissidenten und Widerstand jeder Art einmal mehr demonstrierte? Mit Vergabe der Spiele nach China wurde der Grundstein gelegt, die Olympioniken dafür nun moralisch vor die Wahl zu stellen ist das übliche Muster der Scheinheiligkeit dieser Gesellschaft. Am Ende soll doch der Sportler die Moral zeigen, die man sich (sport-)politisch nicht zu zeigen traute.

Woran erinnert mich das nur? Genau! Das ist doch das gleiche Syndrom wie im Konsumentenverhalten. Wir Verbraucher sollen/müssen ja jetzt die Kohlen aus dem Feuer holen. Durch Konsumverzicht gegen Versicherer, Handyhersteller, Ölpreiskollaborateure und Internet-Großkonzerne sollen wir moralisch maßregeln, wozu Politik und Gesellschaft offenbar nicht mehr in der Lage ist. Welch Armutszeugnis, welch ein Gefangensein in Sachzwänge einer globalisierten Welt in der die wirtschaftliche Sanktion der eigenen Überzeugung und Wertvorstellung der Gesellschaft vor geht – und welch Bankrotterklärung der eigenen Handlungsfähigkeit.

Also einfach hinnehmen, was da in China passiert und brav den Sportlern zujubeln bei einer Veranstaltung von der sich China natürlich nichts anderes verspricht als das Feiern von sich selbst? Gute Frage. Ebenso gut wie die Frage, die die Sportler sich selbst stellen müssen, ob und wie sie an so einer Olympiade teil nehmen können und wollen. Aber einen öffentlichen Druck auf die teilnehmenden Sportler aufzubauen ist für mich definitiv falsch. Ein Olympiaboykott wird unser gesellschaftliches Versagen nicht kompensieren.

Vielleicht sollte einfach jeder, der sich bemüßigt sieht den moralischen Finger zu heben, sei es um die Teilnahme an Olympia zu kritisieren, sei es um Unternehmen zu kritisieren, die in China Geschäfte machen, sei es um Blogger zu kritisieren, weil sie Werbung machen für Firmen, die in China Geschäfte machen, mal den eigenen Haushalt durchforsten und Ausschau halten nach Produkten Made in China und sich kritisch selbst fragen, was genau dem System China seine Nahrung für Wachstum gibt. Und was wir entdecken, so eingestanzt im Plastikboden, eingenäht in Kleidungsstücken oder aufgeklebt auf Etiketten, ist ja nur der Teil, den man sieht. Die verbauten Kleinteile in unseren Geräten dürften die eigentliche Masse sein, die uns Made in China umgibt.

Also ein Aufruf zum Boykott chinesischer Produkte? Nein. Ein Aufruf seine eigene Position, das eigene Moralverständnis einmal selbst zu überdenken und daraus die eigenen Schlüsse zu ziehen. Wer kritisieren will, sollte wenigstens wissen, ob er selbst den Boden nährt, auf dem das, was er so anprangert, wächst…




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Filed under: Essentials,Gesellschaft,Verbraucher,Wirtschaft



20. Februar 2008


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 20. Februar 2008 16:30

Mit 16 werde ich …


Phantasien pubertierender Jugendliche wenn sie davon träumen endlich 16 zu sein …


Direktlink zu youtube

… oder wie sich das die ältere Generation wohl so vorstellt. Inkl. Realitätscheck. Viel Vergnügen!

Psssst … Pflichtvideo für alle Politiker und andere Weltfremden, die Altersverifikationen im Internet für sinnvoll halten und Sexualität zwischen Jugendlichen unter 18 unter Strafe stellen wollen.




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