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Endergebnis? Darf ich euch leider nicht sagen

Ich bin heute ja bei der FIFA Frauen-WM bei Äquatorial-Guinea – Brasilien und ich hoffe, dass ich wenigstens das ohne Strafandrohung so überhaupt jetzt sagen durfte. Über das Endergebnis oder wie es allgemein war oder ob das Spiel gut oder schlecht, darf ich definitiv später nicht mehr mit euch reden. Das steht im Artikel 5.5 der Allgemeine Ticket-Geschäftsbedingungen für den Erwerb und die Benutzung von Eintrittskarten (ATGB) der FIFA und ist auf dem Ticket freundlicherweise als Auszug mit abgedruckt:

„Ticketinhaber dürfen Tonaufnahmen, Laufbilder, Standbilder oder Beschreibungen des Spiels (oder Ergebnisse oder Statistiken des Spiels) ausschließlich zu privaten Nutzungszwecken aufnehmen und/oder übertragen. Es ist strengstens untersagt, Tonaufnahmen, Laufbilder, Standbilder, Beschreibungen, Ergebnisse oder Statistiken des Spiels, als Ganzes oder in Teilen, für jegliche Art von öffentlichem Zugang zu verbreiten und zwar ungeachtet der Übertragungsform, sei es über das Internet, Radio, Fernsehen, Mobiltelefon, Datenzubehör oder ein anderes gegenwärtiges und/oder zukünftiges Medium (heute bekannt oder in der Zukunft erfunden und/oder entwickelt). Ticketinhaber dürfen keine andere(n) Person(en) bei der Ausübung dieser Aktivitäten unterstützen.“ (Hervorhebung redaktionell)

Wenn sich das als Praxis durchsetzen sollte, ist das quasi der Tod jeder freien Berichterstattung in Blogs und Social Media.

Ich in der ‚Frankfurter Neue Presse‘

Mein Weblog wurde wieder einmal in der „Frankfurter Neue Presse“ vorgestellt unter „Blogs direkt aus Frankfurt“ – Besten Dank!

Endl.de
Hinter dem Blog http://www.Endl.de steckt der 40-Jährige Projektleiter Alexander Endl. Früher wurden Themen für Verbraucher gebloggt. Heute sind die Themen über die Beeinflussung vom Käufer bis hin zu Erfahrungsberichten auf sein Blog Zielpublikum.de ausgelagert und Endl.de wird von ihm als sein persönliches Blog bezeichnet. Speziell und originell ist die Rubrik Lyrik. Endl hat Spaß daran, Menschen ein wenig zu amüsieren. Seit 2004 ist er Blogger und aktualisiert wird alle zwei Tage, damit die etwa 500 Leser pro Tag immer etwas Neues zur Unterhaltung haben.

Womit amtlich ist, dass ich eine Spaßkanone allererster Güte bin! :mrgreen:

Wer Politik machen will, …

Bin in vielen Punkten ja nicht mit Martin Kind konform, aber der Satz ist sehr sehr wahr:

Ich lehne ab, wenn Presseorgane versuchen, Politik machen zu wollen.
Wer Politik machen will, muss auch in die Verantwortung gehen.

Quelle: 11freunde.de

Ein Star, wirklich!

Bilde ich mir das ein oder schreiben Journalisten in ihre Headline immer dann „Star“ dazu, wenn sie in Wirklichkeit glauben, dass den Typen eigentlich keine Sau kennt? „Star-Designer“ bei Blabla, „Star-Tenor“ tut Dingens, „Peruanischer Star-Schiedsrichter“ zu Gast bei Denundden?

Aufgefallen hier: Star-Architekt Oscar Niemeyer wird 100

Aber ehrlich, den kennt doch nun jeder, wirklich!

Hallo? Klopf Klopf? Ist da ein Journalist, der zuhört? Bin ich auf Sendung?

Ah … Kann man mich hören? … gut, ja … weil … ich was sagen muss … (hierein sprechen? ok!) … Liebe Zuhörer und Journalisten … wir … naja … wir ist „gut“ … wir Blogger wollen gar nicht Journalisten werden oder euch den Claim streitig machen … he he he … ne, echt nicht! … wir … wir ist „gut“ … ups … hatten wir ja schon … also wir wollen eigentlich nur das machen, was ihr nicht auf die Reihe kriegt … hi hi … wir decken sozusagen die biologische Nische … … und das war’s auch schon … Tschüßßß

Ich les Spiegel nur wegen dem Sportteil

Spiegel lag rum; Foto Endl 2007

Kollege schlenderte gerade mit dem Spiegel (= Printausgabe des Magazins, bevor noch einer blöd fragt) vorbei.
Frag ich so lakonisch: „Ist das noch politisch korrekt, den Spiegel so offen unterm Arm tu tragen?“
Meint anderer Kollege: „Man liest Spiegel doch nur wegen dem Sportteil.“

:mrgreen:

Grimme Online Award 2007

Egal wie man es dreht und wendet: … es bleibt ein Gschmäckle, keine Frage …

Was gut ist? Das man das auf der Seite eines Preisträgers lesen kann: Das Grimme-Online-Award-Debakel

»Das sah nicht gut aus.« … da hat Stefan Niggemeier recht. Wobei ich nicht in die Hetzparolen einstimmen mag, die dem Award jegliche Seriösität deswegen schon absprechen wollen. Aber die Ecken, aus denen das kommt, sind ja bekannt und man kann das einordnen.

Nun also auch noch die Vorveröffentlichung der Gewinner, zwei Tage vor dem offiziellen Termin und noch während die Publikumsabstimmung läuft (Quelle a.a.O.) … das hätte man dramaturgisch nicht besser hinbekommen können. Das sind eben Geschichten, die das Leben schreibt. Im Fußball sagt man: Da hat man schon kein Glück (oder „glückliches Händchen“), und dann kommt auch noch Pech (oder eben ein menschlicher oder technischer Fehler) dazu. Ander würden sagen: Hochmut kommt vor dem Fall, wenn man das ganze als Arroganz auslegen wollte.

Stefan Niggemeier und Mario Sixtus gönne ich persönlich aber den Award. Egal ob man nun ihren Stil oder sie selbst mag oder nicht, so ist doch unbestreitbar, dass ihr Engagement und ihre Auswirkung auf das junge Medium bedeutend und Award-würdig ist. Gerade bei dieser Award-Runde nun dabei zu sein, das tut mir fast für die beiden leid.

Verfolgt seit fast Anfang an habe ich auch das Tagesschau-Blog. Und so sehr ich das Blog und seine Bemühung in diesem schwierigen Spannungsfeld zwischen „was darf ich, was kann ich, was soll ich“ schätze … einen Award, im Speziellen einen „Grimme Online Award“ hätte ich nicht – nein besser: noch nicht – vergeben.

Ich kannte das von Autokiste damals. Am Anfang hagelte es fast Awards und Erwähnungen und Lobeshymnen. Eigentlich schon bevor man sich seine Meriten verdient hat.
Mir geht es da auch so mit dem Tagesschau-Blog. Laßt die doch erst mal ein paar Jahre werkeln und dann hätte man immer noch prämieren können. Aber das ist wohl das Problem unserer Gesellschaft. Ein junger Fußballer wird schon nach einer einzigen guten Saison zum Weltstar erklärt – und ein Blog nach ein paar Monaten guter Arbeit und Auseinandersetzung mit sich selbst zum Grimme Award gekürt. Da passt ins Bild, dass zunächst auch ein Online-Angebot nominiert war, dass noch nicht einmal gestartet wurde (Quelle a.a.O.).

Ich kenne da ein paar Blogs, die werkeln schon seit einigen Jahren vor sich hin und hätten sicher einmal einen Grimme-Online-Award verdient. Ich nenne da mal wirres.net oder auch den Shopblogger – nicht weil sie meine Lieblinge wären (ich bin bei beiden nicht einmal in der Blogroll und vice versa!), sondern weil ich das, was sie über Jahre hier in der Blogwelt an Anerkennung sich erarbeitet haben, auch selbst anerkenne. Aber vielleicht braucht das alles einfach noch seine Zeit.