Tag Archives: promis

Robert Enke und ich

Als die Nachricht vom Freitod des Torwarts Robert Enke wie eine Flut über die Medien hereinbrach wird sich mancher vielleicht gefragt haben, was die ganze Aufregung soll. Manche fragten sich das leise für sich, einige rotzten entsprechend pietätlose Kommentare und Tweets hin und bezogen dafür natürlich reflexartig Maßregelungen aber auch Aufmerksamkeit, letzteres vielleicht gar nicht ganz unwillkommen.

Ich war und bin für meinen Teil einfach sehr betroffen von der Nachricht gewesen, aber ich verstehe durchaus das Unverständnis für das gigantische mediale wie auch social community Echo – jedenfalls solange das Unverständnis noch den gebührlichen Respekt vor der Trauer und Betroffenheit anderer wahrte.

Ist es nicht vielleicht sogar gut nachvollziehbar, dass jemand nicht verstehen kann, warum für das Ableben eines Sportlers fast eine Staatstrauer ausgerufen wird, der doch für die Gesellschaft nicht mehr bedeutete als Teil einer wirtschaftlich orientierten Sportindustrie mit Unterhaltungscharakter zu sein? read more »

{lang: 'de'}

Sarah Connor und BILD – kapier ich nich

DSCF2680

Also da ist Sarah Connor auf einen BILD-18/1-Werbeplakat mit dem Satz:

Erstaunlich, wie man auch ohne Taktgefühl jeden Tag einen Hit landen kann !!

Versteh ich nicht. Also den Satz schon, aber …

… warum gibt sich Sarah Connor dafür her?
… warum wirbt die BILD mit einem Satz, der der BILD nun wahrlich nicht schmeichelt?
… warum kriegt Sarah Connor dafür noch nicht einmal Geld?

Denn drunter steht:

BILD bedankt sich bei Sarah Connor für die [... kann ich nicht lesen ...] und unentgeltliche Meinung.

Kapier ich alles nicht.

Aber ein schöner Anlass, meine persönliche ENDL Dir Deine Meinung! Woche auszurufen.

{lang: 'de'}

John Hughes ist tot

Hatte ich ja gar nicht mitbekommen. :-(

John Hughes ist gestern im Alter von nur 59 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben und mit ihm der Erschaffer von Ferris Bueller und The Breakfast Club, zwei meiner Alltime-Favorites und ich will gar nicht wissen, wie oft ich „Ferris macht blau“ gesehen habe, nachdem das der zweite oder dritte Film war, die ich damals im Kino gesehen habe (der erste war „20.000 Meilen unter dem Meer“).

viaJohn Hughes R.I.P. | Nerdcore.

Auch für mich definitiv ein ganz wichtiges Element meiner Jugend und frühen Zwanziger – wie eben Sixteen Candles oder Breakfast Club, Pretty in Pink oder Ferien zu Dritt. Bekannter waren allerdings seine späteren Werke als Autor und Produzent aus der Reihe “Kevin allein zu Haus” mit John Candy, die ich zwar auch gern sah, aber die an den Kultstatus seiner Frühwerke mit Judd Nelson, Molly Ringwald, Emilio Estevez, James Spader, Harry Deab Stanton, Andrew McCarthy oder Jon Cryer nicht rankamen.

Vielleicht aber bleibt John Hughes auch deswegen immer in bleibender Erinnerung, weil seine Filme viel zu oft zu wahren Meisterleistungen deutscher Grotten-Übersetzungen von Filmtitel animierten. So wurde bspw. aus Breakfast Club ein Der Frühstücksclub, aus Sixteen Candles das fast prosaische Werk Das darf man nur als Erwachsener und – unübertroffen! – aus Class Reunion der sicher auch in der Einzelkabine konkurrenzfähige Titel Ich glaub’ mein Straps funkt SOS.

Ruhe in Frieden, John, früher warst du einer meiner Helden und wirst unvergessen bleiben!

Oder um mit den Worten aus seinem Film zu schließen:
Schrauben fallen andauernd irgendwo raus, die Welt ist eben nicht perfekt” (John Bender, Breakfast Club)

Don’t You Forget About Me
Don’t Don’t Don’t Don’t
Don’t You Forget About Me

Will you stand above me?
Look my way, never love me
Rain keeps falling, rain keeps falling
Down, down, down

Will you recognise me?
Call my name or walk on by
Rain keeps falling, rain keeps falling
Down, down, down, down

Simple Minds – Don’t You (Forget About Me)

Soundtrack Breakfast Club (den hab ich sogar auf CD zu Hause…)

{lang: 'de'}

Michael Schumacher fährt wieder Formel1!

Das mal ein Ding: Schumi ist wieder da. Jetzt muss ich ja auch wieder gucken.

Die Gerüchte hatte es gegeben, nun wurden sie vom Rekordweltmeister selbst bestätigt: Auf seiner Website gab Michael Schumacher bekannt, dass er für den verunglückten Felipe Massa wieder ins Ferrari-Cockpit zurückkehren werde. Schumacher hatte seine Karriere im Oktober 2006 nach sieben WM-Titeln, 91 Grand-Prix-Siegen und 250 Rennen beendet. Seitdem arbeitete er als Ferrari-Berater.

via Michael Schumacher zurück – kicker online.

cool :-)

{lang: 'de'}

«Wetten, dass…?» auch diese Sendung vor die Hunde geht?!

Früher war es ein Muss, dann eine willkommene Alternative, dann blieb man mal beim Zappen hängen, heute muss ich schon ans Bett gefesselt sein und die Fernbedienung ist kaputt. Was ist nur aus “Wetten dass …?” geworden?

Erst Tierkot, nun Ekelhäppchen: Bei Thomas Gottschalks «Wetten, dass…?» ging es am Samstagabend erneut hart an die Geschmacksgrenzen. Pech hatte dabei Schauspielerin Iris Berben, die sowohl vom Moderator als auch von Mit-Couch-Sitzer Mario Barth belästigt wurde.

via NETZEITUNG | ENTERTAINMENT PEOPLE: «Wetten, dass…?» macht auf Dschungelcamp.

{lang: 'de'}

Urteil rechtskräftig: Abmahnanwalt geht in Haft

Es zeichnete sich ab, nun bestätigte das Kammergericht das Urteil.

Der als “Abmahnanwalt” berüchtigte Günter Freiherr von Gravenreuth muss wegen Betrugs der taz 14 Monate in Haft. Das Kammergericht hat am 2. Februar 2009 seine Revision verworfen.

via

Urteil gegen von Gravenreuth rechtskräftig: Abmahnanwalt muss in Haft – taz.de.

{lang: 'de'}

Muss der Abmahnanwalt wirklich hinter Gitter?

Man kannte und fürchtete ihn in Netzkreisen als den “Abmahnanwalt”, seinen juristischen Disput mit der taz verfolgten daher viele mit einer gewissen Häme. Als es sich zu einem strafrechtlichen Prozeß entwickelte, gab es endgültig böses Grinsen und als dann das Urteil fiel, glucksten so manche vor Freude, erst Recht als die Strafe “Haft” lauten sollte.

Im September 2008 verurteilte das Landgericht Berlin den als “Abmahnanwalt” berüchtigten Münchner Rechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth zu vierzehn Monaten Haft
Quelle: taz

Jetzt liest man zwar oft bei solchen Fällen “Haft”, man glaubt das aber nicht so richtig. Am Ende läuft das gerade bei Promis oder Menschen mit Geld und Macht immer auf Bewährung raus, also ein kleiner Makel im Lebenslauf und am Ende paar Tausender an gemeinnützige Projekte – und Akte zu. Man wartete also auf die schriftliche Urteilsbegründung und das liegt nun offenbar vor (Quelle: taz). Und siehe da, was hier so zu lesen ist, könnte auch einer Revision stand halten, denn die Richter des LG Berlin führen folgendes aus:

die Strafzumessung sei “in dieser Höhe unbedingt erforderlich. Die Vollstreckung dieser Strafe konnte … nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden. Denn dem Angeklagten kann nicht mit hinreichender Sicherheit eine positive Legal- und Sozialprognose gestellt werden. (…) Es handelt sich somit bei diesen Straftaten des Angeklagten nicht um ein einmaliges Versagen im Einzelfall bzw. um ein Versagen in einem eng umgrenzten Zeitraum oder aufgrund einer besonderen, die Begehung solcher Taten besonders begünstigenden Konstellation, sondern um wiederholte und erhebliche Rechtsverstöße über einen längeren Zeitraum, die der Angeklagte in Ausübung seines Berufs als Rechtsanwalt mit dem Ziel der eigenen ungerechtfertigten Bereicherung auf Kosten Anderer begangen hat, obwohl seine wirtschaftlichen Verhältnisse “geordnet” sind. Es ist daher zu befürchten, dass der Angeklagte auch künftig insbesondere Vermögensstraftaten begehen wird, so dass ihm keine positive Legalprognose gestellt werden kann.”
Quelle: taz “Keine positive Legalprognose

:mrgreen:

Ob das LG Hamburg auch so geurteilt hätte …

{lang: 'de'}