Tag Archives: republica

Bei Zuse in der Tiefgarage

Über den Kongress Zuse 2.0, Roland Koch, Volker Bouffier, das Social Web und die re:publica’10 wurde drüben im anderen Blog ja schon genug gesagt, aber die wahren Highlights fanden sich in der Tiefgarage unter dem Kurhaus! Oder wer hat die drei Nummernschilder (“Gi-na Wi-ld F-SK 1-8″) schon mal so zusammen gesehen!

Kongress Zuse 2.0 – Ein Bericht und ein Vergleich mit der re:publica

Ach ja … und das war der Tiefpunkt:

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re:publica’10: Meat & Greed

WauWauWau dachte dann an fette Fleischtöpfe und an Lassie –
und der Gedanke an ‘berühmt werden’ machte ihn sehr aufgeregt.

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WLAN-Probleme der re:publica aufgeklärt

WauWauWau hat wieder versucht an ein virtuelles Denkmal zu pinkeln.

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re:publica’10: Queen Bohemian Rhapsody Karaoke auf Abschlussveranstaltung

Da ist das Ding. Da Twitter-Gründer Biz Stone nicht erreichbar war, erfüllte sich Johnny kurzerhand “seinen Traum”: Das große Queen Bohemian Rhapsody Karaoke. Sicher eine der meistgefilmten Sessions der re:publica’10 – und es war sehr witzig.

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re:publica’10: Panel Fussball-Bloggen im Jahr der WM

Gestern war es soweit, unser erstes Panel auf einer re:publica – und das zum Thema Fußball: Heimspiel quasi. Am Podium waren neben Ronny und mir als Moderatoren unsere Gäste Frederic Valin (Spreeblick), Johannes Ehrmann (Mauertaktik.de), Robert Burkhardt (Hertha BSC Berlin) und Thorsten Feldmann (Rechtsanwalt und Blogger auf feldblog.de).

Mit mehr Ruhe und Zeit und im Rückblick mal mehr zum konkreten Verlauf und Inhalt der Diskussion, aber auf diesem Weg schon mal unser Dank an die Gäste, den vielen interessierten Zuhörern im vollen Saal, den Wortbeiträgen und vor allem auch für die vielen Gespräche danach. Neben all den kleinen und mittleren Problemen als Blogger, von Logo-Nutzung bis fehlender Anerkennung seitens der Vereine als vollwertiges Mitglied im “Medienverbund”, zeigte sich am Ende aber doch vor allem eines: Der Wille und Wunsch nach Fan-Kommunikation besteht und wird immer lauter. Ob die klassischen Medien und eben vor allem auch die Vereine dieser Kommunikation nun zuhören, als “Rückkanal” nutzen oder gar in die eigene Arbeit einbinden ist dabei sicher eine spannende Frage, sie ist aber nicht die entscheidende Frage, denn wenn dies nicht geschieht, wird es der Sache keinen Abbruch tun. Die Fans emanzipieren sich und suchen nach Ausdrucksformen, Plattformen und einer hörbaren Stimme – und findet sich in Blogs, Foren und Social Web wieder. Man kommuniziert, man holt sich insoweit den “Volkssport” Fußball einfach wieder zurück. Und das wirklich interessante, was sich vielleicht aus den Gesprächen ergeben hat und den bereits bestehenden Eindruck bestätigt hat: Vereinsgrenzen gibt es da nicht. Man diskutiert natürlich vor allem mit Seines(vereins)gleichen, aber schlägt im Netz die Brücke zum sportlichen Gegner mühelos und ohne Scheuklappen – man liest die Meinung der gegnerischen Fans zum bevorstehenden Wechsels ihres Spielers zum eigenen Club, interviewt sich gegenseitig vor Spielen, fragt auch einfach mal nach bei Auswärtsspielen über Infos.

Diese Fan-Kommunikation, das hat sich gezeigt bei dem Panel und den Gesprächen, ist weitesgehend unabhängig von der Akzeptanz der Vereine und Medien. Eine Presse-Akkreditierung würde vielleicht manches Angebot aufwerten, notwendig ist das aber in der Breite nicht. Ob man ein Logo verwenden kann, ein Foto veröffentlichen, einen Spieler interviewen kann – sind sicher spannende Fragen im Einzelnen, sie sind aber nicht der Kern der Sache, denn da geht es um Kommunikation der Fans und zwischen Fans. Wenn die Vereine da das Potenzial erkennen, dass sie bspw. auf einem Blog zwar auf keine homogene unkritische Masse, aber doch auf eine in Bezug auf den Verein nahezu 100% loyale Anhängerschaft treffen, dann könnten sie das als Rückkanal nutzen. Für die Blogs und Online-Fan-Magazine wäre das vielleicht ein ehrenvoller Ritterschlag – aber wie gesagt: für ihre Existenz und ihre Notwendigkeit, das muss man auch in aller Offenheit sagen, ist es vielleicht fast ohne Bedeutung.

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Wichtiger Hinweis: re:publica’10 ist keine Blogger-Konferenz

Schon in der Vorbereitung auf die re:publica’10 war es schon schwer genug Außenstehenden den Sinn und Zweck einer re:pulica-Konferenz zu erklären. Schwierig, weil es eben Außenstehende sind und Hände ringend nach etwas suchen, was sie verstehen und einsortieren können. “Blogger” als Schlagwort ist da dankbar, das kennt man, das hat ne Schublade, die hat noch Platz. Blogger sind die Spinner, die über ihr Frühstück schreiben und dass ihnen der Kino-Besuch gestern dolle Spass gemacht hat. Irrelevantes Zeug eben, dass nur die aus welchen Gründen auch immer interessant fanden, die selbst über ihr Frühstück und ihren Kino-Besuch gern schreiben. Die sind das dann also, die sich in Berlin treffen um sich auszutauschen, wie man noch besser über das Frühstück schreiben kann, welche Probleme man dabei hat und wie man sie lösen kann. Dabei machen sie sich auch noch Kopf über Datenschutz und das Frühstück-Bloggen in andern Ländern. Witzig, kurios, leider aber irgendwie der Hype von gestern, warum man sich also fragt, was die denn da immer noch machen, gerade weil doch nach bisschen Querlesen schon klar ist, dass die Szene ihre eigene Grabeshymne schon schreibt und sich zu Twitter und Facebook und Co. zersplittert.

So oder ähnlich hat man den Radio-Beitrag bei Fritz hier in Berlin verstehen können, die gleich öffentlich-rundfunkartig beschreibt: Blogger sind die, die so ein Internet-Tagebuch führen.

Es ist wohl müßig gegen diese Windmühlen in einem Blog zu schreiben wie diesem, das bestätigt ja nur das Vorurteil: Und da schreiben dann die Blogger über das Bloggen. Dennoch sollte es nicht oft genug gesagt werden: Der Umstand, dass wohl die meisten der Teilnehmenden den Begriff “Blogger-Konferenz” gemieden haben ist nicht, dass es einem peinlich wäre, der Begriff ist nur mittlerweile so falsch konnotiert, dass es müßig ist dagegen anzudiskutieren. Tatsächlich geht es um den Wandel der digitalen Gesellschaft, der auch vor dem letzten Print-Konservativen nicht vorüberziehen wird – spästens wenn er sein neues Auto startet und mit dem Internet konnektiert wird. Bloggen war und ist nur eine Facette, eine Ausdrucksform, ein Einstieg in eine neuer Form der digitalen Kommunikation. Nicht mehr, nicht weniger. Und diese Konferenz beschäftigt sich auch noch mit dieser Form, nicht mehr, nicht weniger.

Nach den ersten beiden Tagen sieht man durchaus, auch wie im SPON beschrieben, eine heterogene Themenvielfalt – ja bisweilen auch absolut gegensätzlich in Herangehensweise und Auffassung. Aber das ist eben kein Ausdruck einer “zersplitterten” Netzwelt, sondern ein Abbild einer normalen Entwicklung. Am Anfang nahm man sich dessen an, was populär war, was ins Auge sprang, was Aufsehen erregte, dann kommt man ans Eingemachte, man wendet sich den wichtigen Dingen zu, den Grundlagen, dem Sinn, den Grenzen. An diesem Punkt ist man und statt mit Polemik diese Diskussion zu begleiten wäre es ein guter Zeitpunkt diese Diskussion, die nicht erst mittelfristig alle beschäftigen wird, gerade die aufwachsende Generation steckt nämlich schon mitten drin, zu begleiten und mitzugestalten. Dazu müsste man aber auch bereit sein, seine Schubladen mal neu zu beschriften.

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re:publica ’09 in Sachen Fussballblogs – Mein kleines Nachtreten

Ich muss einfach noch mal Nachtreten, denn ein Thema ist noch nicht ausgesprochen, liegt mir aber noch auf der Zunge, muss also raus.

Am 1. Tag der re:publica ’09 traf sich ein Diskussionspanel zum Thema “Blogs in Deutschland” (ich berichtete) mit doch so namhaften Teilnehmern wie Thomas Knüwer, Markus Beckedahl, Robert Basic, Sascha Pallenberg sowie Stefan Niggemeier. Man beklagte dort ne ganze Menge, dabei fiel auch ein Beispiel, das ich gerne etwas gerade rücken würde.

Es fiel das Beispiel “Deutsche Fussball-Blog-Szene” und wie traurig die doch aussähe. Wo wären denn die engagierten Fußball-Fans, alles wäre quasi wüst und leer und Amerika natürlich auch im Sport viel weiter und besser. Wer immer es aus dem Panel auch aufbrachte, es stand da jedenfalls so unwidersprochen und ich als Clubfans-Blogger und mein Nachbar als Weser-Blogger waren sprachlos – und das möchte ich an der Stelle mal ausdrücklich korrigieren.

Es gibt eine ganze Reihe hervorragender deutscher Fußball-Blogs!

Allein kürzlich in München hatte ich die Gelegenheit einige dieser Spezies persönlich kennen zu lernen. Die Szene ist nicht nur ausgesprochen profund in Sachen Vereine, es gibt auch diverse Meta-Blogs und auch solche mit soziokulturellen oder humorvollen Einschlag.

Hier an die Anwesenden im Panel eine kleine Gedächtnisstütze via fussballfszene.de (und das war der Stand 2008):

Weitere zu finden über die Fussballblog-Suche

Es geht mir hier nicht um Besserwisserei, es geht mir darum, dass in solchen Zusammenhängen ein Vorurteil geschaffen wird, das dann beständig kolportiert wird. Hier gilt für mich das Dieter Nuhr Zitat: “Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.”, was vielleicht härter klingt, als ich es meine – auch weil ich einige der genannten am Panel sogar persönlich hoch schätze.

Aber wenn ich in so ein Panel gehe und über Blogs in Deutschland resümiere, und wenn ich dann noch dezidiert sogar ein Genre rausgreife, und wenn man dann eben keine Ahnung hat, dann sollte man sich besser nicht dazu äußern. Das geht vielleicht noch gut in der offenen Runde im barcamp, aber nicht auf einem Podium. Damit tut man dem Image der Blogs in Deutschland keinen Gefallen, zudem ist es etwas respektlos gegen die, die diese – zum Teil wirklich hervorragenden Blogs – betreiben.

So, jetzt geht es mir besser.

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