Tag Archives: sicherheit

Cern-Forscher schalten Large Hadron Collider ab

Nicht mal 10 Tage ist es her, als der Weltuntergang missglückte, nun müssen die CERN-Forscher ihr Spielzeug schon wieder abschalten – vorübergehend, wegen eines Schadens am Kühlsystem. Kann passieren, sowas, sicherlich, aber nährt nicht gerade das Vertrauen in die Wundermaschine, denen Kritiker eben nichts weniger als das Risiko einen Weltuntergang durch das produzieren schwarzer Löcher nachsagen.

Aber nicht nur das, Hacker (‘friedliche’) sind eingedrungen und haben eine Botschaft hinterlassen. Als “Schuljungen” bezeichneten sie darin die Forscher und wollten dabei wohl zum Ausdruck bringen, wie naiv und geradezu fahrlässig in ihrer Begeisterung über das Forschen man solchen Sicherheitsaspekte zu wenig Beachtung schenkt. Als ob es ‘da draußen’ nicht genug Leute gäbe, die so eine Wunderwumme mit Freuden manipulieren würden um die Erde und die Welt insgesamt vom Ballast der Menschheit zu befreien und sich selbst ob dieser Heldentat sich dann auf einer VIP-Wolke im Himmel sehen.

Des Menschen Stärke ist sicher sein Spieltrieb, seine Neugier, sein Entdeckerdrang. Das brachte uns dahin, wo wir heute sind – mit allen Segnungen dieser Welt, wie Penicilin, mit allem Unsinn dieser Welt, wie das Rumspielen mit Kernkraft ohne Ahnung zu haben, wohin die Reise führt und wie man die Risiken im Griff behält, oder Handy-Nutzung, wo bis zum heutigen Tage genügend Indizien auf gesundheitliche Schädigung durch diesen “Elektrosmog” vorliegen, diese aber geflissentlich auf die lange Bank der unerforschten Dinge der Menschheit geschoben werden.

Dieser Spieltrieb wird uns wahrscheinlich alle auch mal umbringen. Da brauchen wir dann nicht mal nen Meteoriten oder Außerirdische, solche Dinge regeln wir schon mal alleine und treten dabei den vermeintlichen Gott-ist-nicht-existent-Beweis an, weil wir der Offenbarung zuvorkommen.

Man muss sie eben mögen, die Menschheit. Aussuchen konnte man sie sich eh nicht.

Quellennachweis: NN vom 19.09.2008

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Wege zur Weltherrschaft – Heute: Die Biometrie

Genau genommen: Auch gestern, wie der Browser, wobei der eigentlich vorgestern sein sollte. Gestern war der Browser aber in aller Munde, ganz still und heimlich hat Google aber hinter dem frontalen Angriff des Turmes auf dem Damenflügel seinen Springer in Position gebracht:

Picasa 3 steht zum Download bereit.

Schau mir in die Augen, Kleines!

Man will doch auch wissen, wer hinter dem netten Account DerAbchecker0815 in dem Single-Forum immer die Weiber aufreißt und sich die Antwortmails auf sein geheimes Gmail-Konto schicken lässt. Ist doch schön, wenn man dann auch sein Gesicht zuordnen könnte, natürlich nur zum internen Gebrauch und zur Verbesserung der Suchergebnisse, vorerst. Auch schön: Wenn man dann anhand von Party-Shooter-Bildern per Suchmaschine alle Teilnehmer identifizieren kann. Und nützlich: Würde sicher auch unsere sicherheitsbedürftige Exekutive interessieren.

Damit das nicht allzu fehlerhaft ist und lange dauert, wäre es doch schön, wenn der User mitmacht – bei der identifizieren. Bspw. wenn er über eine praktische und kostenlose Bildkatalogsoftware seine eigenen Freunde und Bekannten zuordnet und dann uploaded. Wäre doch prima.

Doch warum sollte man sowas tun?

Google hat gestern nachgelegt und Picasa 3 beta (vorerst nur in englisch) veröffentlicht.

  • intern.de:
    Besonders interessant scheint allerdings eine Änderung, die Picasa bei den Web-Alben eingeführt hat. Dort können Portrait-Fotos mit Hilfe einer Gesichtserkennung gruppiert und mit “Name Tags” versehen werden. Die Anwendung macht es wahrscheinlich für viele interessanter, Fotos überhaupt online einzustellen. Denn die bisherigen Möglichkeiten der Bildbeschriftung sind einfach zu umständlich, um sie wirklich zu benutzen.
  • telekom-presse.at:
    Gesichtserkennung
    Ein besonders interessantes neues Feature ist die Gesichtserkennung. Dazu muss der Nutzer den Gesichtern auf seinen Fotos Namen geben. Auf Anfrage durchsucht Picasa anschließend die gesamte Bildersammlung nach Fotos, auf denen diese Gesichter erscheinen. Als Grundlage für diese Funktion soll den Google-Entwicklern die Technik der vor zwei Jahren übernommenen Firma Neven Vision gedient haben. Die Funktion ist noch nicht perfekt, das Programm erkennt die Ähnlichkeiten nur wenn die Person direkt in die Kamera schaut.
  • chip.de:
    Außerdem können beliebige Fotos zu einem Film kombiniert und bei YouTube hochgeladen werden. So wird aus den Urlaubsbildern schnell eine Diashow fürs Web. Der integrierte Photo Viewer zeigt eine Vorschau der Bilder, ohne die komplette Picasa-Anwendungen öffnen zu müssen.
    Zu den weiteren Neuheiten gehören das Anfertigen von Screenshots, das Hinzufügen von Wasserzeichen, vereinfachtes Hochladen und Synchronisieren mit dem Picasa Web Album sowie die Möglichkeit, Verzeichnisse auf der Festplatte nun direkt mit Picasa zu verwalten.
  • GoogleWatchBlog.de:
    Der 3. September 2008 markiert mal wieder einen sehr wichtigen Tag in Googles 10jähriger Geschichte: Ohne große Vorankündigung – gerade einmal 1 Tag Vorlauf-Zeit – hat Google 2 Programme veröffentlicht mit dem man sich auf dem heimischen PC noch breiter macht als man eh schon ist. Mit Chrome und Picasa hat man ein heimliches Betriebssystem und einen Standard-Photo-Viewer auf den Markt gebracht, der in Redmond die Stühle diesmal sehr sehr tief fliegen lassen dürfte…
    Sowohl Picasa als auch Chrome dürften in den nächsten Tagen zu der am meist-heruntergeladenen Software werden und der Konkurrenz kräftig Marktanteile abknabbern. Auch wenn beide Anwendungen, wie schon gesagt, keinem der Konkurrenten überlegen ist, so sind sie doch simpel zu bedienen und bieten dem Nutzer genau die Funktionen die er erwartet. Ich denke das beide Anwendungen Standard-Programme auf vielen PCs werden dürften.
    Gerade bei dem Browser geht es für Google um viel – daher wird dieser derzeit auch kräftig beworben. Neben dem enormen Medienecho – und das schon vor der Veröffentlichung – wird das ganze jetzt auch auf der Startseite in so gut wie jedem Land beworben. Der gleichzeitige Release der Software in 100 Sprachen – quasi ein Novum von Google – zeigt wie wichtig die Software ist. Ich denke das wir in nicht all zu ferner Zukunft auch Funktionen in Google-Diensten sehen werden die “only for Chrome” sind und so viele Menschen zum Umstieg bewegen könnten. Könnte auch nach hinten losgehen, aber das Risiko wird Google wohl eingehen müssen…

    [Hervorhebung redaktionell]

Vielleicht sollte gar nicht von Google Zone reden, vielleicht sollte man an Skynet aus Terminator denken…

Warum man es trotzdem benutzen wird. Weil es verdammt gut gemacht ist – die Benutzerführung ist für DAUs, die Funktionen auf das wirklich wichtige reduziert. Ich hab es ausprobiert, die neue Oberfläche für Schnellbetrachtung von Bildern unter Vista ist ein Kick.

Es wird sich durchsetzen, weil niemand etwas dagegenzusetzen hat. Wir bauen das universelle Wissen und legen es einem wirtschaftlich orientierten Unternehmen vertrauensvoll in die Hände. Das ist quasi so sicher, wie die (Daten)-Bank von England

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Mein erstes Mal: Der Helm

Auch wenn ich mich damit total zum Deppen mache: Ich hab mir einen Fahrradhelm zum Geburtstag gewünscht und heute das erste mal im Einsatz. Machen wir uns nichts vor: Ich habe keinen Kopf für einen Fahrradhelm. Es sieht aus wie eine undefinierbare außerirdische Masse, aber nicht mal die kann mit meiner Kopfform offensichtlich was anfangen.

Die Fahrradfachverkäuferin meines Vertrauens meinte: Ich müsse mal meine Einstellung über den Sinn eines solchen Helms verändern.

Aber stimmt ja: Auch wenn man noch so gewissenhaft fährt – einmal vom Auto geschnitten und mitm Deds (sprich: deetz; fränkisch = Kopf) gegen Bordstein und du bist froh nach 2 Jahren wieder deinen Namen ohne Hilfe schreiben zu können. Und als Vorbild für die Kinder sowieso.

Ergo: Deckel drauf und gut ist. Bloß die Haare sehen danach scheiße aus. Aber wenigstens ist er mal ohne Firlefanz und matt schwarz (mit dezenten Reflektoren)

Nachtrag: Der Helm ist übrigens von ABUS, von denen auch mein Schloß ist. Wusste gar nicht, dass die auch Helme machen. Und interessantes liest man auf deren Website »Heute ist das nach christlichen Grundsätzen geführte Unternehmen bereits in der dritten und vierten Generation im Familienbesitz und präsentiert sich unter der Dachmarke ABUS als starke unabhängige, weltweit operierende Unternehmensgruppe für mechanische und elektronische Sicherheit.« … sowas mag und unterstütze ich ja gerne. :-)

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Ausgerechnet Kernenergie! Gibt es denn keine andere Sponsoren?

Ich leide.

Was soll man tun, wenn dein Lieblins-Fußball-Verein ausgerechnet einen neuen Sponsoring-Partner aus einer Branche präsentiert, die man so gerade eben als “Lieblingsgegner” auserkoren hat.

Ausgrechnet Kernenergie “ziert” nun das Leibchen der Profi-Fußballer des 1. FC Nürnberg und ich hab so meine liebe Mühe damit klarzukommen:

Irgendwie macht es mir der Club einfach da nicht leicht als Fan. Einmal war es eine Zeitarbeitsfirma (im Fußball-Bereich kommt das sehr witzig…), dann war es ein Bekleidungshersteller (der unbedingt das Wort “lady” mit im Namen tragen musste, im Männersport auf der Trikot-Brust ein Schlag ins männliche Fan-Kontor) und sogar beim Stadion-Namen musste man eine lokal ansässige Bank wählen (an sich ja gut!), die aber unbedingt das Produkt der schnellen einfachen Kredite (bei der finanziellen Vorgeschichte des Club) bewerben wollte – und das auch noch in englisch (wo das bei die Franken so super klingt: »Gehsd ah heid ins isi-grädddid-Stadion?«).

Quelle: Strahlende Zukunft? bei clubfans-united.de

Mal ganz ohne Scherz. Ich hab da meine Probleme damit.

Stoibär verweist als Kommentator beim Glubb-Blog auf diesen Online Report:

Der Atomstrom-Komfort führt in die verstrahlte Wüste der Tuareg


Nicht genug: Ebenso bedrohlich sind heute die Uranminen in der Region Agadez bei den aus dem Sand gestampften Minenstädten Arlit und Akouta nahe des Aïr-Gebirges. In diesem Wüstengebiet lässt Frankreich seit rund 40 Jahren rücksichtslos Uran abbauen – durch seinen Atomkonzern Areva (früher Cogema). Dieser deckt weltweit – von der Urangewinnung bis zum Betrieb von Kernkraftwerken – sämtliche Bereiche der Atomindustrie ab und gilt, neben Toshiba, als das grösste Unternehmen der Branche.

Das in Niger durch seine Tochterfirmen Somair und Cominak freigesetzte Uran hält die französischen Kernkraftwerke und die Rüstungsindustrie in Schwung – mit verheerenden Folgen für Mensch, Tier und Umwelt. Dies hat Areva von der globalisierungskritischen “Plattform Public Eye on Davos” eben den Global-Award für das “verantwortungsloseste Unternehmen des Jahres 2008″ eingetragen. Begründung: Die andauernde und grossflächige Verseuchung von Luft, Wasser und Boden durch den Atommulti sowie dessen Vertuschungsstrategien gegenüber gesundheitlichen Schäden wie Krebs, die von der Firma als Folge von Aids deklariert würden.

Vereinsaustritt deswegen finde ich nun übertrieben, Energieversorger mit Fokus Kerntechnik zu sein ist ja kein Verbrechen, aber der Kauf eines Trikots mit einem Sponsor aus dem Bereich Kernenergie ist damit definitiv für mich vom Tisch. Soll ich dafür ernsthaft “Werbung” machen? Das kommt ganz sicher nicht in Frage.

Viele Fans sehen das ganz pragmatisch: »was kümmert´s scho´, was die auf der Brust ha´m….gscheit´ spiel´n solln´s« – Ich fürchte aber, die Diskussion ist nach der ersten Irritation aber erst eröffnet.

Hoffentlich behält also Stoibär mit seiner im Glubb-Blog aufgestellte These nicht Recht: »Nene, mit Areva hat sich der Glubb ein ganz faules Ei ins Nest geholt.« Das Potential für eine größere Diskussion mit Auswirkungen auf das Image (jedenfalls in Kreisen, die aktuell keinen Stimmungswandel Pro-Kernkraft gerade verspüren) hat das Thema.

Uns Clubberern bleibt wirklich nichts erspart.

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Geisteralarm im Internet

Kein Witz, leider – Alarmstufe Rot bei dieser Sicherheitslücke.

Glauben Sie an Geister? Stellen Sie sich ein unsichtbares Script vor, das Ihnen heimlich folgt, während Sie surfen – selbst nachdem Sie die URL 1000 Mal gewechselt haben. Und dieser Geist sieht alles was Sie machen: wohin sie surfen, was Sie dort eintippen (Passwörter eingeschlossen) und er errät auch Ihren nächsten Schritt.
Quelle: heise.de

Und bevor jemand wieder den alten Klassenkampf aufmachen will: »Ob der Umstieg auf die Konkurrenzprodukte wie Firefox wirklich schützt, muss sich erst noch zeigen.«

Es wird tatsächlich und allen ernstes aktuell dazu gerarten »bis zur Klärung des Sicherheitsproblems von dem Besuch von
sensiblen Webseiten«
abzusehen. Was immer diese “sensiblen” Seiten des Internets sein sollen.

Um in diese Falle zu tappen seien kein Download, keine Bestätigung durch den User und auch kein fehlerhaftes ActiveX-Plug-in nötig, was die Sache noch gefährlicher macht.

Eine ähnliche Lücke bedroht aber auch den Internet Explorer 7, glaubt Sicherheitsforscher Eduardo Vela. Hier macht ein iFrame Probleme, das in eine vertrauenswürdige Webseite eingebettet ist und schädlichen Code ausführen kann, während man surft. Damit sind beide aktuellen Versionen des Internet Explorers von Sicherheitslücken betroffen, die noch nicht geschlossen sind.

Ob auch andere Browser wie Firefox und Opera mit diesem Problem zu kämpfen haben, ist noch nicht eindeutig geklärt. Derzeit scheinen die Alternativen zum IE allerdings sicherer zu sein.
Quelle: chip.de

Vielleicht aber doch nur ein IE6-Fehler? Golem.de dazu:

Angreifer können über das Sicherheitsleck im Internet Explorer 6 eine Cross-Domain-Scripting-Attacke durchführen, um an vertrauliche Daten zu gelangen. Aber auch das Ausführen von Schadcode soll darüber möglich sein. Durch Abschaltung von Active Scripting in Microsofts Browser soll der Fehler nicht mehr auftreten. Auch ein Update auf den Internet Explorer 7 soll einen solchen Angriff umgehen.

Bislang hat Microsoft keinen Patch veröffentlicht. Der Softwarekonzern soll aber bereits auf den Fehler hingewiesen worden sein.

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Da steck ich meine Karte nicht rein!

Da wird dir immer gepredigt, dass du jegliche Form von Zusatzaufsätzen auf Bankautomaten unter Androhung von Strafe meiden sollst und dann … das …

Bild & copy; Endl 2008

Gefunden an einem handeslüblichen Automaten einer guten deutschen Sparkasse am Lande. Beim ersten “Kontakt” sahen Lieblings-Nachbar und ich uns in einem Dörfchen im Fränkischen lange an und gingen dann unverrichteter Dinge von dannen: Ne, wenn du da jetzt deine Karte reinsteckst und die Daten werden dir kopiert, sagen dir alle nachher “Du bist doch ein Idiot! Das weiss doch jeder, dass man in so einem Ding seine Karte nicht reinsteckt!!”

Aber Deutschland wäre nicht Deutschland, wenn man in der Inkonsequenz nicht konsequent wäre: Nachdem man sich nun akribisch einbläuen ließ, man solle tunlichst allem misstrauen, was einem komisch erscheint, wird dir das heute als neuestes Sicherheits-Merkmal verkauft. Erklären tut einem sowas ein angehefteter ordentlich eingeschweißter Zettel neben dem Gerät (der übrigens beim ersten Kontakt damals noch nicht einmal vorhanden war). Auf die Idee, dass so einen Zettel auch ein Betrüger ankleben könnte, kam wohl keiner … und warum auch?! DAS da ist ja ein offizieller Zettel! Und ein offizieller Zettel ist eben ein “Feature”, ein gefälschter Zettel ein “Bug” – alles klar. Glauben tu ich dem Ganzen übrigens erst, seitdem ich das Ding an einer zweiten Filiale gesehen habe, die zudem gerade offen hatte.

Wahrscheinlich werden demnächst doch wieder Mails von Banken eingeführt, die einem darum bitten online die eigenen Daten zu prüfen. Nachdem man nun endlich mit Phishing gelernt hat, keinen Mails mehr zu trauen, wird das dann vielleicht mit einer beigefügten offiziellen Anlage autorisiert, die erklärt, dass das keine Phishing-Mail ist – ist natürlich dann was ganz anderes ist als so eine echte Phishing-Mail!

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ICQ 12111 nicht autorisiert

Bildzitat

Habe schon vollkommen irritiert diverse Menschen angefragt, wer das denn sein könne – ICQ-Number 12111 meldet sich als neuer Kontakt bei Pidgin im Ordner »General« an, ohne Autorisierungsanfrage. Hab ich schon dreimal gelöscht, kommt immer wieder.

Braucht man dann gar nicht lange suchen um diverse Meldungen zu finden:

Offenbar ist nicht auszuschließen, dass es hier um ein massives Sicherheitsproblem handelt. Und da es nicht allein auf den ICQ-Client reduziert ist, sondern eben auch bei Pidgin, ist es kein spezielles ICQ-Software-Problem.

Bei Russland-Aktuell findet man diesen Hinweis: ICQ-Virus verunsichert russische Internetgemeinde

Und die Empfehlung:

Das Programm kann entweder das ICQ-Passwort stehlen oder es beschädigen, so dass der Nutzer anschließend seinen Messenger nicht mehr benutzen kann.

Bisher gibt es nur eine Methode der Bekämpfung. Der Kontakt muss sofort gelöscht werden. Anschließend muss der Nutzer sein Passwort ändern.

Mal beobachten, was da noch auf uns zukommt. Die einen sprechen vom Versuch ein Botnetz aufzubauen über ungeschützte Clients (was ich für wahrscheinlicher halte), die anderen von einem Virus. Ich behalte das erstmal im Auge und lösche brav.

Nachtrag

Unter www.icq.com/help/ steht Folgendes:

A Message for ICQ Users
a new user from ICQ on your contact list.As part of the process of upgrading ICQ users to our newest, most advanced version, ICQ6, we have added a new user name to your contact list ”ICQ System”. The newly added user is intended to improve ICQ’s line of communication with our users and assure you continue to enjoy talking to everybody, everywhere.

Komischerweiser beruhigt das in den Foren keinen so richtig, im Gegenteil… Aber Panik-Verbreiten ist Volkssport No. 1 im Internet. Ergo: Ablegen. Oder doch ein Hack? Ein ganz großes Ding und sogar ICQ-Help gekapert?

Ganz komischerweise gelangte ich bei Klick auf den Link zu icq.com/help auf “http://anonym.to/?http://www.icq.com/help”?? (ok, das ist wohl vom Forum aus, hörte ich)

Und ganz so am Rande: Hat jemand mal versucht ICQ zu kündigen? Dann viel Spaß bei der Suche. Wahrscheinlich wirst du auf der Help-Seite das hier auch finden irgendwann:

Unfortunately, the option to delete or unregister your ICQ account is unavailable.

Klassisches One-Way-Ticket – einmal dabei, immer dabei.

Und wer aufgrund der geschürten Panik sein Passwort ändern will, der wird das finden:

Note that you can only change your password through the ICQ program.
If you do not have ICQ, click here to download.

Also wenn es kein Marketing-Trick war, die User von Programmen wie Miranda oder Pidgin (oder generell allen Multiprotocol-IM-Clients) zum Download von ICQ zu bewegen, hätte man ihn erfinden sollen…

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