Gerüchte, es gäbe eine Großbestellung aus Italien, sind frei erfunden!
[via Stefan]
Nützliches Plugin, wenn man meint, mancher unbrisante Beitrag könnte doch zu Brisanz führen…
Mit dem Mini-Plugin für WordPress »ag Moderate Some Comments« kann man seine normale Kommentar-Moderation für einzelne Beiträge umstellen.
Hintergrund: Kommentare komplett unmoderiert einlaufen zu lassen ist eh fast schon fahrlässig in den heutigen Zeiten, daher steuert man mindestens bei bestimmten Inhalten dagegen oder lässt nicht jeden Kommentar-Neuling sofort durch ans Rednerpult. Dennoch kann auch das noch zu lax sein, wenn man befürchtet, mancher nehme einen Artikel zu sehr als Steilvorlage um im Schutze der Anonymität (und auf “Kosten und Risiko” des Blogbetreibers) mal abzuledern. Da Herrn Niggemeier gerichtlich beschieden wurde, man müsse bei “brisanten” Themen immer moderieren, hieße das in der Konsequenz, dass man entweder komplett auf jegliche Beiträge verzichtet, die eine gewisse Brisanz auch nur ansatzweise haben, oder man stellt komplett auf Moderation um. Beide Lösungen sind in der Praxis nicht zu gebrauchen. WordPress lässt keine Steuerung im Einzelfall zu.
Mit diesem Plugin kann man nun einzelne Artikel markieren um alle Kommentare nur bzgl. dieses Artikels moderieren zu können. Die Steuerung erfordert aber (es ist Plugin-Verion 0.1) etwas Mut an den Quelltext des Plugins zu gehen, denn dort muss man per Hand die Artikelnummer eintragen. Wenn die Permalink-Struktur umgestellt ist, muss man die Artikel-ID aus der Verwaltung in der WordPress-Admin auslesen, aber beides ist ja eigentlich kein Hexenwerk.
Dickes Lob für den Plugin-Autoren: Problem erkannt und gelöst!

Den Freund, dein Rechner.
Wartet treu auf sein Herrchen.
Nur der Balken setzt mich irgendwie unter Druck…
Genau genommen: Auch gestern, wie der Browser, wobei der eigentlich vorgestern sein sollte. Gestern war der Browser aber in aller Munde, ganz still und heimlich hat Google aber hinter dem frontalen Angriff des Turmes auf dem Damenflügel seinen Springer in Position gebracht:
Picasa 3 steht zum Download bereit.
Schau mir in die Augen, Kleines!
Man will doch auch wissen, wer hinter dem netten Account DerAbchecker0815 in dem Single-Forum immer die Weiber aufreißt und sich die Antwortmails auf sein geheimes Gmail-Konto schicken lässt. Ist doch schön, wenn man dann auch sein Gesicht zuordnen könnte, natürlich nur zum internen Gebrauch und zur Verbesserung der Suchergebnisse, vorerst. Auch schön: Wenn man dann anhand von Party-Shooter-Bildern per Suchmaschine alle Teilnehmer identifizieren kann. Und nützlich: Würde sicher auch unsere sicherheitsbedürftige Exekutive interessieren.
Damit das nicht allzu fehlerhaft ist und lange dauert, wäre es doch schön, wenn der User mitmacht – bei der identifizieren. Bspw. wenn er über eine praktische und kostenlose Bildkatalogsoftware seine eigenen Freunde und Bekannten zuordnet und dann uploaded. Wäre doch prima.
Doch warum sollte man sowas tun?
Google hat gestern nachgelegt und Picasa 3 beta (vorerst nur in englisch) veröffentlicht.
Vielleicht sollte gar nicht von Google Zone reden, vielleicht sollte man an Skynet aus Terminator denken…
Warum man es trotzdem benutzen wird. Weil es verdammt gut gemacht ist – die Benutzerführung ist für DAUs, die Funktionen auf das wirklich wichtige reduziert. Ich hab es ausprobiert, die neue Oberfläche für Schnellbetrachtung von Bildern unter Vista ist ein Kick.
Es wird sich durchsetzen, weil niemand etwas dagegenzusetzen hat. Wir bauen das universelle Wissen und legen es einem wirtschaftlich orientierten Unternehmen vertrauensvoll in die Hände. Das ist quasi so sicher, wie die (Daten)-Bank von England …

Alle reden drüber, wir haben ihn: Der neue Browser am Himmel heißt Google Chrome (natürlich Beta)
Für die einen ist Chrome …
»schon in der Betaversion ein ziemlicher Kracher« (Spreeblick)
Für die anderen ist Chrome …
»nichts anderes als ein stinknormaler Browser« (filzo)
… ich tendiere im ersten Eindruck zu letzterem.
In jedem Fall ist es ein weiterer Baustein auf dem Weg zur Weltherrschaft. Nichts lag wohl näher, als den Suchenden schon dort abzuholen, wo er bereits tippt, statt erst auf den Besuch seiner Suchseite abzuwarten. Und so wird nun auch als Feature verkauft, wofür man Gates & Co. noch ans Datenschutz-Kreuz genagelt hätte: Man schickt bereits das Eintippen im Browser nach Hause zu Muttern.
Was wäre, wenn Microsoft und Mozilla auch sowas implementieren würden? Das Senden von URL-Eingaben nach Hause? So plemplem sind die nicht wirklich, oder? Das HQ von Microsoft würde man verbrennen und Mozilla den Löwen zum Fraß vorwerfen. Dass Google-Brillenträger auf sowas kommen und sich “nix bei denken”, dürfte klar sein.
Quelle: Basic Thinking Blog
Dürfen die nicht? Ach was, sagt da der hoffnungsvoll optimistische US-Amerikaner mit einem “Yes we can” garniert, weil “we are good”. Klar. Na dann. Ich nun wieder böses bei gedacht. Und damit die Schäfchen auch markiert sind, kriegt jeder eine eindeutige Nummer – Google wird mich also immer erkennen und beschützen und versorgen können.
Unstreitig sind paar nette Features drin, wie “Anonymes Browsen” (muss ja nicht jeder so viel wissen wie Google), aber unter dem Strich eben einfach ein Browser. Kein Grund in Installationspanik zu verfallen. Warum trotzdem viele davon sprechen und warum das »der Anfang von etwas Großem« sein soll, dazu muss man schon tief in die Cloud-Client-Vision Googles einsteigen. Am Ende soll man nämlich eigentlich alles nur noch direkt bei Google machen, am besten einfach alles – Mails, Termine, Dokumentverwaltung, Browsen, Einkaufen. Google Zone anyone?
Das begehrte Objekt: Unser Verhalten.
Der erklärte Gegner? Manche sagen: Microsoft – und zwar im Herzen von MS, dem Betriebssystemgeschäft.
Die Bedenkenträger werden heulen, die Karawane zieht bemerkenswert stoisch weiter. Niemand scheint in Anbetracht so vieler Segnungen, die Google verteilt, ernsthaft etwas entgegensetzen zu wollen. Marktbeherrschung, Informationsmonopol, Datenschutz. Themen, die angesprochen werden, aber kein Gehör finden.
Die wenigsten stört, dass ihnen zu den Suchergebnissen auch noch die passende Werbung mitgeliefert wird. Der Nutzer verrät beim Googeln so viel über seine Vorlieben, dass ihn die Werbewirtschaft mit personalisierten Botschaften ansprechen kann. Die Kapitalismuskritiker von vor zehn Jahren haben eines der erfolgreichsten Geschäftsmodelle des Computerzeitalters entwickelt.
Quelle: sueddeutsche.de
Der Nutzer sieht die Segnungen mehr als den Fluch, die Gefahr. Die Politiker sind derzeit noch froh, wenn sie nicht auf dieses Internet angesprochen werden, bei dem wo die Sekretärin ab und an mal was ausdruckt. Der perfekte Zeitpunkt für die Vorbereitung der Weltherrschaft – was so ironisch klingt, kann mal im Rückblick resignatives Kopfschütteln über so viel Ignoranz der politisch Handelnden auslösen. Google hat derzeit keine ernsthafte Konkurrenz und ist in punkto Innovation geschätzte 10 Schritte voraus. Microsoft kann sich warm einpacken. Für die Nutzer wechselt vielleicht irgendwann dann das Feindbild – doch wann? Und mit welcher Konsequenz?
Und wenn wir 2013 lesen, dass das chinesische Staatsunternehmen XYZ die Mehrheitsanteile von Google aufgekauft hat, dann brauche ich nicht mal einen Internet Patriot Act. Dann will ich mal die politischen Erklärungen lesen, die förmlichen Protestnoten, die dann abgegeben werden – wenn die Parteiführung genüßlich Angelas Surfverhalten durchstöbert. Dann wäre China in der Ideal-Konstellation: Die einzigen, die alles wissen und von denen keiner was weiß.
Mein Nachbar in der Print-Ausgabe von ChannelPartner
Ich geb es offen und unumwunden zu: Ein bisserl stolz ist man schon
Mein Nachbar hatte eine Idee: Das zum Beruf zu machen, was er am besten kann und am liebsten tut. Daher wagte er den Sprung und machte ein kleines Business auf um damit nicht nur Hobby zu betreiben, sondern es zum Beruf zu machen.
Heute ist seine Meinung gefragt: Auf einer ganzen Seite wird sein Feedback im Fachmagazin ChannelPartner (Seite 28) publiziert.
Das Internet bietet diese Möglichkeiten, die Techniken und Hilfen durch Software stellen das nötige Handwerkszeug. Wer seine Idee zum Beruf macht, kann publizieren, kann sich präsentieren, kann mit Digitalkameras ordentliche bis gute Fotos machen und mit Photoshop für den nötigen Schliff sorgen. Kontakte mit Redaktionen werden aufgebaut, man beschnuppert sich online, ohne auf Messen Überzeugungsarbeit leisten zu müssen. Man kann heute durchstarten, auch ohne die großen Investitionen in die Hand zu nehmen, man kann mit Ideen und vielleicht manchmal dem Rat von Freunden und deren Know how sich verbessern – und sei es nur ein kritischer Blick auf die Website oder den Flyer. Man kann etwas schaffen, was professionellen Ansprüchen genügt. “Small Business” muss nicht für Hinterhofwerkstatt stehen, auch wenn sie im Hinterhof steht.
Es geht nicht um Etikettenschwindel, nicht um Hollywoodfassaden. Es geht darum, dass man aus einer Idee und dem notwendigen Können im Background heute ein Business aufbauen kann. Das Internet und die Möglichkeiten, die uns Computer heute bieten, ermöglichen es, Kunden zu akquirieren und Kontakte aufzubauen und zu pflegen, auch ohne dafür die großen Summen Geld in die Hand zu nehmen und sich erstmal auf Jahre zu verschulden.
Ich jedenfalls freue mich für meinen Nachbarn – und nicht ‘nur’, weil ich in manchen Ecken und Winkeln Dinge sehe, die auf meinen Mist gewachsen sind, aber ‘auch’ …
Ach ja: Wer im Rhein-Main-Gebiet PC & Notebook-Service braucht:
RS-Medianet
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Ich mochte Pidgin fka GAIM eigentlich, ein netter so genannter Multi-Protokoll-Client, auch wenn die kleine Software mit dem Täubchen als Key Visual manchmal Probleme machte, für die es meist noch nicht mal was konnte. Doch als es mal wieder zwickte (diesmal konnte Pidgin mit Trillian nicht so recht die Umlaute austauschen, hatte Stefan den Tipp mit Digsby.
Und ich muss sagen: Es wirkt!
Digsby ist zwar bisschen Lollipop, was nur mühsam mit Skins und Erweiterungen in den Griff zu bekommen ist, aber kann dafür auch ne ganze Menge mehr. Besonderes Highlight: Twitter und Mail-Zugriff inklusive! Und sogar Multi-Twitter-fähig, inklusive Schnell-Posting-Option. So hat man den ganzen Kram im Griff und muss sich zudem nur noch den Digsby-Account merken, denn die Zugangsdaten werden dort zentral verwaltet. Ok, ist dann eher nichts für vertrauliche Dinge (wenn man nicht ein großes Grundvertrauen zu solchen Diensten hat…), aber Twitter und Gmail-Account ist nun nichts eh nichts für Geheimnisträger.