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Jugendsprache im Schnellkurs

Es ist eigentlich schnell gelernt:

1. Lass Artikel und Präposition weg
2. Subjekt, Prädikat, Objekt reicht
3. Nutze ‘sch’ reichlich
4. Versuche im Präsenz zu bleiben
5. Benenne das Geschlecht vor jedem Satz

So wird schnell aus:
“Hör doch bitte auf andauernd zu spielen und geh mal ein bisschen an die frische Luft”

Das auch für Jugendliche verständliche:
“Junge, mach Handy weg und geh Wiese!”

Vielleicht klappt das ja effizienter in der Ansprache.

Wer es genauer wissen will, kann ja mehr über Ethnolekt nachlesen. Ups, sorry: Junge, Ethnolekt mussu lernen!

Aber nicht solange du deine Füße unter meinen … aber das kennt ihr ja alle.

Transfermarkt-Speech einfach erklärt

Fußballer reden viel, sagen aber meist wenig. Aber auch Medien reden viel in Sachen Fußball, sagen aber meist mehr zwischen den Zeilen als sie denken.

Eine kleine Einführung über Top-Transfers und wann sie wirklich welche sind:

Verein holt 3 Neue
bedeutet …
Kennt eh keiner, interessiert auch keinen, wahrscheinlich nicht mal 1. Mannschaft … (günstig bis billig)

weiterlesen bei fanpublikum.de

Will kommen. Willkommen. Well come. Welcome.

Was soll das eigentlich heißen? Wer will kommen? Will er kommen? Wer? Warum die Frage? Jemanden willkommen heißen? Das führt einem ja auch nicht weiter. Oder doch vom Englischen für “Gutes Ankommen”?

Laufend benutzt man Wörter und keiner macht sich Gedanken. Aber echt jetzt.

Und komm mir jetzt keiner mit spätalthochdeutsch oder so nem Scheiß.

Amoureus

Niederländisch. Deutsch: Amourös. Silbentrennung: amou·rös, keine Steigerung. Lehnwort aus dem Französischen amoureux (“verliebt”)

Umgangssprachlich mit “höchst amourös” im Einsatz, aber habe vergessen, was wir damit eigentlich gemeint haben.

Pünktchen Pünktchen Pünktchen

Das Internet ist voller Missverständnisse – vor allem weil man auf die reine Textkommunikation beschränkt ist und die eben viel Interpretationsspielraum bietet. Ohne bspw. ein schelmisches Grinsen im Gesicht wirkt ein “Du Idiot!” vollkommen hart und beleidigend, obwohl es eher kumpelhaft gemeint ist. Versuche es mit Smileys aufzubrechen scheitern meist kläglich – entweder es driftet ins Alberne oder wirkt doppelt irreführend. Ein “Du Idiot! :grin:” kann dann schon mal als hämisch und abfällig gewertet werden.

Geschriebenes ist eben Schwarz auf Weiß ohne Nuancen – bzw. nur wenigen gelingt es diese auf den Punkt zu bringen. Apropos “Punkt”. Eine meiner absoluten “Lieblinge” der Kommunikationspannen sind die “Pünktchen Pünktchen Pünktchen”.

“Mit dieser Formulierung wird im Mündlichen angedeutet, dass der Satz noch weitergeht und/oder dass es da etwas gibt, was man/frau gerade nicht sagen möchte.”
Vom richtigen Umgang mit drei Pünktchen

Viele setzen sie aber ein, ohne wirklich zu wissen ‘warum’. Für mich sind “Pünktchen Pünktchen Pünktchen” Ausdruck von Ironie, also dass ich das gerade Gesagte im Zweifel eher nicht meine oder sogar ins Gegenteil verkehre, weil ich das, was ich eigentlich meine, besser nicht sage.

Wenn einer sagt “Du siehst heute gut aus …” denke ich mir also, dass er das eben gerade nicht so meint und im Gegenteil sagen will, dass er das Aussehen übel findet. Frage ich jemand, ob man sich heute Abend wie vereinbart sieht und er antwortet “sicher …”, dann liest sich das nahe am “du kannst mich mal” oder wenigstens als “jaaa, wenn es sein muss, aber nerve mich nicht”. Apropos “jaaa”, die Verlängerung der Vokale ist auch so was. Aber dazu vielleicht ein anderes mal … :-)

Bloguzius sagt

Die Dinge, die ich später bereuen könnte,
tue ich besser erst gar nicht.

Das ist wohl die Weisheit der Älternen.

Glauben zumindest die Jungen…

Bloguzius – Lebensweisheiten eines Bloggers

Bloguzius sagt

Manche Dinge erledigen sich von selbst.
Manche nicht.

Bloguzius – Lebensweisheiten eines Bloggers