Tag Archives: urlaub

Radltour im Taunus

Donnerstag ging es in den Taunus zum Radfahren. 40 Kilometer ehrliches Fußwerk und die Höhenmeter sind durchaus nicht ohne. Aber dafür entschädigt die Landschaft einen. An Frankfurt mag ich, dass man eigentlich sofort alles mögliche machen kann. Fluß, Wald, kleine Seen, Berge, Rheingau, Großstadt, Einkaufen – alles im Umkreis von einer Stunde. – Und in den Taunus kommt man von uns aus auch mit dem Rad sogar in ner halben Stunde und man ist sofort in einer anderen Welt.

Unsere 5-Stunden-Tour ging von Frankfurt-Höchst aus über Zeilsheim bis Rettershof bei Kelkheim, dort kleine Brotzeit gemacht. Dann weiter bis Bad Soden und dort zur idyllisch gelegenen Jausenstation Eberhards-Scheuer. Da gingen wir dann am Abend gleich noch mal hin.

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Heute im Rheingau

Heute im Kloster Eberbach gewesen. Schönes Zisterzienserkloster bei Eltville im Rheingau. Was mich an solchen Orten immer fasziniert ist – neben der Architektur und der Historie -, wenn man sich ein wenig gedanklich fallen lässt und versucht, so gut es eben aus der eigenen Geschichtskenntnis möglich ist, sich das Leben an dem Ort vor 200 oder 500 Jahren auch nur ansatzweise vorzustellen. Wenn man versucht sich alles wegzudenken, was die Annehmlichkeiten der modernen Zivilisation ausmacht, sich der Feuchtigkeit des Mauerwerks gewahr zu werden, die Dunkelheit der Gemäuer am Abend oder in den Nachtstunden und der lodernden Fackeln.

Anschließend zu einer mehr als mittelmäßigen italienischen Eisdiele und sich gefragt, als Nachbar 9 Mark für einen schlechten Bananensplit löhnte, ob wirklich alles besser geworden ist…

Kloster Eberbach – einen Besuch wert, und das sicher nicht nur für Freunde des hochgelobten Pinot Noir.

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Urlaub zu Hause

Nach kurzem Heimaturlaub nun Tag 2 beim Urlaub zu Hause. Tag 1 gildet nicht, weil meistens im Auto und Shoppen, Tag 2 vor allem gedaddelt (auch mal wieder ne geile Erfahrung) und abends im Elternabend…

Es pisst, daher Ausfüge nicht so verlockend. Mal sehen, was die Tage ohne Kinder in der eigenen Wohnung noch so bringen. Fühlt sich einerseits gut an, wobei man schon merkt, dass man auch erst paar Tage brauchen würde um runterzukommen und reif für Urlaub zu sein, andererseits sind Kinder ja auch keine Last – ja, ich vermisse meine kleinen Freunde, auch wenn sie in besten Händen sind.

Morgen machen wir irgendwas – ein Ausflug wird gut tun.

Gute Nacht da draußen.

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2008

Politische Grüße © Bild Endl 2007
Zu diesem Teaser-Bild bitte unten mehr (Nein, ich bin wirklich keiner von der CSU!)

1970 1971 1972 1973 1974 1975 1976 1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008

Ok, an die ersten kann ich mich nicht so richtig erinnern, aber mittlerweile kommen so ein paar Neujahrfeiern zusammen… Ich werde alt… :-/

Im Zeitalter der Kommunikation habe ich mich die ganze Zeit gefragt, ob man als Blogger nicht eigentlich verpflichtet ist, seinen Lesern ordentlich Frohe Weihnachten zu wünschen, obligat über die Mühen und Segnungen der Weihnachtsfeierlichkeiten zu berichten, zum Jahresausklang ein kleines aber pointiertiertes Resümée zu verfassen um schließlich mit einen großen Taraaa das neue Jahr einzuleuten, allen ein gutes Neues zu wünschen und entweder Besserung, Fortsetzung oder irgendeine Beendigung zu verspechen. René zum Beispiel hat zwischenzeitlich sage und schreibe 67 69 Artikel laut meinem Feedreader geschrieben (in Worten: siebenneunundsechzig). Aber irgendwie hatte ich zwar nun endlich auch mobil die Möglichkeit zu schreiben, aber dann wollte ich einfach doch nicht – keine Ahnung, kam einfach nichts raus.

Aber – um mal Dieter Nuhr frei zu zitieren – wenn man nichts zu sagen hat, dann eben einfach mal die klappe halten, und dann wird man manchmal richtig überrascht. Zum Beispiel in Second Life, da haben mich Leute, die ich so als Avatare kennen lernte, einfach grüßen wollen und mir nette Worte geschickt. Ich war gerührt, weil – und da greif ich auch an die eigene Nase – von den realen Freunden keiner auch nur zu ner SMS in der Lage zu sein gewesen scheint. So viel also zur unrealen virtuellen Welt, die natürlich mit der real-existierenden Realität überhaupt nicht zu vergleichen sein soll, da ja so wenig menschlich… Und dem ganzen die Krone setzte dann – Nomen est omen – der einzig wahre designierte Bloggerkönig auf, “Uns Andreas” – denn da komme ich gestern nichtsahnend aus dem Heimaturlaub zurück und finde von meiner Amazon-Wunschliste eine CD (Celtic Spirits) im Briefkasten (genauer gesagt beim Lieblingsnachbarn in seiner Traumrolle als Haushüter und Postabfänger). Also – lieber Andreas – CD ist angekommen und ich hab mich wirklich riesig gefreut! Vielen lieben Dank! – Nun hoffe ich wiederrum, dass ich als der richtige “Alexander Endl” gemeint war – lol – aber behalten darf ich sie ja so oder so (steht so drauf!).

Apropos Post: Nicht in der Post war ein angekündigtes Test-Objekt (Insider wissen was ich meine). Das finde nun wiederum ich etwas seltsam und hat mich bis dato auch geärgert. Da verkauft man schon seine Blogger-Seele und dann passiert nicht mal was. Naja, grumpf, mal noch mal nachhaken. Dazu schreiben werde ich aber so oder so noch was… [Update: Nun also doch noch, die Lieferung kam heute, 4.1., an. Mehr dazu in Kürze]

Na ja, dann war das ja also doch so was wie ein Neujahrsposting, eben am 2. Januar. Übrigens habe ich die letzten zwei Wochen so viel geschlafen wie schon ewig nicht mehr. Wenn ich mit den Kids bei meinen Eltern einfalle, gehen bei mir spontan die Lichter aus. Sonst immer gern mal länger wach und schlafgenügsam, penne ich da bei jeder Gelegenheit und frühstmöglich. Sehr seltsam. Und TV habe ich gesehen! Mein Jahresschnitt konnte so allein durch die regelmäßigen 2-4 Stunden am Abend um mehrere 100% gesteigert werden. Absolut gern gesehen: Kabarett. Vor allem “Auf bairisch g’lacht – Kabarett-Höhepunkte 2007 mit Monika Gruber” war (überraschenderweise) richtig gut, dann aber noch getoppt von “Fränkisches Kabarett – Tilt! 2007 (2) – Der etwas andere Jahresrückblick von und mit Urban Priol” (wird beides übrigens am 4.1. noch mal gezeigt!). Urban Priol hatte ich ja total falsch einsortiert – was der da im Rückblick abfeuerte wäre mit witzig umschrieben eine Beleidigung. Man lachte, ja, aber manchmal war man nicht ganz klar ob man nicht eigentlich heulen sollte. Das hat nicht einmal der renommierte Scheibenwischer ein paar Tage danach (und zur besten Sendezeit) derart treffend auf den Punkt gebracht – eben das was eigentlich nicht stimmt und warum das so ist. Oder anders ausgedrückt: Wir werden eigentlich politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich so richtig verarscht das ganze Jahr – und finden uns dabei sogar noch richtig clever. Sei es als Verbraucher, als Stimmvieh oder als Volksseele, die man je nach Bedarf mit einfachsten Mitteln und je nach Gusto mal aufflammen lassen kann – Managergehälter nur mal so als Stichwort eingeworfen.

Mir wurde die Tage klar, wie wichtig das ist, was wir hier tun, also wir, die Blogger und Blogleser. Das es nicht nur trés chic ist, modern und brutal-web-zwo-nullig, sondern wichtig um die Meinungsvielfalt zu bewahren. Es ist unglaublich wichtig zum Beispiel zu sagen, dass Herr Koch mit seiner Volkshetze nicht ein zweites mal durchkommen darf (was er wohl aber tut, aber das ist ja das schlimme – oder die bittere Wahrheit – je nach Gusto…), sondern das Leute ganz klar sagen: Ausländer als Problem darzustellen, weil man sonst keine Wahlkampfthemen hat, das ist für mich sclicht und ergreifend Brandstiftung!

Aber – um das Teaser-Bild oben noch einmal aufzunehmen: Wenn Leute sich von solchen Plakaten beeinflussen lassen (was tatsächlich ja auch noch teilweise funktioniert *heul), also dass man das ganze Leben lang nie etwas von einem Menschen hört und gehört hat und hören will (und er wie ich vermeintlich damit auch damit trefflich leben könnte), dann aber just vor dem Jahr der Wahl ich gegenüber der Einfahrt meiner Eltern Tag für Tag Weihnachts- und Neujahrsgrüße über mich ergehen lassen muss, die ich dann nicht mehr als “nette Geste” sondern als Ausdruck ‘übelster’ (da primitiver) politischer Meinungsmache begreife, das ärgert mich dann so richtig (… da es funktioniert, siehe oben unter “Koch” – genauso wie einst die Kohlschen Steuergeschenke vor den Wahlen oder die Lutscher des Einzelhändlers vor der Gemeinderatswahl). Ok, vielleicht lieber so als die Methodik des Herrn Koch, aber eigentlich hätte ich es dann doch lieber ganz anders, aber so tickt eben wohl diese Welt.

In dem Sinne: Frohes Neues

P.S. Und ausdrücklich NEIN!, das mit dem Plakat hat nichts mit der Sache damals zu tun – das wurde einvernehmlich geklärt. Kann ja ich nichts dafür, dass es ausgerechnet er ist, der das Ding gegenüber aufstellt, oder?!

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Kleine Überraschungen mit Autovermietung

Unser Auto in Schottland … (ver)sicherer als gedacht … Bild © Endl 2007

Tja, da waren wir dann überrascht, als die gute Autovermietung unseres Schottland-Urlaubs (gebucht via Auto Europe, bereitgestellt bei National Rent und abgeholt via Alamo) nun ca. die gleiche Summe nochmal abgebucht haben. Sicher ein Buchungsfehler dachten wir, klar. War doch all inclusive mit Basic Insurance und so. Meine Frau also mal nachgefragt vor ein paar Tagen aber das zugesagte E-Mail-Feedback kam (natürlich) nicht. Also ich heute noch mal an die Strippe.

Und ja aber Hallo! Nichts doppelt, zwei Rechnungen! Der nette Mann von National Rent erklärte mir, ich habe vor Ort die unglaublichen Services Master Cover Plus, Personal Accident Insurance UND Fuel Dingens mit abgeschlossen, was zufälligerweise einen höheren Betrag ausmachte als die Automiete an sich insgesamt. Ich so – kann nicht sein. Er so – ist aber so unterschrieben. Ich so – aber so raus kam das nicht aus dem Formular. Er so – steht aber da. Ich so – aber wir haben uns das erläutern lassen und die Frau sagte was von üblicher Standard-Formularkram, lediglich 12 Pfund müssten wir extra zahlen wegen Art Kaution. Er so – pro Tag, und nichts Kaution sondern als Zusatzleistungen. Ich so – nö, davon war nie die Rede, das ist doch untergeschoben. Er so – na na na, aber er fragt mal nach.

Hat er auch, nachgefragt – und was kam bei raus? Es wär halt so. Wenn wir was gegen einzuwenden hätten, müssten wir das in Glasgow klären.

Jetzt hab ich erst mal die Kopie des Schriebs angefodert. Danach guck mer mal. Ich zahl ja auch mal Lehrgeld, aber noch ist das nicht das letzte Wort in der Sache.

Komisch, dass mein Kollege mit Autovermietern just ähnliche Erfahrungen in Italien machte. Alles tutto bene. Klar. Dann kam die Rechnung über 70 Euronen über irgendwas undefiniertes.

Daher mein guter Rat: Lasst euch nicht verarschen! Aufpassen da draußen! Auch wenn die an der Ausgabe noch so blöd tut und auch auf dreimalige Nachfrage sagt: Alles ok, alles wie besprochen, alles Standard-Procedere.

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Bemerkenswertes rund um Schottland: Landschaft

© Endl 2007

Und zum Vierten ein paar bemerkenswerte Dinge rund um einen Urlaub in Schottland. Das Beste am Ende: Die Landschaft

Bemerkenswertes rund um Schottland: Auto
Bemerkenswertes rund um Schottland: Essen & Übernachtung
Bemerkenswertes rund um Schottland: Trinken
Bemerkenswertes rund um Schottland: Landschaft

Unsere Reise führte uns von Glasgow zunächst nordwestlich Richtung Loch Lomond und die Trossachs, von da nordöstlich durch Perthshire und nördich zum Caringorms National Park um bei Dalwhinnie uns westlich zum Loch Ness zu halten. Dort hatten wir einen wunderbar unterhaltsamen Abend mit einem leidenschaftlichen Koch und glücklicherweise Restaurantbesitzer, der uns am nächsten Tag noch dringend eine Reiserout ans Herz legte. Denn was wir hier sähen, das wäre auf einer Skala von 1 bis 10 schon eine gute zwei und weiter nach Norden oder östlich von Inverness bräuchten wir gar nicht (“das ist Holland da, keinerfalls hingehen”) und auf die Insel Skye würde er auch nicht raten, weil das doch jeder täte. Wir sollten dagegen nun ganz westlich fahren und ins “echte” schottische Hochland gehen, Ziel Applecross und dann die Küste hoch Richtung Gairloch – DAS sei eine 10. Und was will ich sagen … er hatte Recht, auch wenn in Schottland ene “2″ dich bereits mehr als beeindruckt. Nach dieser landschaftlichen Augenweide gönnten wir uns noch eine zweistündige Whale-Watching-Tour (leider ohne Wale, dafür mit Delphinen) in Gairloch auf einem Zodiak eines Zoologen um uns danach quer durchs Land zu schlagen um wieder Nahe unseres Zielpunkts zu kommen. Auf unserem Weg folgte die ehemalige Hauptstadt Stirling um dann wieder in den Trossachs die Reise ausklingen zu lassen. Der Tag unseres Abflugs war dann noch Glasgow gewidmet auf den Spuren Charles Rennie Mackintoshs. Aber nach so viel Landschaft war uns schon das eher beschauliche Städtchen Stirling zu viel, Glasgow holte uns zurück in die Realität unserer modernen Welt. Eine fast nahezu schmerzhafte Rückführung, auch wenn Glasgow sicher kein hässliches Städtchen ist (jedenfalls im Kern).

Hier ein kleines Video eines Rundumblicks, im Artikel unten dann noch Fotoimpressionen (Klick für Vergrößerung auf das jeweilige Bild; © Endl 2007).

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Bemerkenswertes rund um Schottland: Trinken

Und zum Dritten ein paar bemerkenswerte Dinge rund um einen Urlaub in Schottland

Bemerkenswertes rund um Schottland: Auto
Bemerkenswertes rund um Schottland: Essen & Übernachtung
Bemerkenswertes rund um Schottland: Trinken
Bemerkenswertes rund um Schottland: Landschaft

Pub in Schottland - Bild © Endl 2007Kommst du aus Schottland zurück haut dir jeder auf die Schulter und schaut dich mit dem Blick an der sagt: Na, noch ne schwere Birne? Weil eben jeder meint, dass ich, da ich eben auch ein echter Whisky-Freund bin (übrigens: Whisky, nicht Whiskey, das schreibt man mit “e” nur in Irland und den USA), nach Schottland fahre um alle Distillerys abzufahren und mir 7 Tage die Birne wegzutrinken. Doch au contrair, mon mes amis: Ich habe keine einzige Führung gemacht, nur eine Distillery im Showroom besucht und – bis auf kleine Mitbringsel – nichts Alkoholisches aus Schottland mitgebracht und erst im Duty Free in London noch eine Flasche für mich erstanden.

Pub - Bild © Endl 2007Und warum?

Eigentlich ganz einfach: Erstens musste ich fahren, denn das war der Deal mit meiner Frau (wenn Mietwagen, dann fährst du), zweitens habe ich nichts vom Anblick von Produktionsanlagen, die ich schon aus der Sendung mit der Maus kenne, und Trinken am Nachmittag machte mich noch nie an (bis auf damals mit den Referendarskollegen in Rom … Frascati am Nachmittag im Schatten des Petersdoms … herrlich). Abends waren wir dann eh nach so viel Erlebten zu müde um lange unterwegs zu sein und außerdem (das ist das eigentliche “Zweitens”) ist es viel zu teuer. Also im Vergleich. Die Besteuerung muss ja irre sein, wenn ich das so aus dem Kopf vergleiche. Einen Single Malt kriege ich ja hier billiger als im Lande des Scotch! Ne, soweit ging die Liebe dann nicht und ich begnügte mich mit brittischem, schottischen und irischem Ale und für Abends ein Schlückchen “Blended” noch als Absacker beim Lesen.

The Classic Malts - Bild © Endl 2007Aber ich ergreife die Gelegenheit um dennoch ein Wort dazu zu sagen: Schottische Whiskys sind ein Traum! Sie werden aus Gerste hergestellt und unterscheiden sich schon mal grundsätzlich zwischen den echten “Malts” und den “Blended”. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen sind beide aus Gerste gemacht, der echte Malt aber auf Basis von gemälzter Gerste, während man beim Blended vom Mälzen aus Kostengründen absieht und den gewonnen Alkohol später erst versetzt (ein bekannter und auch durchaus guter Blended ist z.B. Chivas Regal, und jeder kennt wohl Johnnie Walker).
Die Könige des Whiskys sind für mich weltweit sowieso die Schottischen (“Scotch”, Finger weg von “Bourbon” *biächpfui) und die besten Schottischen sind Malts, die besten Malts Single Malts (nur aus einer Brennerei, kein Gemische) und die vielleicht besten Single Malts (bis auf einige erlesene, zum Teil mit anderem Finish veredelte oder länger gelagerte Sonderabfüllungen) bezeichent man als die “The Classic Malts of Scotland” und gemeint sind üblicherweise diese sechs: Lagavulin 16 Jahre alt, Talisker 10 Jahre, Dalwhinnie 15 Jahre, Cragganmore 12 Jahre, Oban 14 Jahre und Glenkinchie 10 Jahre, und alle sind ein Sinnesgenuß erster Güte, und doch so unterschiedlich. Und mein persönlicher Favorit ist Glenkinchie, ein wunderbar ausgewogener milder und doch sehr ausdrucksvoller Whisky aus den Schottischen Lowlands südöstlich von Edinburgh.

Dalwhinnie Distillery - Bild © Endl 2007In den Highlands besucht habe ich die Distillerry von Dalwhinnie, übrigens die höchstgelegene schottische Distillery, und auch der ist ein Genuß. Aber auch andere Single Malts sind nicht zu verachten: Ein Glenmorangie z.B. mit seinen durchaus interessanten Finishs wie dem Port Wood Finish, eine abschließende Lagerung in einem Portweinfaß, dass dem Glenmorangie eine andere Note hinzufügt. Oder auch Glengoyne, einen extrem weichen und auch im Abgang sanften Single Malt, den ich vor Ort bei Loch Lomond direkt in einem Pub das erste mal probierte.

Glengoyle Distillery - Bild © Endl 2007Veranschlagen darf man für einen guten Single Malt durchaus zwischen 40 und 70 Euro pro Liter, also 0,7 Liter Flaschen sind mit 30 Euro, wie z.B. bisweilen für Glenkinchie, gut veranschlagt. Nach oben gibt es wenig Grenzen. Flaschen mit bis zu 150,00 Euro sind dem Kenner durchaus wert. Bestellen kann man übrigens auch online in dem fantastisch gut sortierten “The Whiskey Store” von Theresia Lüning. Hier passt einfach alles, inklusive der sehr treffenden Geschmacksbeschreibungen, und es ist bisweilen richtig günstig dort, wie eben der Glenkinchie, den ich nur im Duty Free geringfügig günstiger fand. (Eine freundlicher Link ohne werbliche Absichten dahinter)

Erlesene Whiskys - Bild © Endl 2007Guten Whisky trinkt man übrigens nicht – wie man das so aus der Welt J.R.s in Dallas kannte – aus den klassischen großflächigen Zylinderartigen Gläsern, sondern aus nach oben zugehenden Nosing-Glases, also Gläser mit Stiel die unten bauchig sind und nach oben zulaufen, damit nicht das ganze Aroma sofort sich verfliegt. Eis ist ein totales “No Go” und einizig die leichte Verdünnung mit etwas weichen stillen Wasser ist akzeptabel, um die Volumen-Prozent zu senken ohne den Geschmack zu verfälschen.

Kommen wir aber zur Kehrseite der schottischen Getränkewelt: Dem Bier. Oder wenigstens manchem Bier. Sind die gern ausgeschenkten Biersorten wie “Best” noch gut trinkbar, fand die beste Ehefrau von allen für die “Real Ales” nur den Begriff “Plörre” – und tatsächlich schmeckte das von mir verkostete “Real Ale” wie ein tagelang in einer rauchigen Kneipe im Glas abgestandenes Dünnbier aus Berlin (oder vergleichbar). Das “Lager” war da noch die Rettung oder eben Marken wie “Best”, also eher “creamy beer”. Und so zog ich dann mein geliebtes Guinness, auch wenn es Irisch ist, meist dem “Real Ale” vor, so viel persönliche Freiheit gönnte ich mir.

Tomatensaft (nur im Flugzeug wirklich gut) - Bild © Endl 2007Was bleibt? – Eine kleine Kurisosität namens “Ginger Wine”, ein Aperitif mit Ginger-Geschmack den man tatsächlich auch mit Whisky mischen darf und sich dann “Whisky Mac” nennt. Ein durchaus beliebter “Frauen”-Drink, ließ ich mir sagen.

Sonst kriegt man so ziemlich alles, was man hier in Deutschland auch bekommt, inklusive importierten Wein (Original “Schottischer Wein” ist wohl eher ne Art “running gag“, probiert habe ich aber keinen). Bis auf guten Kaffee eben, aber man muss sich ja auch noch auf zu Hause wieder freuen können.

Naja, und Heimflug war dann eh klar…

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