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Fastenzeit-Countdown “-10″

Heute ist der 14.12. und nach Adam Riese sind es noch 10 Tage bis zum Ende meiner Fastenzeit – ein kleiner Zwischenbericht.

Das Gefühl war spontan, heftig und intensiv. Ein Bewusstsein, dass es einem nun verwehrt sein wird weiterhin Freude im Leben zu empfinden. Entrissen der eigenen Gewohnheiten, ausgesetzt in der Wüste der Enthaltsamkeit. Man kommt sich leer vor, die Aussicht auf Feierabende sind freudlos. – Und das war das Gefühl am ersten Tag der Fastenzeit, so gegen 11:00 Uhr vormittags …

Fastenzeit hat nichts mit Diät zu tun und die Gefühle sind nicht zu vergleichen mit den Empfindungen, die man hat, wenn man es mit anderen "Tricks" zum Abnehmen versucht hat.

Tatsächlich ist es dann "nicht so schlimm" wie man dachte und andererseits ist der Verzicht von Koffein, Alkohol, Süß- und Fleischwaren dann doch weit einschneidender im täglichen Leben als gedacht. Mangels Ablenkung durch Genussmittel zieht sich bisweilen so ein Abend vor dem Rechner dann doch etwas zäh, auch da mangels wohltuender Wirkung eines Glas Roten oder Weißen, die so manch' seichte Internet-Diskussion oder höhepunktarme anderweitige Zeitvertreibung in wohltuend glückseligen Nebel tauchen konnte, die pathetische Glorifizierung kraft "Benebelung" fehlte. Kurzum: Man geht oft früher zu Bett und sieht auch so manches mal mehr fern. Das ist dann auch nicht heroischer (also das Fernsehen), aber wenigstens einschlaffördernder. Entsprechend langschlafend ist man um 6 oder 7 dann auch munter und vermisst den fehlenden Kaffee maximal noch aus Gewohnheit in den Morgen- resp. Vormittagsstunden.

In der Tat wirkt sich bei anderweitigem Verzicht auf Placebos (Stichwort: Man kann sich auch ohne "Süßwaren" mit Kalorien vollstopfen, aber das ist ja nicht Sinn der Übung) die Sache auch recht “sportlich” auf das Gewichtsverhältnis aus, was gerade vor Weihnachten ein angenehmer Nebeneffekt ist. Wie sagte das jemand neulich treffend: “Man sammelt quasi Vorräte für Weihnachten” – nur eben vice versa, also man schafft Raum für die anstehende Völlerei. Kein Abnehmen danach, sondern davor.

Die sonntäglichen Fastenfreiräume (bei mir von Samstag Abend bis Sonntag Abend) führten wie erwartet auch dieses Jahr zu manchem Spott und flotten Spruch. Parallelen zu Vorurteilen gegen den Ramadan (bei denen wohl mancher meint, die Gläubigen würden sich außerhalb der Fastenzeit Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang der Völlerei hingeben) waren leider öfter zu hören. Ein Vorurteil, das ich im Übrigen nicht teile. – Mein Friseur dagegen hatte es vielleicht am besten “verstanden”, was es bedeutet zu verzichten und zu festgelegten Zeiten zu genießen: “Das müssen ja Festtage dann sein!”, meinte er – und ganz offensichtlich hatte für ihn die Aussicht, sich jede Woche aus einer Art “Askese” einen selbstgeschaffenen “Feiertag” selbst zu kreieren, einiges an Charme gewonnen.
Und genau das ist es wahrscheinlich auch, was einen Teil der Übung so interessant macht: Nur wenn man sich von Dingen entsagt, beginnt man deren Wert wieder zu schätzen. Das Stück Schokolade, der erste Schluck Wein am Sonnabend, der Kaffee am Sonntag Morgen – was sonst fast beliebig verfügbar ist (außer der Wein vielleicht) ist wieder zu etwas besonderem geworden.

Noch 10 Tage, davon 9 Tage Fastenzeit, verbleiben nun. Ich freue mich auf beides: Die verbleibende Zeit und deren Ende. Der Wunsch, sich auch danach mehr freiwillig zu “enthalten” ist schon jetzt größer geworden als der Wunsch sich wieder den alten Gewohnheiten hingeben zu können. – Am Aschermittwoch 2011 werde ich dann sehen, was daraus wurde und wo dann eine Fastenzeit mal wieder gut oder gar Not tut. Oder ob dann ein Fasten überflüssig geworden ist …

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(M)eine Weihnachtsgeschichte

Auch dieses Jahr lege ich zur weihnachtlichen Einstimmung meine kleine Weihnachtsgeschichte in zwei Varianten nahe:

Für die lieben Kindlein

Engelchen Lavendel und das verlorene Weihnachtsglöckchen (1)
Engelchen Lavendel und das verlorene Weihnachtsglöckchen (2)

Für die bösen Buben

Zwerg Martin und die abhanden gekommene Glocke (1)
Zwerg Martin und die abhanden gekommene Glocke (2)
Zwerg Martin und die abhanden gekommene Glocke (3)

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Meine Weihnachtsgeschichte

Schrieb ich schon letztes Jahr und sie begann so:

Engelchen Lavendel hatte seinen Namen, weil es schon direkt nach seiner Geburt einen ausgeprägten Sinn für Blumen entwickelte. Standen Blumen in der Nähe seines Baby-Engelbettchens, begann es zu lächeln, brachte man es auch noch in die Nähe von duftenden Lavendel, beruhigte sich das sonst gern laut krähende kleine Engelchen im Nu und schlief friedlich ein. Ein Umstand, der den Eltern-Engel nicht verborgen blieb (denn das kleine Engelchen konnte wirklich sehr sehr laut schreien) und sie den erstgewählten Namen Lorelei wieder verwarfen und das kleine Engelchen nun Lavendel gerufen wurde.

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Weihnachtswitz, die dritte

Mal was christlich-korrektes … :grin:

Josef und Maria auf Herbergssuche klopfen an einer Herberge:

  • Josef: »Habt Ihr Quartier für meine Frau und mich für diese Nacht?«
  • Wirt: »Nein, alles ausgebucht.«
  • Josef: »Aber seht doch, guter Mann, meine Frau ist hochschwanger!«
  • Wirt: »Da kann ich doch nichts dafür!«
  • Josef: »Ja ich doch auch nicht!«
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Weihnachtswitz, die zweite

Stell dir vor…:

Du fährst im Auto mit konstanter Geschwindigkeit.
Auf deiner linken Seite geht es direkt nach unten ohne Leitplanken oder Absicherung.
Auf deiner rechten Seite fährt mit gleicher Geschwindigkeit ein riesengroßes Feuerwehrauto.
Vor dir galoppiert ein Schwein an dem du nicht vorbeikommst.
Hinter dir verfolgt dich ein Hubschrauber auf Bodenhöhe.

Was tust du, um hier gefahrlos rauszukommen?

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Denk doch einmal beim Schenken auch an den Beschenkten!

Nennt mich werblich, nennt mich gierig (weil ich hier einen Promo-Banner einbinde), aber ich mein es ernst.

Erspart dieses Jahr allen zu beschenkenden eure “lustige” Idee, wie die Sexy-Kochschürze oder den singenden Korkenzieher, auch bitte nicht den Foto-Bildband aus der Buchladen-Auslage (nur weil der Beschenkte EINMAL versehentlich sagte, Island wäre ja schön, deswegen will er doch keinen Bildband von Island!!), nichts Selbstgebasteltes (es sei denn man ist WIRKLICH gut darin!!) und auch keine “Sowas-in-der-Art”-Geschenke (wenn jemand von einem Ipod schwärmt ist ein Billig-mp3-Player bei weitem NICHT DAS GLEICHE und auch nicht nahe dran!!).

Wenn du wirklich noch nichts hast, brech nicht übers Knie, erspar dir und dem Beschenkten die peinlichen Notkäufe und schenk statt dessen einen Gutschein von Amazon – meine ehrlich Meinung:

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Alles bereit für Frohsinn und Besinnlichkeit?

Ist doch komisch, wenn man sich so umhört, dann ist es oft überall genau das Gleiche. Vor lauter “Vorfreude” steigt der Spannungslevel. Liegt es daran, dass man zu viel will? Man projeziert es dann auf die Kinder, wahrscheinlich weil sie sich einfach vollkommen ungeheuchelt darauf freuen, dass ihnen nahezu alle Geschenke erwartungsgemäß auf dem Tablet serviert werden – und was nicht gefällt, wir gleich weggelegt, ohne Heuchelei, einfach ungefilterte Ehrlichkeit und im Zweifel sind noch die Eltern schuld, die die falsche Bestellnummer durchgegeben haben.

Will man zu viel? Erwartet man zu viel?

Einerseits hofft man sehr auf einen besinnlichen ungetrübten Tag, voller gegenseitigem Respekt und Zuneigung und dennoch gelingt es oft nur schwer bis holprig. Man merkt es ja an sich selbst, wie man verkrampft oder eben gerade versucht betont unverkrampft zu sein, was aber halb gelogen ist, wenn es mit dem Beisatz in Klammern erfolgt (“die können mich alle”). Oder man bemüht sich erst recht es allen Recht zu machen und merkt dann, dass man spätestens am Abend nach dem dritten Glas Wein oder wenn das Geschenk doch ziemlich enttäuschend ausfiel oder eben “nur” das erwartete umfasste, doppelt bitter aufstößt, weil das totale Bemühen eben Kraft gekostet hat und aufgesetzt war.

Wenn mich manchmal einer fragt, was ich am Glauben und eben damit dieser Weihnacht so verbinde, dann das, dass man seine Hoffnung aus dem Glauben ziehen kann und die Liebe von dort anzapft. Wenn einem das gelingt, ist es tatsächlich irgendwie anders – selbstloser (vielleicht da eben ja nicht von einem selbst kommend). Dann erträgt man alles, erduldet alles und es endet auch nicht um 22:30 Uhr am Abend, sondern scheint unerschöpflich.

Vielleicht bin ich auch nur Romantiker, aber das wünsche ich euch, denen die diese Zeiten lesen, einfach diese Art von Liebe heute zu erfahren und geben zu können. Keine die “will”, keine die aufrechnet, keine die vom kleinsten Gegenwind kapituliert.

Ich hab die paar Zeilen jetzt einfach für mich gebraucht, merke ich gerade.

Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und ganz besondere Grüße an ein paar ganz besondere Freunde von mir, wie Frau Pfeffer, meinen Nachbarn und Buddy, Rozana und Stefan von Clubfans United (gewürfelte Reihenfolge *g), meinen Kollegen, aber auch vielen anderen Bekannten und Freunden aus der realen wie auch virtuellen Welt, mit denen ich dieses Jahr einiges erlebt habe oder die einem an bestimmten Dingen zur Seite standen, entweder weil man gebraucht wurde oder weil man jemand brauchte – und sei es nur als Ohr oder mit einem guten Wort.

Frohe Weihnachten!

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