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Versteckte Kosten, Verarsche, Ende Freude

Scheint so ne Art „Anti“-Guerilla-Werbekampagne zu sein. Hat was. :mrgreen:

Verlockende Angebote

Aber wir konnten der gepflegten Außendarstellung widerstehen.

Vom Klappern und Wind machen

Neulich hatten wir es einmal wieder, die Frage, wie viel Wind man machen darf, um auf sich aufmerksam zu machen. Aber vielleicht ist das ja schon die falsche Frage.

Sich im Netz im stillen Kämmerlein zu präsentieren und dann aufgrund der vermeintlich überragenden Qualität entdeckt zu werden, ist ein Ammenmärchen der frühen Blogosphäre. Es gehört einfach dazu, dass man sich finden lässt, weil das gefunden werden meist nur dann funktioniert, wenn man entweder was extrem peinliches, extrem dummes oder extrem ungerechtes zu bieten hat, was bei Selbstbetroffenheit auch nicht unbedingt das Ziel der Träume ist.

Die Windmacher dominieren wie einst die Werber in den 90ern die Szene. Die, die sich nicht zu schade sind wirklich überall ihren virtuellen Aufkleber aufzukleben und sich anzubiedern und selbst zu beweihräuchern, bis der Fremdschämfaktor den Rand der Skala eigentlich überschritten haben sollte. Das Schlimme ist ja nur, es funktioniert. Und natürlich beschränkt man sich nicht nur auf virtuelle Aufkleber, sondern benutzt auch richtig reale Aufkleber, um die Werbetrommel anzukurbeln.

Haben wir uns gefragt, warum man, man es schon erkannt hat, nicht auch ordentlich Wind macht. Aber nicht jeder ist eben zum virtuellen Klingelputzer und Staubsaugervertreter geboren. Und weil es neben dem Wind machen noch eine andere Art gibt, auf sich aufmerksam zu machen, das Klappern. Der Handwerker klappert, damit er den Passanten zeigt, dass hier gearbeitet wird und der Laden läuft, die Nachfrage stimmt. Und wo Nachfrage ist, da schauen die Leute hin, weil der Mensch eben Herdentier ist und dabei wohl eine Schafherde im Sinn hatte, denn der Mensch ist eben auch ein Neidhammel – was die anderen wollen, das will er auch, zumindest will er immer Dabeisein, wenn alle dabei sind.

Drum muss man nicht in Understatement untergehen, während die Poser einem die Show vor ihrer Hollywood-Fassade stehlen, während man vielleicht selbst wirklich was zu sagen hätte. Man muss nur ordentlich klappern.

Zitat für Werbung, Marketing & Co.

Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.

[Verfasser unbekannt]

Schlag den Bohlen

Dieser wirklich witzige und kreative Viralspot von VW „Treppe“ steht bei der Wahl zur Kreation des Monats November bei horizont.net. Er zeigt auf eindrucksvolle und charmante Art, dass ein Umdenken bei Energienutzung am Ende nur eine Frage der guten Idee ist, wenn man Leute begeistert statt sie zu belehren.

Nun wäre dies das Ende der Meldung, wenn nicht bei dieser Wahl der Eindruck entstünde, der imho deutlich einfaltslosere „VHV-Fortsetzungsspot mit Dieter Bohlen“ würde bei dieser Wahl doch nicht unerheblich gepusht von Agentur und Filmproduktion, womit selbst der werbepenetrierte Spot für Media Markt „Die Frage“ des gehypten Mario Barth dahinter zurückfällt. Aber entscheidet selbst, wer ist denn wirklich der kreativere Spot? Oder soll Bohlen so einfach gewinnen? :mrgreen:

Horizont.net: Wahl zur Kreation des Monats

Sarah Connor und BILD – kapier ich nich

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Also da ist Sarah Connor auf einen BILD-18/1-Werbeplakat mit dem Satz:

Erstaunlich, wie man auch ohne Taktgefühl jeden Tag einen Hit landen kann !!

Versteh ich nicht. Also den Satz schon, aber …

… warum gibt sich Sarah Connor dafür her?
… warum wirbt die BILD mit einem Satz, der der BILD nun wahrlich nicht schmeichelt?
… warum kriegt Sarah Connor dafür noch nicht einmal Geld?

Denn drunter steht:

BILD bedankt sich bei Sarah Connor für die [… kann ich nicht lesen …] und unentgeltliche Meinung.

Kapier ich alles nicht.

Aber ein schöner Anlass, meine persönliche ENDL Dir Deine Meinung! Woche auszurufen.

WUMS die Grünen

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Nennen BÜNDNIS 90/ Die GRÜNEN ihre Europakampagne glatt WUMS!. Ausgerechnet die Grünen…

Also für mich – wie schon bei Hensch in Facebook geäußert – ist WUMS mehr so eine Ausdruck der Explosion, also martialisch und in jedem Fall ohne jede pazifistische Konnotation. Eher dagegen in Richtung: „Wumme“ (umgs. für Pistole, Handfeuerwaffe). Wie sagte ein Kollege gerade: Da sieht man doch gedanklich schon den Kanonenlauf am Plakat und auch die Gestaltung ist ja wie eine gerichtete Explosion.

WUMS! Für ein besseres Europa!

Wenn so ein Slogan nicht mal in falsche Parteihände kommt, dann liest sich das gleich ganz anders…

Und dann soll man es auch noch an Wände schmieren.